Montag, 5. November 2012

Brauche ich das wirklich?


“Too many people spend money they earned... to buy things they don't want... to impress people that they don't like.”  - Will Rogers
Die einmaligen Einkäufe, die in Ihrem Einflußbereich liegen, machen einen wesentlichen Teil Ihrer Ausgaben aus. Möbel, Kleidung, Unterhaltungselektronik, Wohnungseinrichtung, Konzerte, Wochenendausflüge, Geburtstagsfeiern, andere Freizeitaktivitäten usw. gehören in diese Gruppe. Diese werden von mir in Anlehnung an Robert Kiyosaki auch „Schnick-Schnack“ genannt.

Natürlich kann man nicht zu 100% auf solchen Ausgaben verzichten. Muss man auch nicht! Jeder möchte eine bestimmte Lebensqualität haben, seine Hobbys weiter praktizieren, ab und zu etwas feiern oder Luxus erleben. Aber bitte immer im Verhältnis. Die Balance zwischen Einnahmen, Ausgaben und die Sparquote sollte bestehen bleiben („Net Cashflow ist König“).

Ich bin mir sicher, dass jeder gelegentlich für Schnick-Schnack, den man nicht unbedingt braucht, Geld ausgibt. Man merkt das kurz nach dem Kauf oder nach einer gewissen Zeit. „Warum habe ich das bloß gekauft?“ ist für jeden eine bekannte Frage. Und seien Sie bitte ehrlich. Wie oft stellen Sie sich selbst diese Frage?

Deshalb ist die erste wichtige Frage vor jeder Kaufentscheidung:

„Brauche ich das wirklich?“

Und ergänzend: 

„Was werde ich mit diesem Artikel machen (jetzt, nach einer Woche, nach einem Monat, nach einem Jahr)?“
  • „Brauche ich das iPhone 5 wirklich, wenn ich ein funktionierendes iPhone 4 habe?“
  • „Brauche ich das zehnte Paar Winterstiefel wirklich?“
  • „Brauche ich den neuen LED-Fernseher mit noch schärferem Display wirklich?“
  • „Brauche ich diese Lederlaptoptasche wirklich?“
  • „Brauche ich wirklich noch den vierten 10€-Cocktail in der Bar?“
  • „Brauche ich wirklich den Wagen mit 2,0-l-Motor statt meinen alten mit 1,6 l?“
Nach kurzer Überlegung werden Sie diese Fragen zu 90% mit „NEIN“ beantworten. Mein Tipp wäre folgender:  Bevor Sie sich entscheiden, etwas trotzdem zu kaufen (besonders bei einem teuren Artikel), lassen Sie sich 1-2 Tage Zeit zu überlegen. Unterhalten Sie sich mit Freunden darüber. Fragen Sie sie, ob Sie das Produkt wirklich brauchen.

Glück-Kosten-Faktor
Ein anderes Konzept  ist der Glück-Kosten-Faktor. Wenn Sie „Schnick-Schnack“ kaufen, wie viel glücklicher werden Sie dadurch? Wie lange hält das Glück an? Eine Woche, einen Monat, ein Jahr oder bleibt es nur für den Moment? Jeder möchte glücklich sein, oder? Was kostet mich dann dieses Glück?
Mit dem Glück-Kosten-Faktor können Sie rechnen, ob sich der Kauf lohnt. Ein LED-Fernseher wird Ihr Glück oder Ihre Lebensqualität auf unterschiedliche Weise beinflussen, je nachdem, ob Sie schon einen ähnlichen Fernseher besitzen oder einen alten CRT-Fernseher haben.

Bei den einmaligen Kosten ist es relativ gesehen schwieriger, die Kontrolle zu behalten. Viele ignorieren sie (weil sie einmalig sind, man lebt ja nur einmal) und die Kosten sammeln sich. Diese Aussage ist sicherlich auch bekannt: „Es ist noch nicht Mitte des Monats und ich habe mein ganzes Gehalt ausgegeben“.

Als Alternative können Sie für solche Ausgaben ein Spaß- oder „Schnickschnackkonto“ errichten (bitte als Tagesgeldkonto). Sie können monatlich eine bestimmte Summe (z.B. 10% Ihres Gehaltes) auf dieses Konto überweisen. Dieses Geld wird nicht gespart, sondern für die Erfüllung Ihrer Wünsche, Hobbys und Schnickschnack gedacht. Hier zu beachten ist, dass Sie Ihr Limit nicht überschreiten. Bei teuren Objekten sollten Sie einige Monate warten, bevor sie sie kaufen.

Damit bleibt Ihr Haushaltsbudget unter Kontrolle.

1 Kommentar:

  1. Toller Beitrag und wie recht du hast, man braucht tatsächlich vieles einfach nicht. Ich hab neulich auch gut gespart Habe einen Anzug für meinen Vater online bestellt. Kostet um Mailen weniger, als im Laden und die Qualität würde ich auch nicht anprangern ;)

    AntwortenLöschen