“...talent means nothing, while experience, acquired in humility and with hard work, means everything.” - Patrick Süskind
Fortführung vom Artikel “Geld sparen in einer
faulen Konsumgesellschaft Teil 1“.
Sparsamkeit ist
heutzutage genauso uncool wie harte Arbeit. Sparsame Menschen werden als
„billig“ und „Geizhals“ verteufelt. Wer sich übers Sparen unterhält, wird
geringschätzig behandelt. „Er redet nur über Geld“ wird gelästert. Es kommt
irgendwie besser an, über exotische Urlaube („Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub“) und außergewöhnliche Hobbys („Teure Hobbies und Vermögensaufbau“) zu sprechen. Je teurer, desto cooler. Kein neues
Smartphone zu haben, ist altmodisch („Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“), alte Klamotten lange Zeit zu tragen, ist undenkbar. In einer
kleinen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft zu wohnen, ist ab dem
Berufsbeginn nicht erwünscht. Ich kenne einige kinderlose Paare, die sich ein
riesiges Haus über Kredit finanzieren.
Die niedrigen
Zinsen sind ein Grund dafür, dass die Menschen derzeit nicht mehr Geld sparen
möchten. Man bekommt kaum Rendite und das Geld verliert seinen Wert durch
Inflation („Inflation und die Effekte auf Rendite“). „Ich gebe mein Geld lieber
komplett aus“. Diesen Satz habe ich wörtlich von einem Kollegen gehört. Die
Börse und ETFs sind natürlich keine Alternativen. Sie werden in den meisten
deutschen Medien als reine Zockerei dargestellt.
Die Konzerne und
Medien geben uns das ideale Leben vor. Die Konsumgesellschaft wird auch durch
günstige Importe aus China und anderen Schwellenländern unterstützt.
Weihnachten ist eher ein Kaufwahnsinn als besinnlich. Die Konzerne und der
Staat wollen es natürlich genauso haben. Die Konjuktur wird angekurbelt, wenn
die Menschen mehr einkaufen. Die Steuereinnahmen erhöhen sich durch die Mehrwertsteuer.
Keiner denkt, dass als Konzequenz zu wenig gespart wird. Lieber neue Schulden
als Schuldenabbau.
Ich versuche in
meinem Blog gegen den Strom zu schwimmen. Ich bin immernoch ein großer
Unterstützer von harter Arbeit, obwohl sie zu einem höheren Steuersatz führt
("Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen"). Ich möchte aus Prinzip weder von Sozialhilfe leben noch
meine Zukunft abhängig vom Staat oder von meinem Arbeitgeber machen.
Sparsam leben ist
sehr wichtig für mich und meinen Plan für den Vermögensaufbau („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“). Die Herdenmenschen werden
an das Ziel kommen, zu dem die Herde geht, nämlich Rente mit 67 oder später.
Also, lieber gegen den Strom schwimmen als Altersarmut riskieren.



