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Mittwoch, 4. Mai 2016

Wie kann ich schneller finanziell frei werden?

„Financial freedom is available to those who learn about it and work for it.”  - Robert Kiyosaki

In letzter Zeit spiele ich oft mit dem Gedanken „schneller finanziell frei zu werden“. Laut meiner Prognose werde ich erst in 15 Jahren finanziell frei sein. Für mich klingt 15 Jahre verdammt lang! Heute bin ich 33 Jahre alt. In 15 Jahren werde ich 48 sein. Das ist eigentlich nicht so schlecht, immer noch 19 Jahre früher als das gesetzliche Rentenalter.

Meine Tochter Pia ist 2 Jahre alt und mein Sohn Robin 8 Monate. In 15 Jahren wird Pia 17 sein und Robin 16. Wie es aussieht, verpasse ich fast die ganze Jugend meiner Kinder. Mit einem Vollzeitberuf bin ich in der Woche mindestens 10 Stunden pro Tag nicht da. Dazu bin ich oft auf Geschäftsreisen, also wochenlang gar nicht zu Hause. Ich plane, diesen Sommer Elternzeit zu nehmen. Meiner Meinung nach ist das aber nicht genug. Ich verbringe leider viel zu wenig Zeit mit meinen Kindern.
Also muss etwas geschehen. Ich muss die finanzielle Freiheit schneller erreichen. Lassen Sie uns erneut die Grundsätze des Vermögensaufbaus betrachten. 

Man verdient Geld -> Man spart Geld -> Ersparnisse werden angelegt -> Vermögen wächst


Ich habe genug Artikel über Vermögensaufbau und Geld sparen geschrieben. Ich denke, dass ich eine solide Anlagestrategie habe, mit der ich langfristig gesehen eine sehr gute Rendite erreichen werde. Für noch höhere Renditen müsste ich noch mehr Risiken eingehen. Ich setze zur Zeit 90% meines Vermögens auf Aktien-ETFs. Ein höheres Risiko möchte ich nicht eingehen.

Bei meinen Ausgaben habe ich in den letzten Jahren vieles getan. Es gibt nicht mehr viel Luft nach unten. Mein Ansatz ist „klug sparen“ und nicht „geizig sparen“. Noch mehr sparen bedeutet für mich und meine Familie eine Verminderung der Lebensqualität. Zum Beispiel lohnt es sich nicht, Fleisch vom Discounter anstatt vom Metzger zu kaufen.

Zum Glück gibt es eine weitere Option, mein Vermögenswachstum zu beschleunigen: Mehr verdienen.

So einfach ist das aber für mich leider nicht. Ich bin Angestellter und habe ein festes Gehalt. Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten Jahren überdurchschnittliche Gehaltserhöhungen bekommen habe. Ich erreiche aber langsam die obere Grenze meiner Gehaltsstufe. Eine Chance zur Beförderung besteht zur Zeit kaum. Es gibt  wenige Posten und viele Kandidaten. Ein Firmenwechsel ist auch keine gute Option und außerdem schwer realisierbar. 

All das klingt vielleicht hoffnungslos, ist es aber ehrlich gesagt nicht. Es gibt immer einen Weg. Ich lebe zum Glück in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt. Hier ist „das Land der Möglichkeiten“,  die Flüchtlinge kommen hierher nicht ohne Grund. Es gibt zahlreiche Wege, über die man mehr Geld verdienen kann. Ich bin der Meinung, dass man mit Fleiß, Kreativität und Handlung die Mehrheit seiner Ziele erreichen kann.

Der Schlüsselwort für mich ist „Nebeneinkommen“. Die Möglichkeiten für einen Nebenverdienst und einige meiner Ideen möchte ich meinen Lesern in den nächsten Artikeln mitteilen.

Montag, 16. Juni 2014

Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 2

“...talent means nothing, while experience, acquired in humility and with hard work, means everything.” - Patrick Süskind
Fortführung vom Artikel “Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 1“.

Sparsamkeit ist heutzutage genauso uncool wie harte Arbeit. Sparsame Menschen werden als „billig“ und „Geizhals“ verteufelt. Wer sich übers Sparen unterhält, wird geringschätzig behandelt. „Er redet nur über Geld“ wird gelästert. Es kommt irgendwie besser an, über exotische Urlaube („Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub“) und außergewöhnliche Hobbys („Teure Hobbies und Vermögensaufbau“) zu sprechen. Je teurer, desto cooler. Kein neues Smartphone zu haben, ist altmodisch („Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“), alte Klamotten lange Zeit zu tragen, ist undenkbar. In einer kleinen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft zu wohnen, ist ab dem Berufsbeginn nicht erwünscht. Ich kenne einige kinderlose Paare, die sich ein riesiges Haus über Kredit finanzieren.


Die niedrigen Zinsen sind ein Grund dafür, dass die Menschen derzeit nicht mehr Geld sparen möchten. Man bekommt kaum Rendite und das Geld verliert seinen Wert durch Inflation („Inflation und die Effekte auf Rendite“). „Ich gebe mein Geld lieber komplett aus“. Diesen Satz habe ich wörtlich von einem Kollegen gehört. Die Börse und ETFs sind natürlich keine Alternativen. Sie werden in den meisten deutschen Medien als reine Zockerei dargestellt.

Die Konzerne und Medien geben uns das ideale Leben vor. Die Konsumgesellschaft wird auch durch günstige Importe aus China und anderen Schwellenländern unterstützt. Weihnachten ist eher ein Kaufwahnsinn als besinnlich. Die Konzerne und der Staat wollen es natürlich genauso haben. Die Konjuktur wird angekurbelt, wenn die Menschen mehr einkaufen. Die Steuereinnahmen erhöhen sich durch die Mehrwertsteuer. Keiner denkt, dass als Konzequenz zu wenig gespart wird. Lieber neue Schulden als Schuldenabbau.

Ich versuche in meinem Blog gegen den Strom zu schwimmen. Ich bin immernoch ein großer Unterstützer von harter Arbeit, obwohl sie zu einem höheren Steuersatz führt ("Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen"). Ich möchte aus Prinzip weder von Sozialhilfe leben noch meine Zukunft abhängig vom Staat oder von meinem Arbeitgeber machen.

Sparsam leben ist sehr wichtig für mich und meinen Plan für den Vermögensaufbau („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“). Die Herdenmenschen werden an das Ziel kommen, zu dem die Herde geht, nämlich Rente mit 67 oder später. Also, lieber gegen den Strom schwimmen als Altersarmut riskieren.

Montag, 26. Mai 2014

Leben in einer Wohngemeinschaft

We must learn to live together as brothers or perish together as fools. - Martin Luther King, Jr.

Manchmal haben unsere in einem Moment getroffenen Entscheidungen große Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Vor 6,5 Jahren habe ich mein Berufsleben in Köln angefangen. Davor hatte ich in Dortmund studiert und im Studentenwohnheim mit einer 200 € alles-inklusive Monatsmiete gewohnt.

Das Studentenleben in Dortmund war ziemlich günstig: Ein Semesterticket für die Bahn, niedrige Studiengebühren, die Mensa, Studentenkneipen mit leckerem Dortmunder-Bier für nur einen Euro, usw.. Alle Kosten zusammengenommen beliefen sich inklusive Krankenversicherung auf circa 550 € im Monat. Mit meinem Leben war ich auch ziemlich glücklich, obwohl das Geld oft knapp war („Wie viel Geld ist genug?“) und ich weder Luxus in meinem Leben wie z.B. teure Urlaube („Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub“) noch extravagante Hobbies hatte („Teure Hobbies und Vermögensaufbau“). 

Wie jeder Berufsanfänger wollte ich eigentlich in meiner eigenen Single-Wohnung wohnen. Dafür war es langsam Zeit, nachdem ich sieben Jahre lang in Studentenwohnheimen und Wohngemeinschaften gewohnt hatte. Ich hatte aber keine Zeit und keine große Lust, von Dortmund aus in Köln eine Wohnung zu suchen. Außerdem musste ich noch eine sechsmonatige Probezeit bei der Arbeit bestehen. Aus diesen Gründen habe ich temporär für zwei Monate in einem WG-Zimmer in zentraler Lage (Zülpicher Platz) gewohnt. Mein Plan war, dass ich während dieser Zeit meine Traum-Single-Mietwohnung suchen würde.


Die Entscheidung, die große Auswirkungen auf meine Finanzen hatte, war jedoch Folgende. Ein anderes Zimmer in unserer 3er-WG wurde frei und ich entschied mich spontan dazu, dieses Zimmer zu nehmen. Ich kannte die Mitbewohner schon und war eigentlich zu faul für die mühsame Wohnungssuche in Köln. Der Umzug war der schnellste und einfachste in meinem Leben, ich habe meine Sachen einfach ein Zimmer rübergetragen. 

In dieser WG habe ich fünf Jahre lang gewohnt! Mit den wechselnden Mitbewohnern gab es glücklicherweise keine Probleme. Ich habe allerdings zu Hause nicht so viel Zeit verbracht, weil ich viel gearbeitet habe und dazu einige Zeit pendeln musste. Es gab immer einen Grund, weiter in dieser WG zu wohnen.

Mein Zimmer war 25 qm groß und die Gesamtmiete inklusive Telefon und Strom betrug 400 €. Die Wohnung hatte auch eine große Küche, die man als Gemeinschaftszimmer nutzen konnte. Der Wohnungsmarkt in Köln ist heute extrem teuer. Vor ein paar Jahren war es jedoch in einer zentralen Lage nicht sehr anders.

Mir sind die finanziellen Vorteile unserer Wohngemeinschaft erst bewusst geworden, nachdem ich meine Sparquote mit der meiner Kollegen verglichen habe („Net Cashflow ist König“). Meine Sparquote war deutlich höher als die der anderen, obwohl wir ähnliche Ausgaben und und einen vergleichbaren Lifestyle hatten. Der Hauptgrund dafür war einfach meine WG! Die anderen haben alleine gewohnt und zwischen 700 € und 800 € fürs Wohnen ausgegeben.

Die Einstiegsgehälter bei Ingenieuren sind eigentlich nicht schlecht. Trotzdem müsste man eine Woche lang für den Vermieter arbeiten, nachdem man zwei Wochen lang für den Staat und Sozialabgaben gearbeitet hat. Toll! („Bezahle Dich selbst zuerst“)

Das WG-Leben hat seine Vor- und Nachteile. Dank meines WG-Lebens habe ich in 5 Jahren mindestens 18.000 € gespart und angelegt. Das ist eine Menge Geld!

Ich würde jedem Berufsanfänger empfehlen sich zu überlegen, zunächst in einer Wohngemeinschaft zu wohnen. Wohngemeinschaften sind die beste Art, günstig zu wohnen. Außerdem hat man andere soziale Kontakte als die Kollegen auf der Arbeit. Die Entscheidung, in einer WG zu wohnen, ist wie ein Turbostart für den Vermögensaufbau.

Ich wohne mittlerweile mit meiner Freundin und werde darüber in meinem nächsten Artikel berichten.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Eine Wirtschaftliche Analyse vom Kaffeekonsum im Haushalt

“If this is coffee, please bring me some tea; but if this is tea, please bring me some coffee.” - Abraham Lincoln

Kaffee ist in Deutschland noch vor Bier das beliebteste Getränk. Pro Kopf werden durchschnittlich jedes Jahr 6,9 kg Kaffee konsumiert. Dies entspricht pro Kopf circa 2,6 Tassen täglich. Rund um Kaffee gibt es ein großes Geschäft, bei dem Produzenten, Importeure, Händler, Supermärkte, Gastronomie und natürlich der Staat eine Menge Geld verdienen. 2315 Tassen Kaffee werden in Deutschland pro Sekunde getrunken (Quelle: Tchibo Kaffeereport 2013)

84,6% des Kaffeekonsums in Deutschland finden zu Hause statt. In unserem Haushalt werden auch circa 4 Tassen Kaffee pro Tag getrunken. Da unsere Kaffeepadmaschine nach acht Jahren Betrieb nicht mehr so toll funktioniert, haben wir uns entschieden, eine neue Maschine zu kaufen. Auf dem Markt gibt es mittlerweile verschiedenste Modelle: Von simplen Filtermaschinen,  Espressokochern, Pad- und Kapselmaschinen bis zu Kaffeevollautomaten mit integriertem Milchaufschäumer. Unser Kaffeekonsum ist nicht gering, deshalb wollte ich mich darüber schlau machen, wie viel Kosten beim Kauf der Kaffeemaschine und während unseres Kaffeegenusses in den nächsten Jahren enstehen werden.

Weil ich keinen Filterkaffee mag und genug löslichen Kaffee auf der Arbeit trinke, bleiben uns drei Optionen für unsere neue Kaffeemaschine. Ich habe diejenigen ausgesucht, die unseren Erwartungen entsprechen und auf Amazon in der Bestsellerliste sind.
  1. Philips HD 7810/60 Kaffeepadmaschine Senseo für 54 €
  2. Krups KP 1006 Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapselmaschine für 58 €
  3. DeLonghi ECAM 22110B Kaffee-Vollautomat für 279 €

Wenn man sich nur die Kaufpreise anschaut, erscheinen die Padmaschine und die Kapselmaschine als gute Alternativen. Es macht aber keinen Sinn, nur die Anschaffungskosten zu betrachten. Es kommen noch die Wartungskosten, hauptsächlich für Entkalkung, und natürlich die dauerhaften Kosten für den Kaffee dazu. Diese beiden Faktoren sind die sich wiederholenden Kosten, die mich besonders interessieren ("Analysieren Sie Ihre Ausgaben").

Es gibt sicherlich auch andere Gründe als Preis und Kaffeekosten, die die Kaufentscheidung beinflussen. Der Geschmack, die Praktikabilität, Zusatzoptionen wie Milchaufschäumer, was für eine Maschine der Nachbar hat, usw.. Der Kaffee aus dem Vollautomat schmeckt wahrscheinlich am besten, aber Nespresso-Maschinen sind sehr praktisch. Lasst uns aber die finanzielle Seite betrachten ("Sparsam leben erklärt, ein bewusster Ausgeber werden").

Ein Kilogramm Rohkaffee zu produzieren, kostet den Kleinbauern in Kenia 1,60 € und in Brasilien circa 2 € für die Sorte Arabica. Die kenianischen Produzenten verkaufen dann diesen Kaffee an den Händler für minimum 2,40 €, die Brasilianer für 3,60 €. Die Kaffeebauern bekommen also so viel Geld für ein Kilogramm Kaffee, wie wir in Deutschland für eine Tasse in einem Café zahlen. Eine Tasse wird übrigens aus 7 Gramm Kaffeebohnen gemacht.

Neben dem Produzenten verdienen die lokalen Händler, die Importeure und die Verpacker in Deutschland Einiges. Die Kaffeeindustrie in Deutschland ist ein Oligopol: sechs Anbieter, darunter Tchibo und Aldi, teilen sich 85 Prozent des Marktes (Quelle: Wikipedia). Am Ende kommen noch die Supermärkte und die Läden dazu. Nicht zu vergessen ist der Staat mit einer Mehrwertsteuer von 19% und der Kaffeesteuer. Wussten Sie, dass in Deutschland auf Röstkaffee eine Steuer von 2,19 €/kg, auf löslichen Kaffee eine Steuer von 4,78 €/kg erhoben wird? Sie geht zurück auf ein Gesetz noch aus Preussen im  Jahre 1781, das immer noch gültig ist. Der Betrag wurde seitdem natürlich mehrmals angepasst. Diese Steuer gibt es in Europa sonst nur noch in Belgien und Dänemark. So viel zu Steuersenkungen.. ("Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau")

Ich wollte mal ausrechnen, wie viel ich in meinen drei Maschinenoptionen für den Kaffee zahlen würde, der vom armen Bauern aus Indien für circa 3,50 € pro Kilogram gekauft wurde. Hier sind die aktuellen Preise, die ich ausgesucht habe: 
  • Pads: 0,08 € pro Pad im Discounter bis 0,16 € pro Pad von Senseo
  • Kapseln: 0,19 € pro Kapsel im Discounter bis 0,40 € pro Kapsel von Nespresso (einige Sorten noch teurer)
  • Bohnen: 7 € pro Kilogramm im Discounter bis 12 € pro Kilogram bei Tchibo (kann im Fachgeschäft noch viel teurer werden)

Man muss natürlich Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Man hat circa 7 Gramm Kaffee in einem Pad oder einer Kapsel. Die Preise pro Kilogramm sind folgende:
  • Pads:  zwischen 11 € - 22 €
  • Kapseln: zwischen 27 € - 57 €
  • Bohnen: zwischen 7 € - 12 €

Wenn ich diese Preise sehe, denke ich: „So wird Geld gemacht“. Einige Schlaue von Nestlé haben es geschafft, den Kaffee in Alukapseln zu packen, mit George Clooney zu werben und ihn uns 16-mal teurer zu verkaufen. Respekt!


In meinem nächsten Artikel werde ich weiter auf meine Kalkulation eingehen, wie ich entschieden habe, welche Kaffeemaschine gekauft wird.

Dienstag, 15. April 2014

Ist Rendite wichtiger als Sparquote?

"Save a part of your income and begin now, for the man with a surplus controls circumstances and the man without a surplus is controlled by circumstances." - Henry H. Buckley

Ihr Plan für finanzielle Freiheit steht auf zwei Beinen:
  • Sparquote
  • Rendite

Beide sind für Ihren Vermögensaufbau sehr wichtig. Ihr Weg zur finanzielle Freiheit ist wie eine lange Reise mit dem Auto („Wie erreiche ich finanzielle Freiheit?“). Sie sitzen bei dieser Reise auf dem Fahrersitz und möchten Ihr Ziel so schnell wie möglich erreichen. Das gesparte Geld ist wie die Geschwindigkeit Ihres Autos. Ihre Sparquote bestimmt, wie viel Geld Sie sparen, also wie viel Gas Sie geben. Je mehr Gas Sie geben, desto schneller beschleunigt Ihr Auto und desto schneller fahren Sie.


Geld sparen ist nötig, aber allein nicht genug. Nur Gas geben reicht alleine ebenfalls nicht aus für Ihr Auto. Sie müssen den Gang hochschalten. Die Rendite ist Ihr Gang auf dieser Reise. Sie müssen hohe Rendite erzielen, damit Sie Ihre Geschwindigkeit weiter steigern können („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“).

Quelle: Stuart Miles

Was ist denn nun wichtiger? Sparquote oder Rendite?

Es kommt darauf an, in welcher Phase des Lebens Sie gerade sind und wie viel Vermögen Sie schon besitzen ("Wie hoch ist Ihr Vermögen?"). Für viele Menschen ist Sparquote wichtiger als die Rendite.

Am Anfang des Berufslebens hat man selbstverständlich wenig Vermögen. Deshalb sollte die erste Priorität für jüngere Leute das Erzielen einer „hohen Sparquote“ sein, wenn man finanzielle Freiheit erreichen möchte. Außerdem sollten alle zusätzlichen Einnahmen, zum Beispiel Erbe, Geldgeschenke, Weihnachtsgeld („Weihnachtsgeld ruft zum Vermögensaufbau“) oder auch Gehaltserhöhungen für den Vermögensaufbau eingesetzt werden („Mehr Netto von Brutto und die Sparquote“). Damit können Sie Ihr Vermögen schnell aufbauen und anfangen, mit Ihrem Vermögen passives Einkommen zu erzielen („Net Cashflow maximieren“).

Wie hoch ist Ihre Sparquote („Bezahle Dich selbst zuerst!“)? Die Sparquote in Deutschland war im September 2013 nur 8,5 Prozent. Das ist besser als in den USA, wo die Sparquote bei 3,9% liegt. 8,5% ist aber nicht genug, um finanzielle Freiheit zu erreichen.

Wenn Sie ein Bruttoeinkommen von 40.000 € haben und 8,5% davon sparen, bauen Sie 3400 € Vermögen pro Jahr auf. Wenn Sie Ihre Sparquote um 2% erhöhen, sparen Sie jährlich 800 € mehr.

Wenn Sie 10.000 € haben, werden Sie mit einer Rendite von 4% circa 400 € Gewinn erzielen. Mit einer besseren Anlagestrategie können Sie vielleicht 6% Rendite erzielen („Risiko bei Geldanlagen“). 2% zusätzliche Rendite erhöhen Ihren Gewinn nur um 200 €, dies ist also nicht ganz so bedeutend wie die Erhöhung der Sparquote. Das Ganze ändert sich, wenn Sie 100.000 € Vermögen haben. 2% zusätzliche Rendite entsprechen dann gleich 2000 € mehr Gewinn pro Jahr. Das macht einen großen Unterschied.

Mathematisch gesehen macht es eher Sinn, sich im jüngeren Alter auf die Erhöhung des Bruttoeinkommens und die Erhöhung der Sparquote zu konzentrieren („Setzen Sie finanzielle Ziele für das kommende Jahr“). Der größere Beitrag zum Vermögensaufbau wird dadurch geleistet. Das heißt aber nicht, dass Sie auf die Rendite gar nicht achten und Ihr Geld nur in sichere Geldanlagen („Populäre und sichere Geldanlagen“) investieren sollten.

Anfangs können Sie Ihre Zeit nutzen, um die Finanzmärkte und Instrumente besser kennenzulernen und Ihr finanzielles Wissen zu erhöhen.

Montag, 24. Februar 2014

Wie kann ich ein Unternehmen besitzen?

I think you have to learn that there's a company behind every stock, and that there's only one real reason why stocks go up. Companies go from doing poorly to doing well or small companies grow to large companies. - Peter Lynch

In meinem letzten Artikel “Wie funktioniert ein Unternehmen” habe ich erklärt, warum Unternehmen existieren und was sie tun, um Gewinne zu erzielen. Was hat das mit Ihrem Geld und Ihren Ersparnissen zu tun? Was hat man als einzelne Person davon, dass irgendwelche Firmen Gewinne erzielen und Ihre Gewinne kontinuierlich erhöhen? Die Antwort ist, dass man sich als einzelne Person an diesen Unternehmen als Aktionär beteiligen und von dem Erfolg der Unternehmen profitieren kann.

Eine Firma, die kontinuierlich einen guten Gewinn macht, ist wie eine Gelddruckmaschine, die immer schnell läuft. Wenn Sie eine Wohnung besitzen und diese Wohnung vermietet haben, macht Ihre Immobilie Geld für Sie („Ist es jetzt die richtige Zeit eine Immobilie zu kaufen?“). Die Miete, die Sie bekommen, ist passives Einkommen („Wieerreiche ich finanzielle Freiheit?“). Wenn Sie Geld in einem Festgeldkonto („Festgeldkonten als sichere Geldanlage“) oder Anleihen („Staatsanleihen als sichere Geldanlage“) angelegt haben, zahlt die Bank oder der Anleihenermittler Ihnen Zinsen als Miete für Ihr Geld („Wie funktionieren Anleihen?“). Das ist auch passives Einkommen.

Aktionäre - Courtyard of the Amsterdam Stock Exchange by Emanuel de Witte

Wenn Sie Inhaber einer Firma sind, macht Ihre Firma Geld für Sie. Das ist auch passives Einkommen. Ein Unterschied ist, dass die Firmen nicht alle Gewinne direkt an die Inhaber verteilen. Ein Teil der Gewinne wird als Dividenden ausgeschüttet („finanzielle Freiheit-Beispiele“). Der Rest wird in der Firma behalten. Dieses Geld erhöht den Buchwert des Unternehmens. Und es wird benutzt, um künftig noch mehr Gewinne zu erzielen, wie eine Gelddruckmaschine, deren Geschwindigkeit stetig steigt. Das ist einer der Gründe, warum Reiche immer reicher werden.

Vielleicht denken Sie gerade: ich möchte auch eine Firmen besitzen, aber ich habe weder Eltern, die schon eine Firma besitzen, noch genug Geld, um eine Firma zu kaufen oder gründen. Die gute Nachricht ist: Unser Wirtschaftssystem ermöglicht Ihnen, über die Börse Firmenanteile zu besitzen. Sie müssen nicht das Kind von Ferdinand Porsche sein, um Anteile von Porsche zu erwerben. Sie können die Anteile über die Frankfurter Börse in bezahlbaren Mengen kaufen. Diese Einheiten nennt man Aktien.

In meinem nächsten Artikel geht es darum, was eine Aktie ist und wie Sie passives Einkommen durch Aktienbesitz schaffen können.

Montag, 27. Januar 2014

Prokon und Investments als Beteiligungen

“Never invest in a business you cannot understand.” –Warren Buffett


In den letzten Wochen gab es mehrere Meldungen in den Medien über die Insolvenz des Windparkbetreibers Prokon. Viele Firmen gehen jedes Jahr pleite. Beim Fall Prokon gibt es aber eine Besonderheit: 75000 Anleger haben in Prokon circa 1,4 Milliarden Euro investiert.

Prokon verkauft seit mehreren Jahren Beteiligungen and Windkraftanlagen. Ich denke, dass viele Leute die Werbeprospekte von Prokon in ihrem Briefkasten gefunden haben. Prokon hat bis zu 8% sichere (!) Rendite versprochen und gleichzeitig mit “Grüner Energie” das Gewissen der Anleger verschönert. Ich hatte auch überlegt, Geld in diese Beteiligung zu inverstieren. Weil ich das Geschäftsmodell von Prokon nicht verstanden habe, habe ich mich dagegen entschieden.

Beteiligungen an Windanlagen von Prokon sind kein Sonderfall. Es gibt viele Unternehmen, die Beteiligungen und Genussrechte an Wäldern, Schiffen, Schiff-Containern, Weingütern oder kleinen Internet-Start-ups verkaufen.


In solche Firmen Geld anzulegen, finde ich extrem riskant! Es wird eine hohe Renditen versprochen und Kunden werden mit “Sicherheit” gelockt. Ich muss diese Kunden enttäuschen: “Es gibt keine hohe Rendite ohne Risiko” (“Risiko bei Geldanlagen”).

In solchen Beteiligungen Geld anzulegen, ist vergelichbar mit dem Kauf von Aktien dieser Firmen (“Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger”). Es gibt ein großes Verlustrisiko, sogar ein Totalverlust ist möglich. Jetzt wird natürlich erwartet, dass die Prokon-Anleger vom Staat gerettet werden und ihre Verluste erstattet bekommen. Diese “armen” Anleger sind meiner Meinung nach selber Schuld. Man darf nicht einfach sein hartverdientes Geld in etwas so Spekulatives anlegen. Gier ist eine sehr gefährliche Eigenschaft.

Deshalb rate ich kleinen Anlegern von solchen Investments ab. Finger weg! Wertpapiere wie Aktien und Anleihen sind eine bessere und wesentlich sicherere Alternative (“Staatsanleihen als sichere Anlage”) - aber nicht in Form von Spekulationen, bei denen man sein ganzes Geld in ein Wertpapier steckt. Das ist eher “zocken”, eine Art Versuch, auf das beste Pferd in einem Rennen zu setzen. Der klügere Weg ist die Investition in ETFs, bei dem man sein Geld in einem diverzifizierten Portfolio verteilt (“Diversifikation Ihres Portfolios – Regionen”).

Wenn Sie risikobereit sind, dann versuchen Sie Ihr Risiko zu streuen und so zu minimieren. Staatsanleihen aus Schwellenländern (“Staatsanleihen aus Schwellenländern”), Unternehmensanleihen oder Aktien aus Schwellenländern bieten langfristig gute Renditen mit überschaubarem Risiko. In einem ETF verringert die Insolvenz einer individuellen Firma oder eines Landes Ihre gesamte Rendite nur minimal.

Ein Aktienportfolio, das langfristig und diversifiziert angelegt ist, hat das Potential, eine Rendite zu bringen, wie sie Prokon versprochen hat (“Historische Performance von DAX und Dow Jones”). Sie können sich den möglichen Ärger sparen, wenn Sie Ihr Geld klug anlegen, anstatt impulsiv auf Briefwerbungen zu reagieren.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Ein finanzieller Rückblick auf 2013 - Einnahmen

“People never learn anything by being told, they have to find out for themselves.” -  Paulo Coelho

Ich habe vor ein paar Tagen meine regelmäßige Ausgabenanalyse für 2013 erledigt (“Analysieren Sie Ihre Ausgaben”). Diese Analyse ist ein bedeutender Teil meines Vermögensaufbaus. Für meinen Weg zur finanziellen Freiheit ist das Nachverfolgen der Ausgaben mit anschließender Analyse extrem wichtig. Da die Ausgaben einen direkten Einfluss auf die Sparquote (“Net Cashflow ist König”) und auf das nötige Geld für die finanzielle Freiheit (“Wie viel Geld braucht man um finanziell frei zu werden?”) haben, möchte ich die Ausgaben immer unter Kontrolle haben.

Das Jahr 2013 war für mich aus finanzieller Sicht ein erfolgreiches Jahr. Ich konnte meine aktiven und passiven Einnahmen erhöhen und meine Ausgaben reduzieren. Die Maßnahmen (“Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen”), die ich mir vorgenommen hatte, habe ich durchgesetzt. Dies hat mir ermöglicht meine jährlichen Ersparnisse um 38% zu erhöhen. Hier ist der erste Teil der Zusammenfassung, wie ich es geschafft habe:


Einnahmen erhöhen


Das aktive Einkommen spielt eine sehr wichtige Rolle für den Vermögensaufbau in der Zeit, in der Ihr Vermögen und das passive Einkommen allein noch nicht hoch genug sind. Lohn und Gehalt sind für die meisten Arbeitnehmer die Haupteinnahmequelle. Deshalb bin ich der Meinung, dass jeder Arbietnehmer aktiv Wege suchen sollte, sein Gehalt zu erhöhen, solange er nicht finanziell frei ist (“Hört auf Euch zu beschweren - werdet aktiv”).

Ich bin zur Zeit zufrieden mit meiner Lebensqualität. Das ist der Grund, warum ich mir vorgenommen habe, nicht mehr Geld auszugeben - selbst wenn ich mehr verdienen würde. Meine Gehaltserhöhung im Jahr 2013 wurde also gespart, was meine Sparquote wesentlich erhöht hat. Die Gehälter vieler deutschen Arbeitnehmer wurden 2013 erhöht. Das ist eine sehr gute Gelegenheit für viele Menschen, mehr Geld zu sparen (“Mehr Netto vom Brutto und die Sparquote”).

Außerdem habe ich meine gesamten Einnahmen durch Steuererklärung (“Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau”), Beitragrückzahlung meiner Krankenversicherung (“Sparpotenzial beim Wechsel zur privaten Krankenversicherung”) und die Blogeinnahmen (“Geld verdienen mit meinem Blog“) erhöht.

In meinem nächsten Artikel werde ich zusammenfassen, worin meine Ausgaben 2013 bestanden und wie ich sie in diesem Jahr reduziert habe.

Samstag, 16. November 2013

250 € Bonus für Depotwechsel zu comdirect

Dieser Post ist zwar kein Artikel, wie ich normalerweise einen schreiben würde. Ich habe aber ein Superangebot gefunden und wollte es kurzfristig meinen Lesern mitteilen. Das Angebot ist so gut, dass ich den Drang hatte, es weiterzuempfehlen. Nach dem Ablauf des Angebots wird dieser Post gelöscht. Ich werde einen „Freunde werben Freunde“-Bonus bekommen, falls Sie ein Depot über den Link unten eröffnen.


Comdirect bietet bis Ende November 2013 bis zu 250 € Prämie, wenn Sie Ihre Wertpapiere von anderen Banken auf ein comdirect-Depot übertragen. Wenn Sie Fonds oder ETFs besitzen, ist es ein Superangebot für Sie. Das Angebot gilt für alte und neue Kunden!

Die Höhe der Prämie beträgt 1 % des übertragenen Fondsvolumens inkl. ETFs von mindestens 1.000 Euro, maximal jedoch 250 Euro.

Ich habe heute mein Depotübertragsformular abgeschickt und freue mich auf die Prämie. Ein Freund von mir hat sein Depot auch bereits übertragen.

Sonntag, 4. August 2013

Halbjahresrückblick 2013, Besucherzahlen und Blogeinnahmen

“Where the Internet is about availability of information, blogging is about making information creation available to anyone.” – George Siemens

Es ist einen Monat her, dass die erste Jahreshälfte 2013 vorbei ist. In diesem Artikel möchte ich die Neuigkeiten aus meinem Blog „Der goldene Adler“ zusammenfassen und die meistgelesenen Artikel der letzten sieben Monate auflisten. Außerdem möchte ich meine Leser über die Besucherstatistiken und die Blogeinnahmen informieren. Zuletzt möchte ich meine Pläne in Bezug auf meinen Blog für die zweite Hälfte des Jahres mitteilen.

Neuigkeiten

Die größte Veränderung ist die Einführung der Unterseiten, wo ich meine bisher geschriebenen Artikel unter Hauptthemen wie Artikelübersicht, Finanzielle Freiheit, Vermögensaufbau, Geld sparen, Geld anlegen, Über den goldenen Adler, Den Adler unterstützen! sortiert habe. Der Grund dafür ist, meinen neuen Besucher den Zugriff auf ältere Artikel zu erleichtern. Der Verlauf der Blog-Artikel bildet eine logische Abfolge. Anfänglich habe ich eher über „Finanzielle Freiheit“ geschrieben. Danach befassten meine Artikel sich mehr mit Themen wie Geld sparen und Spartipps, was denn wiederrum das Anlegen von Geld ermöglicht. Die neuesten Artikel sind über Portfoliogestaltung und ETFs.

Seit der Einführung der Unterseiten sind die Seitenaufrufe pro Besucher um 17% und die durchschnittliche Besuchsdauer um 22% gestiegen. Ich denke, die Arbeit hat sich gelohnt. Ich finde es sehr wichtig, dass meine alten Artikel auch gelesen werden, weil eine Menge wichtige Informationen und nützlichen Tipps darin zu finden sind.


Meistgelesene Artikel Januar-Juli 2013

Besucherzahlen

Bis Juni 2013 hatten meine Besucherzahlen eine leicht steigende Tendenz. Circa die Hälfte meiner Leser sind Stammleser, die meinen Blog regelmäßig lesen. Die Besucher aus Google schwanken monatlich und machen ein Viertel aller Besucher aus. Mein Google PageRank ist immer noch 3, was ich sehr toll finde. Die Facebook Fanseite hat 52 Likes, wovon aber ein großer Teil aus meinem Freundeskreis kommt. Es freut mich aber sehr, dass ich auch einige unbekannte Besucher als Fans habe.

Blogeinnahmen

Die Google Adsense-Einnahmen sind leider in den letzten 3 Monaten aufgrund niedriger Seiten-CTR (Click Through Rate) gesunken. Diese ist viel niedriger als das übliche eine Prozent. Ich habe keine logische Erklärung dafür, finde es aber gleichzeitig auch nicht so schlimm. Ich schreibe ja nicht, um Geld zu verdienen. Trotzdem sammeln sich jeden Monat ein paar Euro.

Meine Amazon-Partnerschaft ist auch kein großer Erfolg gewesen. Die Unterseite „den Adler unterstützen!“ hat die geringste Besucheranzahl unter allen Seiten. Dies könnte an der Kultur und den Gewohnheiten der Internetnutzer von heute liegen. Ich weiß zumindest, dass viele meiner Freunde ständig Dinge bei Amazon bestellen. Sie machen es aber nicht über den Banner auf meinem Blog, obwohl sie davon wissen. Ich denke, sie vergessen es einfach.

Meine Pläne für „Der goldene Adler“

Ich habe im Juni-Juli wenig Zeit gehabt, qualitativ hochwertige neue Artikel zu schreiben. Daher sehe ich einen Rückgang bei den Besucherzahlen. Ich habe in den nächsten Monaten vor, regelmäßiger zu posten, etwas 1 bis 2 mal die Woche.

Die Offlinewerbung für meinen Blog durch Businesskarten, die ich an meine Bekannten verteile, möchte ich verstärken.

Natürlich möchte jeder Blogger eines Tages eine eigene Domain haben. Das habe ich auch vor. Es ist leider für Blogger nicht so einfach, mit dem Blog umzuziehen. Es besteht auch die Gefahr, dass die Besucher aus Google anfänglich verschwinden und man das PageRank verliert. Ich möchte mich über das Thema schlau machen und es einfach ausprobieren.

Letztes Wort

Bei der Gelegenheit möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen Blog verfolgen, die mit Gastartikeln den Content bereichert haben, die die Artikel kommentieren und in eigenen Webseiten meinen Blog verlinken. Ich hoffe, dass meine Ideen und Vorschläge bis jetzt einen positiven Einfluss in den Leben einiger Menschen haben.

Montag, 6. Mai 2013

Lege nicht alle Eier in einen Korb


”Don’t put all your eggs in one basket.” – Famous Proverb

Sie sparen monatlich eine gewisse Summe Geld und Sie konnten bis jetzt auf Ihrem Tagesgeldkonto ein kleines Vermögen aufbauen („Wie hoch ist Ihr Nettovermögen“). Sie sind überzeugt, dass Aktien langfristig die beste Geldanlage sind und möchten in Aktien investieren („Aktien als Geldanlage“). Wie sollten Sie dies nun anstellen, damit Sie langfristig eine hohe Rendite auf Ihr Vermögen bekommen?

Die Gestaltung des Portfolios ist eine der schwierigsten Herausforderungen, die ein Anleger hat. Diese Aufgabe wird oft ignoriert oder unterschätzt. Viele Menschen kaufen einfach willkürlich „Aktien“ und nennen sich selber Anleger („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“). Sie hoffen danach, dass der Kurs von diesen Aktien steigt und sie reich werden. Für mich ist dies keine rationale Anlagestrategie, sondern reine Spekulation („Gold als alternative Geldanlage“). Mit einer falschen Aktienauswahl bekommen die Spekulanten keine gute Performance ihres Portfolios und beschuldigen die Finanzmärkte und Weltwirtschaft. Wie Sie Ihr Portfolio gestalten, ist eine strategische Entscheidung, die Ihre Rendite direkt beeienflusst („Was ist Rendite und wie kann man Rendite berechnen“). 


Die Hauptregel, um über lange Zeit durchschnittlich gute Rendite zu erzielen, ist „Diversifikation“. Diversifikation ist die Verteilung Ihres Geldes auf verschiedenen Aktien mit dem Ziel Ihr Risiko zu streuen („Risiko bei Geldanlagen“). Diversifikation kann man mit dem Sprichwort „Lege nicht alle Eier in einen Korb“ erklären. Das heißt, Sie sollten Aktien aus verschiedenen Märkten (Länder und Regionen) und Sektoren besitzen. Außerdem sollen Sie innerhalb eines bestimmten Marktes diverse Aktien besitzen (Large-Cap-, Small-Cap-, Value-, Growth-Aktien). Es ist empfehlenswert, Anteile von allen Aktien auf einem bestimmten Aktien-Index zu besitzen. Das eliminiert die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit Ihrem Portfolio wegen falscher Aktienauswahl hinter der Marktperformance zurückbleiben. Viele Anleger überschätzen Ihre Fähigkeiten, den Markt zu schlagen und sind oft hiermit nicht erfolgreich. Aus diesem Grund empfehle ich Aktien-ETFs („Aktien-ETFs als Geldanlage“), weil diese die Möglichkeit bieten, in den Gesamtmarkt zu investieren.

Ein vielfältiges Portfolio mit Aktien aus der ganzen Welt klingt attraktiv. In der Praxis ist es sehr aufwändig, jede einzelne Aktie zu analysieren und zu kaufen. Eigentlich übernehmen die Investmentfonds („Aktienfonds als Geldanlage“) diese Aufgabe für Sie und versuchen Ihr Geld auf verschiedenen Aktien zu verteilen. Natürlich ist der Preis dafür sehr hoch („Wie die Fondsgebühren die Rendite fressen“). Ich empfehle deshalb die Aktienfonds nicht, weil die Gebühren die erwartete Rendite stark reduzieren. Was ist dann der beste Weg, ein diverses Portfolio aufzubauen?

Mein Vorschlag: Bauen Sie Ihr Portfolio selber durch Erwerb diverser Aktien-ETFs auf. Ich weiß, dass es für Anfänger nicht leicht ist. Sie müssen sich über die ETF-Angebote schlau machen („Finanzielle Bildung“) und sich überlegen, welche ETF Sie kaufen möchten. Außerdem müssen Sie kalkulieren, wie Sie die richtigen Gewichtungen für eine gesunde Mischung behalten.

Ich werde in den nächsten Artikeln meine Vorschläge veröffentlichen, wie Sie Ihr Portfolio mit ETF’s gestalten können. Außerdem werde ich einige passende ETF’s vorstellen, die Sie über Ihre Bank oder Broker wie Aktien einfach kaufen können. Trotzdem würde ich bei meinen Lesern definitiv anregen, dass sie die ETF-Welt selber erkunden und verstehen, wie ETF’s funktionieren. Gehen Sie einfach auf die Webseite der größten ETF-Anbieter Deutschlands, lesen Sie die Informationsmaterialien und schauen Sie sich die Angebote an.

Die fünf größten ETF-Anbieter Deutschlands sind die folgenden: iShares, DB X-trackers, Comstage, Lyxor und Amundi.

Ich befürworte die Idee, dass Menschen für ihr Leben und ihre Finanzen selber verantwortlich sein sollen. Im Thema Portfoliogestaltung sollten sie auch die Verantwortung selber übernehmen, wenn sie hohe Rendite erzielen möchten. Es ist nötig, dafür am Anfang Zeit zu investieren. Aber wenn Sie Ihr ideales Portfolio einmal erstellt haben, ist der erste wichtige Schritt getan. Der Rest besteht darin Geld zu sparen und dieses Geld laut Ihrem Plan anzulegen.

Montag, 18. März 2013

Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen


“A sign of wisdom and maturity is when you come to terms with the realization that your decisions cause your rewards and consequences. You are responsible for your life, and your ultimate success depends on the choices you make.” - Denis Waitley

Die Bundestagswahlen nähern sich. Es gibt ein populäres Thema in der Politik, das die Wahlpropaganda der kommenden Wahlen beherrschen wird: „Mindestlohn“. Ich möchte in diesem Artikel meine Gedanken zu diesem Thema in Bezug auf das Individuum und die finanzielle Freiheit darstellen.

Mindestlohn ist eine politische Diskussion, die gerne für populistische Zwecken missbraucht wird, um die Stimmen der Geringverdiener zu bekommen. Es ist eigentlich eine Frage der Volkswirtschaftlehre. Keiner würde im VWL-Studium die Klausuren bestehen können, wenn er denken würde, dass Mindestlohn gut für die Wirtschaft sei.

In einer Marktwirtschaft werden die Produktpreise vom Markt nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Keiner würde einen Mindestpreis für Brötchen festsetzen, weil 25 cent für ein Brötchen nicht genug ist. Im Prinzip werden die Löhne ähnlich bestimmt, obwohl in manchen Länder wie Deutschland die Tarifverhandlungen in einigen Berufen die Löhne regulieren. Ärzte verdienen mehr, weil es eine hohe Nachfrage gibt (wir brauchen immer mehr Ärzte) und das Angebot (qualifizierte Fachkraft) nicht groß genug ist.

Also, die Friseurin in Buxtehude verdient 5€/Stunde, nicht weil der böse Salonbesitzer ihr keinen höheren Lohn zahlen will, sondern weil ein Preis für einen Haarschnitt vom Markt bestimmt wird. Um in dem Salon lukrativ zu wirtschaften, werden die Löhne entsprechend dem Markt (Anzahl von Friseuren in Buxtehude) bestimmt.

Was passiert denn, wenn wir für Friseure 8€/Stunde Mindestlohn festsetzen? Manche Salons werden schließen, weil sie nicht mehr genug Geld verdienen. Die Preise für einen Haarschnitt werden steigen (Verbraucher werden unglücklich. Siehe Beispiel: Strompreise), viele Friseure werden jetzt arbeitslos (hochgestuft auf Hartz 4) und die Schwarzarbeit steigt (viele von uns kennen jemanden, der zu Hause günstig Haare schneidet, oder?). Dasselbe wird in anderen Industrien auch passieren. Fabriken werden nach Polen oder China verlagert, Jobs gehen verloren, die Arbeitslosigkeit steigt. Das ist nicht meine Meinung, sondern das, was die Professoren in der VWL lehren.

Quelle: http://www.bvb-forum.de/index.php?id=54726

Eigentlich ist mein Hauptpunkt in Bezug auf finanzielle Freiheit aber etwas anderes. Warum muss ich als gesunder und fähiger Mensch hoffen, dass die Politiker mein Einkommen erhöhen? Essen für sich und seine Familie zu besorgen (im Kurze Geld zu verdienen), ist eine Hauptaufgabe eines Menschen. Warum gebe ich hier, als gesunder und fähiger Mensch, meine Verantwortung an jemand anderen ab? Warum kann ich mein Einkommen nicht selber erhöhen?

Wir befinden uns in Deutschland glücklicherweise wirtschaftlich in einem der besten Länder der Welt. Die Unternehmen schreien nach Fachkräften. Die Arbeitsplätze sind da, die Schulen für Ausbildung und die Universitäten sind vorhanden, sogar Studienplätze mancher Fachrichtungen sind nicht besetzt! Warum muss ich mich in so einer glücklichen Lage mit 5€/Stunde Lohn beglücken? Es gibt z.B. die Möglichkeit, dass die Geringverdiener neue Fähigkeiten erwerben, um ihr Einkommen zu erhöhen. Der Staat bietet jegliche Hilfe an!

Ich verstehe es manchmal nicht. Warum wollen so viele Leute immer noch eine Friseurausbildung machen, wenn sie wissen, dass sie hier keine gute Zukunft haben werden? Warum machen sie keine Elektrikerausbildung? Warum studiert ein Elektriker nach ein paar Berufsjahren zusätzlich Elektrotechnik nicht? Warum lernt ein Staplerfahrer nicht, wie man Stapler repariert oder entwickelt? Es mag sein, dass Fähigkeiten limitiert sind und nicht jeder die gleichen Gelegenheiten im Leben bekommt. Es gibt aber in diesem Land genug Freiheiten und Möglichkeiten, wie man sein Einkommen erhöhen kann. Das kann ich definitiv sagen.

Die Arbeitnehmer werden in der Marktwirtschaft nicht nach ihrem Einkommensbedarf, sondern nach ihrer Wertschöpfung bezahlt. Der Weg zum „höheren Einkommen“ ist deshalb nicht, Mindestlöhne durch Politiker festzusetzen, sondern mehr Wertschöpfung zu schaffen und damit mehr zu verdienen.

Ich betone oft, dass die Menschen die Verantwortung selber übernehmen müssen, wenn sie finanzielle Freiheit erreichen möchten („Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge“). Das aktive Einkommen ist eine der Hauptquellen für den Vermögensaufbau („Net Cashflow maximieren“). Hier müssen Sie auch die Verantwortung selber übernehmen und Wege suchen, wie Sie Ihr aktives Einkommen erhöhen können.

Montag, 25. Februar 2013

Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen


“Knowledge without follow-through is worse than no knowledge.” – Henry Charles Bukowski


Die Bedeutung finanzieller Bildung habe ich in meinen letzten Artikeln mehrmals betont. Das Wissen zu Finanzen ist extrem notwendig, um finanzielle Freiheit zu erreichen. Es ist aber nicht genug. Ohne praktische Anwendung dieses Wissens werden Sie Ihr Vermögen nicht aufbauen können.

Sie müssen ein System und einen Plan haben, wie Sie Ihr Wissen über Ihre persönlichen Finanzen anwenden wollen. Geld sparen und Geld anlegen sind zwei Säulen des Vermögenaufbaues. Um die beiden Säulen zu verwirklichen, brauchen Sie konkrete Aktionen.


Geld sparen

Was müssen Sie tun, um Ihr aktives Einkommen zu erhöhen? Vielleicht kann ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber der Anfang sein. Sie können neue Fähigkeiten erwerben, um in der gleichen Zeit mehr Ergebnisse zu liefern. Die Bereitschaft flexibler zu arbeiten und bezahlte Überstunden können Ihr aktives Einkommen erhöhen. Ggf. können eine neue Stelle in Ihrer jetzigen Firma oder ein neuer Arbeitgeber Ihnen ermöglichen, mehr Gehalt zu bekommen („Net Cashflow maximieren“). 

Was müssen Sie tun, um Ihre Ausgaben zu senken? Das Verfolgen, Verstehen und Analysieren Ihrer Ausgaben sind die ersten Schritte, um Ihr Sparpotenzial zu entdecken. Was sind Ihre wiederkehrenden Ausgaben? Wofür geben Sie Ihr Geld aus, obwohl es Ihnen weder mehr Glück noch mehr Spaß bringt (“Brauche ich das wirklich?“)? Sie können mit simplen Ideen eine Menge Geld sparen („Wie man sich ohne Nebenjobeinen Stundenlohn schafft“). Vielleicht lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenkasse für Sie („Sparpotenzial beim Wechsel zur Privatkrankenversicherung“)? Haben Sie tägliche Ausgaben wie einen Kaffee oder ein Käsebrötchen aus der Bäckerei („Wie Starbucks Reichtum verhindern kann?“)? Gehen Sie an den Wochenenden aus und geben viel Geld aus („Kosten von Getränken beim Feiern undAusgehen“)? Sind Sie Gelegenheitsraucher („finanzielle Schaden von Rauchen“)?

Geld anlegen

Was müssen Sie tun, um mehr Rendite von Ihrem Vermögen zu bekommen? Haben Sie ein Tagesgeldkonto („Tagesgeldkonto eröffnen“) und ein Depot? Kennen Sie sich mit sicheren Geldanlagen aus („Populäre und sichere Geldanlagen“)? Besitzen Sie schon irgendeine Anleihe („Wie funktionieren Anleihen?“)? Haben Sie schon mal Aktien gekauft? Wissen Sie, wie hoch die Rendite von Aktien langfristig durchschnittlich ist („Historische Performance von DAX und Dow Jones“)? Wenn Sie sich mit dem Chancen-Risiko-Verhältnis von Geldanlagen gut auskennen, können Sie Ihr Geld so investieren, dass Sie mit kalkulierbarem Risiko eine relativ gute Rendite bekommen.

Was müssen Sie tun, um in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen? Haben Sie ein kleines Vermögen aufgebaut, damit Sie die Chancen in Ihrem Leben gut nutzen können („Gelegenheiten Geld zu schaffen“)? Beobachten Sie die Finanzmärkte oder den Immobilienmarkt in Ihrer Stadt regelmäßig?

Wenn Sie die obengenannten Fragen mit „ja“ beantworten können, sind Sie schon erfolgreicher als die große Mehrheit der Bevölkerung. Ihre nächste Aktion wird es sein, einen Plan zu machen, wie Sie Ihr Wissen und Ihre Motivation in Aktionen umwandeln können.

Mit dem richtigen Plan und der Durchsetzung geeigneter Maßnahmen ist finanzielle Freiheit kein Traum, sondern ein konkretes und erreichbares Ziel („finanzielle Freiheit istein realisierbarer Plan“).


Donnerstag, 7. Februar 2013

Wie funktionieren Anleihen?


"Risk comes from not knowing what you are doing." -Warren Buffett

In den Artikeln „Unternehmensanleihenals sichere Geldanlage“ und „Staatsanleihen als sichere Geldanlage“ habe ich zwei wichtige Arten von sicheren Geldanlagen vorgestellt. Die nächste Frage ist jetzt, wie diese Anleihen funktionieren und wie man sie kaufen kann?

Wie funktionieren Anleihen?

Im Prinzip funktionieren Anleihen wie Festgeldkonten. Sie kaufen eine beliebige Anleihe in Höhe einer  bestimmten Summe (Anlagesumme); diese Anleihe hat einen festgelegten Zinssatz (Kupon). Die Anleihe hat eine Laufzeit (Fälligkeit) und ein Datum, in dem die Zinsen ausgezahlt werden (Kupondatum).

Ein großer Unterschied zu Festgeldkonten ist, dass der Preis der Anleihe nach Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Am Ausgabedatum haben Anleihen im Prinzip einen Preis von 100. Die Anleger können eine Anleihe während der Laufzeit am Sekundärmarkt (Börsen) kaufen oder verkaufen. Wenn mehrere Anleger eine Anleihe kaufen möchten, geht der Preis hoch. Und wenn die Anleger ihre Anleihen verkaufen, geht der Preis runter. Hier ähnelt die Anleihe der Aktie. Der Kupon bleibt aber gleich; das heißt, die Rendite ist nicht immer gleich Kupon, sondern basiert auf Kurs, Kupon und Restlaufzeit. Die Rechnung ist ziemlich kompliziert, aber die Börse Stuttgart bietet ein sehr nützliches Tool, die Rendite der Anleihen zu kalkulieren.


Der Vorteil bei Anleihen im Vergleich zu Festgeld ist, dass Sie die Anleihe während der Laufzeit verkaufen können. Beim Festgeld gibt es hohe Kosten für die Kündigung, während bei Anleihen nur der Spread (Unterschied zwischen Bidpreis und Askpreis) Kosten verursacht. Natürlich entstehen im Falle eines Kursverlusts auch Kapitalverluste.


Die Anleihen können Sie ganz normal über Ihr Bankdepot oder über Broker kaufen und verkaufen.

Beim Kaufen von Anleihen ist es wichtig zu beachten, dass jede Anleihe einen „Dirty Price“ und einen „Clean Price“ hat. Beim Erwerb zahlen Sie den „Dirty Price“, der höher als der „Clean Price“ ist. Denn seit der letzten Kuponzahlung (das Kupondatum ist ja jährlich festgelegt) ist normalerweise einige Zeit vergangen und die Zinsen, die sich bis zu Ihrem Kaufdatum angesammelt haben, müssen beim Anleihenkauf bezahlt werden. Diese Zusatzkosten bekommen Sie bei der nächsten Kuponzahlung komplett zurück.

Wie ich im Artikel „Staatsanleihen als sichere Geldanlage“ beschrieben habe, ist das Rating einer Anleihe bei der Anleihenauswahl sehr wichtig. Zusätzlich müssen Sie das Risiko, die Restlaufzeit, die Rendite und Ihre persönliche Anlagestrategie im Betracht ziehen, bevor Sie irgendeine Anleihe kaufen.

Anleihen sind eine wichtige Art von Geldanlagen, mit denen Sie sich sehr gut auskennen sollten. Eigentlich machen viele Banken, Institutionen, Unternehmen, Investmentbonds, Rentenversicherungen und Lebensversicherungen nichts anderes, als Ihr Kapital in unterschiedliche Anleihen zu investieren. Wenn dies jedoch eine Bank oder Rentenversicherung für Sie macht, kassiert sie ganz brav einen guten Ausgabeaufschlag (2 bis 5%) und eine jährliche Managementgebühr (0,3 bis 3%). Diese Kosten reduzieren Ihre Rendite drastisch.

Wenn Sie finanzielle Freiheit erreichen möchten, müssen Sie die Verantwortung übernehmen und sich selber um Ihre Geldanlage kümmern. Staats- und Unternehmensanleihen sind gute Instrumente für diesen Zweck, besonders wenn Sie älter werden und weniger risikobereit sind.


Montag, 28. Januar 2013

Ausreden um weiterhin kontinuierlich geringe Rendite zu erzielen


“People spend too much time finding other people to blame, too much energy finding excuses for not being what they are capable of being, and not enough energy putting themselves on the line, growing out of the past, and getting on with their lives.” - J. Michael Straczynski

Ich unterhalte mich oft mit unterschiedlichen Leuten über Finanzen. Ich frage sie immer, ob sie Geld sparen und was sie mit ihren Ersparnissen machen.

Ein Teil dieser Leute spart einen geringen Teil des Einkommens oder gar nichts. Diese Leute sind meiner Meinung nach in der schlimmsten Situation. Sie müssen sich langsam Gedanken machen, wie Sie überhaupt eine höhere Sparquote erreichen („Net Cashflow maximieren“).

Da Deutschland für seine Sparer bekannt ist, sparen die meisten Leute, mit denen ich mich über Finanzen unterhalte, einen großen Teil ihres Einkommens. Sie legen aber Ihre Ersparnisse in Tagesgeld- und Festgeldkonten an, in denen man keine hohe Renditen bekommen kann. Zusätzlich haben sie natürlich eine Riesterrente, Lebensversicherung oder ähnliche kostenintensive Altersvorsorgeprodukte. Sie planen dazu oft noch, eine Immobilie zu kaufen.

Nach meiner Erfahrung mit diesen kleinen „Umfragen“ kann ich die Leute in vier Kategorien unterteilen, was die Frage „Warum investierst du dein Geld nicht in Geldanlagen mit höherer Rendite?“ angeht:
  • Skeptiker
  • Unwissende
  • Beschäftigte
  • Ängstliche

Der Skeptiker
Die Skeptiker glauben nicht, dass man in den Finanzmärkten hohe Renditen bekommen kann. Sie sind öfters von pessimistischen Nachrichten in den Medien oder linken politischen Ideologien beeinflusst. Sie haben ihr Vertrauen an die Banken verloren, weil einige Bankmanager vor kurzem ein paar Skandale verursacht haben. Wegen eines Bärjahres aufgrund einer Finanzkrise (verursacht von hoch verschuldeten Staaten, nicht von Unternehmen) denken sie,dass Aktien eine schlechte Art von Geldanlage sind.

Wie ich in dem Artikel „Historisches Performance von DAX und Dow Jones“ vorgestellt habe, bringen Aktien langfristig gesehen die beste Rendite. Und ich denke, dass man seine politischen Ideologien unabhängig von seinen persönlichen Finanzen halten sollte. Es geht schließlich um Ihre Altersvorsorge. Zusätzlich muss man vielleicht nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Die Medien müssen alles übertrieben darstellen, um das Interesse der Leser zu bekommen. Nicht alle Banken sind böse und nicht alle Unternehmen sind sozial unverantwortlich.

Der Unwissende

Die Unwissenden sind diejenigen, die im Leben bis jetzt keine finanzielle Bildung bekommen haben („Finanzielle Bildung“). Sie machen eigentlich im Prinzip das Richtige: Man soll sein Geld nicht in etwas anlegen, was man nicht versteht. Deswegen lassen Sie Ihr Geld auf den Giro- und Tagesgeldkonten. Sie haben oft ein zusätzliches Altersvorsorgeprodukt (Riester, Rürup oder Lebensversicherung), von dem sie auch nicht viel verstehen.

Ich finde es bei diesen Leute positiv, dass viele davon zumindest wissen, dass höhere Renditen möglich sind. Nun fehlt das Wissen, was man genau tun muss und wie. Ohne finanzielles Wissen ist es reine Glücksache, hohe Gewinne aus Finanzmärkten zu erzielen. Die gute Nachricht ist, dass die Wissensquellen da sind und auf sie warten. Sie müssen einfach die Initiative ergreifen und ihre Zeit in das Basiswissen investieren.

Der Beschäftigte

Die Beschäftigten haben immer dieselbe Ausrede: „Ich habe keine Zeit für meine Finanzen“. Diese Leute sind hauptsächlich immer mit ihrer Arbeit beschäftigt. Nach der Arbeit sind sie sehr beschäftigt mit ihren Freizeitterminen. Sie ruhen sich wenig aus und sind oft müde und gestresst. Sie arbeiten sehr viel für Geld. Sie lassen aber ihr Vermögen nicht wachsen, weil sie keine Zeit dafür haben. Es gibt eine Zitat: „Manche Leute sind so beschäftigt mit Arbeit, dass sie keine Zeit haben Geld zu verdienen“.   

Weil diese Leute wenig Zeit für sich haben, versuchen Sie diese wenige Zeit wegzufeiern und dabei viel Geld auszugeben um den Frust der Arbeit loszuwerden. Das Interessante ist, dass viele davon überzeugt sind, dass hohe Renditen möglich sind. Sie wissen sogar, wie es geht. Sie haben nur keine Zeit dafür. Das Problem hier ist die Prioritätensetzung. Es ist ein Dilemma, viel  zu arbeiten um Karriere zu machen und dabei für das Endziel, nämlich mehr Geld zu verdienen, keine Zeit zu haben, indem man das Geld für sich arbeiten lässt.

Der Ängstliche

Die Ängstlichen sind generell sehr gut beim Geld sparen. Sie sind aber sehr schlecht beim Geld anlegen. Ihr hart verdientes Geld hat einen sehr hohen Wert für sie und sie wollen nichts davon verlieren. Sie vermeiden jede Art von Risiko und legen ihr Geld nur in sicheren Geldanlagen an („Populäre und sichere Geldanlagen“). Ihre Begründung ist, dass einige Bekannte von ihnen schlechte Erfahrungen mit manchen Geldanlagen gemacht haben. Unterstützt wird ihre Ansicht von der Lehmannpleite 2008 und den Bärjahren wegen der Schuldenkrise der Eurostaaten. Ihr Plan ist, so schnell wie möglich eine Immobilie zu kaufen, am besten mit hoher Anzahlung (dafür haben sie ja gespart) und sehr hoher Tilgung (das Haus muss schnell abbezahlt werden).

Was ich hier traurig finde, ist, dass die Ängstlichen nicht wissen, dass ihr Geld tatsächlich seinen Wert verliert, wenn sie die Inflation einbeziehen („Inflation und die Effekte auf Rendite“). Eine Immobilie als einzige Geldanlage zu haben, ist auch ein hohes Risiko. Man darf nicht davon ausgehen, dass die Immobilienpreise weiter steigen werden.

Fragen an Leser

  • Stecken Sie auch Ihr Geld nur in sichere Geldanlagen?
  • Sind Sie glücklich mit Ihrer Rendite?
  • Was ist Ihre Ausrede, kontinuierlich geringe Rendite zu erzielen?
  • Gehören Sie eine der oben genannten Kategorien?