Posts mit dem Label Rente werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rente werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 4. Mai 2016

Wie kann ich schneller finanziell frei werden?

„Financial freedom is available to those who learn about it and work for it.”  - Robert Kiyosaki

In letzter Zeit spiele ich oft mit dem Gedanken „schneller finanziell frei zu werden“. Laut meiner Prognose werde ich erst in 15 Jahren finanziell frei sein. Für mich klingt 15 Jahre verdammt lang! Heute bin ich 33 Jahre alt. In 15 Jahren werde ich 48 sein. Das ist eigentlich nicht so schlecht, immer noch 19 Jahre früher als das gesetzliche Rentenalter.

Meine Tochter Pia ist 2 Jahre alt und mein Sohn Robin 8 Monate. In 15 Jahren wird Pia 17 sein und Robin 16. Wie es aussieht, verpasse ich fast die ganze Jugend meiner Kinder. Mit einem Vollzeitberuf bin ich in der Woche mindestens 10 Stunden pro Tag nicht da. Dazu bin ich oft auf Geschäftsreisen, also wochenlang gar nicht zu Hause. Ich plane, diesen Sommer Elternzeit zu nehmen. Meiner Meinung nach ist das aber nicht genug. Ich verbringe leider viel zu wenig Zeit mit meinen Kindern.
Also muss etwas geschehen. Ich muss die finanzielle Freiheit schneller erreichen. Lassen Sie uns erneut die Grundsätze des Vermögensaufbaus betrachten. 

Man verdient Geld -> Man spart Geld -> Ersparnisse werden angelegt -> Vermögen wächst


Ich habe genug Artikel über Vermögensaufbau und Geld sparen geschrieben. Ich denke, dass ich eine solide Anlagestrategie habe, mit der ich langfristig gesehen eine sehr gute Rendite erreichen werde. Für noch höhere Renditen müsste ich noch mehr Risiken eingehen. Ich setze zur Zeit 90% meines Vermögens auf Aktien-ETFs. Ein höheres Risiko möchte ich nicht eingehen.

Bei meinen Ausgaben habe ich in den letzten Jahren vieles getan. Es gibt nicht mehr viel Luft nach unten. Mein Ansatz ist „klug sparen“ und nicht „geizig sparen“. Noch mehr sparen bedeutet für mich und meine Familie eine Verminderung der Lebensqualität. Zum Beispiel lohnt es sich nicht, Fleisch vom Discounter anstatt vom Metzger zu kaufen.

Zum Glück gibt es eine weitere Option, mein Vermögenswachstum zu beschleunigen: Mehr verdienen.

So einfach ist das aber für mich leider nicht. Ich bin Angestellter und habe ein festes Gehalt. Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten Jahren überdurchschnittliche Gehaltserhöhungen bekommen habe. Ich erreiche aber langsam die obere Grenze meiner Gehaltsstufe. Eine Chance zur Beförderung besteht zur Zeit kaum. Es gibt  wenige Posten und viele Kandidaten. Ein Firmenwechsel ist auch keine gute Option und außerdem schwer realisierbar. 

All das klingt vielleicht hoffnungslos, ist es aber ehrlich gesagt nicht. Es gibt immer einen Weg. Ich lebe zum Glück in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt. Hier ist „das Land der Möglichkeiten“,  die Flüchtlinge kommen hierher nicht ohne Grund. Es gibt zahlreiche Wege, über die man mehr Geld verdienen kann. Ich bin der Meinung, dass man mit Fleiß, Kreativität und Handlung die Mehrheit seiner Ziele erreichen kann.

Der Schlüsselwort für mich ist „Nebeneinkommen“. Die Möglichkeiten für einen Nebenverdienst und einige meiner Ideen möchte ich meinen Lesern in den nächsten Artikeln mitteilen.

Montag, 29. September 2014

Rentensteigerung im Vergleich zur Inflation

“Inflation is the one form of taxation that can be imposed without legislation.” - Milton Friedman
In meinem letzten Artikel habe ich versucht, die Rentenformel einfach zu erklären. Diese Formel ermittelt unsere Rente unter Berücksichtigung der Annahme, dass wir heute Rentner werden. Wie hoch die Rente in der Zukunft sein wird, ist ungewiss. Dies ist auch abhängig von der Politik und demografischen Entwicklung in Deutschland („Der demografische Wandel in Deutschland und Ihre finanzielle Zukunft“). Trotzdem werde ich versuchen, Ihre künftige Rente mit historischen Zahlen vorauszuberechnen.

Lassen Sie uns meine vereinfachte Rentenformel noch mal anschauen.
Rente (monatlich) = Entgeltpunkte x (aktueller Rentenwert)
Der aktuelle Rentenwert bestimmt die Höhe Ihrer Rente zusammen mit den gesammelten Entgeltpunkten. Dieser Wert ist in den letzten Jahren gestiegen und man geht davon aus, dass er in der Zukunft weitersteigen wird. Hier sehen wir die historischen Zahlen der letzten 50 Jahre. Die Rente ist zum Beispiel seit 2002, der Einführung des Euro, in Westdeutschland um 13,0% gestiegen.

Diese nominale Steigerung alleine sagt uns nicht viel. Entscheidend ist, ob die Rente ihre Kaufkraft behalten hat. Dafür müssen wir die Steigerung der Rente mit Inflationsrate vergleichen. Hier sehen Sie die Inflationsrate in Deutschland in den letzten Jahren. Ihre persönliche Inflationsrate mag allerdings anders sein. Diese Rate können Sie auf der Webseite von destatis berechnen lassen.

Ich habe die Steigerung der Rente im Vergleich zur Inflation in der folgenden Abbildung veranschaulicht.


Wie in der Abbildung zu sehen ist, sind aus 1000 € Rente im Jahr 2001 im Jahr 2013 1112 € geworden. Das entspricht eine Steigerung von 11,2%. In dieser Zeit sind die Verbraucherpreise durch Inflation um 20,9% gestiegen. Für 1000 € Rente gibt es also einen Kaufkraftverlust von 81 €, weil die Rente nicht so stark angestiegen ist wie die Preise. Die reale Veränderung der Rente ist daher eigentlich minus 9,2%!!

Das ist keine politische Propaganda, sondern ein Fakt. Die Rentner haben tatsächlich weniger Geld in der Tasche. In Ostdeutschland ist die Rente im selben Zeitraum um 16,7% gestiegen. Auch hier gibt es einen Kaufkraftverlust der Rente durch Inflation.

Um diese Situation für die Zukunft darzustellen, werde ich eine Prognose der Inflationsrate machen. Dazu werde ich von der Annahme ausgehen, dass die Rente eine ähnliche Steigerung erfahren wird wie in den letzten 12 Jahren. Meiner Meinung nach ist das weder optimistisch noch pessimistisch.

Die Inflationsrate zu prognosieren, ist ziemlich schwierig. Die Europäische Zentralbank erzielt in der Eurozone eine Inflationsrate von 2,0 Prozent. Die Bundesbank erwartet für 2015 eine Inflationsrate von 1,5% und 2016 1,9%. Auf tradingeconomics.com ist eine Inflationsrate von 1,45% bis 2020 und 1,0% bis 2030 vorgesehen. Für meine Berechnung werde ich eine Inflationsrate von 1,5% annehmen. Im Vergleich dazu werde ich die Steigerung der Rente mit 1,0% ansetzen. Als nächstes bilde ich ab, wie die Rente im Vergleich zur Inflation in den nächsten 35 Jahren steigen wird. 2049 bin ich nämlich Rentner.


Wie in der Abbildung zu sehen ist, werden  1000 € Rente im Jahr 2001 2049 voraussichtlich 1601 € entsprechen. Dies bedeutet eine Steigerung von 60,1%. In dieser Zeit werden  die Verbraucherpreise durch Inflation voraussichtlich um 106,6% steigen. Der entsprechende Kaufkraftverlust von 465 € bedeutet eine reale Veränderung der Rente um minus 22,5%!!

Vielleicht werden einige meiner Leser Folgendes denken: Deutschland ist ein Sozialstaat, die Regierung wird nie erlauben, dass die Rentner ihre Kaufkraft verlieren. Die Regierung hat es aber doch in den letzten zwölf Jahren erlaubt! Was wird denn den Geringverdienern passieren? Sie werden ja in diesem Fall unter die Armutsgrenze fallen. Ich glaube, dies wird die Regierung nicht geschehen lassen. Diese Menschen werden weiterhin durch Transferleistungen von Steuereinnahmen unterstützt. Eine ähnliche Diskussion gab es dazu schon beim Mindestlohn („Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen“).

Eins muss jedem klar sein. Das umlagefinanzierte Rentensystem ist kein faires System. Ich bezweifele auch, dass es überhaupt sozial gerecht ist, wie es beworben wird. Der durchschnittliche Bürger bekommt von dem System nicht zurück, was er einbezahlt hat. Es ist eine Art Steuer, die eine Vermögensverteilung zwischen den Bürgern durch Transferleistungen erzielt. Die Mittelklasse und die ober Mittelklasse werden von diesem System am härtesten getroffen werden.

Die demografische Entwicklung in Deutschland und der Kaufkraftverlust durch Inflation sind harte Fakten. Ich bin der Meinung, dass jeder Arbeitnehmer sich mit dieser Situation auseinandersetzen und die nötigen Gegenmaßnahmen treffen muss.

Diese Gegenmaßnahmen sind hauptsächlich folgende:

Montag, 22. September 2014

Rentenformel einfach erklärt

“As far as your personal goals are and what you actually want to do with your life, it should never have to do with the government. You should never depend on the government for your retirement, your financial security, for anything. If you do, you're screwed.“ - Drew Carey
Ich habe viele Freunde und Bekannte, die zwischen 25 und 50 Jahre alt sind. Sie sind körperlich fit, mögen ihren Beruf und sind für ihre Arbeit motiviert. Viele davon möchten bis zur Regelaltersgrenze von 67 arbeiten („Rentner mit 67 Jahren“).Ich kenne aber auch einige Leute über 45, die ihre Leidenschaft für ihren Job verloren haben. Diese Leute zählen die verbleibenden Tage bis zur Rente und versuchen irgendwie ein Angebot für Frührente zu bekommen.

Was mich wundert ist, dass die beiden Gruppen nich genau wissen, wie viel Rente sie bekommen werden. Das Wissen, das sie von Freunden und Bekannten haben, ist meistens inkorrekt und irreführend. Es ist in den meisten Fällen viel zu spät, wenn man die Rentenhöhe erst zwei Jahre vor dem Renteneinritt erfährt. Ich versuche in diesem Artikel, die Rentenformel so einfach wie möglich zu erklären. 

Die Rentenformel lautet mathematisch:


Rente (monatlich) = Entgeltpunkte  x (aktueller Rentenwert) x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor

Der Zugangsfaktor und der Rentenartfaktor werden für Frühverrentung und Sonderfälle wie Witwenrente benötigt. Sonst werden die in meisten Fällen mit dem Faktor 1,0 berechnet. Für meine vereinfachte Berechnung werde ich für diese beiden Faktoren 1,0 nehmen. Der vereinfachte Formel lautet dann:

Rente (monatlich) = Entgeltpunkte x (aktueller Rentenwert)

Um Ihre eigene Rente zu berechnen, brauchen Sie einen Taschenrechner und die folgenden drei Kennzahlen:
  1. Arbeitsjahre: Das ist einfach: 67 minus das Alter, in dem Sie angefangen haben zu arbeiten
  2. 34.071 EUR: Das ist das durschschnittliche Bruttoentgelt im Jahr 2013. Dividieren Sie Ihr Jahresbrutto durch diese Zahl.
  3. 28,61 EUR: Das ist der aktuelle Rentenwert im Jahr 2014 in Westdeutschland.

Kurz zusammengefasst bekommen Sie einen Punkt für jedes Jahr, wenn Sie durchschnittlich verdienen. 28,61 EUR mal Ihre Gesamtpunkte ergibt Ihre monatliche Rente.
  • Beispiel 1: Frauke, Bürokauffrau, Jahresbrutto 34.071 EUR, arbeitet, seitdem sie 20 Jahre alt ist. Rente = (34.071 € / 34.071 €) x (67 – 20) x 28,61 € = 1.345 EUR
  • Beispiel 2: Christian, Unternehmensberater, Jahresbrutto 68.142 EUR, arbeitet, seitdem er 28 Jahre alt ist. Rente = (68.142 € / 34.071 €) x (67 – 28) x 28,61 € = 2.232 EUR
  • Beispiel 3: Britta, Floristin, Jahresbrutto 22.800 EUR, arbeitet, seitdem sie 17 Jahre alt ist. Rente = (22.800 € / 34.071 €) x (67 – 17) x 28,61 €  = 957 EUR

Mit dieser einfacher Methode können Sie ungefähr berechnen, wie hoch Ihre eigene Rente sein wird (heutiger Wert). Natürlich läuft die exakte Berechnung anders. Ihre Gehaltsentwicklung und das historische und zukünftige Bruttoentgelt in Deutschland bestimmen Ihre Entgeltpunkte (Historische Werte können Sie auf Wikipedia nachlesen). Im späteren Berufsleben sammelt man aufgrund des mit Erfahrung und Tarifstufen steigenden Gehalts mehr Punkte als am Anfang.

In Ostdeutschland beträgt der Rentenwert 26,39 EUR statt 28,61 EUR. Laut Angela Merkel wird der Wert dem Westwert bis 2020 angeglichen. Für die Berechnung der Frührente müssen Sie den Zugangsfaktor in die Berechnung einbeziehen.

Diese Berechnung ist für Leute, die heute in die Rente eintreten. Extrem wichtig für jeden Arbeitnehmer ist, wie sich einerseits die Rentenhöhe in Zukunft entwickelt und wie teuer andererseits das Leben aufgrund von Inflation werden wird („Lebensmittelpreise und Inflation in Deutschland“). Die Renteninformation, die mittlerweile jährlich verschickt wird, enthält eine Berechnung Ihrer künftigen Rente ohne  Berücksichtigung von Rentenanpassungen. Aufgeführt werden lediglich Beispielsrechnungen mit einer jährlich Anpassungen des Rentenwerts von 1% und 2%, dass eine entsprechende Erhöhung tatsächlich stattfinden wird, ist unsicher.

In meinem nächsten Artikel werde ich die Höhe der Rentenanpassungen in de letzten Jahren in Vergleich zu Inflationsrate darstellen. Mit dieser Information können wir eine Prognose machen, wie hoch die Anpassungen in der Zukunft sein könnten.

Dienstag, 15. April 2014

Ist Rendite wichtiger als Sparquote?

"Save a part of your income and begin now, for the man with a surplus controls circumstances and the man without a surplus is controlled by circumstances." - Henry H. Buckley

Ihr Plan für finanzielle Freiheit steht auf zwei Beinen:
  • Sparquote
  • Rendite

Beide sind für Ihren Vermögensaufbau sehr wichtig. Ihr Weg zur finanzielle Freiheit ist wie eine lange Reise mit dem Auto („Wie erreiche ich finanzielle Freiheit?“). Sie sitzen bei dieser Reise auf dem Fahrersitz und möchten Ihr Ziel so schnell wie möglich erreichen. Das gesparte Geld ist wie die Geschwindigkeit Ihres Autos. Ihre Sparquote bestimmt, wie viel Geld Sie sparen, also wie viel Gas Sie geben. Je mehr Gas Sie geben, desto schneller beschleunigt Ihr Auto und desto schneller fahren Sie.


Geld sparen ist nötig, aber allein nicht genug. Nur Gas geben reicht alleine ebenfalls nicht aus für Ihr Auto. Sie müssen den Gang hochschalten. Die Rendite ist Ihr Gang auf dieser Reise. Sie müssen hohe Rendite erzielen, damit Sie Ihre Geschwindigkeit weiter steigern können („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“).

Quelle: Stuart Miles

Was ist denn nun wichtiger? Sparquote oder Rendite?

Es kommt darauf an, in welcher Phase des Lebens Sie gerade sind und wie viel Vermögen Sie schon besitzen ("Wie hoch ist Ihr Vermögen?"). Für viele Menschen ist Sparquote wichtiger als die Rendite.

Am Anfang des Berufslebens hat man selbstverständlich wenig Vermögen. Deshalb sollte die erste Priorität für jüngere Leute das Erzielen einer „hohen Sparquote“ sein, wenn man finanzielle Freiheit erreichen möchte. Außerdem sollten alle zusätzlichen Einnahmen, zum Beispiel Erbe, Geldgeschenke, Weihnachtsgeld („Weihnachtsgeld ruft zum Vermögensaufbau“) oder auch Gehaltserhöhungen für den Vermögensaufbau eingesetzt werden („Mehr Netto von Brutto und die Sparquote“). Damit können Sie Ihr Vermögen schnell aufbauen und anfangen, mit Ihrem Vermögen passives Einkommen zu erzielen („Net Cashflow maximieren“).

Wie hoch ist Ihre Sparquote („Bezahle Dich selbst zuerst!“)? Die Sparquote in Deutschland war im September 2013 nur 8,5 Prozent. Das ist besser als in den USA, wo die Sparquote bei 3,9% liegt. 8,5% ist aber nicht genug, um finanzielle Freiheit zu erreichen.

Wenn Sie ein Bruttoeinkommen von 40.000 € haben und 8,5% davon sparen, bauen Sie 3400 € Vermögen pro Jahr auf. Wenn Sie Ihre Sparquote um 2% erhöhen, sparen Sie jährlich 800 € mehr.

Wenn Sie 10.000 € haben, werden Sie mit einer Rendite von 4% circa 400 € Gewinn erzielen. Mit einer besseren Anlagestrategie können Sie vielleicht 6% Rendite erzielen („Risiko bei Geldanlagen“). 2% zusätzliche Rendite erhöhen Ihren Gewinn nur um 200 €, dies ist also nicht ganz so bedeutend wie die Erhöhung der Sparquote. Das Ganze ändert sich, wenn Sie 100.000 € Vermögen haben. 2% zusätzliche Rendite entsprechen dann gleich 2000 € mehr Gewinn pro Jahr. Das macht einen großen Unterschied.

Mathematisch gesehen macht es eher Sinn, sich im jüngeren Alter auf die Erhöhung des Bruttoeinkommens und die Erhöhung der Sparquote zu konzentrieren („Setzen Sie finanzielle Ziele für das kommende Jahr“). Der größere Beitrag zum Vermögensaufbau wird dadurch geleistet. Das heißt aber nicht, dass Sie auf die Rendite gar nicht achten und Ihr Geld nur in sichere Geldanlagen („Populäre und sichere Geldanlagen“) investieren sollten.

Anfangs können Sie Ihre Zeit nutzen, um die Finanzmärkte und Instrumente besser kennenzulernen und Ihr finanzielles Wissen zu erhöhen.

Montag, 27. Januar 2014

Prokon und Investments als Beteiligungen

“Never invest in a business you cannot understand.” –Warren Buffett


In den letzten Wochen gab es mehrere Meldungen in den Medien über die Insolvenz des Windparkbetreibers Prokon. Viele Firmen gehen jedes Jahr pleite. Beim Fall Prokon gibt es aber eine Besonderheit: 75000 Anleger haben in Prokon circa 1,4 Milliarden Euro investiert.

Prokon verkauft seit mehreren Jahren Beteiligungen and Windkraftanlagen. Ich denke, dass viele Leute die Werbeprospekte von Prokon in ihrem Briefkasten gefunden haben. Prokon hat bis zu 8% sichere (!) Rendite versprochen und gleichzeitig mit “Grüner Energie” das Gewissen der Anleger verschönert. Ich hatte auch überlegt, Geld in diese Beteiligung zu inverstieren. Weil ich das Geschäftsmodell von Prokon nicht verstanden habe, habe ich mich dagegen entschieden.

Beteiligungen an Windanlagen von Prokon sind kein Sonderfall. Es gibt viele Unternehmen, die Beteiligungen und Genussrechte an Wäldern, Schiffen, Schiff-Containern, Weingütern oder kleinen Internet-Start-ups verkaufen.


In solche Firmen Geld anzulegen, finde ich extrem riskant! Es wird eine hohe Renditen versprochen und Kunden werden mit “Sicherheit” gelockt. Ich muss diese Kunden enttäuschen: “Es gibt keine hohe Rendite ohne Risiko” (“Risiko bei Geldanlagen”).

In solchen Beteiligungen Geld anzulegen, ist vergelichbar mit dem Kauf von Aktien dieser Firmen (“Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger”). Es gibt ein großes Verlustrisiko, sogar ein Totalverlust ist möglich. Jetzt wird natürlich erwartet, dass die Prokon-Anleger vom Staat gerettet werden und ihre Verluste erstattet bekommen. Diese “armen” Anleger sind meiner Meinung nach selber Schuld. Man darf nicht einfach sein hartverdientes Geld in etwas so Spekulatives anlegen. Gier ist eine sehr gefährliche Eigenschaft.

Deshalb rate ich kleinen Anlegern von solchen Investments ab. Finger weg! Wertpapiere wie Aktien und Anleihen sind eine bessere und wesentlich sicherere Alternative (“Staatsanleihen als sichere Anlage”) - aber nicht in Form von Spekulationen, bei denen man sein ganzes Geld in ein Wertpapier steckt. Das ist eher “zocken”, eine Art Versuch, auf das beste Pferd in einem Rennen zu setzen. Der klügere Weg ist die Investition in ETFs, bei dem man sein Geld in einem diverzifizierten Portfolio verteilt (“Diversifikation Ihres Portfolios – Regionen”).

Wenn Sie risikobereit sind, dann versuchen Sie Ihr Risiko zu streuen und so zu minimieren. Staatsanleihen aus Schwellenländern (“Staatsanleihen aus Schwellenländern”), Unternehmensanleihen oder Aktien aus Schwellenländern bieten langfristig gute Renditen mit überschaubarem Risiko. In einem ETF verringert die Insolvenz einer individuellen Firma oder eines Landes Ihre gesamte Rendite nur minimal.

Ein Aktienportfolio, das langfristig und diversifiziert angelegt ist, hat das Potential, eine Rendite zu bringen, wie sie Prokon versprochen hat (“Historische Performance von DAX und Dow Jones”). Sie können sich den möglichen Ärger sparen, wenn Sie Ihr Geld klug anlegen, anstatt impulsiv auf Briefwerbungen zu reagieren.

Montag, 26. August 2013

Generation Y und Geld

"Each generation imagines itself to be more intelligent than the one that went before it, and wiser than the one that comes after it." - George Orwell

In der Soziologie werden die Menschen, die in den 80ern und 90ern geboren sind, als „Generation Y“ bezeichnet. Ein anderer Name für sie ist „Millennials“. „Generation Y“ wird in den Medien oft verglichen  mit den „Baby Boomers“, die meistens die Eltern dieser Generation sind sind. Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem die 10 Unterschiede zwischen „Generation Y“ und „Baby-Boomers“ bezüglich ihrem Umgang mit Geld aufgelistet sind.

Der Artikel richtet sich hauptsächlich an die amerikanische Bevölkerung. Ich möchte einige Punkte herausfiltern, die meiner Meinung nach auch für die Menschen in Deutschland gelten.

Generation Y trägt teurere Schuhe

Ich denke, das ist ein klares Phänomen, das in den Straßen zu sehen ist. Markensportschuhe von Adidas, Nike, Converse, usw. sind total „in“. Die Schuhmode ändert sich jede Saison und viele Leute haben mittlerweile keinen mehr Platz im Schuhregal. Eine ähnliche Beobachtung habe ich schon in meinem Artikel „Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“ gemacht.

Generation Y ist unbefriedigter

Zu Hause sitzen und nichts tun ist für die Generation Y unvorstellbar. Sie suchen Befriedigung in allen Bereichen Ihres Lebens und geben dafür gerne Geld aus. Ein gemütliches Wochenende zu Hause ist für die Baby-boomers sehr entspannend, für die Generation Y währenddessen äußerst langweilig.

Generation Y ist verschwenderischer beim Shopping

Die Baby-boomers suchen Rabatte und Saisonschlussverkäufe, damit sie beim Shopping Geld sparen können. Für die Generation Y ist das kein Thema. Sie gehen shoppen, wenn Sie dazu Lust haben. Shopping ist eine Freizeitaktivität, die gegen Langeweile hilft. Viele möchten „Shopping-Queens“ werden und es danach auf Facebook posten.

Die Definition von einem coolen Wochenende ist bei Generation Y anders

Ein cooles Wochenende kann man mittlerweile nicht mehr in der Stadt verbringen, in der man wohnt. Billigflieger und Konzepte wie „Blind Booking“ haben es ermöglicht, einen Wochenendausflug innerhalb von Europa kurzfristig zu planen. Während die langweiligen Freunden zu dem gewohnten Kneipen gehen und den Stadtgarten geniessen, verbringt der „coole“ Gen-Yer sein Wochenende in Barcelona und postet gleich ein Foto aus der Cocktailbar. Natürlich bekommt er seine 20+ Likes. Natürlich werden die Girokonten schnell leer bei der Finanzierung dieser geilen Wochenenden. Der Jahresurlaub kommt noch.

Für Generation Y ist Geld nur ein Stück Papier

Die Mentalität ist folgende: Das Geld kommt und geht. Man muss ja sein Leben geniessen. Man lebt nur einmal.. Der Wert des Geldes wird von der Generation Y ignoriert. Viele haben richtige Schwierigkeiten nie erlebt. Geld ist immer verfügbar gewesen. Warum sparen? Man kriegt es irgendwie hin.

Ich gehöre auch zur Generation Y und beobachte leider in meinem Freundeskreis diese Eigenschaften der Generation Y. Viele meiner Bekannten haben überhaupt kein Interesse an persönlichen Finanzen. Geld sparen, Geldanlagen, Aktien, Anleihen, ETFs sind Fremdwörter für sie. Finanzielles Wissen ist bei vielen leider mangelhaft. Mit diesem Blog versuche ich, Aufmerksamkeit zu wecken und meine Botschaft anzubringen. Da die Generation Y eine Menge Zeit im Internet verbringt, sind sie die Hauptzielgruppe dieses Blogs.

Die Mitglieder der Generation Y, die diesen Artikel gelesen haben, können ja die Facebook-Seite dieses Blogs bei Gelegenheit Liken.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Hört auf Euch zu beschweren - werdet aktiv

"If you spend five minutes complaining, you have just wasted five minutes. If you continue complaining, it won’t be long before they haul you out to a financial desert and there let you choke on the dust of your own regret." -- Jim Rohn

Wir leben in Deutschland in einem Land der Unzufriedenen. Wenn „sich beschweren“ eine olympische Sportart wäre, denke ich, dass die Deutschen die Goldmedaille bekommen würden. Wir beschweren uns über das Wetter, die Politiker, unseren Arbeitgeber, die verspätete Bahn, die Inflation, die Benzinpreise, Steuern, die überfüllte Straßenbahn, den Stau auf der Autobahn, unsere Familie, unsere Freunde und über uns selber.

Ich möchte Ihnen ein Geheimnis anvertrauen: Sich über ein Problem zu beschweren, löst das Problem nicht. Es nimmt uns vielmehr die Lebensenergie, die für die Lösung des Problems eventuell nötig ist. Das Einzige, das Ihre Probleme lösen kann, sind Ihre Handlungen, nicht Ihre Beschwerden. Ich bin ein Befürworter der Theorie von Ursache und Wirkung. Ihre Handlungen werden Ihre Zukunft gestalten und im Endeffekt die Ergebnisse in Ihrem Leben bestimmen.

Hier sind ein paar Vorschläge, was für Maßnahmen Sie ergreifen können, anstatt sich zu beschweren, wenn Sie Probleme mit Ihren Finanzen haben.


Der entscheidende Faktor bei einem Problem ist, ob das Problem in Ihrem „Einflussbereich (circle of influence) liegt. Wenn ja, fragen Sie sich: „Was kann ich tun, um das Problem zu lösen? Was ist der nächste Handlungsschritt?“. Wenn nicht, akzeptieren Sie die Tatsache und hören Sie auf mit dem Jammern! Es gibt viele Bereich im Leben, die wir nicht beeinflussen können. Die Freundin eines Kumpels ist vor ein paar Jahren nach England ausgewandert und beschwert sich ständig über das Wetter. Sie kann aber nicht das Klima in London ändern. Sie muss sich entweder an das grausame Wetter gewöhnen oder in Ihr Niedriglohnland zurückkehren. Das Jammern bringt sie nicht weiter.

Was wir vielleicht nicht realisieren, während wir uns über etwas beschweren, ist die negative Energie, die wir ausstrahlen. Das hat negative Auswirkungen auf uns, unsere Familie und Freunde, unsere Arbeit und unser Glück. Negative Laune ist sogar ansteckend. Keiner möchte seine Zeit neben einer solchen Person verbringen. Und kein Arbeitgeber würde diese Person befördern und ihr mehr Gehalt zahlen.



Dankbarkeit („Dankbarkeit“) ist das Medikament gegen Jammern und schlechte Laune. Wenn Sie sich über etwas beschweren, überlegen Sie sich kurz, ob die Situation wirklich so schlimm ist. Wenn die Bahn einmal im Monat zwanzig Minuten verspätet ankommt, ist das wirklich ein großes Problem? Vielleicht müssen Sie dankbar sein, dass es überhaupt ein verbreitetes Schienennetz gibt und die Züge häufig fahren. Statt überall mit dem Auto fahren zu müssen und im Stau zu stehen wie in vielen anderen Ländern, haben wir in Deutschland den Luxus, gemütlich Bahn zu fahren.

Also, liebe Leser, ich möchte mein Motto kurz wie folgt zusammenfassen: „Hört auf Euch zu beschweren - werdet aktiv“.

Zum weiterlesen -> Setzen Sie sich finanzielle Ziele für das kommende Jahr
Zum weiterlesen -> Finanzielle Freiheit ist ein realisierbarer Plan
Zum weiterlesen -> Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen

Montag, 20. Mai 2013

Der demografische Wandel in Deutschland und Ihre finanzielle Zukunft


„Der demografische Wandel verändert unser Leben stärker als Energiewende, Globalisierung oder die digitale Revolution.“ - Jürgen Rüttgers 

Am 14. Mai hat ein Demografiegipfel in Berlin stattgefunden. Die Hauptthemen dieses Gipfels waren Alterung der Bevölkerung, Rente und Zuwanderung.

Ich bin ein bisschen skeptisch, dass die Politiker die richtigen Entscheidungen treffen, wenn es um diese Probleme geht. Die mutigen Entscheidungen, die von der Politik getroffen werden müssen, haben langfristig positive Effekte. Sie sind gut für das Land und die Wirtschaft. Aber kurzfristig sind sie ein Beißen in den sauren Apfel. Sie können dazu führen, dass die Parteien Stimmen verlieren. Also wird bei solchen Gipfeln viel geredet und wenig getan.

In den Medien zu lesen und interessant ist, dass der demografische Wandel ein unabänderlicher Fakt geworden ist. Im Jahr 2060 werden wir vermutlich ein Fünftel weniger Bevölkerung haben und jeder Dritte wird 65 Jahre alt sein. Es ist eine erschreckende Prognose, die anscheinend keinen wirklich interessiert. Dazu wird es noch Kinder, Studenten, Arbeitslose, Sozialbedürftigte und Kranke geben. Wer wird das Leben all dieser Leute finanzieren?



In meinem Artikel „Rentner mit 67 Jahren“ habe ich meine Meinung über das heutige Rentenversicherungssystem zusammengefasst. Laut Wolfgang Steiger, dem Generalsekretär des Wirtschaftsrates, werden wir definitiv mehr arbeiten müssen. Er sagte: "An einer längeren Lebensarbeitszeit und einer Entlastung der umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme führt kein Weg vorbei. Nur so können wir unseren Sozialstaat zukunftsfest machen und eine Überlastung der jungen Generation vermeiden" (Quelle: rtl.de). Vielleicht muss ich meinen Artikel in „Rentner mit 72 Jahren“ umbenennen.


2060 mag eine ferne Zukunft sein. Mein Punkt ist aber, dass sich die Menschen dieser Situation bewusst sein und ihre finanziellen Pläne dementsprechend anpassen sollten. Ich möchte persönlich nicht arbeiten, bis ich 67 Jahre alt oder älter bin. Selbst wenn ich so lange arbeiten würde, glaube ich nicht, dass Vater Staat mir genug Geld geben oder in der Lage sein wird, dies zu tun. Die Jahre der Wirtschaftswunder sind vorbei. Jedes zweite neugeborene Mädchen kann damit rechnen, dass es 85 Jahre alt wird. Und in dieser Statistik sind die Sterbefälle durch Unfälle schon enthalten. Wer es heute bis 65 geschafft hat, kann damit rechnen, dass er noch 17,5 Jahren lebt. Bei Frauen sind es circa 3 Jahre mehr (Quelle: zeit.de).

Zwanzig Jahre lang Rente in einer Gesellschaft kassieren, die zu einem Drittel aus Rentnern besteht, scheint mir etwas träumerisch. Man wird mehr Arbeitnehmer als heute brauchen, um das zu finanzieren. Mehr Arbeitnehmer gibt es nicht und wird es mit der heutigen Politik auch nicht geben.

Mit diesem Bewusstsein ist es zum Glück für viele Menschen noch nicht zu spät, ihre Zukunft selber zu gestalten. Sie müssen die Verantwortung selber übernehmen und mit dem Vermögensaufbau anfangen. Mit einem guten passiven Einkommen können Sie Ihre Altersvorsorge selber übernehmen.

In diesem Blog auf der Seite „Artikelübersicht“ finden Sie die Liste aller Artikel, die ich seit September 2012 veröffentlicht habe. Ich hoffe, dass meine Tipps und Vorschläge Ihnen bei den Themen Geld sparen, Geld anlegen, Vermögensaufbau und finanzielle Freiheit helfen werden.

Zum weiterlesen -> Setzen Sie sich langfristige finanzielle Ziele
Zum weiterlesen -> Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge
Zum weiterlesen -> Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen

Montag, 28. Januar 2013

Ausreden um weiterhin kontinuierlich geringe Rendite zu erzielen


“People spend too much time finding other people to blame, too much energy finding excuses for not being what they are capable of being, and not enough energy putting themselves on the line, growing out of the past, and getting on with their lives.” - J. Michael Straczynski

Ich unterhalte mich oft mit unterschiedlichen Leuten über Finanzen. Ich frage sie immer, ob sie Geld sparen und was sie mit ihren Ersparnissen machen.

Ein Teil dieser Leute spart einen geringen Teil des Einkommens oder gar nichts. Diese Leute sind meiner Meinung nach in der schlimmsten Situation. Sie müssen sich langsam Gedanken machen, wie Sie überhaupt eine höhere Sparquote erreichen („Net Cashflow maximieren“).

Da Deutschland für seine Sparer bekannt ist, sparen die meisten Leute, mit denen ich mich über Finanzen unterhalte, einen großen Teil ihres Einkommens. Sie legen aber Ihre Ersparnisse in Tagesgeld- und Festgeldkonten an, in denen man keine hohe Renditen bekommen kann. Zusätzlich haben sie natürlich eine Riesterrente, Lebensversicherung oder ähnliche kostenintensive Altersvorsorgeprodukte. Sie planen dazu oft noch, eine Immobilie zu kaufen.

Nach meiner Erfahrung mit diesen kleinen „Umfragen“ kann ich die Leute in vier Kategorien unterteilen, was die Frage „Warum investierst du dein Geld nicht in Geldanlagen mit höherer Rendite?“ angeht:
  • Skeptiker
  • Unwissende
  • Beschäftigte
  • Ängstliche

Der Skeptiker
Die Skeptiker glauben nicht, dass man in den Finanzmärkten hohe Renditen bekommen kann. Sie sind öfters von pessimistischen Nachrichten in den Medien oder linken politischen Ideologien beeinflusst. Sie haben ihr Vertrauen an die Banken verloren, weil einige Bankmanager vor kurzem ein paar Skandale verursacht haben. Wegen eines Bärjahres aufgrund einer Finanzkrise (verursacht von hoch verschuldeten Staaten, nicht von Unternehmen) denken sie,dass Aktien eine schlechte Art von Geldanlage sind.

Wie ich in dem Artikel „Historisches Performance von DAX und Dow Jones“ vorgestellt habe, bringen Aktien langfristig gesehen die beste Rendite. Und ich denke, dass man seine politischen Ideologien unabhängig von seinen persönlichen Finanzen halten sollte. Es geht schließlich um Ihre Altersvorsorge. Zusätzlich muss man vielleicht nicht alles glauben, was in der Zeitung steht. Die Medien müssen alles übertrieben darstellen, um das Interesse der Leser zu bekommen. Nicht alle Banken sind böse und nicht alle Unternehmen sind sozial unverantwortlich.

Der Unwissende

Die Unwissenden sind diejenigen, die im Leben bis jetzt keine finanzielle Bildung bekommen haben („Finanzielle Bildung“). Sie machen eigentlich im Prinzip das Richtige: Man soll sein Geld nicht in etwas anlegen, was man nicht versteht. Deswegen lassen Sie Ihr Geld auf den Giro- und Tagesgeldkonten. Sie haben oft ein zusätzliches Altersvorsorgeprodukt (Riester, Rürup oder Lebensversicherung), von dem sie auch nicht viel verstehen.

Ich finde es bei diesen Leute positiv, dass viele davon zumindest wissen, dass höhere Renditen möglich sind. Nun fehlt das Wissen, was man genau tun muss und wie. Ohne finanzielles Wissen ist es reine Glücksache, hohe Gewinne aus Finanzmärkten zu erzielen. Die gute Nachricht ist, dass die Wissensquellen da sind und auf sie warten. Sie müssen einfach die Initiative ergreifen und ihre Zeit in das Basiswissen investieren.

Der Beschäftigte

Die Beschäftigten haben immer dieselbe Ausrede: „Ich habe keine Zeit für meine Finanzen“. Diese Leute sind hauptsächlich immer mit ihrer Arbeit beschäftigt. Nach der Arbeit sind sie sehr beschäftigt mit ihren Freizeitterminen. Sie ruhen sich wenig aus und sind oft müde und gestresst. Sie arbeiten sehr viel für Geld. Sie lassen aber ihr Vermögen nicht wachsen, weil sie keine Zeit dafür haben. Es gibt eine Zitat: „Manche Leute sind so beschäftigt mit Arbeit, dass sie keine Zeit haben Geld zu verdienen“.   

Weil diese Leute wenig Zeit für sich haben, versuchen Sie diese wenige Zeit wegzufeiern und dabei viel Geld auszugeben um den Frust der Arbeit loszuwerden. Das Interessante ist, dass viele davon überzeugt sind, dass hohe Renditen möglich sind. Sie wissen sogar, wie es geht. Sie haben nur keine Zeit dafür. Das Problem hier ist die Prioritätensetzung. Es ist ein Dilemma, viel  zu arbeiten um Karriere zu machen und dabei für das Endziel, nämlich mehr Geld zu verdienen, keine Zeit zu haben, indem man das Geld für sich arbeiten lässt.

Der Ängstliche

Die Ängstlichen sind generell sehr gut beim Geld sparen. Sie sind aber sehr schlecht beim Geld anlegen. Ihr hart verdientes Geld hat einen sehr hohen Wert für sie und sie wollen nichts davon verlieren. Sie vermeiden jede Art von Risiko und legen ihr Geld nur in sicheren Geldanlagen an („Populäre und sichere Geldanlagen“). Ihre Begründung ist, dass einige Bekannte von ihnen schlechte Erfahrungen mit manchen Geldanlagen gemacht haben. Unterstützt wird ihre Ansicht von der Lehmannpleite 2008 und den Bärjahren wegen der Schuldenkrise der Eurostaaten. Ihr Plan ist, so schnell wie möglich eine Immobilie zu kaufen, am besten mit hoher Anzahlung (dafür haben sie ja gespart) und sehr hoher Tilgung (das Haus muss schnell abbezahlt werden).

Was ich hier traurig finde, ist, dass die Ängstlichen nicht wissen, dass ihr Geld tatsächlich seinen Wert verliert, wenn sie die Inflation einbeziehen („Inflation und die Effekte auf Rendite“). Eine Immobilie als einzige Geldanlage zu haben, ist auch ein hohes Risiko. Man darf nicht davon ausgehen, dass die Immobilienpreise weiter steigen werden.

Fragen an Leser

  • Stecken Sie auch Ihr Geld nur in sichere Geldanlagen?
  • Sind Sie glücklich mit Ihrer Rendite?
  • Was ist Ihre Ausrede, kontinuierlich geringe Rendite zu erzielen?
  • Gehören Sie eine der oben genannten Kategorien?

Montag, 14. Januar 2013

Auswandern, woanders wohnen um Ausgaben zu senken


“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.” – Mark Twain
Wenn Ihr passives Einkommen Ihre Ausgaben decken kann, sind Sie finanziell frei („Was istfinanzielle Freiheit“). Ihre Ausgaben und die Rendite von Ihren Investments bestimmen, wie viel Nettovermögen Sie brauchen, um finanziell frei zu werden.

Die Höhe Ihrer benötigten Ausgaben ist ein großer Faktor in diesem Zusammenhang und ist direkt proportional zu der Höhe des benötigten Nettovermögens. Mehr dazu: „Wie viel Geld braucht man um finanziell freizu werden?“

Ihre Standards im Leben und der Ort, an dem Sie wohnen, bestimmen Ihre Ausgaben.

In diesem Blog gibt es mehrere Artikel, wie Sie „clever sparen“ können, nämlich wie Sie Ihre Ausgaben reduzieren können, ohne Ihre Lebensstandards groß zu ändern.

Wenn Sie noch schneller finanzielle Freiheit erreichen möchten, müssen Sie Ihre Ausgaben noch stärker reduzieren oder außergewöhnliche Renditen kontinuierlich erzielen. Die Ausgaben stärker zu reduzieren bedeutet, dass Sie auf manche Ihrer Ausgaben verzichten sollten. Wenn man clever spart, wird dies Ihren Lifestyle nicht unbedingt negativ beeinflussen. Es gibt aber manche Leute, die empfindlicher sind und unglücklicher werden, wenn Sie Ihre Gewohnheiten nicht mehr weiter praktizieren dürfen.

Wie kann man also den Lebensstandard beibehalten und dennoch weniger Geld ausgeben? Es gibt eine Antwort darauf: „Woanders leben“.


Die Hauptausgaben für den Haushalt sind: Miete, Nebenkosten (Strom, Gas, Heizung, Telefon, usw), Lebensmittel, Ausgehen (Restaurant, Café, usw), Transport (öffentliche Verkehrsmittel, Auto), Kleidung und andere Artikel.

Alle Preise in diesen Kategorien sind abhängig davon, in welcher Stadt oder in welchem Land Sie leben.
Zum Beispiel: Die Mieten auf dem Land und in kleinen Städte sind günstiger als in Großstädten; die Mieten und Dienstleistungen sind in entwickelten Länder viel teurer als in Schwellenländern, usw.

Die Webseite www.numbeo.com bietet Ihnen die Möglichkeit, zwei beliebige Städte auf der Welt im Bezug auf Lebenshaltungskosten zu vergleichen. Die Berechnung basiert auf einer Datenbank, die von den Benutzern gepflegt wird. Ich habe beispielsweise einige Städte mit Köln verglichen und war überrascht, wie günstig manche Länder sind. Das habe ich bezüglich der Lebensmittelkosten bereits in einigen Länder während meines Urlaubs festgestellt, mir war aber das ganze Ausmaß nicht klar.

Hier sind zwei Tabellen, in der einige weltweit bekannte Städte mit Köln verglichen werden. Ich habe verglichen, wie viel Geld man ausgeben muss, um den gleichen Lifestyle weiterführen zu können.


Wenn eine Person in Köln monatlich zum Beispiel 2000 € ausgibt, muss diese Person in Bangkok 1353 € ausgeben, um den gleichen Lifestyle zu haben.


Wenn Sie finanziell frei sind, sind Sie oft nicht ortsgebunden. Sie müssen nicht mehr unbedingt in der Stadt wohnen, in der Sie früher gearbeitet haben. Wie Sie in der Tabelle sehen, können Sie in eine andere Stadt oder ein anderes Land umziehen und dort leben. Wenn Sie abenteuerlustig sind und mehr erleben möchten, können Sie sogar in verschiedenen Ländern nacheinander wohnen. Drei Jahre in Spanien, danach zwei Jahre in der Türkei, drei Jahre in Tschechien und vier Jahre in Panama, usw. Sie können die Sommermonate in Deutschland und die Wintermonate in wärmeren Ländern verbringen. Wie Sie wollen!

Natürlich sind Umzug und Auswandern Themen, die von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen werden. Man ist manchmal doch ortsgebunden. Verwandte, Freunde und Gewohnheiten sind nicht einfach aufzugeben. Ich möchte Sie in diesem Artikel nur darauf aufmerksam machen, dass es andere Möglichkeiten gibt.

Vergessen Sie den Gedanken: „Ich arbeite bis 67, damit ich endlich Ruhe habe“. Denken Sie ab und zu ein bisschen unorthodox und „out of the box“. Es gibt einen Weg in Ihrem Leben, Ihr Vermögen aufzubauen, sich finanziell auszubilden, hohe Renditen zu schaffen, zu einem günstigeren Ort umzuziehen und von Ihrem passiven Einkommen locker Ihre Ausgaben zu decken.

Übung: Überlegen Sie für einen Moment, welche Städte Sie lieben oder in welcher Stadt Sie gerne leben würden. Vergleichen Sie die Lebenshaltungskosten zwischen dieser Stadt und der Stadt, in der Sie gerade wohnen. Nehmen Sie die Günstigste von allen.
  • Wie viel Geld brauchen Sie in dieser Stadt, um finanziell frei zu werden?
  • Wie viel Geld brauchen Sie in der Stadt, in der Sie wohnen, um finanziell frei zu werden?

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge


“Retirement means doing whatever I want to do. It means choice.” - Dianne Nahirny
In dem Artikel “Rentner mit 67 Jahren” habe ich versucht darzustellen, dass das Rentensystem von heute nicht mehr so weitergehen kann. Was soll man denn machen?

Meine Einstellung dazu ist ganz klar. Ich möchte meine Zukunft unabhängig vom Staat, unabhängig von meinem Arbeitgeber und unabhängig von anderen Altersvorsorgesystemen gestalten. Mein Ziel ist es, finanziell frei zu werden. Und zwar nicht erst, wenn ich 67 bin, sondern in den nächsten 10-15 Jahren.

Gerd Altmann / pixelio.de


Dafür brauche ich die Hilfe von Vater Staat oder den Rat eines Fondmanagers nicht. ICH bin verantwortlich für meine Zukunft und ICH muss mich darum kümmern, dass ICH genug Vermögen aufbaue, damit ICH finanzielle frei werden kann.




Meine Strategie, die ich in diesem Blog präsentiere, ist:
  • Finanzielle Bildung
  • Sparen von aktivem Einkommen (Vermögensaufbau)
  • Die Ersparnisse anlegen und Rendite schaffen (passives Einkommen durch Finanzmittel)
  • Andere Möglichkeiten für passives Einkommen suchen (Immobilien, Existenzgründung oder andere Arten von Investitionen)

Es ist sicherlich ein langer Weg und definitiv nicht einfach. Ich habe aber so für mich entschieden, statt die Verantwortung für mein Leben an den Staat, Politiker oder Bankberater zu geben. Viele meiner Artikel in diesem Blog beschreiben diesen Weg, den Weg des goldenen Adlers.

Bei der Berechnung meines Nettovermögens („Wie hoch ist Ihr Nettovermögen“) ignoriere ich deshalb meine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Sie sind für mich wie Steuer und einfach nicht da. Es wird gut sein, diese Rente zu bekommen, wenn ich 67 oder 70 Jahre alt bin. Ich plane aber meine Zukunft nicht damit!

Ich werde trotzdem in den nächsten Artikeln meine Gedanken über betriebliche Altersvorsorge und Riesterrente zusammenfassen.

Montag, 10. Dezember 2012

Rentner mit 67 Jahren


“As far as your personal goals are and what you actually want to do with your life, it should never have to do with the government. You should never depend on the government for your retirement, your financial security, for anything.” - Drew Carey
Ich werde erst Rentner, wenn ich 67 Jahre alt bin. Das heißt, dass ich noch 37 Jahre fleißig arbeiten muss. Oder vielleicht sogar mehr??

Eigentlich ist Rentner werden eine Art von finanzieller Freiheit. Der Zweck der gesetzlichen Rentenversicherung ist es, für alte Menschen, die nicht aktiv arbeiten können, Einkommen zu generieren. Das heißt Altersvorsorge. Das System wurde 1891 von Bismarck eingeführt.

Bismarcks System war relativ einfach. Die Staat hat für die Arbeitnehmer gespart, das Geld investiert und im Rentenalter die Ersparnisse zurückbezahlt. Der Unterschied zu heute ist, dass dieses System kapitalabgedeckt war. Rücklagen wurden gebildet, um dieses Geld an die Rentner zurückbezahlen zu können. Die Staat hatte tatsächlich Geld in Fonds und konnte alle Renten zahlen, auch wenn es plötzlich keine Einnahmen mehr gegeben hätte.
S. Hofschlaeger / pixelio.de

Im Jahr 1957 mit dem Rentenreform kamen Adenauer und seine Regierungkollegen mit der glorreichen Idee, Bismarcks System durch Umlagefinanzierung, den sogenannten „Generationenvertrag“, zu ersetzen. Dieses System besteht heute noch. In diesem System sind die Rentengelder nicht kapitalabgedeckt. Die Renten werden direkt von den Beiträgen der Arbeitnehmer bezahlt. Geld rein, Geld raus.
Soweit gut und schön. Es funktioniert aber nur, solange das Arbeitnehmer-Rentner-Verhältnis stimmt.

Zum Beispiel einfach demonstriert:
Wir denken uns den Staat als ein Dorf mit 11 Bewohnern. Acht davon sind Arbeitnehmer, einer ist Rentner und zwei sind Kinder. Die Arbeitnehmer verdienen 3.000 € pro Monat und zahlen 300 € monatliche Rentenbeiträge. Der Rentner bekommt 300€ x 8 =  2.400 € Rente. Solange es genug Arbeitnehmer und nicht viele Rentner gibt, funktioniert das wunderbar, wie in Deutschland von 1960 bis Anfang 2000.  

ABER wenn es stattdessen heute in diesem Dorf 8 Arbeitnehmer und 2 Rentner gibt (erhöhte Lebenserwartung, langsames Wirtschaftswachstum und wenig Neugeborene), sinkt die Rente auf 2.400 € / 2 =  1.200 € pro Rentner.

Um das System stabil zu halten und Altersarmut zu vermeiden, kann hier das Dorfoberhaupt
  • Rentenbeiträge der Arbeitnehmer erhöhen (mehr Geld ins System)
  • Rentenalter erhöhen (wenige Rentner im System)
  • Steuergelder für Zuschüsse nutzen (mehr Geld ins System)

Wegen hoher Lebenserwartung und niedriger Anzahl von Kindern befinden sich zur Zeit Deutschland und viele Industrieländer in derselben Situation wie unser Beispieldorf. Wenn plötzlich die Familien in Deutschland sich entscheiden, ein Kind mehr zu zeugen oder wenn es eine große Welle von Immigranten zusammen mit Wirtschaftswachstum gibt, kann der Generationenvertrag weiter funktionieren.

Sonst läuft das System meiner Meinung nach so nicht weiter!

Die Regierung muss folgende Gegenmaßnahmen ergreifen, damit das System weiter laufen kann:
  • Die Renten senken (das passiert in manchen EU-Länder schon)
  • Das Rentenalter erhöhen (Dies ist schon von 65 auf 67 geschehen. In Dänemark beispielsweise wurde das Rentenalter mit der Lebenserwartung gekoppelt. Junge Leute müssen wohl bis über 70 arbeiten.)
  • Die Rentenbeiträge erhöhen (die SPD hat bereits Pläne)
  • Das fehlende Geld mit Bundeszuschüssen erhalten (diese wurden zwischen 2000 und 2010 von 49,8 Milliarden auf 64,9 Milliarden € erhöht – 30%)

Ich vermute, dass das Rentenalter nochmals erhöht wird, bis ich 67 werde. Vielleicht auf 70? Ich will nicht bis 70 arbeiten!

In diesem Blog „Der goldene Adler“ erkläre ich meinen eigenen Weg zur finanziellen Freiheit. Ich will meine Zukunft unabhängig von Staat gestalten und werde dafür einiges tun.