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Mittwoch, 4. Mai 2016

Wie kann ich schneller finanziell frei werden?

„Financial freedom is available to those who learn about it and work for it.”  - Robert Kiyosaki

In letzter Zeit spiele ich oft mit dem Gedanken „schneller finanziell frei zu werden“. Laut meiner Prognose werde ich erst in 15 Jahren finanziell frei sein. Für mich klingt 15 Jahre verdammt lang! Heute bin ich 33 Jahre alt. In 15 Jahren werde ich 48 sein. Das ist eigentlich nicht so schlecht, immer noch 19 Jahre früher als das gesetzliche Rentenalter.

Meine Tochter Pia ist 2 Jahre alt und mein Sohn Robin 8 Monate. In 15 Jahren wird Pia 17 sein und Robin 16. Wie es aussieht, verpasse ich fast die ganze Jugend meiner Kinder. Mit einem Vollzeitberuf bin ich in der Woche mindestens 10 Stunden pro Tag nicht da. Dazu bin ich oft auf Geschäftsreisen, also wochenlang gar nicht zu Hause. Ich plane, diesen Sommer Elternzeit zu nehmen. Meiner Meinung nach ist das aber nicht genug. Ich verbringe leider viel zu wenig Zeit mit meinen Kindern.
Also muss etwas geschehen. Ich muss die finanzielle Freiheit schneller erreichen. Lassen Sie uns erneut die Grundsätze des Vermögensaufbaus betrachten. 

Man verdient Geld -> Man spart Geld -> Ersparnisse werden angelegt -> Vermögen wächst


Ich habe genug Artikel über Vermögensaufbau und Geld sparen geschrieben. Ich denke, dass ich eine solide Anlagestrategie habe, mit der ich langfristig gesehen eine sehr gute Rendite erreichen werde. Für noch höhere Renditen müsste ich noch mehr Risiken eingehen. Ich setze zur Zeit 90% meines Vermögens auf Aktien-ETFs. Ein höheres Risiko möchte ich nicht eingehen.

Bei meinen Ausgaben habe ich in den letzten Jahren vieles getan. Es gibt nicht mehr viel Luft nach unten. Mein Ansatz ist „klug sparen“ und nicht „geizig sparen“. Noch mehr sparen bedeutet für mich und meine Familie eine Verminderung der Lebensqualität. Zum Beispiel lohnt es sich nicht, Fleisch vom Discounter anstatt vom Metzger zu kaufen.

Zum Glück gibt es eine weitere Option, mein Vermögenswachstum zu beschleunigen: Mehr verdienen.

So einfach ist das aber für mich leider nicht. Ich bin Angestellter und habe ein festes Gehalt. Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten Jahren überdurchschnittliche Gehaltserhöhungen bekommen habe. Ich erreiche aber langsam die obere Grenze meiner Gehaltsstufe. Eine Chance zur Beförderung besteht zur Zeit kaum. Es gibt  wenige Posten und viele Kandidaten. Ein Firmenwechsel ist auch keine gute Option und außerdem schwer realisierbar. 

All das klingt vielleicht hoffnungslos, ist es aber ehrlich gesagt nicht. Es gibt immer einen Weg. Ich lebe zum Glück in Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt. Hier ist „das Land der Möglichkeiten“,  die Flüchtlinge kommen hierher nicht ohne Grund. Es gibt zahlreiche Wege, über die man mehr Geld verdienen kann. Ich bin der Meinung, dass man mit Fleiß, Kreativität und Handlung die Mehrheit seiner Ziele erreichen kann.

Der Schlüsselwort für mich ist „Nebeneinkommen“. Die Möglichkeiten für einen Nebenverdienst und einige meiner Ideen möchte ich meinen Lesern in den nächsten Artikeln mitteilen.

Donnerstag, 26. November 2015

Risikobereitschaft und Erfolg

“Pearls don’t lie on the seashore. If you want one, you must dive for it.” - Chinese proverb

Warum sind manche Leute erfolgreicher als andere? Es gibt tausende von Bücher und Studien über die Faktoren, die zum Erfolg führen. In meinem letzten Artikel habe ich über die Beziehung zwischen Risiko und Rendite geschrieben. Der Sache „Risiken eingehen“ oder „Risikobereitschaft“ möchte ich in diesem Artikel nachgehen.

Bei den Geldanlagen sagt man oft, dass hohe Rendite mit hoher Risikobereitschaft verbunden ist. Gilt dieser Spruch nur für Geldanlagen? Gibt es eine Beziehung zwischen Risikobereitschaft und Erfolg?

Erfolg ist für mich nicht nur hohe Rendite mit meiner Geldanlage, sondern auch das Erreichen der Ziele und Resultate in meinem Leben. Oft ist Erfolg für die Menschen das Streben nach etwas, das man noch nicht hat. Risikobereitschaft ist für mich nicht nur Investieren in Aktien-ETFs, sondern auch Handeln, die eigene Komfortzone verlassen, die Bereitschaft, etwas zu tun, vor dem andere sich scheuen.

Zwei Junggesellen auf einer Party

David und Marco sind zwei Junggesellen, die an einem Freitag Abend zu einer Party gehen. Die beiden möchten an diesem Abend ein Mädchen kennenlernen, mit dem sie gerne eine Beziehung anfangen würden (Erfolg = Mädchen kennenlernen). Sie kennen noch niemanden auf dieser Party. Was ist der beste Weg, damit David und Marco ihr Ziel erreichen? Klar, Mädchen ansprechen.

Es ist einfacher gesagt als getan. David ist eigentlich sehr introvertiert und redet ungern mit Unbekannten. Er wird sehr nervös, wenn er sich einem hübschen Mädchen annähert. Wenn ein Mädchen ihn ablehnen würde (Risiko), würde er sich sehr wertlos fühlen. Das Gefühl möchte er nicht haben. Deshalb bleibt er lieber ruhig in seiner Ecke, hört die Musik, guckt die Leute an, aber spricht mit keinem unbekannten Mädel. Am Ende des Abends ist er kein Risiko eingegangen, hat dafür auch kein Mädchen kennengelernt. 

Marco ist auch schüchtern, möchte aber unbedingt eine Freundin haben. Er weiß, dass er eventuell abgelehnt wird, wenn er ein Mädchen anspricht. Er hat aber keine andere Möglichkeit. Also trinkt er ein paar Kölsch und spricht während des Abends mehrere Mädels an. Nach einem erfolglosen Start wird er lockerer und selbstbewusster. Es war doch nicht so schlimm, wie er gedacht hat. Die unbekannten Leute beißen nicht. Das Verlassen seiner Komfortzone lohnt sich, als er in der Mitte des Abends die nette Julia kennenlernt. Ein paar Wochen später sind Marco und Julia ein Paar.


Was ist der Unterschied zwischen David und Marco? Wer ist erfolgreicher? Wer von ihnen wird mit seiner Einstellung seine Ziele im Leben einfacher erreichen?

Warum sind Unternehmer reicher?

Der Erfolg liegt am Ende des wenig befahrenen Wegs. Die meisten Menschen nehmen aber normalerweise den sicheren Weg. Angst von Ablehnung, Angst von Versagen und Angst von Erfolg sind einige Gründe, warum die meisten Menschen ihren sicheren Weg nicht verlassen möchten.


Die Beziehung zwischen Risiko und Rendite zeigt sich auch, wenn die Menschen den sicheren Weg nehmen. Warum verdient ein Unternehmer mehr als ein Angestellter? Warum muss ein Arbeitnehmer zwischen einen sicheren Job und einem hohen Gehalt wählen? Warum verdient man in provisionsbasierten Berufen mehr als in Berufen mit festem Lohn?

Eine Antwort auf diese Fragen ist die Risikobereitschaft und die Anzahl der Leute, die das Risiko eingehen. Es ist genauso bei Geldanlagen: wer die Risikobereitschaft mitbringt, muss im Durchschnitt mehr verdienen als derjenige, der den sicheren Weg nimmt. Wer Risiken eingeht, kann natürlich möglicherweise scheitern. Die Risikobereitschaft muss aber irgendwie belohnt werden. Sonst würde es keiner machen.

Andersherum wird die Belohnung für den sicheren Weg (sichere Arbeit) niedriger sein. Sonst würden alle Menschen sichere und lukrative Berufe ausüben wollen. In einer funktionierenden Marktwirtschaft herrschen diese Regeln. Wenn diese gestört wird, endet es meist unglücklich für die Menschen (ein Beispiel: alle Beamten in Griechenland verdienen sehr viel und haben sehr hohe Pensionsansprüche. Beamte werden war der beste Karriereweg).

Circa 90% der Gründungen in den USA scheitern innerhalb von fünf Jahren. Die überlebenden Firmen aber schaffen Wertschöpfung und bringen den Gründern Reichtum. Schauen Sie sich mal die reichsten Menschen der Welt und von Deutschland an. Welche von denen sind Arbeitnehmer und haben eine Festanstellung?

Risikobereitschaft bei Geldanlagen

Es ist mir sehr wichtig, dass meine Leser die Beziehung zwischen Risiko und Rendite bei Geldanlagen verstehen. Mit diesem Wissen sind Sie im Leben einen Schritt weiter. Sie werden keinem Verkäufer glauben, wenn er Ihnen eine sichere Geldanlage mit hoher Rendite verspricht (Hallo, sogenannte Bankberater!). Sie werden auch in Ihrem Leben einige Risiken eingehen müssen, wenn Sie erfolgreicher sein möchten.

Also sprechen Sie das Mädchen an, schreiben Sie die Bewerbung, gründen Sie nebenberuflich Ihre Firma, probieren Sie das neue Hobby, legen Sie einen Teil Ihres Geldes in Aktien-ETFs an und verlassen Sie Ihre Komfortzone.

Mittwoch, 23. April 2014

Querdenker: Contrarian-Strategie, gegen den Markttrend investieren

"It takes a strong fish to swim against the current. Even a dead one can float with it." - John Crowe

In meinem Artikel „Gelegenheiten Geld zu schaffen“ habe ich meinen Lesern empfohlen, in ihrem Leben finanzielle Gelegenheiten zu suchen, um schneller Vermögen aufzubauen. Diese Gelegenheit mag als ein Immobilienangebot kommen oder als eine Geschäftsidee von einem Freund. In den meisten Fällen kommt sie über die Finanzmärkte. Eine Gelegenheit an der Börse ist für mich, wenn ich eine Aktie oder einen ETF viel günstiger als zum tatsächlichen Wert kaufen kann ("Aktien als Geldanlage").

Diese Gelegenheiten sind selten, ermöglichen aber dem risikobereiten Anleger hohe Renditen und Gewinne ("Was ist Rendite und wie kann man Rendite rechnen"). In Zeiten von hoher Euphorie oder übertriebenem Pessimismus begegnet man solchen Gelegenheiten am häufigsten. Es gibt eine Börsenstrategie, bei der man versucht, diese Gelegenheiten zu finden. Diese Strategie heißt „Contrarian Investing“.


„Contrarian Investing“ ist eine der führenden Anlagestrategien. Die Contrarian-Anleger folgen dem allgemeinen Markttrend und der Masse der Kapitalanleger nicht. Sie machen genau das Gegenteil von dem, was die anderen Anleger machen. Ein Contrarian-Anleger versucht, unterbewertete Aktien zu erkennen und zu identifizieren. Er kauft sie und hält sie, bis die richtige Zeit kommt und die Aktie ihren richtigen Wert erreicht. Damit erzielt der Contrarian-Anleger Kapitalgewinne. In dieser Hinsicht ist die Strategie ähnlich wie „Value Investing“ („Value Investing und Ihre Anlagestrategie“).

Ein Contrarian-Anleger ist jemand, der an Gewinne glaubt, nicht an die öffentliche Meinung ("Wie funktioniert ein Unternehmen?"). Er denkt, dass die Mehrheit der Investoren in der Regel falsch liegt. Man muss dabei sehr mutig sein, weil es sehr schwierig ist, antizyklisch, also entgegen dem Markttrend, zu handeln.

Ein Contrarian-Anleger kauft Aktien, wenn die meisten Anleger pessimistisch sind und ihre Aktien verkaufen. Er kauft Aktien, die keiner haben will. Genauso verkauft er Aktien, wenn die meisten Anleger euphorisch sind und Aktien kaufen.

Die bekanntesten Anleger, die die Contrarian-Strategie verfolgt haben, sind Jim Rogers, Marc Faber, John Templeton, Sam Zell, Eduardo Elsztain, John Neff und der wohl bekannteste - George Soros.

Ich bin persönlich nicht der Meinung, dass ein Anleger seine komplette Strategie auf diese Aktien ausrichten sollte ("Lege nicht alle Eier in einen Korb"). Denn diese Strategie ist ziemlich riskant, wenn man nicht genau weiß, was man tut. Es besteht das Risiko, in ein fallendes Messer zu greifen oder einen positiven Trend zu verpassen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man zugreifen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Haben Sie jemals solche Gelegenheiten gehabt? Was haben Sie getan oder was haben Sie nicht getan? Bereuen Sie Ihre Entscheidung?

Zum weiterlesen -> Risiko bei Geldanlagen
Zum weiterlesen -> Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite
Zum weiterlesen -> Ausreden um weiterhin kontinuierlich geringe Rendite zu erzielen

Dienstag, 17. September 2013

Mit einer guten Idee fängt alles an

„Everything begins with an idea“. –Earl Nightingale

Mein Blog, der goldene Adler, ist letzte Woche ein Jahr alt geworden.

In den letzten zwölf Monaten habe ich die Gelegenheit gehabt, 95 Artikel über persönliche Finanzen und finanzielle Freiheit in diesem Blog zu veröffentlichen. Für die Menschen, die sich für diese Themen interessieren, ist mein Blog eine gute Informationsquelle geworden. Die Gastartikel und Besucherkommentare haben dazu auch einen wichtigen Beitrag geleistet.


Laut Google Analytics Statistiken hatte mein Blog im letzten Jahr 22530 Besuche. Circa die Hälfte davon sind wiederkehrende Besucher. Die Seite wurde 43769 mal aufgerufen. Meine Besucher haben durchschnittlich circa 2 Minuten Zeit in meinem Blog verbracht und bei jedem Besuch circa 2 Seiten gelesen. Etwa 30% der Besucher sind direkte Besucher und 46% kommen aus auf meinem Blog verweisenden Webseiten. 24% der Besucher stammen von Google. Ich bin mit der Entwicklung der Besucherzahlen sehr zufrieden, weil ich fast kein Marketing oder SEO betreibe. Außerdem gibt es 54 Fans von der Facebook-Page des Blogs.

Ich möchte mich bei allen Besuchern bedanken, die sich Zeit genommen haben, meine Artikel zu lesen. Ich hoffe, meine Ideen und Vorschläge haben bei manchen Menschen einiges bewegt. Mit einer guten Idee fängt alles an. Es wäre mir eine große Freude, wenn nur einer meiner Leser von meinen Artikeln beeinflusst würde und seine persönlichen Finanzen unter Kontrolle bringen würde. Ich weiß zumindest, dass einige meiner Freunde sich schon darüber Gedanken gemacht haben.

Außerdem möchte ich mich bei den Partnerblogs, die unter der Rubrik „Adlerblogs“ gelistet sind, für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Die neuen Leser können die bereits veröffentlichten Artikel unter „Artikelübersicht“ finden.

Montag, 26. August 2013

Generation Y und Geld

"Each generation imagines itself to be more intelligent than the one that went before it, and wiser than the one that comes after it." - George Orwell

In der Soziologie werden die Menschen, die in den 80ern und 90ern geboren sind, als „Generation Y“ bezeichnet. Ein anderer Name für sie ist „Millennials“. „Generation Y“ wird in den Medien oft verglichen  mit den „Baby Boomers“, die meistens die Eltern dieser Generation sind sind. Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem die 10 Unterschiede zwischen „Generation Y“ und „Baby-Boomers“ bezüglich ihrem Umgang mit Geld aufgelistet sind.

Der Artikel richtet sich hauptsächlich an die amerikanische Bevölkerung. Ich möchte einige Punkte herausfiltern, die meiner Meinung nach auch für die Menschen in Deutschland gelten.

Generation Y trägt teurere Schuhe

Ich denke, das ist ein klares Phänomen, das in den Straßen zu sehen ist. Markensportschuhe von Adidas, Nike, Converse, usw. sind total „in“. Die Schuhmode ändert sich jede Saison und viele Leute haben mittlerweile keinen mehr Platz im Schuhregal. Eine ähnliche Beobachtung habe ich schon in meinem Artikel „Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“ gemacht.

Generation Y ist unbefriedigter

Zu Hause sitzen und nichts tun ist für die Generation Y unvorstellbar. Sie suchen Befriedigung in allen Bereichen Ihres Lebens und geben dafür gerne Geld aus. Ein gemütliches Wochenende zu Hause ist für die Baby-boomers sehr entspannend, für die Generation Y währenddessen äußerst langweilig.

Generation Y ist verschwenderischer beim Shopping

Die Baby-boomers suchen Rabatte und Saisonschlussverkäufe, damit sie beim Shopping Geld sparen können. Für die Generation Y ist das kein Thema. Sie gehen shoppen, wenn Sie dazu Lust haben. Shopping ist eine Freizeitaktivität, die gegen Langeweile hilft. Viele möchten „Shopping-Queens“ werden und es danach auf Facebook posten.

Die Definition von einem coolen Wochenende ist bei Generation Y anders

Ein cooles Wochenende kann man mittlerweile nicht mehr in der Stadt verbringen, in der man wohnt. Billigflieger und Konzepte wie „Blind Booking“ haben es ermöglicht, einen Wochenendausflug innerhalb von Europa kurzfristig zu planen. Während die langweiligen Freunden zu dem gewohnten Kneipen gehen und den Stadtgarten geniessen, verbringt der „coole“ Gen-Yer sein Wochenende in Barcelona und postet gleich ein Foto aus der Cocktailbar. Natürlich bekommt er seine 20+ Likes. Natürlich werden die Girokonten schnell leer bei der Finanzierung dieser geilen Wochenenden. Der Jahresurlaub kommt noch.

Für Generation Y ist Geld nur ein Stück Papier

Die Mentalität ist folgende: Das Geld kommt und geht. Man muss ja sein Leben geniessen. Man lebt nur einmal.. Der Wert des Geldes wird von der Generation Y ignoriert. Viele haben richtige Schwierigkeiten nie erlebt. Geld ist immer verfügbar gewesen. Warum sparen? Man kriegt es irgendwie hin.

Ich gehöre auch zur Generation Y und beobachte leider in meinem Freundeskreis diese Eigenschaften der Generation Y. Viele meiner Bekannten haben überhaupt kein Interesse an persönlichen Finanzen. Geld sparen, Geldanlagen, Aktien, Anleihen, ETFs sind Fremdwörter für sie. Finanzielles Wissen ist bei vielen leider mangelhaft. Mit diesem Blog versuche ich, Aufmerksamkeit zu wecken und meine Botschaft anzubringen. Da die Generation Y eine Menge Zeit im Internet verbringt, sind sie die Hauptzielgruppe dieses Blogs.

Die Mitglieder der Generation Y, die diesen Artikel gelesen haben, können ja die Facebook-Seite dieses Blogs bei Gelegenheit Liken.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Hört auf Euch zu beschweren - werdet aktiv

"If you spend five minutes complaining, you have just wasted five minutes. If you continue complaining, it won’t be long before they haul you out to a financial desert and there let you choke on the dust of your own regret." -- Jim Rohn

Wir leben in Deutschland in einem Land der Unzufriedenen. Wenn „sich beschweren“ eine olympische Sportart wäre, denke ich, dass die Deutschen die Goldmedaille bekommen würden. Wir beschweren uns über das Wetter, die Politiker, unseren Arbeitgeber, die verspätete Bahn, die Inflation, die Benzinpreise, Steuern, die überfüllte Straßenbahn, den Stau auf der Autobahn, unsere Familie, unsere Freunde und über uns selber.

Ich möchte Ihnen ein Geheimnis anvertrauen: Sich über ein Problem zu beschweren, löst das Problem nicht. Es nimmt uns vielmehr die Lebensenergie, die für die Lösung des Problems eventuell nötig ist. Das Einzige, das Ihre Probleme lösen kann, sind Ihre Handlungen, nicht Ihre Beschwerden. Ich bin ein Befürworter der Theorie von Ursache und Wirkung. Ihre Handlungen werden Ihre Zukunft gestalten und im Endeffekt die Ergebnisse in Ihrem Leben bestimmen.

Hier sind ein paar Vorschläge, was für Maßnahmen Sie ergreifen können, anstatt sich zu beschweren, wenn Sie Probleme mit Ihren Finanzen haben.


Der entscheidende Faktor bei einem Problem ist, ob das Problem in Ihrem „Einflussbereich (circle of influence) liegt. Wenn ja, fragen Sie sich: „Was kann ich tun, um das Problem zu lösen? Was ist der nächste Handlungsschritt?“. Wenn nicht, akzeptieren Sie die Tatsache und hören Sie auf mit dem Jammern! Es gibt viele Bereich im Leben, die wir nicht beeinflussen können. Die Freundin eines Kumpels ist vor ein paar Jahren nach England ausgewandert und beschwert sich ständig über das Wetter. Sie kann aber nicht das Klima in London ändern. Sie muss sich entweder an das grausame Wetter gewöhnen oder in Ihr Niedriglohnland zurückkehren. Das Jammern bringt sie nicht weiter.

Was wir vielleicht nicht realisieren, während wir uns über etwas beschweren, ist die negative Energie, die wir ausstrahlen. Das hat negative Auswirkungen auf uns, unsere Familie und Freunde, unsere Arbeit und unser Glück. Negative Laune ist sogar ansteckend. Keiner möchte seine Zeit neben einer solchen Person verbringen. Und kein Arbeitgeber würde diese Person befördern und ihr mehr Gehalt zahlen.



Dankbarkeit („Dankbarkeit“) ist das Medikament gegen Jammern und schlechte Laune. Wenn Sie sich über etwas beschweren, überlegen Sie sich kurz, ob die Situation wirklich so schlimm ist. Wenn die Bahn einmal im Monat zwanzig Minuten verspätet ankommt, ist das wirklich ein großes Problem? Vielleicht müssen Sie dankbar sein, dass es überhaupt ein verbreitetes Schienennetz gibt und die Züge häufig fahren. Statt überall mit dem Auto fahren zu müssen und im Stau zu stehen wie in vielen anderen Ländern, haben wir in Deutschland den Luxus, gemütlich Bahn zu fahren.

Also, liebe Leser, ich möchte mein Motto kurz wie folgt zusammenfassen: „Hört auf Euch zu beschweren - werdet aktiv“.

Zum weiterlesen -> Setzen Sie sich finanzielle Ziele für das kommende Jahr
Zum weiterlesen -> Finanzielle Freiheit ist ein realisierbarer Plan
Zum weiterlesen -> Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen

Mittwoch, 27. März 2013

Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger


”I’m only rich because I know when I’m wrong…I basically have survived by recognizing my mistakes.” - George Soros
In dem Artikel “Aktien als Geldanlage” habe ich unerfahrenen Anlegern vom direkten Kauf von individuellen Aktien abgeraten. Ich möchte meine Gründe in diesem Artikel zusammenfassen.

Volatilität:

Aktien werden als riskante Geldanlage eingestuft. Der Grund dafür ist, dass der Preis einer Aktie in kurzer Zeit stark steigen und sinken kann. Es ist damit möglich, schnell Geld zu verlieren. Als Volatilität einer Aktie bezeichnet man das Maß der Schwankung von Aktienkursen während einem bestimmten Zeitraum. Diejenigen Aktien mit einer hohen Marktkapitalisierung (Firmen wie Bayer, Siemens, General Electric, usw)  haben relativ gesehen eine niedrige Volatilität. Sie ist aber trotzdem vorhanden. Der Aktienanleger muss sich darüber bewusst sein, dass eine Aktie innerhalb eines Jahres einen großen Kursrutsch erleben kann. Viele neue Anleger sind psychologisch nicht bereit, dieses Risiko auf sich zu nehmen. Wenn sie Geld verlieren, werden Sie nervös und demotiviert. Sie verlieren ihr Vertrauen in den langfristigen Erfolg von Aktien und legen ihr Geld wieder auf Tagesgeldkonten an.


Aktienauswahl:

Es ist nicht einfach zu entscheiden, welche Aktie man kaufen soll. Das Ziel eines Aktienanlegers, der individuelle Aktien kauft, ist eigentlich, den Markt zu überlisten. Das heißt, dass die gekaufte Aktie eine höhere Rendite bringt als der Gesamtmarkt (der Kurs von Bayer zum Beispiel ist 2012 um 46% gestiegen, während der DAX um 29% gestiegen ist. Die Bayer-Aktie hat den DAX um 17% überragt und war damit ein erfolgreiches Investment für 2012).

Der DAX-Index wird laut Marktkapitalisierung aus 30 wichtigen Deutschen Aktien berechnet. Deswegen haben einige Aktien eine größere Gewichtung als andere. Nichtsdestotrotz möchte ich eine vereinfachte Theorie vorstellen. Theoretisch wird die Hälfte der Aktien im DAX-Index eine höhere Rendite erzielen als der Gesamtmarkt, indem sie eine bessere Performance haben als der Index selbst. Und die andere Hälfte der Aktien werden eine schlechtere Performance haben. Wie kann man also in der oberen Hälfte investieren? Vielleicht mit purem Glück? Einige Studien zeigen, dass es reiner Zufall ist, welche die Aktien mit der besseren Performance sind. Viele unerfahrene Anleger investieren  in die untere Hälfte, weil sie von den Medien und Marktmanipulationen fehlgeleitet werden.

Psychologie:

Die Psychologie eines Anlegers ist ein entscheidender Faktor für seinen Erfolg. Manche sagen, dass der größte Feind eines Anlegers er selbst ist. Die Volatilitäten bei den Aktienkursen können die Stimmung und Laune eines Anlegers ändern. Man wird mit Kursanstiegen glücklich, mit Kursrutschen nervös und unglücklich. Der Anleger wird ein Trader und Spekulant, handelt sehr oft und studiert die Kurse mehrmals täglich. Durch dieses aktives Handeln fallen höhere Transaktionskosten an, was die Rendite senkt. Für den direkten Kauf von individuellen Aktien sind starke Nerven bezüglich Kursschwankungen ein Muss, die viele unerfahrene Anleger noch nicht besitzen.

Meiner Meinung nach sprechen die obengenannten Gründe dafür, dass unerfahrene Anleger den direkten Kauf von individuellen Aktion vermeiden sollten. Investieren in Aktien ist kein Zocken. Es wird aber dazu, wenn man nicht weiß, was man tut. Das heißt aber nicht, dass Sie nie direkt individuelle Aktien kaufen sollen.

Wenn Sie Ihr finanzielles Wissen erhöht haben („Finanzielle Bildung“), können Sie Ihre Fähigkeiten anhand eines Musterdepots prüfen. Erst dann, wenn Sie überzeugt sind, dass Sie in einem absehbaren Zeitraum im Vergleich zu den Indexen Dow Jones und DAX bei Ihrer Aktienauswahl eine bessere Performance erreichen, fangen Sie klein an, mit echtem Geld Aktien zu kaufen.


Montag, 25. Februar 2013

Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen


“Knowledge without follow-through is worse than no knowledge.” – Henry Charles Bukowski


Die Bedeutung finanzieller Bildung habe ich in meinen letzten Artikeln mehrmals betont. Das Wissen zu Finanzen ist extrem notwendig, um finanzielle Freiheit zu erreichen. Es ist aber nicht genug. Ohne praktische Anwendung dieses Wissens werden Sie Ihr Vermögen nicht aufbauen können.

Sie müssen ein System und einen Plan haben, wie Sie Ihr Wissen über Ihre persönlichen Finanzen anwenden wollen. Geld sparen und Geld anlegen sind zwei Säulen des Vermögenaufbaues. Um die beiden Säulen zu verwirklichen, brauchen Sie konkrete Aktionen.


Geld sparen

Was müssen Sie tun, um Ihr aktives Einkommen zu erhöhen? Vielleicht kann ein Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber der Anfang sein. Sie können neue Fähigkeiten erwerben, um in der gleichen Zeit mehr Ergebnisse zu liefern. Die Bereitschaft flexibler zu arbeiten und bezahlte Überstunden können Ihr aktives Einkommen erhöhen. Ggf. können eine neue Stelle in Ihrer jetzigen Firma oder ein neuer Arbeitgeber Ihnen ermöglichen, mehr Gehalt zu bekommen („Net Cashflow maximieren“). 

Was müssen Sie tun, um Ihre Ausgaben zu senken? Das Verfolgen, Verstehen und Analysieren Ihrer Ausgaben sind die ersten Schritte, um Ihr Sparpotenzial zu entdecken. Was sind Ihre wiederkehrenden Ausgaben? Wofür geben Sie Ihr Geld aus, obwohl es Ihnen weder mehr Glück noch mehr Spaß bringt (“Brauche ich das wirklich?“)? Sie können mit simplen Ideen eine Menge Geld sparen („Wie man sich ohne Nebenjobeinen Stundenlohn schafft“). Vielleicht lohnt sich ein Wechsel in die private Krankenkasse für Sie („Sparpotenzial beim Wechsel zur Privatkrankenversicherung“)? Haben Sie tägliche Ausgaben wie einen Kaffee oder ein Käsebrötchen aus der Bäckerei („Wie Starbucks Reichtum verhindern kann?“)? Gehen Sie an den Wochenenden aus und geben viel Geld aus („Kosten von Getränken beim Feiern undAusgehen“)? Sind Sie Gelegenheitsraucher („finanzielle Schaden von Rauchen“)?

Geld anlegen

Was müssen Sie tun, um mehr Rendite von Ihrem Vermögen zu bekommen? Haben Sie ein Tagesgeldkonto („Tagesgeldkonto eröffnen“) und ein Depot? Kennen Sie sich mit sicheren Geldanlagen aus („Populäre und sichere Geldanlagen“)? Besitzen Sie schon irgendeine Anleihe („Wie funktionieren Anleihen?“)? Haben Sie schon mal Aktien gekauft? Wissen Sie, wie hoch die Rendite von Aktien langfristig durchschnittlich ist („Historische Performance von DAX und Dow Jones“)? Wenn Sie sich mit dem Chancen-Risiko-Verhältnis von Geldanlagen gut auskennen, können Sie Ihr Geld so investieren, dass Sie mit kalkulierbarem Risiko eine relativ gute Rendite bekommen.

Was müssen Sie tun, um in kurzer Zeit viel Geld zu verdienen? Haben Sie ein kleines Vermögen aufgebaut, damit Sie die Chancen in Ihrem Leben gut nutzen können („Gelegenheiten Geld zu schaffen“)? Beobachten Sie die Finanzmärkte oder den Immobilienmarkt in Ihrer Stadt regelmäßig?

Wenn Sie die obengenannten Fragen mit „ja“ beantworten können, sind Sie schon erfolgreicher als die große Mehrheit der Bevölkerung. Ihre nächste Aktion wird es sein, einen Plan zu machen, wie Sie Ihr Wissen und Ihre Motivation in Aktionen umwandeln können.

Mit dem richtigen Plan und der Durchsetzung geeigneter Maßnahmen ist finanzielle Freiheit kein Traum, sondern ein konkretes und erreichbares Ziel („finanzielle Freiheit istein realisierbarer Plan“).


Donnerstag, 21. Februar 2013

Risiko bei Geldanlagen


"How many millionaires do you know who have become wealthy by investing in savings accounts? I rest my case." -Robert G. Allen

Ich bekomme ab und zu die Frage gestellt: “Wie kann ich in kurzer Zeit hohe Rendite ohne Risiko bekommen?“. Meine Antwort auf diese Frage ist ganz klar: „Kannst du nicht“.

Es gibt eine Regel, die jeder Anleger kennen sollte:
„Hohe Rendite ist verbunden mit hohem Risiko“
Es gibt also keine Anlagenart, die Ihnen hohe Renditen ohne Risiko sichern kann. Die Idee dahinter ist sehr simpel. Wenn es eine Anlage gäbe, die hohe Rendite ohne Risiko verspricht, würde jeder in diese Anlage investieren wollen. Die Nachfrage steigt, damit wird die Anlage teurer und die Rendite sinkt.

Wenn jemand versucht, Ihnen ein Produkt zu verkaufen, das ohne Risiko hohe Rendite verspricht, schicken Sie ihn sofort weg. Er ist ein unehrlicher Berater oder Verkäufer und sagt nicht die Wahrheit über sein Produkt.

Tages- und Festgeldkonten, Anleihen von den USA, Norwegen oder der Schweiz und Bundesschatzbriefe bieten sehr geringe Renditen, weil sie sehr sicher sind. Mit den griechischen Staatsanleihen oder Junk-Bonds können Sie vielleicht hohe Rendite bekommen, weil Sie das Risiko mitkaufen. Dieses Risiko besteht nämlich darin, dass Sie Ihr Geld eventuell nicht zurückbekommen. Bei einem Aktienkauf haben Sie das Risiko, dass der Aktienkurs sinkt, Dividenden gekürzt werden oder die Firma nicht mehr viel Gewinn macht.  

Bei Geldanlagen ist das Risiko der Preis, den Sie für hohe Rendite bezahlen. Wenn Sie nicht bereit sind, diesen Preis zu zahlen, investieren Sie lieber nicht in riskante Geldanlagen und bleiben Sie bei sicheren Geldanlagen („Populäre und sichere Geldanlagen“).



Portfoliomanagement ist eigentlich Risikomanagement. Man versucht, das Geld möglichst mit kalkulierbarem Risiko und vernünftiger Rendite anzulegen. Der Anleger nutzt hier die Informationen, die zur Verfügung stehen. Diese Informationen sind historische Daten, fundamentale Analyse der Aktien, der Trend und die Nachrichten.

Es gibt viele Methoden und Theorien, mit denen Sie das Risiko verteilen, Ihr Portfolio gegen Schwankungen in den Finanzmärkten schützen und trotzdem einigermaßen gute Rendite bekommen können. Das ist aber nicht so einfach, wie es klingt. Es erfordert finanzielles Wissen über Geldanlagen und deren Risiken („finanzielle Bildung“). In diesem Blog versuche ich, meinne Lesern mögliche Anlagenarten vorzustellen, mit denen man unterschiedliche Renditen mit unterschiedlichem Risiko erzielen kann.

Es ist höchstwahrscheinlich nicht möglich, jedes Jahr über 10-15% Rendite mit überschaubarem Risiko zu bekommen. Es ist aber möglich, mit richtigem Vorgehen und Risikomanagement zwischen 6 und 10% durchschnittliche Bruttorendite über mehrere Jahre zu erzielen. Viele Menschen kennen sich mit Geldanlagen nicht aus und wollen überhaupt kein Risiko eingehen. Deshalb sind die Tagesgeldzinsen kein Schicksal, sondern eine Wahl. Es ist in Ihrer Hand, die Verantwortung für Ihre Altersvorsorge und Ihre Finanzen zu übernehmen.

Freitag, 18. Januar 2013

Der Zinseszinseffekt


„Compound interest is the greatest mathematical discovery of all time.” – Albert Einstein

In dem Artikel “Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnis und Rendite“ habe ich präsentiert, wie die Rendite das Vermögenswachstum beeinflusst. Wie passiert eigentlich dieses Wachstum mit höherer Rendite so schnell?

Die Antwort liegt beim Zinseszinseffekt.  Der Zinseszins sind diejenigen Zinsen, die auf die bereits vorher in der vorigen Zinsperiode erzielten Zinsen anfallen. Es sind also die „Zinsen auf die Zinsen“. Mit diesem Effekt wachsen sowohl  Vermögen als auch Schulden exponentiell.

Die Formel für die Berechnung des Zinseszinses ist folgende:


mit  Kn= Endkapital;  Ko= Anfangskapital;  p= Zinsen/Rendite;  n = Anzahl der geltenden Zeiträume/Jahre (Quelle: Wikipedia)

Der Zinseszinseffekt ist der Hauptgrund, warum ich meinen Lesern empfehle, von Ihrem aktiven Einkommen Geld zu sparen und dieses Geld anzulegen. Das Geld, was nicht angelegt ist, bringt keine Zinsen und hilft beim Vermögensaufbau nicht viel.

Was aus 10000 € innerhalb von 20 Jahren wird. Quelle: eigene Rechnung

Was wichtig ist, besonders in den ersten Jahren des Vermögenaufbaus, ist, den Zinseszinseffekt maximal auszunutzen. Das heißt, dass alle erzielten Renditen von Ihren Geldanlagen wieder komplett angelegt werden sollten. Hiermit werden Sie das Wunder des Zinseszinseffektes erleben.

Dieser Effekt ist einer der Gründe, warum die Reichen immer reicher werden und die Unternehmen mit gutem Management sehr erfolgreich sind.

Die Reichen erzielen Rendite von ihrem Reichtum. Sie geben aber nicht alles aus. Es ist nicht so einfach wie man denkt, Millionen Euro ohne Weiteres zu verschwenden. Was machen Sie mit dem Überschuss? Sie legen dieses Geld wieder an.

Erfolgreiche Unternehmen machen gute Gewinne von ihrem Umsatz. Nach Steuern schütten Sie einen Teil dieses Gewinns als Dividende an die Aktionäre aus. Der Rest wird in den Unternehmen behalten. Was passiert mit diesem Geld? Es wird wieder investiert, um die Produktionskapazität zu erhöhen, oder für Forschung verwendet, um neue Produkte zu entwickeln. Damit werden künftig noch mehr Gewinne gemacht.

Nutzen Sie den Zinseszinseffekt zu Ihrem Vorteil und legen Sie Ihre Ersparnisse an. Mit finanzieller Bildung lernen Sie, wie Sie höhere Renditen von Ihren Geldanlagen erzielen können („Finanzielle Bildung“).

Die 72-Regel


Die 72-Regel hilft Ihnen schnell ohne Taschenrechner zu kalkulieren, wie viele Jahren oder wie viel Rendite sie brauchen, um eine bestimmte Summe Geld zu verdoppeln.

Die Regel geht folgendermaßen:

Jahre x Rendite = 72

Zum Beispiel:
Um in zehn Jahren Ihr Geld zu verdoppeln, brauchen Sie 72 dividiert durch 10 -> ~7,2 Jahren
Wenn Sie 12% Rendite erzielen können,  brauchen Sie 72 dividiert durch 12 -> 6 Jahre, um ihr Geld zu verdoppeln.



Montag, 14. Januar 2013

Auswandern, woanders wohnen um Ausgaben zu senken


“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.” – Mark Twain
Wenn Ihr passives Einkommen Ihre Ausgaben decken kann, sind Sie finanziell frei („Was istfinanzielle Freiheit“). Ihre Ausgaben und die Rendite von Ihren Investments bestimmen, wie viel Nettovermögen Sie brauchen, um finanziell frei zu werden.

Die Höhe Ihrer benötigten Ausgaben ist ein großer Faktor in diesem Zusammenhang und ist direkt proportional zu der Höhe des benötigten Nettovermögens. Mehr dazu: „Wie viel Geld braucht man um finanziell freizu werden?“

Ihre Standards im Leben und der Ort, an dem Sie wohnen, bestimmen Ihre Ausgaben.

In diesem Blog gibt es mehrere Artikel, wie Sie „clever sparen“ können, nämlich wie Sie Ihre Ausgaben reduzieren können, ohne Ihre Lebensstandards groß zu ändern.

Wenn Sie noch schneller finanzielle Freiheit erreichen möchten, müssen Sie Ihre Ausgaben noch stärker reduzieren oder außergewöhnliche Renditen kontinuierlich erzielen. Die Ausgaben stärker zu reduzieren bedeutet, dass Sie auf manche Ihrer Ausgaben verzichten sollten. Wenn man clever spart, wird dies Ihren Lifestyle nicht unbedingt negativ beeinflussen. Es gibt aber manche Leute, die empfindlicher sind und unglücklicher werden, wenn Sie Ihre Gewohnheiten nicht mehr weiter praktizieren dürfen.

Wie kann man also den Lebensstandard beibehalten und dennoch weniger Geld ausgeben? Es gibt eine Antwort darauf: „Woanders leben“.


Die Hauptausgaben für den Haushalt sind: Miete, Nebenkosten (Strom, Gas, Heizung, Telefon, usw), Lebensmittel, Ausgehen (Restaurant, Café, usw), Transport (öffentliche Verkehrsmittel, Auto), Kleidung und andere Artikel.

Alle Preise in diesen Kategorien sind abhängig davon, in welcher Stadt oder in welchem Land Sie leben.
Zum Beispiel: Die Mieten auf dem Land und in kleinen Städte sind günstiger als in Großstädten; die Mieten und Dienstleistungen sind in entwickelten Länder viel teurer als in Schwellenländern, usw.

Die Webseite www.numbeo.com bietet Ihnen die Möglichkeit, zwei beliebige Städte auf der Welt im Bezug auf Lebenshaltungskosten zu vergleichen. Die Berechnung basiert auf einer Datenbank, die von den Benutzern gepflegt wird. Ich habe beispielsweise einige Städte mit Köln verglichen und war überrascht, wie günstig manche Länder sind. Das habe ich bezüglich der Lebensmittelkosten bereits in einigen Länder während meines Urlaubs festgestellt, mir war aber das ganze Ausmaß nicht klar.

Hier sind zwei Tabellen, in der einige weltweit bekannte Städte mit Köln verglichen werden. Ich habe verglichen, wie viel Geld man ausgeben muss, um den gleichen Lifestyle weiterführen zu können.


Wenn eine Person in Köln monatlich zum Beispiel 2000 € ausgibt, muss diese Person in Bangkok 1353 € ausgeben, um den gleichen Lifestyle zu haben.


Wenn Sie finanziell frei sind, sind Sie oft nicht ortsgebunden. Sie müssen nicht mehr unbedingt in der Stadt wohnen, in der Sie früher gearbeitet haben. Wie Sie in der Tabelle sehen, können Sie in eine andere Stadt oder ein anderes Land umziehen und dort leben. Wenn Sie abenteuerlustig sind und mehr erleben möchten, können Sie sogar in verschiedenen Ländern nacheinander wohnen. Drei Jahre in Spanien, danach zwei Jahre in der Türkei, drei Jahre in Tschechien und vier Jahre in Panama, usw. Sie können die Sommermonate in Deutschland und die Wintermonate in wärmeren Ländern verbringen. Wie Sie wollen!

Natürlich sind Umzug und Auswandern Themen, die von Person zu Person unterschiedlich wahrgenommen werden. Man ist manchmal doch ortsgebunden. Verwandte, Freunde und Gewohnheiten sind nicht einfach aufzugeben. Ich möchte Sie in diesem Artikel nur darauf aufmerksam machen, dass es andere Möglichkeiten gibt.

Vergessen Sie den Gedanken: „Ich arbeite bis 67, damit ich endlich Ruhe habe“. Denken Sie ab und zu ein bisschen unorthodox und „out of the box“. Es gibt einen Weg in Ihrem Leben, Ihr Vermögen aufzubauen, sich finanziell auszubilden, hohe Renditen zu schaffen, zu einem günstigeren Ort umzuziehen und von Ihrem passiven Einkommen locker Ihre Ausgaben zu decken.

Übung: Überlegen Sie für einen Moment, welche Städte Sie lieben oder in welcher Stadt Sie gerne leben würden. Vergleichen Sie die Lebenshaltungskosten zwischen dieser Stadt und der Stadt, in der Sie gerade wohnen. Nehmen Sie die Günstigste von allen.
  • Wie viel Geld brauchen Sie in dieser Stadt, um finanziell frei zu werden?
  • Wie viel Geld brauchen Sie in der Stadt, in der Sie wohnen, um finanziell frei zu werden?

Freitag, 11. Januar 2013

Setzen Sie sich langfristige finanzielle Ziele


“Remember to dream big, think long-term, underachieve on a daily basis, and take baby steps. That is the key to long-term success.” – Robert Kiyosaki

In diesem Blog wurde mehrmals geschrieben, dass der Weg zur finanziellen Freiheit eine lange Reise ist. Nicht jede Person hat unbedingt das Ziel, finanzielle Freiheit zu erreichen. Aber jeder hat bestimmt Ziele im Leben, für die man eine bestimmte Menge Geld braucht.

Ziele setzen ist ein wichtiger Baustein für Erfolg. Ich möchte in diesem Artikel meine Gedanken über Zielsetzung mitteilen. Es gibt drei Schritte für Zielsetzung: „WAS“, „WANN“ und „WIE“.

WAS

Sie müssen erstens entscheiden, „WAS“ Sie erreichen möchten.

Hier sind einige Ziele, für die Sie eine bestimmte Summe Geld benötigen:
  • Finanzielle Freiheit (mein Favorit)
  • Bis zur Rente arbeiten, aber als Rentner wohlhabend sein
  • Teilzeit arbeiten
  • Startkapital für die eigene Existensgründung haben (auch empfehlenswert)
  • Geld für das Studium der Kinder haben
  • Geld für die Erfüllung des persönlichen Lebenstraums haben

Wenn Sie wissen, „WAS“ Sie erreichen möchten, können auch Sie sagen, wie viel Vermögen Sie dafür benötigen. Nutzen Sie die Formel in dem Artikel „Wie viel Geld braucht man, umfinanziell frei zu werden?“. Mit dieser können Sie berechnen, wie viel Kapital und Rendite Sie zur Verwirklichung Ihrer Ziele benötigen.

WANN

Zweitens müssen Sie entscheiden, „WANN“ Sie Ihr Ziel erreichen möchten? In einem Jahr? In 5 Jahren? In 10 Jahren? In 20 Jahren? Seien Sie bitte anspruchsvoll bei der Antwort und ignorieren Sie die Hemmnisse in Ihrem Kopf.

WIE

In dem Artikel „Vermögenswachstum,Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“ habe ich beispielsweise dargestellt, wie Ersparnisse, Rendite und Zeit den Vermögensaufbau beeinflussen.
Wenn Sie wissen, was Sie erreichen wollen und bis wann Sie dieses Ziel erreichen wollen, ist der nächste Schritt zu definieren, WIE Sie dieses Ziel erreichen. Sie wissen, wie viel Geld und Rendite Sie brauchen und bis wann Sie dieses finanzielle Ziel erreichen möchten. Jetzt ist die Frage:

„Wie viel Geld müssen Sie sparen und anlegen, um den Vermögensaufbau zu verwirklichen? Was müssen Sie tun und lernen, um diese Rendite zu erzielen?“.


Quelle: simplify.de

Die Realisierung

Sie werden Ihre Ziele nicht plötzlich durch ein Wunder erreichen. Sie müssen einen Plan für Ihren Vermögensaufbau erstellen, die Aktionen definieren und dann ausführen. Jeder Plan ist unwirksam, wenn keine Handlung folgt.

Mit einem guten Plan gepaart mit disziplinierter Durchführung von Aktionen können Sie jede Herausforderung im Leben meistern. Finanzielle oder andere..