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Dienstag, 30. Juni 2015

Wie funktioniert die Wirtschaftmaschine?

„Our greatest power is that we know that we don’t know and we are open to being wrong and learning.” – Ray Dalio
Für jeden Privatanleger ist es sehr wichtig zu verstehen, wie die Finanzmärkte und Finanzinstrumente funktionieren. Ansonsten ist das Geldanlegen wie ein blinder Impulskauf - ohne zu wissen, was man bekommt und ob es sich überhaupt lohnt Geld auszugeben. Das fehlende Finanzwissen ist einer der Gründe, warum die deutschen Sparer kaum Rendite auf ihr Geld bekommen. Sie vermeiden es zu Recht, ihr Geld in Aktien oder Aktienfonds zu investieren, weil sie von diesen Finanzinstrumenten nicht viel verstehen („Wie funktioniert ein Unternehmen?“). In meinem Blog versuche ich durch meine Erfahrungen und mein Wissen zur finanziellen Bildung der deutschsprachigen Anleger beizutragen.  


Was ich auch für sehr wichtig halte, ist, dass man von der Wirtschaft etwas versteht. In den Zeitungen und Zeitschriften lese ich oft viel Quatsch über die Wirtschaft. Viele veröffentlichte Artikel sind eher politischer Natur als wissenschaftlicher. Die Medien in Deutschland sind meiner Meinung nach sehr links. Unternehmer, Firmen, Industrie, Banken, Reiche und Anleger sind Sündenböcke dafür, dass auf dieser Welt Armut und Ungleichheit herrschen. Es ist schwierig für die Menschen, wertvolle Informationen zu finden, mit denen sie ihr finanzielles Wissen erhöhen können.

Wie die Wirtschaft funktioniert, wird in den Schulen nicht richtig gelehrt. Man muss nicht unbedingt BWL studieren, damit man verstehen kann, warum Verbraucherpreise steigen oder was passiert, wenn die EZB die Zinsen erhöht. Anstatt zu verstehen, warum die Mieten in den Großstädten steigen, versucht man, die Mietpreise zu bremsen. Auf lange Sicht ein nutzloser Versuch.

Ich denke, dass jeder Bürger die Verantwortung selbst übernehmen und sich selbst das fehlende Wissen über Wirtschaft und Finanzmärkte aneignen sollte. Zum Glück hat jeder ein Gerät bei der Hand, mit dem er auf eine große Menge von Informationen aus der ganzen Welt zugreifen kann („Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen“).

Was oft nicht verstanden wird, ist der Konjunkturzyklus und warum wirtschaftliche Kreisläufe enstehen.

Ich habe ein sehr nützliches Video entdeckt, das ich mit meinen Lesern teilen möchte. Ray Dalio ist ein US-amerikanischer Unternehmer und der Gründer von Bridgewater Associates, dem größten Hedgefonds-Unternehmen der Welt. 2014 war laut Forbes an Stelle 69  der reichsten Menschen der Welt. In seinem Video versucht er ziemlich verständlich die wirtschaftlichen Grundlagen zu erklären. „Wie die Wirtschaftmaschine funktioniert“ ist ein 30-minütiges-Video, dass ich jedem Normalbürger empfehle. Die Animation ist auch in Deutsch zu hören.


Montag, 16. Juni 2014

Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 2

“...talent means nothing, while experience, acquired in humility and with hard work, means everything.” - Patrick Süskind
Fortführung vom Artikel “Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 1“.

Sparsamkeit ist heutzutage genauso uncool wie harte Arbeit. Sparsame Menschen werden als „billig“ und „Geizhals“ verteufelt. Wer sich übers Sparen unterhält, wird geringschätzig behandelt. „Er redet nur über Geld“ wird gelästert. Es kommt irgendwie besser an, über exotische Urlaube („Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub“) und außergewöhnliche Hobbys („Teure Hobbies und Vermögensaufbau“) zu sprechen. Je teurer, desto cooler. Kein neues Smartphone zu haben, ist altmodisch („Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“), alte Klamotten lange Zeit zu tragen, ist undenkbar. In einer kleinen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft zu wohnen, ist ab dem Berufsbeginn nicht erwünscht. Ich kenne einige kinderlose Paare, die sich ein riesiges Haus über Kredit finanzieren.


Die niedrigen Zinsen sind ein Grund dafür, dass die Menschen derzeit nicht mehr Geld sparen möchten. Man bekommt kaum Rendite und das Geld verliert seinen Wert durch Inflation („Inflation und die Effekte auf Rendite“). „Ich gebe mein Geld lieber komplett aus“. Diesen Satz habe ich wörtlich von einem Kollegen gehört. Die Börse und ETFs sind natürlich keine Alternativen. Sie werden in den meisten deutschen Medien als reine Zockerei dargestellt.

Die Konzerne und Medien geben uns das ideale Leben vor. Die Konsumgesellschaft wird auch durch günstige Importe aus China und anderen Schwellenländern unterstützt. Weihnachten ist eher ein Kaufwahnsinn als besinnlich. Die Konzerne und der Staat wollen es natürlich genauso haben. Die Konjuktur wird angekurbelt, wenn die Menschen mehr einkaufen. Die Steuereinnahmen erhöhen sich durch die Mehrwertsteuer. Keiner denkt, dass als Konzequenz zu wenig gespart wird. Lieber neue Schulden als Schuldenabbau.

Ich versuche in meinem Blog gegen den Strom zu schwimmen. Ich bin immernoch ein großer Unterstützer von harter Arbeit, obwohl sie zu einem höheren Steuersatz führt ("Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen"). Ich möchte aus Prinzip weder von Sozialhilfe leben noch meine Zukunft abhängig vom Staat oder von meinem Arbeitgeber machen.

Sparsam leben ist sehr wichtig für mich und meinen Plan für den Vermögensaufbau („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“). Die Herdenmenschen werden an das Ziel kommen, zu dem die Herde geht, nämlich Rente mit 67 oder später. Also, lieber gegen den Strom schwimmen als Altersarmut riskieren.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Investieren Sie in Ihre Bildung für finanzielle Freiheit

"Formal education will make you a living; self-education will make you a fortune." - Jim Rohn
Finanzielle Freiheit erfordert Vermögen. Wenn Sie nicht der glücklichen Minderheit angehören, die ein solches Vermögen von ihrer Familie geerbt hat, haben Sie am Anfang des Berufslebens praktisch „Null Vermögen“. Ihre finanzielle Freiheit ist erstmal nicht in Sicht. Daher müssen Sie Ihr Vermögen selber aufbauen.

Der Vermögensaufbau dauert in diesem Fall mehrere Jahre, ist aber nicht unmöglich. Mit einem soliden Plan, Willenskraft und Durchhaltevermögen können Sie Ihr Vermögen aufbauen, damit Sie von Ihrem passiven Einkommen leben können. Der Plan für den Vermögensaufbau hat zwei Faktoren: Geld sparen und Rendite erzielen. Beide müssen Sie besser beherrschen als die anderen. Sonst wären viele Leute schon wohlhabend, sind sie aber nicht; die meisten leben sogar in Abhängigkeit vom Staat.

Ein wichtiger Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und erfolglosen ist das „Können“. Das Können braucht „Wissen“ und die „Umsetzung“ dieses Wissens. Sie müssen in Ihre Bildung investieren, damit Sie mehr wissen und mehr können. 

Um Geld zu sparen, müssen Sie erstmal Geld verdienen. Wenn Sie ein Arbeitnehmer sind, ist Ihr Verdienst einfach Ihr Gehalt. Um mehr und einfacher Geld zu sparen, sollten Sie nun mehr verdienen, also Ihr Gehalt steigern. Der herkömmliche Weg zu mehr Gehalt sind Ausbildung und Studium. Dadurch schaffen Sie sich einen Einstieg in qualifizierte Berufe, die Sie ohne Ihre Ausbildung nicht ausüben könnten. Die Zeit und das Geld, die Sie in Ihre Ausbildung investieren, lohnen sich auf jeden Fall. Zum Beispiel ist der Verdienstunterschied zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern bei den technischen Berufe ziemlich groß.


Ein alternativer Weg zum mehr Verdienst sind Weiterbildung und Selbstbildung. Damit können Sie auf Ihrer Arbeit mehr leisten und Ihr Mehrwert wird von Ihrem Arbeitgeber mit Gehaltserhöhung, Beförderung und breiterem Verantwortungsbereich belohnt. Zur Weiterbildung können Sie Kurse und Seminare besuchen. Abendschulen und Fernuniversitäten sind für Arbeitnehmer sehr gute Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten zu erweitern.

Zur Selbstbildung kommt zunächst Fachliteratur in Frage. Bücher sind der einfachste und günstigste Weg zu lernen und mehr zu können. Zu Hause auf dem Sofa, unterwegs im Zug zur Arbeit oder am Schreibtisch können Sie Fachbücher bequem und ohne Zeitdruck lesen. Alles ist eine Frage des Willens, Sie müssen einfach damit anfangen. Auf Haufe.de finden Sie eine große Auswahl von Fachliteratur für Ihren Arbeitsbereich.

Ähnlich wichtig ist es, in finanzielle Bildung zu investieren („Finanzielle Bildung“), um eine höhere Rendite von Ihrem Vermögen zu bekommen.

Mittwoch, 30. April 2014

Krimkrise, Ukraine-Konflikt und russische Aktien

"The best thing that happens to us is when a great company gets into temporary trouble...We want to buy them when they're on the operating table." – Warren Buffett

Seit Februar 2014 läuft ein bewaffneter Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Dieser ist wohl vielen meiner Leser schon bekannt, weil in Deutschland in den Nachrichten täglich darüber berichtet wird. Die Krimkrise hat politische Gründe und wird uns höchst wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen. Ob Russland oder die Ukraine Recht hat und was für ein Diktator der russische Präsident Wladimir Putin sein mag, ist nicht Thema dieses Artikels und ist mir persönlich erstmal gleich. Was mich interessiert, sind die wirtschaftlichen Folgen der Krimkrise.

Die Reaktion der Aktienmärkte auf die Ereignisse war zunächst sehr negativ. Innerhalb von zwei Wochen fiel der DAX-Index um circa 700 Punkte, also ungefähr 7,2%. Einen sehr hohen Verlust hat der russische Aktienindex RTS erlitten, nämlich ungefähr 20% innerhalb von zwei Wochen ab Beginn der Krimkrise. Dies ist der niedrigste Stand seit 2010, und zwar 45% niedriger als der höchste Stand von 2123 Punkten im April 2011. In den Abbildungen unten können Sie die Chartvergleiche von DAX, Dow Jones und RTS in unterschiedlichen Zeiträumen sehen.

RTS, DAX, Dow Jones Aktienmärkte seit der Krimkrise
RTS, DAX, Dow Jones Aktienmärkte Historische Werter

Es gibt natürlich eine Erklärung für die Verluste im russischen Aktienmarkt: Ein möglicher Krieg, wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland, ein Stopp der Fremdinvestitionen, fallender Ölpreis, usw.. Eine Lösung der Krise ist noch nicht in Sicht. Die Anleger haben ihr Vertrauen verloren und große Angst vor Putin und schlimmeren Ereignissen.

Während andere Menschen Krisen und Kriegsschiffe sehen, sehe ich eher eine Gelegenheit („Gelegenheiten Geld zu schaffen“). Wie ich in meinem Artikel „Querdenker: Contrarian-Strategie, gegen den Markttrend investieren“ geschrieben habe, sind die Anleger manchmal sehr pessimistisch und reagieren übertrieben, wenn politische Unruhen entstehen. Politische Unruhen hat es vor ein paar Monaten auch in der Türkei gegeben und der türkische Aktienindex ISE 100 fiel um 20% innerhalb von ein paar Wochen. Nachdem die Unruhen vorbei waren, stieg der Index wieder auf das alte Niveau. Eine Menge Leute einschließlich der Pessimisten hat dadurch eine Menge Geld verloren. Und einige Querdenker haben Gewinne erzielt.

türkischer Aktienmarkt

Meiner Meinung nach befinden wir uns heute noch (Stand Ende April 2014) in einer Situation, in der russische Aktien überverkauft sind. Mit einem durschnittlichem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von knapp über 5 stehen die russiche Aktien sehr günstig. Ich denke, dass geduldige und mutige Anleger innerhalb von 3 bis 5 Jahren mit russischen Aktien eine gute Rendite erzielen können ("Ab wann sind Aktien eine sinnvolle Geldanlage"). Die Krise wird früher oder später enden und alles wird wieder gut. Die großen Wirtschafstmächte haben keine Interesse an einem Krieg wegen der Ost-Ukraine; nicht zuletzt, weil die europäischen Länder inklusive Deutschland abhängig vom russischen Erdgas sind.

Meine Leser wissen schon, dass ich in meinem Blog keine Kaufempfehlungen abgebe. Vielmehr rate ich eher davon ab, einzelne Aktien zu kaufen ("Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger"), wenn man kein Profi-Anleger ist. Ich bin der Meinung, dass ein Portfolio, das aus diversen ETFs besteht ("Diversifikation Ihres Portfolios - Regionen"), langfristig bessere Rendite bringt als aktives Trading und als teure Aktien-Fonds ("Lege nicht alle Eier in einen Korb"). Dasselbe gilt für russische Aktien. Jeder muss sich selbst informieren, bevor er irgendeine Aktie oder einen ETF kauft ("Finanzielle Bildung"). Auf morningstar.de können Sie eine detaillierte Analyse des ETFs "db x-trackers MSCI Russia Capped Index" aus russischen Aktien lesen. Ich habe letzte Woche diesen ETF in mein Portfolio aufgenommen.

Russland ist ein Schwellenland und der Aktienmarkt ist dort noch nicht so verbreitet wie in den entwickelten Länder. Deshalb sind die Aktienpreise sehr volatil. Man kann in kurzer Zeit viel Geld verlieren oder gewinnen. Deshalb sehe ich meinen russischen ETF als eine Erweiterung meines Portfolios. Der Hauptbestandteil meines Portfolios sind immer noch amerikanische und europäische ETFs ("In europäische Aktien investieren, EURO STOXX 50").

Montag, 24. März 2014

Erfolgreiche Unternehmen, Geschäftszahlen und Fundamentalanalyse

"To achieve satisfactory investment results is easier than most people realize; to achieve superior results is harder than it looks." – Benjamin Graham

In meinen letzten drei Artikeln habe ich darüber geschrieben, wie Unternehmen funktionieren („Wie funktioniert ein Unternehmen“) und wie man als Kleinanleger Unternehmen besitzen kann. Die Antwort auf die zweite Frage ist „Aktien“.

Ich bin der Meinung, dass Aktien langfristig gesehen die beste Geldanlage sind („Aktien als Geldanlage“). Historische Daten („Historische Performance von DAX und Dow Jones“) zeigen, dass die Aktienmärkte langfristig betrachtet eine hohe Rendite bringen („Was ist Rendite und wie kann man Rendite berechnen“).

Es gibt aber einen wichtigen Punkt. Nicht alle Aktien oder Unternehmen sind gleich. Es gibt erfolgreiche Unternehmen, die hohe Gewinne erzielen . Diese Unternehmen können auch ihren Umsatz und Gewinn jedes Jahr erhöhen. Aber nicht alle Unternehmen sind erfolgreich und viele schaffen es nicht, überhaupt Gewinne zu erzielen. Wenn Sie sich überlegen, wie viele Geschäfte in ihrer Wohngegend in den letzten Jahren zugemacht haben, wissen Sie, was ich meine. 

Wie kann man herausfinden, ob ein Unternehmen erfolgreich ist oder nicht? Wie kann man sagen, ob der Preis für eine Aktie günstig oder teuer ist? Die Antwort liegt in der „Fundamentalanalyse“.


Das Ziel bei der Fundamentalanalyse ist, einen fairen Preis für eine Aktie zu ermitteln. Dieser Preis wird auch „innerer Wert“ genannt. Dafür werden die Fundamentaldaten analysiert. Diese Daten bestehen aus den betriebswirtschaftlichen Daten und dem ökonomischen Umfeld eines Unternehmens.

Die Unternehmen, deren Aktien in den Börsen gehandelt werden, müssen ihre Geschäftszahlen veröffentlichen. Geschäftsberichte, die quartalsweise und jährlich veröffentlich werden, enthalten zahlreiche wichtige Informationen über ein Unternehmen. Diese Berichte sind voll mit betriebswirtschaftlichen Daten, die für ein unerfahrenes Auge kaum zu verstehen sind. Sie sind nämlich vom Buchhalter aufbereitet.

Aber wer zwischen den Zahlen lesen kann, findet hier sehr nützliche Daten über ein Unternehmen. Außerdem wird in dem Geschäftsbericht einen Brief von dem Geschäftsführer veröffentlicht und die Prognose bezüglich der Zukunft des Unternehmens mitgeteilt.

Die wichtigsten Zahlen für die fundamentale Analyse sind folgende:
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis
  • Kurs-Cashflow-Verhältnis
  • Gesamtkapitalrendite
  • Eigenkapitalquote

Wenn Sie an fundamentaler Analyse interessiert sind und Ihr Geld in individuelle Aktien anlegen möchten („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“), würde ich das Buch „Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagstrategie“ von Benjamin Graham empfehlen.

Montag, 2. September 2013

Geld bedeutet eigentlich Lebensstunden

“Remember that time is money”. – Benjamin Franklin

Es klingt wie eine dumme Feststellung, ist dennoch traurig und wahr. Wir kaufen Dinge nicht mit Geld, sondern mit Stunden von unserem Leben.


Dieser Satz gilt natürlich nur für die meisten Menschen, nämlich für die, die ihr Leben mit aktivem Einkommen, also mit Gehalt oder Lohn, finanzieren. Für die bereits finanziell Freien, die Reichen durch Erbschaft, die meisten Studenten und Sozialhilfeempfänger ist es eine andere Sache.


Früher erhielten Arbeitnehmer wöchentlich oder täglich ihren Lohn als Bargeld sofort nach Feierabend. Es war wie eine Besoldung für die geleistete Arbeit, zum Beispiel 10 Taler für 10 Stunden Arbeit. Damals wussten die Menschen sehr genau, was eine Stunde Arbeit ihnen gebracht hat. Eine Stunde Arbeit ist ein Taler. Ein Brot kostete zwei Taler, was zwei Stunden Arbeit entspricht (Lohn und Brotpreis sind erfunden). Man wusste genau, wie viele Stunden man für sein Essen, seinen Wein oder seine Unterkunft arbeiten musste. Wer nicht arbeitete, bekam halt kein Geld.

Für die Handwerker und Künstler ist das mit dem Geldverdienen heutzutage immer noch so. Aber für die Mehrheit, die als Arbeitnehmer irgendwo angestellt ist, ist das Konzept Gehalt etwas anders. Das Gehalt wird fast immer monatlich bezahlt und auf das Konto überwiesen. Den Verdienst bekommen die Menschen nicht mehr unverzüglich nach der Arbeit als Schein oder Münze in die Hand. Sie fassen das Geld nicht an und haben meiner Meinung nach die Einstellung „Eine Stunde Arbeit gleich ein Stundenlohn“ verloren. Das Geld ist einfach am Ende des Monats in elektronischer Form auf dem Girokonto.

Deshalb stören viele Menschen Steuer und Sozialabgaben nicht sehr. Das wäre anders, wenn wir das Bruttogehalt erstmal komplett als Bargeld bekommen und danach alle Abzüge buchstäblich abgeben würden.
Was ich hier zu denken geben möchte, ist, dass Geld nicht gleich einem Blatt Papier ist, wie die Generation Y denkt ("Generation Y und Geld"). Geld entspricht eigentlich Stunden unseres Lebens. Ein zweistündiges Abendessen im Restaurant kostet nicht 35 €, sondern circa drei Arbeitsstunden (angenommen 2.000 € monatliches Nettogehalt, 40-Stunden-Woche). 

Einige ähnliche Beispiele:
  • Das neue Elektroauto BMW i3 -> 2.800 Arbeitsstunden (350 Arbeitstage)
  • 55-Zoll LED-Fernseher -> 160 Arbeitsstunden
  • Warmmiete für 60 qm Wohnung in der Köln Innenstadt -> 64 Arbeitsstunden
  • Pauschalurlaub auf Mallorca -> 40 Arbeitsstunden
  • 2 Cocktails am Freitagabend -> 1,5 Arbeitsstunden
  • 30 km Autofahrt zur Arbeit -> 43 Arbeitsminuten
  • Eine Packung Zigaretten -> 24 Arbeitsminuten
  • Ein Espresso -> 10 Arbeitsminuten

Die Arbeitsstunden variieren natürlich je nachdem, was für einen Beruf Sie haben. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass Sie Dinge nicht mit Geld, sondern mit Stunden Ihres Lebens kaufen. Das ist eine ganz andere Denkweise als die, die viele Menschen haben. Diese Denkweise verändert sicherlich die Gewohnheiten von Menschen, wenn es um ihr Geld geht.

Montag, 26. August 2013

Generation Y und Geld

"Each generation imagines itself to be more intelligent than the one that went before it, and wiser than the one that comes after it." - George Orwell

In der Soziologie werden die Menschen, die in den 80ern und 90ern geboren sind, als „Generation Y“ bezeichnet. Ein anderer Name für sie ist „Millennials“. „Generation Y“ wird in den Medien oft verglichen  mit den „Baby Boomers“, die meistens die Eltern dieser Generation sind sind. Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem die 10 Unterschiede zwischen „Generation Y“ und „Baby-Boomers“ bezüglich ihrem Umgang mit Geld aufgelistet sind.

Der Artikel richtet sich hauptsächlich an die amerikanische Bevölkerung. Ich möchte einige Punkte herausfiltern, die meiner Meinung nach auch für die Menschen in Deutschland gelten.

Generation Y trägt teurere Schuhe

Ich denke, das ist ein klares Phänomen, das in den Straßen zu sehen ist. Markensportschuhe von Adidas, Nike, Converse, usw. sind total „in“. Die Schuhmode ändert sich jede Saison und viele Leute haben mittlerweile keinen mehr Platz im Schuhregal. Eine ähnliche Beobachtung habe ich schon in meinem Artikel „Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“ gemacht.

Generation Y ist unbefriedigter

Zu Hause sitzen und nichts tun ist für die Generation Y unvorstellbar. Sie suchen Befriedigung in allen Bereichen Ihres Lebens und geben dafür gerne Geld aus. Ein gemütliches Wochenende zu Hause ist für die Baby-boomers sehr entspannend, für die Generation Y währenddessen äußerst langweilig.

Generation Y ist verschwenderischer beim Shopping

Die Baby-boomers suchen Rabatte und Saisonschlussverkäufe, damit sie beim Shopping Geld sparen können. Für die Generation Y ist das kein Thema. Sie gehen shoppen, wenn Sie dazu Lust haben. Shopping ist eine Freizeitaktivität, die gegen Langeweile hilft. Viele möchten „Shopping-Queens“ werden und es danach auf Facebook posten.

Die Definition von einem coolen Wochenende ist bei Generation Y anders

Ein cooles Wochenende kann man mittlerweile nicht mehr in der Stadt verbringen, in der man wohnt. Billigflieger und Konzepte wie „Blind Booking“ haben es ermöglicht, einen Wochenendausflug innerhalb von Europa kurzfristig zu planen. Während die langweiligen Freunden zu dem gewohnten Kneipen gehen und den Stadtgarten geniessen, verbringt der „coole“ Gen-Yer sein Wochenende in Barcelona und postet gleich ein Foto aus der Cocktailbar. Natürlich bekommt er seine 20+ Likes. Natürlich werden die Girokonten schnell leer bei der Finanzierung dieser geilen Wochenenden. Der Jahresurlaub kommt noch.

Für Generation Y ist Geld nur ein Stück Papier

Die Mentalität ist folgende: Das Geld kommt und geht. Man muss ja sein Leben geniessen. Man lebt nur einmal.. Der Wert des Geldes wird von der Generation Y ignoriert. Viele haben richtige Schwierigkeiten nie erlebt. Geld ist immer verfügbar gewesen. Warum sparen? Man kriegt es irgendwie hin.

Ich gehöre auch zur Generation Y und beobachte leider in meinem Freundeskreis diese Eigenschaften der Generation Y. Viele meiner Bekannten haben überhaupt kein Interesse an persönlichen Finanzen. Geld sparen, Geldanlagen, Aktien, Anleihen, ETFs sind Fremdwörter für sie. Finanzielles Wissen ist bei vielen leider mangelhaft. Mit diesem Blog versuche ich, Aufmerksamkeit zu wecken und meine Botschaft anzubringen. Da die Generation Y eine Menge Zeit im Internet verbringt, sind sie die Hauptzielgruppe dieses Blogs.

Die Mitglieder der Generation Y, die diesen Artikel gelesen haben, können ja die Facebook-Seite dieses Blogs bei Gelegenheit Liken.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Value Investing und Ihre Anlagestrategie

"All intelligent investing is value investing -- acquiring more that you are paying for. You must value the business in order to value the stock." - Charlie Munger

Value Investing ist eine der Lieblingsanlagestrategien vieler Anleger auf der ganzen Welt. Diese Strategie ist besonders durch den Erfolg von Warren Buffett berühmt geworden. Warren Buffett, auch das „Orakel von Omaha“ genannt, ist der erfolgreichste Anleger der 20. Jahrhunderts und der viertreichste Mensch der Welt (Stand 2013).


Ich habe mich vor einem Jahr mit dem Thema „Value Investing“ sehr intensiv beschäftigt. Kurz zusammengefasst: Value Investing ist, langfristig in Aktien zu investieren, die sehr gute fundamentale Kennzahlen (Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Buchwertverhältnis, Cashflow, usw) haben und „unterbewertet“ sind. Es ist wie „Schnäppchenjagd“ bei Aktien. Es gibt strenge Kriterien dafür, ob eine Aktie ein „Kauf“ ist oder nicht. Ich würde jedem Anleger, der sich für Value Investing und Aktienanalyse interessiert, das Buch „Intelligent Investieren“ von Benjamin Graham empfehlen.


Es gibt viele Kleinanleger, dis sich „Value Investors“ nennen und selber ein Aktienportfolio mit ausgesuchten Aktien gestalten. Das ist eine sehr spannende Aufgabe, die ich auch selber einige Zeit lang praktiziert habe. Die Hauptaufgaben sind folgende: Die fundamentalen Kennzahlen der Aktien analysieren, Jahresend- und Quartalsberichte lesen und die geheimen Botschaften herausfiltern, Sektoren analysieren und Aktien miteinander vergleichen usw. Es ist eine analytische Herausforderung und die Befriedigung ist enorm, wenn die ausgewählte Aktie den Markt schlägt und eine hohe Rendite bringt.

Ich sehe aber einen Nachteil: Die obengenannten Aufgaben nehmen verdammt viel Zeit in Anspruch. Ein normaler Arbeitnehmer hat kaum die Zeit, diese Aufgaben vernünftig und mit Qualität durchzuführen. Bei der Aktienauswahl darf der Anleger keinen Fehler machen, weil mit Value Investing nur in ein paar Aktien investiert werden („Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Damit ist das Risiko relativ hoch.

Die Freizeit, die man zur Verfügung hat (abends und an Wochenenden), mit ausführlichen Aktienanalysen zu verbringen, ist meiner Meinung nach ein schlechter Weg für ein ausgeglichenes Leben. Das Leben besteht durchaus nicht nur aus Arbeit und Geld. Eine Balance zwischen Arbeit, Familie, Freunden, Unterhaltung, Sport, Spaß und Ausruhen istd für das Glück eines Menschens extrem wichtig. Wenn man „Value Investing“ halbherzig macht, sollte man das lieber ganz lassen. Die guten „Value Aktien“ sind selten zu finden und es braucht tatsächlich viel Zeit und Mühe.

Also, wie kann ein durchschnittlicher Anleger in „Value Aktien“ investieren?

Es gibt Aktienfonds, die diese Aufgabe für Sie übernehmen. Die Fondsmanager suchen diese Aktien für Sie aus und kaufen diejenigen, die vom Manager als unterbewertet empfunden werden. Meiner Meinung nach ist der Erfolg dieser Fondsmanager fraglich („Aktienfonds als Geldanlage“). Die zusätzlichen Kosten reduzieren Ihre Rendite und verlangsamen Ihren Vermögensaufbau („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“).

Glücklicherweise können Sie eine günstigere Alternative finden. Es gibt einige ETFs („Aktien-ETFs als Geldanlage“), die auf „Value Stocks“ fokussiert sind. Oft gemischt mit einem regionalen Fokus („Diversifikation Ihres Portfolios – Regionen“), ermöglichen diese ETFs den Erwerb von „Value Stocks“ in Ihrem Portfolio.

In den nächsten Artikeln, in denen ich ETFs für Regionen vorstellen möchte, werde ich auch die ETF’s als Option darstellen, die „Value Investing“ als Anlagestrategie nutzen.

Montag, 27. Mai 2013

Papa, ich mag, wenn du zu Hause bleibst

Heute möchte den zweiten Gastbeitrag meinem guten Freund von Barthelemy Piat veröffentlichen. Barth schreibt dieses mal in Deutsch und erklärt, warum er finanzielle frei werden möchte.

Manchmal sind Kinder da, um die Fragen zu stellen, die wir Erwachsenen uns aus Gewöhnung nicht mehr stellen. Vor 2 Wochen hat meine 3 Jahre alte Tochter mir gesagt „Papa, ich mag, wenn du zu Hause bleibst, warum gehst du arbeiten?“

Ja, gute Frage! Ich habe ihr erklärt, dass mir wegen meiner Leistung ein paar Münzen gegeben würden, damit ich Abends Brot nach Hause mitbringen kann. „Wir haben aber noch Brot, und wir können was anderes essen…“, ich hatte leider keine Zeit mehr, um weiter zu antworten, ich musste einfach zur Arbeit fahren.


Sie hatte mich unbewusst für meinen Weg zur finanziellen Freiheit noch mehr motiviert; meine Tochter ist sehr neugierig, ich würde so gern mehr Zeit mit Ihr verbringen, um ihr alles durch kleine Experimente zu erklären. Zwei Wochen danach saß ich bei einer Zwangsversteigerung, um meine erste Immobilie als Kapitalanalage zu kaufen; es hat leider nicht geklappt, ich war aber meiner Tochter sehr dankbar, mich so schnell auf diesen Weg gebracht zu haben.

Meine Tochter steht jeden Tag um 7 Uhr voller Energie auf; sie kommt in unser Schlafzimmer und schreit, „Aufstehen ,es ist draußen hell, der Tag fängt an, lass un schnell runter (Wohnzimmer)!“ Ich dachte „Sie muss nicht arbeiten, sie steht aber so gern früh auf… wie kann das sein“.

Genau weil sie nicht arbeiten muss, steht sie gern früher auf… das heißt für uns Erwachsene, wenn wir nicht arbeiten müssten, würden wir noch früher aufstehen, um unseren Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen , wir würden an einem Tag noch mehr schaffen,  weil wir dann machen würden, was mir mögen, und was wir per se am besten machen.

Danke Juliette!

Montag, 6. Mai 2013

Lege nicht alle Eier in einen Korb


”Don’t put all your eggs in one basket.” – Famous Proverb

Sie sparen monatlich eine gewisse Summe Geld und Sie konnten bis jetzt auf Ihrem Tagesgeldkonto ein kleines Vermögen aufbauen („Wie hoch ist Ihr Nettovermögen“). Sie sind überzeugt, dass Aktien langfristig die beste Geldanlage sind und möchten in Aktien investieren („Aktien als Geldanlage“). Wie sollten Sie dies nun anstellen, damit Sie langfristig eine hohe Rendite auf Ihr Vermögen bekommen?

Die Gestaltung des Portfolios ist eine der schwierigsten Herausforderungen, die ein Anleger hat. Diese Aufgabe wird oft ignoriert oder unterschätzt. Viele Menschen kaufen einfach willkürlich „Aktien“ und nennen sich selber Anleger („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“). Sie hoffen danach, dass der Kurs von diesen Aktien steigt und sie reich werden. Für mich ist dies keine rationale Anlagestrategie, sondern reine Spekulation („Gold als alternative Geldanlage“). Mit einer falschen Aktienauswahl bekommen die Spekulanten keine gute Performance ihres Portfolios und beschuldigen die Finanzmärkte und Weltwirtschaft. Wie Sie Ihr Portfolio gestalten, ist eine strategische Entscheidung, die Ihre Rendite direkt beeienflusst („Was ist Rendite und wie kann man Rendite berechnen“). 


Die Hauptregel, um über lange Zeit durchschnittlich gute Rendite zu erzielen, ist „Diversifikation“. Diversifikation ist die Verteilung Ihres Geldes auf verschiedenen Aktien mit dem Ziel Ihr Risiko zu streuen („Risiko bei Geldanlagen“). Diversifikation kann man mit dem Sprichwort „Lege nicht alle Eier in einen Korb“ erklären. Das heißt, Sie sollten Aktien aus verschiedenen Märkten (Länder und Regionen) und Sektoren besitzen. Außerdem sollen Sie innerhalb eines bestimmten Marktes diverse Aktien besitzen (Large-Cap-, Small-Cap-, Value-, Growth-Aktien). Es ist empfehlenswert, Anteile von allen Aktien auf einem bestimmten Aktien-Index zu besitzen. Das eliminiert die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit Ihrem Portfolio wegen falscher Aktienauswahl hinter der Marktperformance zurückbleiben. Viele Anleger überschätzen Ihre Fähigkeiten, den Markt zu schlagen und sind oft hiermit nicht erfolgreich. Aus diesem Grund empfehle ich Aktien-ETFs („Aktien-ETFs als Geldanlage“), weil diese die Möglichkeit bieten, in den Gesamtmarkt zu investieren.

Ein vielfältiges Portfolio mit Aktien aus der ganzen Welt klingt attraktiv. In der Praxis ist es sehr aufwändig, jede einzelne Aktie zu analysieren und zu kaufen. Eigentlich übernehmen die Investmentfonds („Aktienfonds als Geldanlage“) diese Aufgabe für Sie und versuchen Ihr Geld auf verschiedenen Aktien zu verteilen. Natürlich ist der Preis dafür sehr hoch („Wie die Fondsgebühren die Rendite fressen“). Ich empfehle deshalb die Aktienfonds nicht, weil die Gebühren die erwartete Rendite stark reduzieren. Was ist dann der beste Weg, ein diverses Portfolio aufzubauen?

Mein Vorschlag: Bauen Sie Ihr Portfolio selber durch Erwerb diverser Aktien-ETFs auf. Ich weiß, dass es für Anfänger nicht leicht ist. Sie müssen sich über die ETF-Angebote schlau machen („Finanzielle Bildung“) und sich überlegen, welche ETF Sie kaufen möchten. Außerdem müssen Sie kalkulieren, wie Sie die richtigen Gewichtungen für eine gesunde Mischung behalten.

Ich werde in den nächsten Artikeln meine Vorschläge veröffentlichen, wie Sie Ihr Portfolio mit ETF’s gestalten können. Außerdem werde ich einige passende ETF’s vorstellen, die Sie über Ihre Bank oder Broker wie Aktien einfach kaufen können. Trotzdem würde ich bei meinen Lesern definitiv anregen, dass sie die ETF-Welt selber erkunden und verstehen, wie ETF’s funktionieren. Gehen Sie einfach auf die Webseite der größten ETF-Anbieter Deutschlands, lesen Sie die Informationsmaterialien und schauen Sie sich die Angebote an.

Die fünf größten ETF-Anbieter Deutschlands sind die folgenden: iShares, DB X-trackers, Comstage, Lyxor und Amundi.

Ich befürworte die Idee, dass Menschen für ihr Leben und ihre Finanzen selber verantwortlich sein sollen. Im Thema Portfoliogestaltung sollten sie auch die Verantwortung selber übernehmen, wenn sie hohe Rendite erzielen möchten. Es ist nötig, dafür am Anfang Zeit zu investieren. Aber wenn Sie Ihr ideales Portfolio einmal erstellt haben, ist der erste wichtige Schritt getan. Der Rest besteht darin Geld zu sparen und dieses Geld laut Ihrem Plan anzulegen.

Montag, 29. April 2013

Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau


“The best measure of a man’s honesty isn’t his income tax return. It’s the zero adjust on his bathroom scale.” — Arthur C. Clarke

Ich gehe davon aus, dass viele meiner Leser ihre Steuererklärung schon gemacht haben. Wenn Sie sie noch nicht gemacht haben, fangen Sie so schnell wie möglich damit an! Es gibt genug Webseiten über Steuererklärung und Steuertipps, wie man Steuern sparen kann. Wenn es für Sie zu kompliziert ist, gehen Sie  zu einem Steuerberater. Im Gegensatz zum Bankberater, lohnt sich der Besuch bei einem Steuerberater in den meisten Fällen. Er wird einiges Kosten, aber das ist viel besser als gar keine Steuererklärung zu machen.

In den meisten Fällen bekommen die Arbeitnehmer Steuerrückzahlungen. Die Zahlungen sind die perfekte Gelegenheit für den Vermögensaufbau. Ich würde mit diesem Geld, das zusätzlich zum Gehalt auf das Konto überwiesen wird, genauso umgehen, wie ich mit Weihnachtsgeld umgehe („Weihnachtsgeld ruft zum Vermögensaufbau“).



 Einen Teil Ihrer Steuerrückzahlungen können Sie gerne für etwas ausgeben, das Sie sich wünschen („Sparsam leben erklärt, ein bewusster Ausgeber werden“). Ich denke, bis zu 50% des Geldes für Ihre Wünsche auszugeben ist in Ordnung. Für den Vermögensaufbau gilt natürlich „je weniger, desto besser“. Der Rest des Geldes darf nicht auf dem Girokonto bleiben und muss sofort auf das Tagesgeldkonto überwiesen werden („Zwei Methoden, die Ihnen Sparen garantieren“).

Ich hoffe, dass Sie schon einen Sparplan erstellt haben und jeden Monat einen Teil Ihres Gehalts regelmäßig sparen („Bezahle Dich selbst zuerst“). Bis heute muss sich eine gewisse Summe auf dem Tagesgeldkonto angesammelt haben. Ihre Ersparnis von der Steuerrückzahlung ist eine Chance, diese Summe noch aufzustocken. Was sollen Sie jetzt tun?

Mein Vorschlag ist, dass Sie einen Teil Ihrer Ersparnisse auf das Tagesgeldkonto für unerwartete Ausgaben legen („Geld für Notfälle“). Der Rest muss in einer Geldanlage angelegt werden, bei der Sie höhere Rendite bekommen („Was ist Rendite und wie kann man Rendite rechnen“). Machen Sie sich zuerst schlau über die Geldanlagen, die Ihnen solche hohen Rendite bringen können („Finanzielle Bildung“). In vielen Artikeln auf diesem Blog werden Sie relevante Informationen finden, die Ihnen hierbei helfen können.

Meine Hauptempfehlung für unerfahrene Anleger ist der Kauf von Aktien-ETFs („Aktien-ETFs als Geldanlage“). Alternativ können Sie individuelle Aktien kaufen. Ich empfehle es aber für Anfänger lieber nicht, was ich in dem Artikel „Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“ begründet habe. Für Investitionen über einen kürzeren Zeitraum als fünf Jahren („Ab wann sind Aktien eine sinnvolle Geldanlage?“) kommen natürlich Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder Festgeldkonten in Frage.

Steuern sind ein wichtiges Thema für den Anleger. Ich würde jedem empfehlen sich über Steuern, besonders über die Kapitalertragssteuer („Freistellungsauftrag von der Kapitalertragsteuer“) zu informieren. Wenn Sie Ihre Steuererklärung machen und Rückzahlungen bekommen, wird das Ihrem Vermögensaufbau sehr helfen. Dieser zusätzlicher Beitrag wird Ihren Weg zur finanziellen Freiheit beschleunigen.

Mittwoch, 27. März 2013

Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger


”I’m only rich because I know when I’m wrong…I basically have survived by recognizing my mistakes.” - George Soros
In dem Artikel “Aktien als Geldanlage” habe ich unerfahrenen Anlegern vom direkten Kauf von individuellen Aktien abgeraten. Ich möchte meine Gründe in diesem Artikel zusammenfassen.

Volatilität:

Aktien werden als riskante Geldanlage eingestuft. Der Grund dafür ist, dass der Preis einer Aktie in kurzer Zeit stark steigen und sinken kann. Es ist damit möglich, schnell Geld zu verlieren. Als Volatilität einer Aktie bezeichnet man das Maß der Schwankung von Aktienkursen während einem bestimmten Zeitraum. Diejenigen Aktien mit einer hohen Marktkapitalisierung (Firmen wie Bayer, Siemens, General Electric, usw)  haben relativ gesehen eine niedrige Volatilität. Sie ist aber trotzdem vorhanden. Der Aktienanleger muss sich darüber bewusst sein, dass eine Aktie innerhalb eines Jahres einen großen Kursrutsch erleben kann. Viele neue Anleger sind psychologisch nicht bereit, dieses Risiko auf sich zu nehmen. Wenn sie Geld verlieren, werden Sie nervös und demotiviert. Sie verlieren ihr Vertrauen in den langfristigen Erfolg von Aktien und legen ihr Geld wieder auf Tagesgeldkonten an.


Aktienauswahl:

Es ist nicht einfach zu entscheiden, welche Aktie man kaufen soll. Das Ziel eines Aktienanlegers, der individuelle Aktien kauft, ist eigentlich, den Markt zu überlisten. Das heißt, dass die gekaufte Aktie eine höhere Rendite bringt als der Gesamtmarkt (der Kurs von Bayer zum Beispiel ist 2012 um 46% gestiegen, während der DAX um 29% gestiegen ist. Die Bayer-Aktie hat den DAX um 17% überragt und war damit ein erfolgreiches Investment für 2012).

Der DAX-Index wird laut Marktkapitalisierung aus 30 wichtigen Deutschen Aktien berechnet. Deswegen haben einige Aktien eine größere Gewichtung als andere. Nichtsdestotrotz möchte ich eine vereinfachte Theorie vorstellen. Theoretisch wird die Hälfte der Aktien im DAX-Index eine höhere Rendite erzielen als der Gesamtmarkt, indem sie eine bessere Performance haben als der Index selbst. Und die andere Hälfte der Aktien werden eine schlechtere Performance haben. Wie kann man also in der oberen Hälfte investieren? Vielleicht mit purem Glück? Einige Studien zeigen, dass es reiner Zufall ist, welche die Aktien mit der besseren Performance sind. Viele unerfahrene Anleger investieren  in die untere Hälfte, weil sie von den Medien und Marktmanipulationen fehlgeleitet werden.

Psychologie:

Die Psychologie eines Anlegers ist ein entscheidender Faktor für seinen Erfolg. Manche sagen, dass der größte Feind eines Anlegers er selbst ist. Die Volatilitäten bei den Aktienkursen können die Stimmung und Laune eines Anlegers ändern. Man wird mit Kursanstiegen glücklich, mit Kursrutschen nervös und unglücklich. Der Anleger wird ein Trader und Spekulant, handelt sehr oft und studiert die Kurse mehrmals täglich. Durch dieses aktives Handeln fallen höhere Transaktionskosten an, was die Rendite senkt. Für den direkten Kauf von individuellen Aktien sind starke Nerven bezüglich Kursschwankungen ein Muss, die viele unerfahrene Anleger noch nicht besitzen.

Meiner Meinung nach sprechen die obengenannten Gründe dafür, dass unerfahrene Anleger den direkten Kauf von individuellen Aktion vermeiden sollten. Investieren in Aktien ist kein Zocken. Es wird aber dazu, wenn man nicht weiß, was man tut. Das heißt aber nicht, dass Sie nie direkt individuelle Aktien kaufen sollen.

Wenn Sie Ihr finanzielles Wissen erhöht haben („Finanzielle Bildung“), können Sie Ihre Fähigkeiten anhand eines Musterdepots prüfen. Erst dann, wenn Sie überzeugt sind, dass Sie in einem absehbaren Zeitraum im Vergleich zu den Indexen Dow Jones und DAX bei Ihrer Aktienauswahl eine bessere Performance erreichen, fangen Sie klein an, mit echtem Geld Aktien zu kaufen.


Donnerstag, 14. März 2013

Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld


“Three groups spend other people's money: children, thieves, politicians. All three need supervision.“ – Dick Armey

Ich fahre jeden morgen ein paar Haltestellen mit der Straßenbahn. Viele Schüler nehmen dieselbe Bahn wie ich, die auf ihrem Weg zur Schule sind. Diese Schulkinder scheinen mir aus wohlhabende Familien zu stammen. Ich habe zwei interessante Beobachtungen über diese Kinder:
  • Viele haben Smartphones, einige sogar das neueste IPhone 5.
  • Sie tragen ausschließlich Markenklamotten, teure Schuhen und Jacken von Jack Wolfskin.
Ich frage mich immer: Wieso kauft man seinem Kind Markenklamotten und teure Elektroartikel? Sind die Kinder damit glücklicher? Wozu hat ein Zehnjähriger eine 150 € teure Outdoorjacke für den Weg zur Schule, die ihm in einem Jahr nicht mehr passen wird? Geht er durch Schnee und Urwald? Ist es wohl gut oder schlecht für ein Kind, wenn es teure Objekte einfach von seinen Eltern zur Verfügung gestellt bekommt?

Ich vermute, dass die Eltern es machen, damit sie sich als „gute Eltern“ fühlen können. Oder sie machen vielleicht einen kleinen Wettkampf mit anderen Eltern: „Wer gibt das meiste Geld für seine Kinder aus?“ Als ich ein Kind war, hatte ich keine teuren Markenklamotten. Mir fehlte eigentlich diesbezüglich nichts. Viele Spielzeuge hatte ich auch nicht. Ich lernte deswegen den Wert von jedem einzelnen Spielzeug, das ich hatte, zu schätzen. Ich habe mich über neue Spielzeuge sehr gefreut, weil sie selten waren, und habe mich um sie sehr gekümmert. Wenn ich jetzt die Kinder bei Saturn mit ihren Eltern sehe, die ein Playstation-Spiel nach dem anderen (sie kosten über 60€) in den Warenkorb legen, schüttele ich den Kopf.


Ich bin kein Erziehungsexperte und habe selber noch keine Kinder. Hierfür braucht man aber nur einen gesunden Menschenverstand. Ich bin der Meinung, dass es für die Kinder und für den Haushalt nicht gut ist, so viel unnötiges Geld für die Kinder auszugeben. Es ist vielleicht gut gemeint, bringt aber das erwartete Ergebnis nicht. Die Kinder werden damit nicht glücklicher. Sie lernen sogar den falschen Umgang mit Geld aus erster Hand direkt von ihren eigenen Eltern. Sie lernen den Wert des verdienten Geldes nicht zu schätzen. Diese Kinder, die so erzogen werden, geben später ihr ganzes Einkommen aus und sparen nicht, wenn sie selber erwachsen sind. Es gibt Menschen, die Ende zwanzig sind und immer noch finanzielle Unterstützung von ihren Eltern bekommen. Wenn man für seine Kinder zusätzlich Geld ausgeben möchte, soll man lieber in die Ausbildung des Kindes investieren. 

Zurück zu meinen Mitfahrern in der Straßenbahn; es tut mir wirklich leid für diese Kinder. Ihre Eltern wissen nicht, was sie falsch machen. Diese Kinder werden es schwer haben, ein Bewusstsein für Finanzen zu entwickeln. Den Wert des Geldes zu verstehen und das Wissen für finanzielle Freiheit aufzubauen wird nicht einfach, wenn man jahrelang von seinen Eltern das Falsche gelernt hat. Die falschen Denkweisen werden in den Köpfen einprogrammiert. Diese Denkstruktur muss die Person nachher aufbrechen und ein Bewusstsein selber entwickeln.

Ich bin der Meinung, dass es eine wichtige Aufgabe für die Eltern ist, den Kindern den richtigen Umgang mit Geld zu beizubringen. Der beste Weg hier ist, selber ein Vorbild zu sein. Das geschieht nicht dadurch, dass man den Kinder teure Klamotten  und Smartphones schenkt, sondern dadurch, dass man als Vorbild zeigt, wie man mit Geld umgehen soll. Das ist das beste Geschenk für das Kind.


Donnerstag, 7. Februar 2013

Wie funktionieren Anleihen?


"Risk comes from not knowing what you are doing." -Warren Buffett

In den Artikeln „Unternehmensanleihenals sichere Geldanlage“ und „Staatsanleihen als sichere Geldanlage“ habe ich zwei wichtige Arten von sicheren Geldanlagen vorgestellt. Die nächste Frage ist jetzt, wie diese Anleihen funktionieren und wie man sie kaufen kann?

Wie funktionieren Anleihen?

Im Prinzip funktionieren Anleihen wie Festgeldkonten. Sie kaufen eine beliebige Anleihe in Höhe einer  bestimmten Summe (Anlagesumme); diese Anleihe hat einen festgelegten Zinssatz (Kupon). Die Anleihe hat eine Laufzeit (Fälligkeit) und ein Datum, in dem die Zinsen ausgezahlt werden (Kupondatum).

Ein großer Unterschied zu Festgeldkonten ist, dass der Preis der Anleihe nach Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Am Ausgabedatum haben Anleihen im Prinzip einen Preis von 100. Die Anleger können eine Anleihe während der Laufzeit am Sekundärmarkt (Börsen) kaufen oder verkaufen. Wenn mehrere Anleger eine Anleihe kaufen möchten, geht der Preis hoch. Und wenn die Anleger ihre Anleihen verkaufen, geht der Preis runter. Hier ähnelt die Anleihe der Aktie. Der Kupon bleibt aber gleich; das heißt, die Rendite ist nicht immer gleich Kupon, sondern basiert auf Kurs, Kupon und Restlaufzeit. Die Rechnung ist ziemlich kompliziert, aber die Börse Stuttgart bietet ein sehr nützliches Tool, die Rendite der Anleihen zu kalkulieren.


Der Vorteil bei Anleihen im Vergleich zu Festgeld ist, dass Sie die Anleihe während der Laufzeit verkaufen können. Beim Festgeld gibt es hohe Kosten für die Kündigung, während bei Anleihen nur der Spread (Unterschied zwischen Bidpreis und Askpreis) Kosten verursacht. Natürlich entstehen im Falle eines Kursverlusts auch Kapitalverluste.


Die Anleihen können Sie ganz normal über Ihr Bankdepot oder über Broker kaufen und verkaufen.

Beim Kaufen von Anleihen ist es wichtig zu beachten, dass jede Anleihe einen „Dirty Price“ und einen „Clean Price“ hat. Beim Erwerb zahlen Sie den „Dirty Price“, der höher als der „Clean Price“ ist. Denn seit der letzten Kuponzahlung (das Kupondatum ist ja jährlich festgelegt) ist normalerweise einige Zeit vergangen und die Zinsen, die sich bis zu Ihrem Kaufdatum angesammelt haben, müssen beim Anleihenkauf bezahlt werden. Diese Zusatzkosten bekommen Sie bei der nächsten Kuponzahlung komplett zurück.

Wie ich im Artikel „Staatsanleihen als sichere Geldanlage“ beschrieben habe, ist das Rating einer Anleihe bei der Anleihenauswahl sehr wichtig. Zusätzlich müssen Sie das Risiko, die Restlaufzeit, die Rendite und Ihre persönliche Anlagestrategie im Betracht ziehen, bevor Sie irgendeine Anleihe kaufen.

Anleihen sind eine wichtige Art von Geldanlagen, mit denen Sie sich sehr gut auskennen sollten. Eigentlich machen viele Banken, Institutionen, Unternehmen, Investmentbonds, Rentenversicherungen und Lebensversicherungen nichts anderes, als Ihr Kapital in unterschiedliche Anleihen zu investieren. Wenn dies jedoch eine Bank oder Rentenversicherung für Sie macht, kassiert sie ganz brav einen guten Ausgabeaufschlag (2 bis 5%) und eine jährliche Managementgebühr (0,3 bis 3%). Diese Kosten reduzieren Ihre Rendite drastisch.

Wenn Sie finanzielle Freiheit erreichen möchten, müssen Sie die Verantwortung übernehmen und sich selber um Ihre Geldanlage kümmern. Staats- und Unternehmensanleihen sind gute Instrumente für diesen Zweck, besonders wenn Sie älter werden und weniger risikobereit sind.


Freitag, 25. Januar 2013

Historische Performance von DAX und Dow Jones


"Only buy something that you'd be perfectly happy to hold if the market shut down for 10 years." -  Warren Buffett

Ich höre immer wieder von Leuten, dass hohe Renditen unmöglich seien und man alleine von dem passiven Einkommen durch Rendite nicht leben kann. Ich möchte in diesem Artikel darstellen, dass durchschnittlich hohe Renditen in den Finanzmärkten über längere Zeit möglich sind.

Dafür nutze ich die historischen Werte von zwei wichtigen Aktienindexen, dem DAX (Deutschland) und dem Dow Jones (USA). Unten in der Tabelle sehen Sie die Performance von DAX und Dow Jones in den letzten 25 Jahren kalkuliert mit Dividenden.

Quelle: Wikipedia

Ein Tagesgeldanleger sagt immer, dass Aktien hoch und runter gehen und am Ende des Tages nichts bringen. Deswegen ist er glücklich mit unter 2% jährliche Rendite, was weniger als die Inflationsrate ist.

Wie Sie in der Tabelle sehen, ist die durchschnittliche Rendite in den letzten 25 Jahren über 11%. Das Schlüsselwort in diesem Satz ist die „durchschnittliche Rendite“. Es gibt Jahren, in denen die Aktien bis zu 44% ihres Wertes verloren haben. Aber im Durchschnitt zeigen die Aktienindexe einen steigenden Trend. Das ist nicht nur in den letzten 25 Jahren so, sondern auch seit der Gründung der Börse  - trotz  Weltfinanzkrise 1929, Ölkrise 1973 und zwei Weltkriegen.

Sie können ohne tieferes Wissen über Aktien diese durchschnittliche Rendite erzielen. Was Sie dafür tun müssen, ist nicht eine individuelle Aktie suchen und Ihr gesamtes Vermögen in diese anlegen. Abhängig von Ihrem Alter und Ihrer Risikobereitschaft können Sie Ihr Vermögen zwischen sicheren Geldanlagen („Populäre und sichere Geldanlagen“) und Aktien verteilen. Für den Aktienanteil können Sie einfach einen ETF (Exchange-traded Fund) kaufen, der DAX, Dow Jones oder andere Weltindexe widerspiegelt. Mehr brauchen Sie nicht. Der Rest ist abwarten. Ich werde in den nächsten Artikeln mehr über Aktien und Aktien-ETF’s schreiben.

Wenn also der Aktienindex, der den Durchschnitt einer Anzahl von Aktien bildet, in 25 Jahren über 11% Rendite bringt, kann man theoretisch mit individueller Aktienauswahl noch höhere Renditen bekommen, richtig?

Das ist theoretisch richtig, aber in der Praxis viel schwieriger als es klingt. Es gibt unzählige Bücher und Theorien, wie man den Markt überlisten kann. Dazu ist aber ein sehr fundiertes Wissen über Aktienmärkte und Handelstrategien nötig. Möglich ist es schon. Ambitionierte Anleger können Ihre Zeit in die Bildung ihres finanziellen Wissens investieren. Wie ich in dem Artikel „Vermögenswachstum,Darstellung der Effekte von Ersparnis und Rendite“ gezeigt habe, erhöhen 1-2% zusätzliche jährliche Rendite Ihr Vermögen auf lange Sicht drastisch durch den Zinseszinseffekt.


Montag, 17. Dezember 2012

Finanzielle Bildung


“Academic qualifications are important and so is financial education. They're both important and schools are forgetting one of them.” -Robert Kiyosaki
Der Weg des goldenen Adlers, der Weg zur finanziellen Freiheit, ist lang und am Anfang mühsam. Wenn man sich dafür entschieden hat, diesen Weg zu gehen, soll man ein bisschen Zeit in finanzielle Bildung investieren. Wille und Motivation sind alleine nicht genug.

Fehlende finanzielle Bildung ist der Hauptgrund, warum viele Menschen (zum Beispiel Lottogewinner) in kurzer Zeit ihr schnell erworbenes Vermögen verlieren.

Finanzielle Bildung bekommt man nicht in der Schule (In Singapur lernt man schon in der Schule etwas über Finanzen, in Deutschland aber nicht). An den Universitäten lernt man auch nichts über persönlichen Finanzen,  nicht einmal in der BWL-Fakultät. Einige Glückliche bekommen Wissen von ihren Eltern vermittelt, aber die meisten auch das nicht.

Rike / pixelio.de


Finanzielle Bildung müssen sich die goldenen Adler selber beibringen. Bücher, Seminare, Zeitschriften und Webresourcen sind die Mittel dafür, Finanzwissen kontinuierlich aufzubauen.




Ich denke, es gibt vier Hauptthemen, in denen jeder mindestens ein Basiswissen haben sollte:
  • Wissen über Haushalt und Buchhaltung
  • Wissen über Finanzmittel und Finanzmärkte
  • Wissen über Investmentstrategien
  • Wissen über Psychologie der Anleger

Um meinen finanziellen IQ zu steigern, habe ich bis jetzt mehrere Bücher gelesen. Ich verfolge regelmäßig Zeitschriften über Finanzen und die Börse. Ich lese im Internet regelmäßig andere Finanzblogs und Foren. Ich habe eine Gruppe von Freunden, mit denen ich mich regelmäßig über die Themen Finanzen, Geldanlagen und finanzielle Freiheit unterhalte.

Meiner Meinung nach ist ein Basiswissen über Finanzthemen zwingend erforderlich um finanziell frei zu werden. Tieferes Wissen hilft den Anlegern ihre Rendite zu steigern und mögliche Verluste besser zu vermeiden. Die Zeit, die Sie in finanzielle Bildung investieren, werden Sie als höhere Rendite zurückbekommen. Damit können Sie finanzielle Freiheit schneller erreichen.

Die Gedanke: „Ich habe kein Geld, warum soll ich in finanzielle Bildung investieren?“ ist nicht sinnvoll. Vielleicht das ist der Grund, warum man kein Geld hat.

Ich werde in den nächsten Artikeln einige Bücher vorstellen, die ich schon gelesen habe und den Lesern dieses Blogs gerne weiterempfehlen würde. Ich hoffe, sie werden meinen Lesern helfen ihr finanzielles Wissen zu erweitern und vertiefen.