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Dienstag, 20. September 2016

Ikigai - wo liegen meine Stärken

Wie kann ich mein Ikigai finden? Zuerst möchte ich die folgenden zwei Fragen selbst beantworten:
  • Was mache ich gut?
  • Was mache ich gerne?

Man kann die Antworten meistens  nicht so schnell finden. Wer Schiewierigkeiten hat, fragt einfach Familie und Freunde. Deren ehrliche Antwort wird extrem helfen.


Was mache ich gut?


Dies ist die Frage nach meinen Stärken. Ich habe vor einiger Zeit das Buch „Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt!“ gelesen. In diesem Buch befindet sich ein Fragebogen, der dabei hilft, die eigenen Stärken laut einiger Kategorien herauszufinden.

Hier sind meine Stärken nach dem Gallup-Prinzip:

Analytik, Fokus, Wissbegierde, Bedeutsamkeit, Disziplin.

Viele dieser Begriffe treffen tatsächlich auf mich zu.

Analytik: Ich war seit meiner Kindheit analytisch stark. Das war einer der Gründe, warum ich Elektrotechnik studiert habe. Ich bin gut mit Zahlen, Excel, Programmieren, logischem Denken, usw.
Fokus: Ich habe mehrere Lebensziele, die ich aufgeschrieben habe. Ich arbeite daran, meine Zeit so aufzuteilen, dass ich diese Ziele erreichen kann. Ich versuche, mich auf die wesentlichen Dinge zu fokussieren.
Wissbegierde: Ich lerne gerne. Ich mag es zu lesen, besonders Sachbücher. Ich denke, dass ich beim Selbstlernen mithilfe von Büchern, Onlinekursen, Youtube-Videos, Online-Recherchen, usw., relativ gut bin.
Bedeutsamkeit: Es war mir neu, dass Bedeutsamkeit für mich ein wichtiges Thema ist. Ich muss aber zugeben, dass ich gerne Anerkennung bekome und mich z.B. über positive Blogkommentare freue.
Disziplin: Ich mag Ordnung und Disziplin. Vielleicht liegt es daran, dass ich Sternzeichen Jungfrau bin. Ich denke, dass ich ziemlich systematisch arbeite. Ich strebe danach, Arbeitspunkte zu erledigen, früh aufzustehen, täglich meine Mailbox zu leeren, mein Gewichtziel zu erreichen, etc.

Wenn Du selbst eine solche Analyse gemacht hat, mache mit dem entsprechenden Input ein Brainstorming, um konkrete Tätigkeiten aufzulisten, die du gut machen kannst. Hier solltest du nicht versuchen, bescheiden zu sein. Jeder kann manche Dinge besser machen als der Durchschnittsmensch.

Dinge, die ich persönlich gut mache:

  • Technische Aufgaben
  • Tätigkeiten mit Zahlen (Excel, persönliche Finanzen, usw.)
  • Tätigkeiten mit Rechner/Programmieren
  • Internetrecherche
  • Detallierte Reiseplanung
  • Events unter Freunden organisieren
  • Ein neues Thema erforschen und schnell lernen
  • Praktische Lösungen für Probleme finden
  • Dran bleiben, trotz Schwierigkeiten mit einem Thema weitermachen
  • Neue, kreative Ideen für Projekten finden


Was mache ich gerne?


Diese Frage möchte ich unabhängig von meinem Beruf beantworten. Ich mache mir hierzu Gedanken, was ich als Kind gerne gemacht habe. Was habe ich in meiner Freizeit in den letzten 30 Jahren am häufigsten unternommen?

  • Internet surfen, lesen, recherchieren
  • Zeit mit komplizierten Computeranwendungen verbringen
  • Brettspiele, Computerspiele, selbst erfundene Spiele
  • Über Finanzen, Wirtschaft, Wirtschaftsgeschichte, Self-Improvement, Zukunftstechnologien lesen
  • Automatische Lösungen entwickeln (Software, Excel-Makros, usw.), damit ich meine Produktivität erhöhen kann
  • Mein Wissen an Freunde/Kollegen weitergeben
  • Leute helfen, damit sie ihre Ziele erreichen können
  • Ergebnisse und Zahlen tracken und mehrmals checken
  • Dinge optimieren (Reisen, Ausgaben, Prozesse, usw..)
  • Lernen (Sprachen, Programmieren, Photoshop und co.)

Nächster Schritt: Zwei Ikigai-Elemente kombinieren


Die beiden Listen sind ziemlich lang geworden. Ich hoffe, dass ihr auch eine Menge Dinge gefunden habt, die ihr gut macht und die Spaß machen. Der nächste Schritt ist, die Tätigkeiten zu definieren, die sich auf dem Ikigai-Diagramm überschneiden.


Dazu wird eine weitere Session nötig sein, in der du dir viele Gedanken machen musst. Hier kann dir ein Freund oder Familienmitglied sehr helfen, neue Ideen zu entwickeln. Damit kannst du alles auflisten, was du im Leben machen könntest. Hierbei spielt Verdienst erstmal keine Rolle. Auch vorzeitige Ablehnung (Gedanke: Das wird nicht klappen) solltest du vorerst vermeiden.

Ich werde meine persönliche Liste in meinem nächsten Artikel veröffentlichen.

Dienstag, 10. März 2015

Wie kann man als Anleger von billigem Ölpreis profitieren?

“Technology fuels economy, unfortunately in today’s world it’s the fuel that drags economy” ― Yatin Patel

Der Ölpreis bewegt sich zwischen 48 $ und 52 $, seitdem ich meinen Artikel „Warum fällt der Ölpreis?“ veröffentlicht habe. Von Mitte 2011 bis Mitte 2014 lag der Ölpreis ungefähr bei 100 $. 50$ für ein Barrel Öl ist davon die Hälfte. Viele Autofahrer in Deutschland werden vom günstigeren Benzinpreis sicherlich profitieren.

Wie kann man nun als Anleger von billigem Ölpreis profitieren? Einige Optionen sind folgende:
  • Investieren in Öl (mit der Annahme, dass der Ölpreis in der Zukunft wieder steigen wird)
  • Investieren gegen die Länder, die unter dem niedrigem Ölpreis leiden (mit Hebelprodukten)
  • Investieren gegen die Ölkonzerne (mit Hebelprodukten)
  • Investieren in Firmen, die von billigem Öl profitieren
  • Investieren in Länder, die von billigem Öl profitieren

Investieren in Öl


Sie können natürlich davon ausgehen, dass der Ölpreis sich langfristig wieder Richtung 100$ bewegen wird. Knock-out-Zertifikate sind das passende Produkttyp, wenn Sie darauf wetten möchten. Ich muss Sie aber davor warnen, dass Ihre Aktion keine Investitition mit einem langfristigen Horizont ist, sondern pure Spekulation. Ich bin vollkommen dagegen, dass man sein hartverdientes Geld für so etwas riskiert. Was ich von spekulativen Rohstoff-Investments halte, habe ich in meinem Artikel „Gold als alternative Geldanlage“ ausdrücklich geschrieben. Die einzige Variante, die zu meiner Strategie „Lege nicht alle Eier in einen Korb“ passen würde, wäre ein ETF, der mehrere Rohstoffe beinhaltet. Eine solche Geldanlage sollte nur als Diversifizierung verstanden werden und nicht mehr als 5-10% des Gesamtportfolios ausmachen.

Investieren gegen die Länder, die unter dem niedrigem Ölpreis leiden (mit Hebelprodukten)


Einige Volkswirtschaften werden sehr unter einem niedrigen Ölpreis leiden. Dies sind die Länder, die Öl exportieren: Russland, Nigeria, Iran, Venezuela, Saudiarabien, Vereinigte Arabische Emirate, Kanada, usw. Einige dieser Länder sind abhängig von Öleinnahmen. Sie können theoretisch darauf spekulieren, dass die Börsen und Staatsanleihen dieser Länder fallen werden. Die erste schlechte Nachricht für Sie: Der Zug ist abgefahren, dies ist schon passiert. Die Aktienkurse in der Golfregion und Russland haben den Börsencrash bereits Ende 2014 erlebt. Sie können immernoch mit einem Hebelprodukt darauf wetten, dass die Krise in diesen Ländern noch schlimmer wird. Ich persönlich bin gegen solche Spekulationen. Normale Anleger sind nicht George Soros, der gegen große Volkswirtschaften spekulieren und Geld verdienen kann. Es ist nicht der Sinn des Vermögenaufbaus, mit Doom-Szenarien Rendite zu suchen.

Investieren gegen die Ölkonzerne (mit Hebelprodukten)


Ähnlich wie die ölexportierenden Länder sind auch die Ölkonzerne große Verlierer des niedrigen Ölpreises. Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, BP, Chevron, Conoco Phillips, Total, Gazprom, Eni und Petrobras sind die größten Ölkonzerne der Welt. Für Menschen, die gegen diese Firmen spekulieren möchten, ist der Zug auch bereits abgefahren. Der S&P Global Oil Index ist seit Mitte 2014 um circa 25% gefallen. Wie oben geschrieben, bin ich persönlich kein Freund davon, gegen Länder oder Konzerne zu spekulieren. Deswegen würde ich davon abraten, mit Hebelprodukten Ihr Geld zu riskieren.

Nichtsdestotrotz gibt es eine andere Option bezüglich dieser Ölkonzerne. Es kann sein, dass  die eine oder andere dieser Aktien zur Zeit ziemlich günstig ist. Value Investoren („Value Investing und Ihre Anlagestrategie“) können sich umfangreich mit diesen Firmen beschäftigen und ggf. ein Schnäppchen finden. Für mich ist das zu zeitintensiv. Ich bin eher ein passiver Anleger, der gerne langfristig in ETFs investiert ("Aktien-ETFs als Geldanlage").  

Investieren in Firmen, die von billigem Öl profitieren


Hier wird es interessanter. Es gibt viele Firmen, die vom billigen Öl profitieren. Nach einer intensiven Recherche können Anleger herausfinden, welche Firmen dies sind. Ein niedriger Ölpreis unterstützt das Wachstum der Weltwirtschaft und erhöht die Kaufkraft der Haushalte. Ein Beispiel sind Autobauer, auch die Transport- und Konsumgüterindustrie werden von einem niedrigem Ölpreis profitieren. Es handelt sich also um die Firmen, die Ölprodukte als Rohmaterial nutzen und so erhöhte Gewinne erzielen können.

Investieren in Länder, die von billigem Öl profitieren


Diese Option gefällt mir am besten, weil sie zu meiner allgemeinen Anlagestrategie sehr gut passt. Mein Aktienportfolio ist hauptsächlich auf verschiedene Regionen verteilt („Mein ETF-Portfolio: Performance Details im Jahr 2014“). Wenn ich diejenigen Länder herausfiltern kann, die von einem niedrigen Ölpreis profitieren, kann ich eventuell meine Asset-Allocation dementsprechend anpassen oder modifizieren. 

Auf Wikipedia können Sie sich eine Liste der größten Erdölimporteure ansehen: Die EU-Staaten, die USA, China, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan, Thailand, die Türkei, Indonesien, Südafrika, usw. Ölimporte machen bei den Schwellenländern einen großen Teil der Gesamtimporte aus. Die Handelsbilanz dieser Länder entwickelt sich positiv. Billiges Öl treibt auch das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern und entwickelten Länder. Ich bin optimistisch, was das Weltwirtschaftswachstum und dementsprechend steigende Aktienkurse angeht („Warum sind Aktien die beste Geldanlage?“).

Die Weltkarte der Erdölimporteure, 2006

Mein Aktienportfolio ist verteilt auf 30% amerikanische Aktien, 30% europäische Aktien, 30% Aktien aus Schwellenländern und 10% Aktien aus Japan/Asien-Pazifik. Fast alle großen Ölimporteure sind bereits in meinem Aktienportfolio vertreten. Was nicht in meinem Portfolio vorhanden ist, sind Aktien aus Indien, Indonesien und Südafrika.

Der Schwellenländeranteil in meinem Portfolio ist ziemlich hoch im Vergleich zu den Portfolios anderer Anleger, die weltweit investieren. Das ist ein Risiko, welches ich mir erlaube, um langfristig eine höhere Rendite zu erzielen („Risiko bei Geldanlagen“). Mein Portfolio befindet sich meiner Meinung nach an einem kritischen Punkt, an der sogenannten „efficient frontier“ Linie. An diesem Punkt bringt mehr Risiko nicht unbedingt eine höhere Rendite. Es bringt nur höhere Volatilität. Meinem Portfolio noch weitere Aktien aus Indien, Indonesien und Südafrika hinzuzufügen, bedeutet für mich ein höheres Risiko. Das möchte ich zur Zeit nicht eingehen.

Zusammengefasst bringt billiges Öl viele neue Gelegenheiten für Anleger. Meine Investments bestehen schon zu 90% aus Aktien. Deshalb ist die Gelegenheit für mich nicht so gut. Die Anleger, die einen geringeren Anteil an Aktien haben oder bislang nur in bestimmten Regionen investiert haben, können ihre Anlagestrategie auf die Frage hin analysieren, ob billiges Öl woanders eine hohe Renditechance bringen wird.  

Montag, 9. Februar 2015

Warum fällt der Ölpreis?

“Oil creates the illusion of a completely changed life, life without work, life for free. Oil is a resource that anaesthetizes thought, blurs vision, corrupts.” ― Ryszard Kapuściński

Jeder Autofahrer hat es sicherlich bemerkt, dass Tanken in den letzten Monaten viel günstiger geworden ist. Aktuell liegt der Benzinpreis (Super) bei circa 1,35/l. Ich kann mich gut erinnern, dass ich vor zwei Jahren 1,65 € für einen Liter Benzin bezahlt habe. Damals hatte ich mich beschwert und angefangen mit der Bahn zur Arbeit zu fahren („Analysieren Sie Ihre Ausgaben“).


Der Grund für das günstigere Benzin ist der fallende Ölpreis. Der Brent-Öl-Preis schwankte von 2011 bis 2013 zwischen 100 und 120 $. Seit Mitte 2014 ist ein starker Abstieg von 100 $ bis zur 50-Dollar-Marke zu beobachten. 50% weniger innerhalb von sechs Monaten!

Keiner hatte es vorhergesehen. Das war sehr überraschend für viele Ökonomen und Anleger.


Der Ölpreis beeinflusst vieles in der Wirtschaft. Die Auswirkungen eines niedrigen Ölpreises bringen viele Gelegenheiten für Anleger mit sich ("Gelegenheiten Geld zu schaffen"). Wie bei jedem wirtschaftlichen Ereignis wird es in diesem Fall auch Gewinner und Verlierer geben: Volkswirtschaften, Firmen, Aktienmärkte und natürlich Anleger.

Ich möchte ersteinmal verstehen, warum der Ölpreis gefallen ist. Danach möchte ich mir Gedanken darüber machen, wer die Verlierer und Gewinner des niedrigen Ölpreises sein können. Es gibt sicherlich genügend Studien darüber, die man im Internet nachlesen kann. Mit den entsprechenden Informationen kann ich dann entscheiden, ob ich meine langfristige Anlagestrategie ändern bzw. anpassen muss („Portfolio-Aktionsplanfür 2015“).

Warum fällt der Ölpreis plötzlich?


Viele wissen, dass die Produktion von Schieferöl in den USA in den letzten Jahren ziemlich gewachsen ist. Wobei Fracking in Deutschland noch in der Debatte steht, investieren amerikanische Firmen in den USA weiterhin in Schieferölproduktion und neue Technologien. Wie es aussieht, werden die USA demnächst wieder der größte Ölhersteller der Welt.


Das heißt, dass wir ein wachsendes Ölangebot auf dem Markt haben. Normalerweise haben die OPEC-Länder das Gesamtangebot immer angepasst und leicht knapp gehalten, weil sie von einem hohen Ölpreis profitieren. Die Produktion von Schieferöl wächst seit 2012. Dieses Wachstum wurde durch die zurückgehenden Ölproduktionen im Iran und in Libyen ausgeglichen. 2014 war dies aber anders. Während die Produktion in den USA weiter gewachsen ist, haben auch die OPEC-Länder die Produktion erhöht. Daraus hat sich ein Überangebot ergeben.

Ein anderer Faktor ist das schwache Wirtschaftswachstum in Europa und den Schwellenländern. Die Nachfrage nach Öl ist nicht genauso schnell gewachsen wie das Ölangebot auf dem Markt. Effizientere Motoren für Autos, besonders in den USA, haben diesen Faktor weiter unterstützt.
Öl wird auf der Weltmarkt in Dollar gehandelt. Der starke Dollar im Vergleich zu anderen Währungen hat die Situation für den Ölpreis verschlechtert.

Dazu gibt es ein paar Verschwörungstheorien. Eine davon ist, dass die USA und ihre Allierten in den Golfstaaten Russland und Putin bestrafen möchten. Die Politik Russlands in der Ukraine und in Syrien hat den USA und Saudi-Arabien sicherlich nicht gut gefallen. Eine andere Theorie ist, dass die OPEC-Länder den Ölpreis niedrig halten möchten, damit das Schieferölgeschäft nicht mehr profitabel ist. Unter 70-80 $ lohnt sich die Schieferölförderung in vielen Ölfeldern nicht mehr. Die Saudis können einen niedrigen Ölpreis verkraften. Die Schieferöl-Unternehmen aber, die für das Geschäft Kredite aufgenommen haben, haben mit niedrigen Preisen eventuell Schwierigkeiten.

Eigentlich erklären Angebot und Nachfrage alleine nicht, weshalb der Preis plötzlich um 50% gefallen ist. Dabei spielen sicherlich auch Spekulatoren eine Rolle, die den Preis noch weiter runter treiben, als er eigentlich sein sollte.

All diese Gründe resultieren in dem heute günstigsten Ölpreis seit 2009. Ich sehe die Sitaution persönlich ziemlich positiv für die Weltwirtschaft. Die Ölproduktion ist eigentlich fast ein Monopol. Die OPEC-Länder sitzen auf 81% der Ölreserven und 45% der Ölproduktion der Welt. Sie haben in den letzten Jahrzehnten quasi bestimmt, wie hoch der Ölpreis sein soll. Billionen wurden von den Industrieländern, die keine Ölreserven haben, an die OPEC-Länder gezahlt. Der Ölpreis hat Einfluss auf das Leben von jedem Mensch auf der Welt. Die Produktionskosten von vielen Lebensmitteln, Transportkosten, Heizkosten, Herstellungskosten von vielen Waren korrelieren direkt mit dem Ölpreis.

Besonders die armen Menschen in den Schwellenländern und in Afrika leiden unter dem hohen Ölpreis. Das Essen wird teurer und die Lebensstandards sinken. Das Geld, das viele OPEC-Länder am Öl verdienen, wird leider nicht immer für Verbesserung der Lebensstandards der Bürger in diesen Ländern eingesetzt. Viele Diktaturen werden dadurch stärker. Während eine kleine Anzahl von Menschen ein Superluxusleben führen, haben viele Menschen ein Leben in Armut und Schwierigkeiten.

Dank der Technologie ist die Welt bald nicht mehr abhängig von Öl aus den OPEC-Länder. Die Schieferöltechnologie wird immer besser. Neue und günstigere Fördermethoden werden das Ölangebot weiterhin erhöhen. Effizientere Autos, energiesparende Heizungen, alternative Energiequellen wie Sonne, Wind, Biogas und Atomkraft werden helfen, dass die Ölnachfrage nicht so schnell steigen wird wie das Angebot.

Endlich sehen wir die Macht der freien Wirtschaft und des freien Wettbewerbs. Billige Energie hat dem Wachstum des Wohls der Menschheit in der Geschichte immens geholfen.

Wie kann man nun als Anleger von billigem Ölpreis profitieren? Einige Optionen sind folgende:
  • Investieren in Öl (mit der Annahme, dass der Ölpreis in der Zukunft weiter steigen wird)
  • Investieren gegen die Länder, die unter dem niedrigem Ölpreis leiden (mit Hebelprodukten)
  • Investieren gegen die Ölkonzerne (mit Hebelprodukten)
  • Investieren in Firmen, die von billigem Öl profitieren
  • Investieren in Länder, die von billigem Öl profitieren

In meinem nächsten Artikel werde ich die Optionen analysieren und schauen, ob ich meine Anlagestrategie für 2015 dementsprechend anpassen muss.

Montag, 26. Januar 2015

Portfolio-Aktionsplan für 2015

“A man who does not think and plan long ahead will find trouble right at his door.” - Confucius

In meinem letzten Artikel „Mein ETF-Portfolio: Performance Details im Jahr 2014“ habe ich sehr detailliert über mein Portfolio und dessen Analyse berichtet. 

Was fange ich nun mit dieser Information an? In meinem Fall entscheidet meine heutige Anlageaufteilung über meine ETF-Käufe für 2015. Was ich dieses Jahr vor habe, wird das Thema dieses Artikels sein.

Meine optimale Gasamtanlageaufteilung ist folgende:
  • Aktien: 90%
  • Anleihen: 10%

Der Aktienanteil besteht aus diversen Aktien aus verschiedenen Regionen und Sektoren („Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Meine Zielanlageaufteilung für meine Aktien sieht wie folgt aus:
  • Aktien aus den USA: 30%
  • Aktien aus Europa: 30%
  • Aktien aus Schwellenländern: 30%
  • Aktien aus Japan/Australien/Neuseeland: 10%

Ende 2014 waren meine Anlagen folgendermaßen aufgeteilt:
  • Aktien: 89,3%
  • Anleihen: 10,7%

Der Aktienanteil im Detail:
  • Aktien aus den USA: 30,2%
  • Aktien aus Europa: 31,1%
  • Aktien aus Schwellenländern: 26,2%
  • Aktien aus Japan/Australien/Neuseeland: 12,4%

Wenn ich diese Zahlen analysiere, wird mein Aktionplan für 2015 ziemlich klar.

Erstens gibt es keinen Bedarf etwas zu verkaufen, um die gewünschte Anlageaufteilung zu erreichen. Das würde ich machen, wenn zum Beispiel mein Aktienanteil 95% und der Anleihenanteil 5% wären. Mein nächster Kauf wird auf jeden Fall ein Aktien-ETF sein („Aktien-ETFs als Geldanlage“).

Zweitens gibt es auch keine Notwendigkeit meine Aktien-ETFs neu zu struktrieren. Das würde ich tun, wenn einer der Anteile 5%-Punkte vom Sollwert abweichen würde. Die Anzahl der Aktien aus Schwellenländern liegt 3,8% unter dem Sollwert. Meine Ersparnisse aus 2015 werde daher ich dafür nutzen, den Anteil  meiner  Aktien aus Schwellenländern näher an 30% zu bringen.

Ich habe vor, meinem Portfolio zuerst die folgenden zwei ETFs hinzu zu fügen:
  • iShares Core MSCI Emerging Markets IMI
  • db x-trackers MSCI Russia Capped Index

“iShares Core MSCI Emerging Markets” ist ein ETF von Blackrock. Dieser ETF hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,25%, was ich sehr vorteilhaft finde („Wie die Fondsgebühren die Rendite fressen“). Für meine langfristige Anlagestrategie erwarte ich eine hohe Rendite von diesem ETF („Wirtschaftswachstum, Technologie und Aktien“).

„db x-trackers MSCI Russia Capped Index“ habe ich bereits in meinem Portfolio („Krimkrise, Ukraine-Konflikt und russische Aktien“). Dieser ETF hatte 2014 einen Verlust von 22,9%. Nun könnte man denken, dass ich diesen ETF eigentlich verkaufen sollte. Das ist aber meiner Meinung nach das falsche Vorgehen. Meine Strategie hier ist „Buy-and-Hold“. Die wirtschaftliche Situation Russlands ist zur Zeit tatsächlich sehr schlecht. Das heißt aber nicht, dass diese Situation die nächsten 10 Jahre schlecht bleibt. Die Aktienmärkte haben gute und schlechte Zeiten. Die schlechten Zeiten sind eine Gelegenheit für Anleger, günstig zu kaufen.

Sobald der Anteil der Schwellenländeraktien 30% beträgt, werde ich die Aktien aus den USA, Europa und Asien-Pazifik langsam aufstocken, damit die 30%-30%-30%-10% Aufteilung erhalten bleibt.

Meine restlichen ETFs werde ich bis Ende 2015 behalten. Mein Plan ist sogar, diese Aktien- und Anleihen-ETFs mindestens bis 2025 zu behalten. Diese langfristige Anlagestrategie wird der entscheidende Faktor sein, meine finanzielle Freiheit schneller zu erreichen („Finanzielle Freiheit ist ein realisierbarer Plan“).

Dienstag, 6. Januar 2015

Ein Rückblick auf die Performance meines Portfolios im Jahr 2014

“Always invest for the long term.” – Warren Buffett
2014 ist zu Ende und diese Woche ist die beste Zeit, die Performance meines Portfolios im Jahr 2014 zu begutachten. Es wird ein kurzer Beitrag sein, weil ich meine Analyse noch nicht völlig abgeschlossen und noch keine weiteren Schritte daraus abgeleitet habe.

2014 war ein wichtiges Jahr für meine Geldanlage. In den Jahren davor hatte ich keine richtige Anlagestrategie. Ich besaß mehrere unterschiedliche individuelle Aktien („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“). Mein Portfolio hat eine positive reale Rendite gebracht („Was ist Rendite und wie kann man Rendite berechnen“). Ich war jedoch nicht völlig zufrieden mit der Performance meines Portfolios. Dies war die Zeit, in denen die Aktienmärkte global gestiegen sind. Die Renditen von S&P 500 oder den DAX-Indexen waren ein paar Prozentpunkte höher als meine Geldanlage, die ich aktiv geführt habe.

Das war eine Enttäuschung für mich, weil ich viel Zeit mit der Analyse der Aktien verbracht hatte. Ich hatte auch jeden Tag die Aktienkurse beobachtet. Ich hatte sogar eine App auf meinem Smartphone, damit ich die Aktienkurse „live“ beobachten konnte.

Während dieser Zeit habe ich viele Bücher über Investieren, Aktien und Finanzmärkte geIesen. Die zwei Bücher, die mich ziemlich beeinflusst haben, waren „A Random Walk Down Wall Street“ von Burton Malkiel und „Common Sense on Mutual Funds“ von John C.Bogle.

Deshalb habe ich mich entschieden, meine Anlagestrategie von aktiv auf passiv umzustellen. Ich habe meine Aktien verkauft und mir ein diversifiziertes Portfolio gestaltet („Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Ich habe alle Aktienfonds vermieden, weil sie einfach sehr hohe Kosten haben („Aktienfonds als Geldanlage“). Die Wahrscheinlichkeit, dass sie langfristig eine bessere Rendite als S&P 500 oder DAX bringen werden, ist laut Burton Malkiel ziemlich gering.

Mit meinem ersparten Geld habe ich 2014 nur ETFs gekauft („Aktien-ETFs als Geldanlage“). Diese ETFs werde ich in den nächsten Jahren behalten und gar nicht berühren.

2014 war ein positives Jahr für die Aktienmärkte. Das kann man in der Performance meines Portfolios auch sehen. Hier ist meine Renditehistorie der letzten Jahre.
  • 2009 : 3,9%
  • 2010 : 9,9%
  • 2011 : -3,0%
  • 2012 : 10,7%
  • 2013 : 8,7%
  • 2014 : 18,7%

Ich lege mein Geld seit circa fünf Jahren an. 2014 ist das Jahr gewesen, in dem ich am wenigsten Käufe und Verkäufe gemacht habe. Es war auch das Jahr, in dem ich die höchste Rendite erzielt und die wenigsten Steuern bezahlt habe. Wenn Sie Ihre Aktien oder ETFs nicht verkaufen, haben Sie aus Sicht des Finanzamts keinen Gewinn, müssen also keine Steuern zahlen („Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau“). Wenn Sie Ihre Gewinne nicht realisieren und die Kapitalertragsteuer hinauszögern, erreichen Sie ein paar Renditepunkte mehr durch Zinzeszins („DerZinseszinseffekt“).

18,7% Rendite mit einem ETF-Portfolio mag hoch klingen. Vielleicht glauben einige von meinen Lesern nicht, dass ich das geschafft habe. Deshalb werde ich meine Portfoliodetails zum ersten Mal auf meinem Blog veröffentlichen. Sie sollen aber dafür auf meinen nächsten Artikel warten. Bis zum nächsten Artikel!

Montag, 22. September 2014

Rentenformel einfach erklärt

“As far as your personal goals are and what you actually want to do with your life, it should never have to do with the government. You should never depend on the government for your retirement, your financial security, for anything. If you do, you're screwed.“ - Drew Carey
Ich habe viele Freunde und Bekannte, die zwischen 25 und 50 Jahre alt sind. Sie sind körperlich fit, mögen ihren Beruf und sind für ihre Arbeit motiviert. Viele davon möchten bis zur Regelaltersgrenze von 67 arbeiten („Rentner mit 67 Jahren“).Ich kenne aber auch einige Leute über 45, die ihre Leidenschaft für ihren Job verloren haben. Diese Leute zählen die verbleibenden Tage bis zur Rente und versuchen irgendwie ein Angebot für Frührente zu bekommen.

Was mich wundert ist, dass die beiden Gruppen nich genau wissen, wie viel Rente sie bekommen werden. Das Wissen, das sie von Freunden und Bekannten haben, ist meistens inkorrekt und irreführend. Es ist in den meisten Fällen viel zu spät, wenn man die Rentenhöhe erst zwei Jahre vor dem Renteneinritt erfährt. Ich versuche in diesem Artikel, die Rentenformel so einfach wie möglich zu erklären. 

Die Rentenformel lautet mathematisch:


Rente (monatlich) = Entgeltpunkte  x (aktueller Rentenwert) x Zugangsfaktor x Rentenartfaktor

Der Zugangsfaktor und der Rentenartfaktor werden für Frühverrentung und Sonderfälle wie Witwenrente benötigt. Sonst werden die in meisten Fällen mit dem Faktor 1,0 berechnet. Für meine vereinfachte Berechnung werde ich für diese beiden Faktoren 1,0 nehmen. Der vereinfachte Formel lautet dann:

Rente (monatlich) = Entgeltpunkte x (aktueller Rentenwert)

Um Ihre eigene Rente zu berechnen, brauchen Sie einen Taschenrechner und die folgenden drei Kennzahlen:
  1. Arbeitsjahre: Das ist einfach: 67 minus das Alter, in dem Sie angefangen haben zu arbeiten
  2. 34.071 EUR: Das ist das durschschnittliche Bruttoentgelt im Jahr 2013. Dividieren Sie Ihr Jahresbrutto durch diese Zahl.
  3. 28,61 EUR: Das ist der aktuelle Rentenwert im Jahr 2014 in Westdeutschland.

Kurz zusammengefasst bekommen Sie einen Punkt für jedes Jahr, wenn Sie durchschnittlich verdienen. 28,61 EUR mal Ihre Gesamtpunkte ergibt Ihre monatliche Rente.
  • Beispiel 1: Frauke, Bürokauffrau, Jahresbrutto 34.071 EUR, arbeitet, seitdem sie 20 Jahre alt ist. Rente = (34.071 € / 34.071 €) x (67 – 20) x 28,61 € = 1.345 EUR
  • Beispiel 2: Christian, Unternehmensberater, Jahresbrutto 68.142 EUR, arbeitet, seitdem er 28 Jahre alt ist. Rente = (68.142 € / 34.071 €) x (67 – 28) x 28,61 € = 2.232 EUR
  • Beispiel 3: Britta, Floristin, Jahresbrutto 22.800 EUR, arbeitet, seitdem sie 17 Jahre alt ist. Rente = (22.800 € / 34.071 €) x (67 – 17) x 28,61 €  = 957 EUR

Mit dieser einfacher Methode können Sie ungefähr berechnen, wie hoch Ihre eigene Rente sein wird (heutiger Wert). Natürlich läuft die exakte Berechnung anders. Ihre Gehaltsentwicklung und das historische und zukünftige Bruttoentgelt in Deutschland bestimmen Ihre Entgeltpunkte (Historische Werte können Sie auf Wikipedia nachlesen). Im späteren Berufsleben sammelt man aufgrund des mit Erfahrung und Tarifstufen steigenden Gehalts mehr Punkte als am Anfang.

In Ostdeutschland beträgt der Rentenwert 26,39 EUR statt 28,61 EUR. Laut Angela Merkel wird der Wert dem Westwert bis 2020 angeglichen. Für die Berechnung der Frührente müssen Sie den Zugangsfaktor in die Berechnung einbeziehen.

Diese Berechnung ist für Leute, die heute in die Rente eintreten. Extrem wichtig für jeden Arbeitnehmer ist, wie sich einerseits die Rentenhöhe in Zukunft entwickelt und wie teuer andererseits das Leben aufgrund von Inflation werden wird („Lebensmittelpreise und Inflation in Deutschland“). Die Renteninformation, die mittlerweile jährlich verschickt wird, enthält eine Berechnung Ihrer künftigen Rente ohne  Berücksichtigung von Rentenanpassungen. Aufgeführt werden lediglich Beispielsrechnungen mit einer jährlich Anpassungen des Rentenwerts von 1% und 2%, dass eine entsprechende Erhöhung tatsächlich stattfinden wird, ist unsicher.

In meinem nächsten Artikel werde ich die Höhe der Rentenanpassungen in de letzten Jahren in Vergleich zu Inflationsrate darstellen. Mit dieser Information können wir eine Prognose machen, wie hoch die Anpassungen in der Zukunft sein könnten.

Montag, 7. Juli 2014

Monatlich Geld sparen und automatisch Vermögen aufbauen

Die Deutschen sind eine der sparsamsten Nationen im internationalen Vergleich. Hier sind die Sparquoten ausgewählter Länder für das Jahr 2013 in Prozent des verfügbaren Einkommens (Quelle: de.statista.com).

  • Frankreich 15,4%
  • Schweiz 13,4%
  • Schweden 12,2%
  • Deutschland 9,9%
  • Norwegen 8,7%
  • Österreich 8,2%
  • Großbritannien 5,8%
  • USA 4,5%
  • Ungarn 2,4%
  • Japan 0,8%

Das verfügbare Einkommen ist meistens einfach Ihr Nettogehalt. Wie viel Prozent Ihres Nettogehaltes können Sie bei Seite legen? So viel wie die Deutschen, Franzosen, Amerikaner oder Japaner?

Mein persönlicher Vermögensaufbau hat 2008 begonnen, als ich angefangen habe zu arbeiten und Geld zu sparen. Mein Einstiegsgehalt als Ingenieur war in Ordnung und meine Ausgaben waren niedrig, weil ich meine Studentenmentalität nicht so schnell aufgegeben hatte. 2008 habe ich eine Sparrate von 35,7% geschafft, was viel höher war als bei einem durchschnittlichen Deutschen. In den darauffolgenden zwei Jahren ist meine Sparquote aufgrund neuer Ausgaben wie Autokosten, Fernreisen und höheren allgemeinen Ausgaben (Ausgehen, Unterhaltungselektronik, Supermarkt, usw..) gesunken. Danach konnte ich meine Sparquote aber wieder erhöhen. Die Hauptfaktoren dafür waren meine Gehaltserhöhungen und der Wechsel zur privaten Krankenversicherung. Gleichzeitig konnte ich meine Ausgaben auf dem gleichen Niveau halten, sie 2013 sogar um circa 13% senken. Die folgenden Sparquoten habe ich in den letzten Jahren erzielt:
  • 2009 -> 28,3%
  • 2010 -> 28,6%
  • 2011 -> 36,1%
  • 2012 -> 40,3%
  • 2013 -> 51,8%

Die Methode, wie ich gespart habe, hat sich in den letzten Jahren immer weiter entwickelt. Anfänglich habe ich mein Geld ganz gewöhnlich ausgegeben. Was auf dem Girokonto übrig blieb, waren einfach meine Ersparnisse. Nachdem ich ein kleines Vermögen angespart hatte, kam ich endlich auf die Idee, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen und meine Ersparnisse auf diesem Konto zu halten.

Danach kam die Zeit, in der ich immer am Ende des Monats das verbleibende Geld auf das Tagesgeldkonto überwiesen habe. Die Menge war ja nach Höhe der Ausgaben im entsprechenden Monat variabel.

Der nächste Schritt war das, was ich „Bezahle Dich selber zuerst“ nenne. Dabei habe ich angefangen sofort nach dem Gehaltseingang eine bestimmte Geldsumme mit dem Verwendungszweck „Pay yourself first“ auf mein Tagesgeldkonto zu überweisen. 

Weil ich mit meinen Finanzen ziemlich aktiv umgehe, bin ich mit dieser Methode ganz zufrieden. Alternativ können Sie einen Dauerauftrag einrichten, damit Sie jeden Monat automatisch Geld anlegen können.

Es gibt viele Ideen und Möglichkeiten, wenn Sie Ihre Sparquote erhöhen möchten. Meine Tipps und Erfahrungen stelle ich zur Verfügung auf meinem Blog unter der Rubrik „Geld sparen“. Zusätzlich zu diesem Artikel können Sie im Internet viele Informationen und weiterführende Links, wie etwa zu Vergleichen von Tagesgeldkonten oder Depotkonten erhalten.  Beispielsweise sparwelt.de gibt hier einen Überblick plus weiterführende Links.

Montag, 16. Juni 2014

Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 2

“...talent means nothing, while experience, acquired in humility and with hard work, means everything.” - Patrick Süskind
Fortführung vom Artikel “Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 1“.

Sparsamkeit ist heutzutage genauso uncool wie harte Arbeit. Sparsame Menschen werden als „billig“ und „Geizhals“ verteufelt. Wer sich übers Sparen unterhält, wird geringschätzig behandelt. „Er redet nur über Geld“ wird gelästert. Es kommt irgendwie besser an, über exotische Urlaube („Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub“) und außergewöhnliche Hobbys („Teure Hobbies und Vermögensaufbau“) zu sprechen. Je teurer, desto cooler. Kein neues Smartphone zu haben, ist altmodisch („Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“), alte Klamotten lange Zeit zu tragen, ist undenkbar. In einer kleinen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft zu wohnen, ist ab dem Berufsbeginn nicht erwünscht. Ich kenne einige kinderlose Paare, die sich ein riesiges Haus über Kredit finanzieren.


Die niedrigen Zinsen sind ein Grund dafür, dass die Menschen derzeit nicht mehr Geld sparen möchten. Man bekommt kaum Rendite und das Geld verliert seinen Wert durch Inflation („Inflation und die Effekte auf Rendite“). „Ich gebe mein Geld lieber komplett aus“. Diesen Satz habe ich wörtlich von einem Kollegen gehört. Die Börse und ETFs sind natürlich keine Alternativen. Sie werden in den meisten deutschen Medien als reine Zockerei dargestellt.

Die Konzerne und Medien geben uns das ideale Leben vor. Die Konsumgesellschaft wird auch durch günstige Importe aus China und anderen Schwellenländern unterstützt. Weihnachten ist eher ein Kaufwahnsinn als besinnlich. Die Konzerne und der Staat wollen es natürlich genauso haben. Die Konjuktur wird angekurbelt, wenn die Menschen mehr einkaufen. Die Steuereinnahmen erhöhen sich durch die Mehrwertsteuer. Keiner denkt, dass als Konzequenz zu wenig gespart wird. Lieber neue Schulden als Schuldenabbau.

Ich versuche in meinem Blog gegen den Strom zu schwimmen. Ich bin immernoch ein großer Unterstützer von harter Arbeit, obwohl sie zu einem höheren Steuersatz führt ("Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen"). Ich möchte aus Prinzip weder von Sozialhilfe leben noch meine Zukunft abhängig vom Staat oder von meinem Arbeitgeber machen.

Sparsam leben ist sehr wichtig für mich und meinen Plan für den Vermögensaufbau („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“). Die Herdenmenschen werden an das Ziel kommen, zu dem die Herde geht, nämlich Rente mit 67 oder später. Also, lieber gegen den Strom schwimmen als Altersarmut riskieren.

Montag, 9. Juni 2014

Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 1

„There is no substitute for hard work.“ – Thomas Edison

Harte Arbeit und Sparsamkeit sind Tugenden aus dem letzten Jahrhundert. Mit diesen zwei Eigenschaften haben die westlichen Länder, insbesondere Deutschland, trotz zweier Weltkriege eine wohlhabende Gesellschaft und eine starke Wirtschaft aufgebaut. 

Mit harter Arbeit wurden ein hoher Produktionsausstoß, technologische Entwicklung und Produktivität erreicht. Mit Sparsamkeit wurden diese zusätzlichen Wertschöpfungen in Kapital verwandelt, um neue Fabriken und Infrastrukturen aufzubauen, um wiederum in Innovation und Technik zu investieren. Japan und Deutschland, als zwei große Verlierer des zweiten Weltkrieges, haben es mit harter Arbeit und Sparsamkeit innerhalb von zwanzig Jahren geschafft, ein Wirtschaftswunder zu verwirklichen. Nach den USA und der UdSSR waren diese Länder weltweit auf dem dritten und vierten Platz, was das Bruttoinlandsprodukt angeht, obwohl sie vergleichweise geringe Einwohnerzahlen hatten. Das war eine außergewöhnliche Leistung dieser Völker.


Harte Arbeit und Sparsamkeit verlieren ihre Wichtigkeit und sind in unserer heutigen Gesellschaft fast keine Tugend mehr. Diese Denkweise birgt hohe finanzielle Risiken für die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft.

Harte Arbeit ist heutzutage in Deutschland uncool und idiotisch. Wer härter und mehr arbeitet, wird erst vom Staat bestraft. Mehr als die Hälfte des zusätzlichen Einkommens wird durch die kalte Progression als Einkommensteuer erstmal aufgefressen. Es gibt keine Motivation („Warum soll ich Geld anlegen? Finden Sie Ihre Motivation“) für die Menschen, mehr Leistung zu bringen und mehr Einkommen zu generieren. 

Mittelmäßigkeit und Faulheit werden belohnt. Die Fleißigen und die Sich-Nicht-Krankmelder werden als Idioten beschimpft. Für die Geringverdiener ist es viel klüger arbeitslos zu sein, als zu arbeiten. Um 200 € mehr zu haben, lohnt es sich nicht, in Vollzeit zu arbeiten. Sozialhilfe zu kassieren ist ziemlich bequem und mit ein bisschen Schwarzarbeit nebenbei kann man sehr schön leben.

Auch die Studenten wollen an den Universitäten harte Arbeit vermeiden. Studienplätze in Ingenieurwissenschaften und Medizin sind nicht mehr so populär. Sozialwissenschaften sind viel beliebter. Wer will bitte schön die ganze Zeit des Studiums in der Bibliothek und im Labor verbringen, statt auf der Uni-Wiese mit Kumpels Bier zu trinken. Es ist voll uncool und spießig, das Studium in der vorgegebenen Zeit abzuschließen. „Ich bin doch kein Streber“ ist die Erklärung. Nach etwas zu streben, nämlich „harter Arbeit“, wird als völlig blödsinnig angesehen.

Der Artikel wird fortgesesetzt in „Geld sparen in einer faulen Konsumgesellschaft Teil 2“.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Investieren Sie in Ihre Bildung für finanzielle Freiheit

"Formal education will make you a living; self-education will make you a fortune." - Jim Rohn
Finanzielle Freiheit erfordert Vermögen. Wenn Sie nicht der glücklichen Minderheit angehören, die ein solches Vermögen von ihrer Familie geerbt hat, haben Sie am Anfang des Berufslebens praktisch „Null Vermögen“. Ihre finanzielle Freiheit ist erstmal nicht in Sicht. Daher müssen Sie Ihr Vermögen selber aufbauen.

Der Vermögensaufbau dauert in diesem Fall mehrere Jahre, ist aber nicht unmöglich. Mit einem soliden Plan, Willenskraft und Durchhaltevermögen können Sie Ihr Vermögen aufbauen, damit Sie von Ihrem passiven Einkommen leben können. Der Plan für den Vermögensaufbau hat zwei Faktoren: Geld sparen und Rendite erzielen. Beide müssen Sie besser beherrschen als die anderen. Sonst wären viele Leute schon wohlhabend, sind sie aber nicht; die meisten leben sogar in Abhängigkeit vom Staat.

Ein wichtiger Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und erfolglosen ist das „Können“. Das Können braucht „Wissen“ und die „Umsetzung“ dieses Wissens. Sie müssen in Ihre Bildung investieren, damit Sie mehr wissen und mehr können. 

Um Geld zu sparen, müssen Sie erstmal Geld verdienen. Wenn Sie ein Arbeitnehmer sind, ist Ihr Verdienst einfach Ihr Gehalt. Um mehr und einfacher Geld zu sparen, sollten Sie nun mehr verdienen, also Ihr Gehalt steigern. Der herkömmliche Weg zu mehr Gehalt sind Ausbildung und Studium. Dadurch schaffen Sie sich einen Einstieg in qualifizierte Berufe, die Sie ohne Ihre Ausbildung nicht ausüben könnten. Die Zeit und das Geld, die Sie in Ihre Ausbildung investieren, lohnen sich auf jeden Fall. Zum Beispiel ist der Verdienstunterschied zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern bei den technischen Berufe ziemlich groß.


Ein alternativer Weg zum mehr Verdienst sind Weiterbildung und Selbstbildung. Damit können Sie auf Ihrer Arbeit mehr leisten und Ihr Mehrwert wird von Ihrem Arbeitgeber mit Gehaltserhöhung, Beförderung und breiterem Verantwortungsbereich belohnt. Zur Weiterbildung können Sie Kurse und Seminare besuchen. Abendschulen und Fernuniversitäten sind für Arbeitnehmer sehr gute Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten zu erweitern.

Zur Selbstbildung kommt zunächst Fachliteratur in Frage. Bücher sind der einfachste und günstigste Weg zu lernen und mehr zu können. Zu Hause auf dem Sofa, unterwegs im Zug zur Arbeit oder am Schreibtisch können Sie Fachbücher bequem und ohne Zeitdruck lesen. Alles ist eine Frage des Willens, Sie müssen einfach damit anfangen. Auf Haufe.de finden Sie eine große Auswahl von Fachliteratur für Ihren Arbeitsbereich.

Ähnlich wichtig ist es, in finanzielle Bildung zu investieren („Finanzielle Bildung“), um eine höhere Rendite von Ihrem Vermögen zu bekommen.

Montag, 26. Mai 2014

Leben in einer Wohngemeinschaft

We must learn to live together as brothers or perish together as fools. - Martin Luther King, Jr.

Manchmal haben unsere in einem Moment getroffenen Entscheidungen große Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Vor 6,5 Jahren habe ich mein Berufsleben in Köln angefangen. Davor hatte ich in Dortmund studiert und im Studentenwohnheim mit einer 200 € alles-inklusive Monatsmiete gewohnt.

Das Studentenleben in Dortmund war ziemlich günstig: Ein Semesterticket für die Bahn, niedrige Studiengebühren, die Mensa, Studentenkneipen mit leckerem Dortmunder-Bier für nur einen Euro, usw.. Alle Kosten zusammengenommen beliefen sich inklusive Krankenversicherung auf circa 550 € im Monat. Mit meinem Leben war ich auch ziemlich glücklich, obwohl das Geld oft knapp war („Wie viel Geld ist genug?“) und ich weder Luxus in meinem Leben wie z.B. teure Urlaube („Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub“) noch extravagante Hobbies hatte („Teure Hobbies und Vermögensaufbau“). 

Wie jeder Berufsanfänger wollte ich eigentlich in meiner eigenen Single-Wohnung wohnen. Dafür war es langsam Zeit, nachdem ich sieben Jahre lang in Studentenwohnheimen und Wohngemeinschaften gewohnt hatte. Ich hatte aber keine Zeit und keine große Lust, von Dortmund aus in Köln eine Wohnung zu suchen. Außerdem musste ich noch eine sechsmonatige Probezeit bei der Arbeit bestehen. Aus diesen Gründen habe ich temporär für zwei Monate in einem WG-Zimmer in zentraler Lage (Zülpicher Platz) gewohnt. Mein Plan war, dass ich während dieser Zeit meine Traum-Single-Mietwohnung suchen würde.


Die Entscheidung, die große Auswirkungen auf meine Finanzen hatte, war jedoch Folgende. Ein anderes Zimmer in unserer 3er-WG wurde frei und ich entschied mich spontan dazu, dieses Zimmer zu nehmen. Ich kannte die Mitbewohner schon und war eigentlich zu faul für die mühsame Wohnungssuche in Köln. Der Umzug war der schnellste und einfachste in meinem Leben, ich habe meine Sachen einfach ein Zimmer rübergetragen. 

In dieser WG habe ich fünf Jahre lang gewohnt! Mit den wechselnden Mitbewohnern gab es glücklicherweise keine Probleme. Ich habe allerdings zu Hause nicht so viel Zeit verbracht, weil ich viel gearbeitet habe und dazu einige Zeit pendeln musste. Es gab immer einen Grund, weiter in dieser WG zu wohnen.

Mein Zimmer war 25 qm groß und die Gesamtmiete inklusive Telefon und Strom betrug 400 €. Die Wohnung hatte auch eine große Küche, die man als Gemeinschaftszimmer nutzen konnte. Der Wohnungsmarkt in Köln ist heute extrem teuer. Vor ein paar Jahren war es jedoch in einer zentralen Lage nicht sehr anders.

Mir sind die finanziellen Vorteile unserer Wohngemeinschaft erst bewusst geworden, nachdem ich meine Sparquote mit der meiner Kollegen verglichen habe („Net Cashflow ist König“). Meine Sparquote war deutlich höher als die der anderen, obwohl wir ähnliche Ausgaben und und einen vergleichbaren Lifestyle hatten. Der Hauptgrund dafür war einfach meine WG! Die anderen haben alleine gewohnt und zwischen 700 € und 800 € fürs Wohnen ausgegeben.

Die Einstiegsgehälter bei Ingenieuren sind eigentlich nicht schlecht. Trotzdem müsste man eine Woche lang für den Vermieter arbeiten, nachdem man zwei Wochen lang für den Staat und Sozialabgaben gearbeitet hat. Toll! („Bezahle Dich selbst zuerst“)

Das WG-Leben hat seine Vor- und Nachteile. Dank meines WG-Lebens habe ich in 5 Jahren mindestens 18.000 € gespart und angelegt. Das ist eine Menge Geld!

Ich würde jedem Berufsanfänger empfehlen sich zu überlegen, zunächst in einer Wohngemeinschaft zu wohnen. Wohngemeinschaften sind die beste Art, günstig zu wohnen. Außerdem hat man andere soziale Kontakte als die Kollegen auf der Arbeit. Die Entscheidung, in einer WG zu wohnen, ist wie ein Turbostart für den Vermögensaufbau.

Ich wohne mittlerweile mit meiner Freundin und werde darüber in meinem nächsten Artikel berichten.

Montag, 19. Mai 2014

Grundschulmathematik hilft beim Sparen und Vermögensaufbau

"Mathematics takes us still further from what is human, into the region of absolute necessity, to which not only the actual world, but every possible world, must conform." - Bertrand Russell
Mathematik ist ein Fach, das nur wenige Schüler mögen. Nur jeder Dritte nennt Mathe als eins der Fächer, die am meisten Spaß machen. Viele Schüler tun sich sehr schwer, die einfachsten Aufgaben zu lösen. Bei mir war es ganz das Gegenteil. Mathe war mein Lieblingsfach.

Vielleicht bin ich deshalb Ingenieur geworden und beschäftige mich auch heutzutage mit mathematischen Konzepten. Obwohl ich während des Studiums ziemlich komplizierte Sachen gelernt habe, verwende ich heutzutage die Formeln vom Differenzial- und Integralrechnen kaum. Was ich aber täglich auf der Arbeit nutze, ist einfache „Grundschulmathematik“. 

Diese Grundschulmathematik hilft mir auch beim Sparen und Vermögensaufbau sehr. Ich habe verschiedene Berechnungen in meinen Artikeln auf diesem Blog angestellt, bei denen ich auf meine Grundschulmathematikkentnisse zurückgegriffen habe. Ich brauche dafür die Grundrechenarten, nämlich die vier mathematischen Operationen Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division. Dazu verwende ich noch die Zinseszinsformel („Der Zinseszinseffekt“), die eine Kombination von Addition und Multiplikation ist.

Mathematik hilft mir bei 

Mathematik erhöht mein Bewusstsein beim Einkaufen. Ich weiß jetzt, wie viele Stunden Arbeit ich für den neuen 55-Zoll-LED-Fernsehen leisten muss („Geld bedeutet eigentlich Lebensstunden“). Ich sehe jetzt die Tricks der Hersteller im Supermarkt, die Preiserhöhungen versteckt in Mengenreduzierungen ohne Preisänderung durchziehen. Ich finde heraus, wie ein Kapselkaffeehersteller mir den Kaffee 16-mal teurer verkaufen möchte („Eine wirtschaftliche Analyse von Kaffeekonsum im Haushalt“).

Mit Mathematik weiß ich, welche finanziellen Auswirkungen das Rauchen hat ("Finanzielle Schaden vom Rauchen“). Der tägliche Coffee-To-Go scheint mir doch nicht so günstig, wenn ich die jährlichen Kosten kalkuliere („Wie Starbucks Ihren Reichtum verhindern kann“).

Mathematik bringt die Lügen der Politiker und Medien ans Licht. Ich weiß jetzt, was meine persönliche Inflationsrate ist („Lebensmittelpreise und Inflation in Deutschland“). Ich weiß, wie die Mittelklasse durch Kalte Progression bei der Einkommensteuer erdrosselt wird („Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau“). Ich weiß, wie viel und ob überhaupt ich Rente in 36 Jahren bekommen werde („Rentner mit 67 Jahren“). Ich kann kalkulieren, wie viele Einnahmen der öffentlich-rechtliche Rundfunk jährlich erzielt uns sehe die Qualität der Sendungen, die mit diesen Einnahmen produziert werden.

Einfach ausgedrückt macht Mathematik „wach, bewusst und schlau“.

Liebe Leser, Mathematik ist sehr wichtig, vielleicht das wichtigste Schulfach. Erhöhen Sie Ihr Interesse an Zahlen hin zu mehr als Sudoku und dem 2048-Spiel. Was Sie brauchen, ist einfache Grundschulmathematik. Die Grundrechenarten kombiniert mit langfristigem Denken sind die Basis meines Vermögensaufbaus.

Bringen Sie Ihren Kinder bei, die Grundschulmathematik im alltäglichem Leben zu nutzen. Das wird ein großes Geschenk für Ihre Kinder, die sich sehr wahtscheinlich um ihre Altersvorsorge selber kümmern müssen („Der demografische Wandel in Deutschland und Ihre finanzielle Zukunft“).

Samstag, 10. Mai 2014

Blog-Update neues Design

Ab heute hat mein Blog “Der goldene Adler” ein neues Design. Mittlerweile habe ich auf der Homepage mehrere Blöcke, die sogenannten Gadgets, was dazu führte, dass das alte Design für meine Leser nicht mehr übersichtlich war. Außerdem dachte ich, dass ein frisches Aussehen für eine Webseite oder einen Blog ab und zu nötig ist. Die Leser und Follower können sich ja sonst schnell langweilen.

Bis heute habe ich 125 Artikel auf meinem Blog gepostet. Das ist eine Menge Stoff, in der sich meiner Meinung nach eine Menge wertvolle Informationen verbirgt. Ich möche ungern die Themen in meinen Artikeln wiederholen und gleichzeitig möchte ich nicht, dass alte Artikel nicht mehr gelesen werden, weil sie einfach auf der Homepage nicht mehr zu finden sind.

Oben auf der Homepage sehen Sie jetzt meine Unterseiten. Unter den Rubriken Artikelübersicht, Finanzielle Freiheit, Vermögensaufbau, Geld Sparen, GeldAnlagen und Über „Der goldene Adler“ Blog habe ich alle alten Artikel aufgelistet und verlinkt. Damit können meine Leser schnell diejenigen Artikel finden, die Sie am meisten interessieren.

Auf der linken und rechten Seite unter den Google-Anzeigen und dem Amazon-Link („Geldverdienen mit meinem Blog“) befinden sich die Links zum Feedly und zu meiner Facebook-Seite. Sie können meinen Blog über Feedly abonnieren und die Artikel einfach auf Ihrem Mobilgerät lesen. Über die Facebook-Seite werden Sie informiert, wenn ich neue Artikel poste.

Das Blog-Archiv, Adlersblogs – nämlich Links zu anderen Finanzblogs, die letzten Kommentare und die Labels – ist auf der linken und rechten Seite zu finden.


Ich hoffe, dass das neue Design Ihnen gefällt. Viel Spaß beim Lesen und Surfen!

Mittwoch, 23. April 2014

Querdenker: Contrarian-Strategie, gegen den Markttrend investieren

"It takes a strong fish to swim against the current. Even a dead one can float with it." - John Crowe

In meinem Artikel „Gelegenheiten Geld zu schaffen“ habe ich meinen Lesern empfohlen, in ihrem Leben finanzielle Gelegenheiten zu suchen, um schneller Vermögen aufzubauen. Diese Gelegenheit mag als ein Immobilienangebot kommen oder als eine Geschäftsidee von einem Freund. In den meisten Fällen kommt sie über die Finanzmärkte. Eine Gelegenheit an der Börse ist für mich, wenn ich eine Aktie oder einen ETF viel günstiger als zum tatsächlichen Wert kaufen kann ("Aktien als Geldanlage").

Diese Gelegenheiten sind selten, ermöglichen aber dem risikobereiten Anleger hohe Renditen und Gewinne ("Was ist Rendite und wie kann man Rendite rechnen"). In Zeiten von hoher Euphorie oder übertriebenem Pessimismus begegnet man solchen Gelegenheiten am häufigsten. Es gibt eine Börsenstrategie, bei der man versucht, diese Gelegenheiten zu finden. Diese Strategie heißt „Contrarian Investing“.


„Contrarian Investing“ ist eine der führenden Anlagestrategien. Die Contrarian-Anleger folgen dem allgemeinen Markttrend und der Masse der Kapitalanleger nicht. Sie machen genau das Gegenteil von dem, was die anderen Anleger machen. Ein Contrarian-Anleger versucht, unterbewertete Aktien zu erkennen und zu identifizieren. Er kauft sie und hält sie, bis die richtige Zeit kommt und die Aktie ihren richtigen Wert erreicht. Damit erzielt der Contrarian-Anleger Kapitalgewinne. In dieser Hinsicht ist die Strategie ähnlich wie „Value Investing“ („Value Investing und Ihre Anlagestrategie“).

Ein Contrarian-Anleger ist jemand, der an Gewinne glaubt, nicht an die öffentliche Meinung ("Wie funktioniert ein Unternehmen?"). Er denkt, dass die Mehrheit der Investoren in der Regel falsch liegt. Man muss dabei sehr mutig sein, weil es sehr schwierig ist, antizyklisch, also entgegen dem Markttrend, zu handeln.

Ein Contrarian-Anleger kauft Aktien, wenn die meisten Anleger pessimistisch sind und ihre Aktien verkaufen. Er kauft Aktien, die keiner haben will. Genauso verkauft er Aktien, wenn die meisten Anleger euphorisch sind und Aktien kaufen.

Die bekanntesten Anleger, die die Contrarian-Strategie verfolgt haben, sind Jim Rogers, Marc Faber, John Templeton, Sam Zell, Eduardo Elsztain, John Neff und der wohl bekannteste - George Soros.

Ich bin persönlich nicht der Meinung, dass ein Anleger seine komplette Strategie auf diese Aktien ausrichten sollte ("Lege nicht alle Eier in einen Korb"). Denn diese Strategie ist ziemlich riskant, wenn man nicht genau weiß, was man tut. Es besteht das Risiko, in ein fallendes Messer zu greifen oder einen positiven Trend zu verpassen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man zugreifen muss, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Haben Sie jemals solche Gelegenheiten gehabt? Was haben Sie getan oder was haben Sie nicht getan? Bereuen Sie Ihre Entscheidung?

Zum weiterlesen -> Risiko bei Geldanlagen
Zum weiterlesen -> Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite
Zum weiterlesen -> Ausreden um weiterhin kontinuierlich geringe Rendite zu erzielen