Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Politik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 9. Juni 2014

Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 1

„There is no substitute for hard work.“ – Thomas Edison

Harte Arbeit und Sparsamkeit sind Tugenden aus dem letzten Jahrhundert. Mit diesen zwei Eigenschaften haben die westlichen Länder, insbesondere Deutschland, trotz zweier Weltkriege eine wohlhabende Gesellschaft und eine starke Wirtschaft aufgebaut. 

Mit harter Arbeit wurden ein hoher Produktionsausstoß, technologische Entwicklung und Produktivität erreicht. Mit Sparsamkeit wurden diese zusätzlichen Wertschöpfungen in Kapital verwandelt, um neue Fabriken und Infrastrukturen aufzubauen, um wiederum in Innovation und Technik zu investieren. Japan und Deutschland, als zwei große Verlierer des zweiten Weltkrieges, haben es mit harter Arbeit und Sparsamkeit innerhalb von zwanzig Jahren geschafft, ein Wirtschaftswunder zu verwirklichen. Nach den USA und der UdSSR waren diese Länder weltweit auf dem dritten und vierten Platz, was das Bruttoinlandsprodukt angeht, obwohl sie vergleichweise geringe Einwohnerzahlen hatten. Das war eine außergewöhnliche Leistung dieser Völker.


Harte Arbeit und Sparsamkeit verlieren ihre Wichtigkeit und sind in unserer heutigen Gesellschaft fast keine Tugend mehr. Diese Denkweise birgt hohe finanzielle Risiken für die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft.

Harte Arbeit ist heutzutage in Deutschland uncool und idiotisch. Wer härter und mehr arbeitet, wird erst vom Staat bestraft. Mehr als die Hälfte des zusätzlichen Einkommens wird durch die kalte Progression als Einkommensteuer erstmal aufgefressen. Es gibt keine Motivation („Warum soll ich Geld anlegen? Finden Sie Ihre Motivation“) für die Menschen, mehr Leistung zu bringen und mehr Einkommen zu generieren. 

Mittelmäßigkeit und Faulheit werden belohnt. Die Fleißigen und die Sich-Nicht-Krankmelder werden als Idioten beschimpft. Für die Geringverdiener ist es viel klüger arbeitslos zu sein, als zu arbeiten. Um 200 € mehr zu haben, lohnt es sich nicht, in Vollzeit zu arbeiten. Sozialhilfe zu kassieren ist ziemlich bequem und mit ein bisschen Schwarzarbeit nebenbei kann man sehr schön leben.

Auch die Studenten wollen an den Universitäten harte Arbeit vermeiden. Studienplätze in Ingenieurwissenschaften und Medizin sind nicht mehr so populär. Sozialwissenschaften sind viel beliebter. Wer will bitte schön die ganze Zeit des Studiums in der Bibliothek und im Labor verbringen, statt auf der Uni-Wiese mit Kumpels Bier zu trinken. Es ist voll uncool und spießig, das Studium in der vorgegebenen Zeit abzuschließen. „Ich bin doch kein Streber“ ist die Erklärung. Nach etwas zu streben, nämlich „harter Arbeit“, wird als völlig blödsinnig angesehen.

Der Artikel wird fortgesesetzt in „Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 2“.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Offene Fragen bei der Rückholung der deutschen Goldreserven

Heute möchte ich einen neuen Gastbeitrag über Münzensammeln und Münzen als alternative Anlageobjekte veröffentlichen.

Deutschland verfügt als wichtige Industrienation derzeit über Goldreserven von 3.391 Tonnen. Ein Großteil des Goldes lagert allerdings nicht in Deutschland, sondern nach Aussagen der Bundesbank in London, New York und Paris. Ob und in welcher Höhe die Goldbarren dort lagern, kann allerdings nicht belegt werden und sorgt damit immer wieder für Spekulationen. Jetzt hat die Bundesbank angekündigt, einen Großteil der Goldreserven nach Deutschland zurückzuholen, um das Vertrauen der Menschen zu stärken. Doch auch bei der Rückholung gibt es offensichtlich Probleme.

Die Gründe für die Lagerung im Ausland

Das Gold der Bundesbank dient in erster Linie als Währungsreserve und muss damit kurzfristig in Fremdwährungen getauscht werden können. Aus diesem Grund lagern die Goldbestände nicht nur in Frankfurt, sondern auch in wichtigen anderen Industrienationen, darunter den USA und Großbritannien. Doch auch in Paris werden nach wie vor 374 Tonnen Gold gelagert, die hier nicht mehr benötigt werden. Schließlich ist Frankreich ebenso wie Deutschland im Jahr 2001 der Euro-Zone beigetreten, sodass die Währungssicherung hier keine Priorität mehr hat. Aus diesem Grund wurde immer wieder gefordert, das deutsche Gold nach Hause zurück zu holen und dabei auch einen Großteil der in den USA gelagerten Bestände einzubeziehen. 2012 stimmte die Bundesbank endlich einer solchen Rückholaktion zu und wird bis 2020 das Lager in Paris vollständig auflösen, aus New York sollen 300 Tonnen Gold in deutsche Tresore zurückfließen.

Rückholaktion wurde kein Erfolg

Obwohl die Bundesbank bereits in den Jahren 2001 und 2002 große Mengen Gold nach Deutschland zurückholte, gab es jetzt wohl Probleme bei der logistischen Koordination. Selbst mit Hilfe der Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIZ konnten lediglich 37 Tonnen Gold in Deutschland in Empfang genommen werden. Ursprünglich sollten bereits 2013 insgesamt 80 Tonnen angeliefert werden, jeweils zur Hälfte aus Paris und New York. Zwar wurde das Ziel aus Paris mit etwa 32 Tonnen Gold fast erreicht, aus New York jedoch konnten gerade einmal fünf Tonnen zurück geholt werden. Jetzt steht natürlich die Frage nach dem Warum im Raum, die auch von der Bundesbank nicht beantwortet werden kann. Die Logistik allein ist als Grund kaum ausreichend, denn schon Anfang des neuen Jahrtausends wurde bewiesen, dass hunderte Tonnen Gold binnen kurzer Zeit transportiert werden können. Vielmehr muss bezweifelt werden, ob das deutsche Gold tatsächlich noch vorhanden ist und ob es wirklich nach Deutschland ausgeliefert werden kann.

Kritiker werden immer skeptischer

Die gescheiterte Rückholung nach Deutschland sorgt natürlich dafür, dass die Skepsis über die vorhandenen Goldreserven weiter steigt. Vermutlich sind gar keine Goldbarren aus Deutschland mehr vorhanden, sodass jetzt eine Neubeschaffung erfolgen muss. Diese Befürchtungen können von der Bundesbank nicht einmal widerlegt werden, denn Inventarlisten mit Barrennummern gibt es nicht. Auch hat kein Mitarbeiter der Bundesbank in den vergangenen Jahrzehnten einen Überblick über die deutschen Goldreserven erhalten und kann somit bestätigen, dass die angegebenen Goldmengen tatsächlich vorhanden sind. Diese Tatsachen sowie die Ankündigung, dass die Goldbarren aus New York umgeschmolzen werden müssen, da sie nicht dem LGD-Standard entsprechen, sorgen für weiteren Zündstoff. Schließlich wäre es im Zuge der Einschmelzung ohne Weiteres möglich, die Herkunft der Barren zu verschleiern und damit auch die Tatsache, dass es sich nicht mehr um die ursprünglichen Goldreserven handelt, zu widerlegen. Die Bundesbank versichert zwar immer wieder, dass die ausgehenden und eingehenden Barren überprüft werden, Belege hierzu bleibt sie aber wiederum schuldig.

Deutsche Anleger können für Klarheit sorgen

Einzelne Anfragen an die Bundesbank, die das Vorhandensein der Goldreserven bestätigen, wurden in der Vergangenheit immer wieder abgewiesen. Aus diesem Grund haben sich bereits zahlreiche Bürger zusammengeschlossen und im Rahmen der Petition „Holt unser Gold heim – für die Rückführung des Goldes der Bundesbank“ Auskünfte gefordert. Wenn sich viele Menschen zusammentun, hat die Bundesbank wohl keine Wahl mehr und muss die Fragen der Bürger beantworten. Beteiligen Sie sich gemeinsam mit uns daher jetzt an der Petition und helfen Sie mit, die Frage nach dem deutschen Gold zu klären. Über die Petition soll zusätzlich geklärt werden, was es mit der Rückführung der deutschen Goldreserven auf sich hat und ob es sich hierbei tatsächlich um das Gold des deutschen Volkes handelt. Auch hierbei können Sie tatkräftig mithelfen und sich an der Petition beteiligen.

Montag, 20. Januar 2014

Warum soll ich Geld anlegen? Finden Sie Ihre Motivation

“Ability is what you're capable of doing. Motivation determines what you do. Attitude determines how well you do it.” -Raymond Chandler

In diesem Blog finden Sie mehrere Artikel darüber, “WAS” Sie mit Ihrem Geld machen sollen und “WIE” Sie Ihre Ersparnisse anlegen können. Das ist der Teil Ihres Geldprojekts, der sich mit der Durchführung befasst (“Wie erreiche ich finanzielle Freiheit?”).

Bevor Sie sich mit den Maßnahmen und deren Einzelheiten bezüglich Ihres Geldprojekts beschäftigen, möchte ich einen weiteren notwendigen Schritt erwähnen: Finden Sie Ihre Motivation, “WARUM” Sie Ihre Geldziele erreichen wollen. Das ist der Beweggrund, warum Sie sich  irgendetwas vornehmen. Dies gilt nicht nur für Geldziele, sondern auch für alle anderen Ziele in Ihrem Leben wie Familienprojekte, Neujahrsvorsätze, Karriereziele, usw.

Meine Motivation für mein Geldprojekt ist sehr klar für mich: Ich möchte finanzielle Freiheit so schnell wie möglich erreichen, damit ich mehr Zeit für mich, meine Familie und Freunde habe (“Warum dieser Blog?”). Ich möchte unabhängig von meinem Arbeitgeber, vom Staat und den Sozialkassen werden (“Warum Geld sparen und anlegen statt Geld ausgeben und Spaß haben”).

Finanzielle Freiheit ist ein sehr starker Beweggrund, den viele Menschen auf der Welt haben. Sie ist aber nicht der einzige Grund, warum Menschen ihr Geld sparen und anlegen möchten. Jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Ziele im Leben. Ich möchte ein paar der Motivationen der Menschen in meiner Umgebung für ihr Geldprojekt (“Was macht man mit viel Geld?”).

Altersvorsorge

Das Rentensystem in Deutschland ist meiner Meinung nach schlecht und ungerecht aufgebaut (“Rentner mit 67 Jahren”). Es gehört trotzdem zu einem der guten in der Welt, weil einige Länder überhaupt kein System haben oder ein System haben, das Altersarmut verursacht. Mit dem aktuellen Rentenplan wird die Rente für viele Menschen nicht hoch genug sein, um im Rentenalter ihre Ausgaben zu decken. Deshalb suchen viele Menschen eine Alternative, eine zusätzliche Altersvorsorge zu dem gesetzlichen Rentensystem. Betriebsrente, Rürup-Rente und Riester-Rente sind populäre Alternativen. Die Menschen, die finanziell bewusst und gebildet sind, kümmern sich um Ihre Altersvorsorge allerdings selber (“Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge”).

Verbesserte Lebensqualität im Alter

Diese Menschen wollen eine luxuriöse Zeit haben, wenn Sie Rentner sind. Ständig reisen, Kreuzfahrten, bei Galeria-Kaufhof in der Lebensmittelabteilung einkaufen, Restaurantbesuche, usw. Dafür brauchen Sie viel mehr Geld als die staatliche Rente.

Existenzgründung

Eine Firma gründen, selbständig werden und die ideale Beschäftigung finden.. Das ist der Traum einiger Menschen und eine sehr starke Motivation. Finanzielle Sicherheit und Startkapital sind sehr wichtig für den Erfolg der Existenzgründung.

Den eigenen Kindern ein finanziell sichere Zukunft ermöglichen

Manche Leute wollen nur das Beste für ihre Kinder. Sie sind glücklich, wenn ihre Kinder die beste Ausbildung bekommen und eine Eliteuniversität besuchen. Ihren Kindern darf es an nichts fehlen. Verschiedene sportliche und Freizeitaktivitäten, die Welt bereisen, teure Klamotten und Unterhaltungselektronik, usw. (“Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld”). Das kostet eine Menge Geld, welches die Kinder natürlich selber nicht haben.

Lebenstraum erfüllen

Jeder Mensch hat Träume im Leben. Einige davon kosten richtig viel Geld. Ziele wie einen Porsche Carrera besitzen, ein Boot kaufen, Traumhochzeit organisieren, das Leben wohltätigen Zwecken widmen, die Welt umreisen, usw.

Jeder Plan, jedes Ziel und Vorhaben braucht einen starken Beweggrund, nämlich ein “WARUM”: Was ist Ihre Motivation für Ihre Geldziele im Leben?

Montag, 4. November 2013

Bischof Tebartz-van Elst, Kirche und Kirchensteuer

"For the big churches, transparency is very damaging to their business plan. Nobody wants to donate to a rich organization" – Carsten Frerk

Die Affäre um Prunk-Bischof Tebartz-van Elst und seinen 40-Millionen-Euro-Sitz in Limburg hat in Deutschland eine heftige Diskussion ausgelöst. Die Einnahmen und das Vermögen der Kirche in Deutschland waren bis jetzt ein Tabuthema, das weder in den Medien noch in der Politik offen diskutiert wurde. Die katholischen Bistümer haben laut „Welt“ und „Spiegel“ falsche Angaben zu ihrem Vermögen gemacht.


Die Kirchen sind scheinbar viel reicher als gedacht: Verschiedene Kassen, Vermögenswerte wie Immobilien, Rücklagen, Aktien, Teilhabe an Unternehmen, Klosterbetriebe, Wälder, Ackerland, usw.. 345 Milliarden Euro besitzen katholische und evangelische Kirche in Deutschland laut „Wirtschaftswoche“.

Zu den Einnahmen durch diese Vermögenswerte dazu kommen natürlich Einnahmen durch Kirchensteuer, Fördermittel und Zuschüsse, Staatsleistungen und Entgelte für kirchliche Leistungen. Trotz der sinkenden Zahl von Kirchenmitgliedern sind die Steuereinnahmen für die beiden Kirchen im Jahr 2013 auf einen Rekordwert von circa 10 Milliarden Euro gestiegen. Die hohen Steuereinnahmen des Staates aufgrund von Mehrbeschäftigung, höheren Lohnen und Kaltprogression wirken sich sofort auf die Kirchensteuer aus, weil diese an die Einkommensteuer gekoppelt ist.

Das Interessante ist, dass die Ausgaben der Kirchen nicht geprüft werden wie bei einem Unternehmen. Die Wirtschaftlichkeit der Ausgaben ist egal. Ich befürchte, dass der Prunk-Bischof Tebartz-van Elst nur der Spitze des Eisberges ist. 10 Billiarden Euro sind eine Menge Geld.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Einfluss der Kirchensteuer auf das Net Cashflow wieder erwähnen („Net Cashflow ist König“). 9% zusätzliche Steuer auf die normale Einkommensteuer ist meiner Meinung nach sehr viel. Die Einkommensteuer mit der Kaltprogression selbst ist schlimm genug. Mit einem jährlichen Einkommen von 50000 € zahlt ein Arbeitnehmer circa 840 € Kirchensteuer an die bereits reiche Kirche. Dieses Ersparnis kann die Sparquote stark erhöhen („Mehr Netto vom Brutto und die Sparquote“).

Wie ich in meinem Artikel „Kirchensteuer, großes Potenzial für Ersparnis“ geschrieben habe, möchte ich meinen Lesern nicht sagen, dass sie aus der Kirche austreten sollen. Es ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss.

Wie trete ich aus der Kirche aus?

Viele Menschen denken, dass ein Kirchenaustritt schwierig ist. Eigentlich ist er das nicht. In NRW zum Beispiel muss man einfach persönlich beim Amtsgericht vorbei gehen, Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung und 30 € mitbringen. Falls verheiratet, geschieden oder verwitwet, die Heiratsurkunde oder das Scheidungsurteil dazu mitbringen.

Montag, 20. Mai 2013

Der demografische Wandel in Deutschland und Ihre finanzielle Zukunft


„Der demografische Wandel verändert unser Leben stärker als Energiewende, Globalisierung oder die digitale Revolution.“ - Jürgen Rüttgers 

Am 14. Mai hat ein Demografiegipfel in Berlin stattgefunden. Die Hauptthemen dieses Gipfels waren Alterung der Bevölkerung, Rente und Zuwanderung.

Ich bin ein bisschen skeptisch, dass die Politiker die richtigen Entscheidungen treffen, wenn es um diese Probleme geht. Die mutigen Entscheidungen, die von der Politik getroffen werden müssen, haben langfristig positive Effekte. Sie sind gut für das Land und die Wirtschaft. Aber kurzfristig sind sie ein Beißen in den sauren Apfel. Sie können dazu führen, dass die Parteien Stimmen verlieren. Also wird bei solchen Gipfeln viel geredet und wenig getan.

In den Medien zu lesen und interessant ist, dass der demografische Wandel ein unabänderlicher Fakt geworden ist. Im Jahr 2060 werden wir vermutlich ein Fünftel weniger Bevölkerung haben und jeder Dritte wird 65 Jahre alt sein. Es ist eine erschreckende Prognose, die anscheinend keinen wirklich interessiert. Dazu wird es noch Kinder, Studenten, Arbeitslose, Sozialbedürftigte und Kranke geben. Wer wird das Leben all dieser Leute finanzieren?



In meinem Artikel „Rentner mit 67 Jahren“ habe ich meine Meinung über das heutige Rentenversicherungssystem zusammengefasst. Laut Wolfgang Steiger, dem Generalsekretär des Wirtschaftsrates, werden wir definitiv mehr arbeiten müssen. Er sagte: "An einer längeren Lebensarbeitszeit und einer Entlastung der umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme führt kein Weg vorbei. Nur so können wir unseren Sozialstaat zukunftsfest machen und eine Überlastung der jungen Generation vermeiden" (Quelle: rtl.de). Vielleicht muss ich meinen Artikel in „Rentner mit 72 Jahren“ umbenennen.


2060 mag eine ferne Zukunft sein. Mein Punkt ist aber, dass sich die Menschen dieser Situation bewusst sein und ihre finanziellen Pläne dementsprechend anpassen sollten. Ich möchte persönlich nicht arbeiten, bis ich 67 Jahre alt oder älter bin. Selbst wenn ich so lange arbeiten würde, glaube ich nicht, dass Vater Staat mir genug Geld geben oder in der Lage sein wird, dies zu tun. Die Jahre der Wirtschaftswunder sind vorbei. Jedes zweite neugeborene Mädchen kann damit rechnen, dass es 85 Jahre alt wird. Und in dieser Statistik sind die Sterbefälle durch Unfälle schon enthalten. Wer es heute bis 65 geschafft hat, kann damit rechnen, dass er noch 17,5 Jahren lebt. Bei Frauen sind es circa 3 Jahre mehr (Quelle: zeit.de).

Zwanzig Jahre lang Rente in einer Gesellschaft kassieren, die zu einem Drittel aus Rentnern besteht, scheint mir etwas träumerisch. Man wird mehr Arbeitnehmer als heute brauchen, um das zu finanzieren. Mehr Arbeitnehmer gibt es nicht und wird es mit der heutigen Politik auch nicht geben.

Mit diesem Bewusstsein ist es zum Glück für viele Menschen noch nicht zu spät, ihre Zukunft selber zu gestalten. Sie müssen die Verantwortung selber übernehmen und mit dem Vermögensaufbau anfangen. Mit einem guten passiven Einkommen können Sie Ihre Altersvorsorge selber übernehmen.

In diesem Blog auf der Seite „Artikelübersicht“ finden Sie die Liste aller Artikel, die ich seit September 2012 veröffentlicht habe. Ich hoffe, dass meine Tipps und Vorschläge Ihnen bei den Themen Geld sparen, Geld anlegen, Vermögensaufbau und finanzielle Freiheit helfen werden.

Zum weiterlesen -> Setzen Sie sich langfristige finanzielle Ziele
Zum weiterlesen -> Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge
Zum weiterlesen -> Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen

Montag, 18. März 2013

Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen


“A sign of wisdom and maturity is when you come to terms with the realization that your decisions cause your rewards and consequences. You are responsible for your life, and your ultimate success depends on the choices you make.” - Denis Waitley

Die Bundestagswahlen nähern sich. Es gibt ein populäres Thema in der Politik, das die Wahlpropaganda der kommenden Wahlen beherrschen wird: „Mindestlohn“. Ich möchte in diesem Artikel meine Gedanken zu diesem Thema in Bezug auf das Individuum und die finanzielle Freiheit darstellen.

Mindestlohn ist eine politische Diskussion, die gerne für populistische Zwecken missbraucht wird, um die Stimmen der Geringverdiener zu bekommen. Es ist eigentlich eine Frage der Volkswirtschaftlehre. Keiner würde im VWL-Studium die Klausuren bestehen können, wenn er denken würde, dass Mindestlohn gut für die Wirtschaft sei.

In einer Marktwirtschaft werden die Produktpreise vom Markt nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Keiner würde einen Mindestpreis für Brötchen festsetzen, weil 25 cent für ein Brötchen nicht genug ist. Im Prinzip werden die Löhne ähnlich bestimmt, obwohl in manchen Länder wie Deutschland die Tarifverhandlungen in einigen Berufen die Löhne regulieren. Ärzte verdienen mehr, weil es eine hohe Nachfrage gibt (wir brauchen immer mehr Ärzte) und das Angebot (qualifizierte Fachkraft) nicht groß genug ist.

Also, die Friseurin in Buxtehude verdient 5€/Stunde, nicht weil der böse Salonbesitzer ihr keinen höheren Lohn zahlen will, sondern weil ein Preis für einen Haarschnitt vom Markt bestimmt wird. Um in dem Salon lukrativ zu wirtschaften, werden die Löhne entsprechend dem Markt (Anzahl von Friseuren in Buxtehude) bestimmt.

Was passiert denn, wenn wir für Friseure 8€/Stunde Mindestlohn festsetzen? Manche Salons werden schließen, weil sie nicht mehr genug Geld verdienen. Die Preise für einen Haarschnitt werden steigen (Verbraucher werden unglücklich. Siehe Beispiel: Strompreise), viele Friseure werden jetzt arbeitslos (hochgestuft auf Hartz 4) und die Schwarzarbeit steigt (viele von uns kennen jemanden, der zu Hause günstig Haare schneidet, oder?). Dasselbe wird in anderen Industrien auch passieren. Fabriken werden nach Polen oder China verlagert, Jobs gehen verloren, die Arbeitslosigkeit steigt. Das ist nicht meine Meinung, sondern das, was die Professoren in der VWL lehren.

Quelle: http://www.bvb-forum.de/index.php?id=54726

Eigentlich ist mein Hauptpunkt in Bezug auf finanzielle Freiheit aber etwas anderes. Warum muss ich als gesunder und fähiger Mensch hoffen, dass die Politiker mein Einkommen erhöhen? Essen für sich und seine Familie zu besorgen (im Kurze Geld zu verdienen), ist eine Hauptaufgabe eines Menschen. Warum gebe ich hier, als gesunder und fähiger Mensch, meine Verantwortung an jemand anderen ab? Warum kann ich mein Einkommen nicht selber erhöhen?

Wir befinden uns in Deutschland glücklicherweise wirtschaftlich in einem der besten Länder der Welt. Die Unternehmen schreien nach Fachkräften. Die Arbeitsplätze sind da, die Schulen für Ausbildung und die Universitäten sind vorhanden, sogar Studienplätze mancher Fachrichtungen sind nicht besetzt! Warum muss ich mich in so einer glücklichen Lage mit 5€/Stunde Lohn beglücken? Es gibt z.B. die Möglichkeit, dass die Geringverdiener neue Fähigkeiten erwerben, um ihr Einkommen zu erhöhen. Der Staat bietet jegliche Hilfe an!

Ich verstehe es manchmal nicht. Warum wollen so viele Leute immer noch eine Friseurausbildung machen, wenn sie wissen, dass sie hier keine gute Zukunft haben werden? Warum machen sie keine Elektrikerausbildung? Warum studiert ein Elektriker nach ein paar Berufsjahren zusätzlich Elektrotechnik nicht? Warum lernt ein Staplerfahrer nicht, wie man Stapler repariert oder entwickelt? Es mag sein, dass Fähigkeiten limitiert sind und nicht jeder die gleichen Gelegenheiten im Leben bekommt. Es gibt aber in diesem Land genug Freiheiten und Möglichkeiten, wie man sein Einkommen erhöhen kann. Das kann ich definitiv sagen.

Die Arbeitnehmer werden in der Marktwirtschaft nicht nach ihrem Einkommensbedarf, sondern nach ihrer Wertschöpfung bezahlt. Der Weg zum „höheren Einkommen“ ist deshalb nicht, Mindestlöhne durch Politiker festzusetzen, sondern mehr Wertschöpfung zu schaffen und damit mehr zu verdienen.

Ich betone oft, dass die Menschen die Verantwortung selber übernehmen müssen, wenn sie finanzielle Freiheit erreichen möchten („Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge“). Das aktive Einkommen ist eine der Hauptquellen für den Vermögensaufbau („Net Cashflow maximieren“). Hier müssen Sie auch die Verantwortung selber übernehmen und Wege suchen, wie Sie Ihr aktives Einkommen erhöhen können.