Posts mit dem Label Cashflow werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Cashflow werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 4. November 2013

Bischof Tebartz-van Elst, Kirche und Kirchensteuer

"For the big churches, transparency is very damaging to their business plan. Nobody wants to donate to a rich organization" – Carsten Frerk

Die Affäre um Prunk-Bischof Tebartz-van Elst und seinen 40-Millionen-Euro-Sitz in Limburg hat in Deutschland eine heftige Diskussion ausgelöst. Die Einnahmen und das Vermögen der Kirche in Deutschland waren bis jetzt ein Tabuthema, das weder in den Medien noch in der Politik offen diskutiert wurde. Die katholischen Bistümer haben laut „Welt“ und „Spiegel“ falsche Angaben zu ihrem Vermögen gemacht.


Die Kirchen sind scheinbar viel reicher als gedacht: Verschiedene Kassen, Vermögenswerte wie Immobilien, Rücklagen, Aktien, Teilhabe an Unternehmen, Klosterbetriebe, Wälder, Ackerland, usw.. 345 Milliarden Euro besitzen katholische und evangelische Kirche in Deutschland laut „Wirtschaftswoche“.

Zu den Einnahmen durch diese Vermögenswerte dazu kommen natürlich Einnahmen durch Kirchensteuer, Fördermittel und Zuschüsse, Staatsleistungen und Entgelte für kirchliche Leistungen. Trotz der sinkenden Zahl von Kirchenmitgliedern sind die Steuereinnahmen für die beiden Kirchen im Jahr 2013 auf einen Rekordwert von circa 10 Milliarden Euro gestiegen. Die hohen Steuereinnahmen des Staates aufgrund von Mehrbeschäftigung, höheren Lohnen und Kaltprogression wirken sich sofort auf die Kirchensteuer aus, weil diese an die Einkommensteuer gekoppelt ist.

Das Interessante ist, dass die Ausgaben der Kirchen nicht geprüft werden wie bei einem Unternehmen. Die Wirtschaftlichkeit der Ausgaben ist egal. Ich befürchte, dass der Prunk-Bischof Tebartz-van Elst nur der Spitze des Eisberges ist. 10 Billiarden Euro sind eine Menge Geld.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich den Einfluss der Kirchensteuer auf das Net Cashflow wieder erwähnen („Net Cashflow ist König“). 9% zusätzliche Steuer auf die normale Einkommensteuer ist meiner Meinung nach sehr viel. Die Einkommensteuer mit der Kaltprogression selbst ist schlimm genug. Mit einem jährlichen Einkommen von 50000 € zahlt ein Arbeitnehmer circa 840 € Kirchensteuer an die bereits reiche Kirche. Dieses Ersparnis kann die Sparquote stark erhöhen („Mehr Netto vom Brutto und die Sparquote“).

Wie ich in meinem Artikel „Kirchensteuer, großes Potenzial für Ersparnis“ geschrieben habe, möchte ich meinen Lesern nicht sagen, dass sie aus der Kirche austreten sollen. Es ist eine persönliche Entscheidung, die jeder für sich selber treffen muss.

Wie trete ich aus der Kirche aus?

Viele Menschen denken, dass ein Kirchenaustritt schwierig ist. Eigentlich ist er das nicht. In NRW zum Beispiel muss man einfach persönlich beim Amtsgericht vorbei gehen, Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung und 30 € mitbringen. Falls verheiratet, geschieden oder verwitwet, die Heiratsurkunde oder das Scheidungsurteil dazu mitbringen.

Sonntag, 27. Oktober 2013

KFZ-Versicherung, Vergleich und Wechsel

“There are worse things in life than death. Have you ever spent an evening with an insurance salesman?” - Woody Allen

In der letzten jährlichen Analyse meiner Ausgaben („Setzen Sie sich finanzielle Ziele für das kommende Jahr“) habe ich festgestellt, dass ich die Ausgaben für mein Auto reduzieren sollte. Die KFZ-Steuer, Benzinkosten, Wartung, Öl- und Reifenwechsel und die Kfz-Versicherung addieren sich schnell zu einer relativ hohen Summe. Die Kfz-Versicherung macht einen großen Teil dieser Ausgaben aus. Diese Ausgabe möchte ich nächstes Jahr wesentlich reduzieren.


Ehrlich gesagt habe ich beim Kauf meines Autos über die Kfz-Versicherung nicht viel nachgedacht. Ich hatte Null Fahrerfahrung in Deutschland, die ich beweisen konnte. Um 240% Schadenfreiheitsklasse (SF 0) zu vermeiden, habe ich über einen Bekannten einen Versicherer gefunden, mit dem ich 140% (SF 1) vereinbaren konnte. Seit drei Jahren bin ich bei diesem Versicherer und zahle halbjährlich fleißig gutes Geld. Die Beiträge waren dieses Jahr insgesamt 616 € für die Haftpflichtversicherung.

Wie mein Freund Barthelemy Piat in seinem Gastartikel „Warum Treue sich nicht immer lohnt“ empfohlen hat, habe ich im Internet die Angebote verglichen. Ich habe dafür mehrere Vergleichsportale wie www.check24.de, www.verivox.de und www.transparo.de benutzt. Die Ergebnisse haben mich sehr schockiert. Ich hatte schon was Günstigeres für meine SF-Klasse erwartet, so vielleicht 100-150 € günstiger. Das günstigste Angebot von einem seriösen Versicherer liegt bei 255 €!! Also 361 € günstiger, was fast 60% entspricht.

Ich habe sofort eine Kündigung an meinen Versicherer geschrieben. Innerhalb von 2 Wochen war die Kündigung bestätigt. Danach habe ich online einen neuen Versicherungsvertrag abgeschlossen. Fertig! Für circa 1,5 Stunden Arbeit werde ich nächstes Jahr einfach 361 € sparen („Wie man sich ohne Nebenjob einen Stundenlohn schafft“).

Ich denke, es gibt viel mehr Sparpotenzial, wenn man dazu noch eine Kaskoversicherung hat.

Hier sind die 4 einfachen Schritte für Kfz-Versicherungs-Vergleich und -Wechsel:

  • Halten Sie Ihren Fahrzeugbrief bereit
  • Nutzen Sie die obengenannten Vergleichsportale für einen Kfz-Versicherungs-Vergleich
  • Kündigen Sie Ihrem jetzigen Versicherer bis zum 30.November (Stichtag) per Post
  • Schließen Sie den neuen Versicherungsvertrag ab
Um den Rest kümmert sich der Versicherer und Sie bekommen eine Bestätigung per Post.

Hier zu beachten:
  • Bitte verpassen Sie die Kündigungsfrist nicht. 
  • Nicht unbedingt den günstigsten Versicherer nehmen. Schauen Sie sich die Kundenbewertungen für die Versicherer an.

Montag, 23. September 2013

Lebensmittelpreise und Inflation in Deutschland

„The way to crush the bourgeoisie is to grind them between the millstones of taxation and inflation.” – Vladimir Lenin

“Preise für Lebensmittel in Deutschland steigen an”. So stand es in einem Spiegel-Artikel im August. Butter kostet 30%, Kartoffeln 44% mehr, die Preise steigen auch für andere Lebensmittel. Dies sind die Schlagzeilen, die wir immer wieder in den Medien lesen. Ähnliche Artikel gibt es auch oft für Mietpreise.

Ich glaube, dass wir uns an das Thema Inflation langsam gewöhnen sollten. Die Niedrigzinspolitik von allen großen Notenbanken in Europa, den USA und Japan fördert die Inflation und das Wirtschaftswachstum. Billiges Geld flutet die Märkte und erzeugt hohe Nachfrage. Das sehen wir in Deutschland schon am Anstieg der Immobilienpreise in den letzten Jahren („Ist es jetzt die richtige Zeit eine Immobilie zu kaufen?“). Lebensmittelpreise werden zusätzlich vom Wachstum der Mittelklassen in den Schwellenländern beeinflusst und - abhängig  von den Trockenperioden - durch Klimawandel.


Wie ich in meinem Artikel „Inflation und die Effekte auf Rendite“ geschrieben habe, muss jeder Anleger die Inflation bei der Berechnung seiner realen Rendite im Betracht ziehen. Ich kenne viele Leute, die ihr Geld immer noch auf Spar- oder Tagesgeldkonten haben („Populäre und sichere Geldanlagen“). Sie denken, dass ihr Geld sicher ist und dazu Zinsen bringt. Was sie aber tatsächlich bekommen, ist eine negative reale Rendite!

Es gibt einen weiteren Nachteil von Inflation für die Arbeitnehmer: Negative reale Gehaltserhöhungen. Viele Arbeitnehmer bekommen nur einen Inflationsausgleich als Gehaltserhöhung (wenn überhaupt). Diese Gehaltserhöhung um die Inflationsrate wird auf das Bruttogehalt gerechnet. Durch kalte Progression bei der Einkommensteuer ist der Nettoanstieg des Gehalts geringer als die Inflationsrate! Damit haben Arbeitnehmer eine negative reale Gehaltserhöhung, besser gesagt „das Gehalt verliert die Kaufkraft“. Ihre Gehälter werden inflationsbereinigt geringer. Kein Wunder, dass die Leute überrascht sind, wenn am Ende des Monats vom Gehalt nicht mehr viel übrig ist.

Es ist für mich verwunderlich, dass kalte Progression und reale Löhne in den Wahlprogrammen der meisten Parteien kaum angesprochen werden. Der Staat hat die höchsten Steuereinnahmen der Geschichte und es wird immer noch über Steuererhöhungen gesprochen.

Was ich hiermit sagen möchte: Inflation und Steuer sind Fakten des Lebens. Die Inflationsrate ist nicht in unserem direkten Einflussbereich. Die regierenden Parteien und deren Steuerpolitik auch nicht. Ich würde mich deshalb überhaupt nicht ärgern. Selbst das aktive Einkommen können viele Arbeitnehmer nicht beeinflussen („Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen“).

Was aber in unserem direkten Einflussbereich, ist folgendes:
  1. Ausgaben – wofür wir unser Geld ausgeben
  2. Reale Rendite – wo wir unser Geld anlegen

Ich sehe diese zwei Punkte als Hauptfokusbereiche für die Menschen, die finanzielle Freiheit erreichen möchten.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Kleine Centmünzen und Bargeldzahlung

“A penny is a lot of money if you have not got a penny.” - Yiddish Proverb

Während die EU-Kommission diskutiert, ob die kleinen Cent-Münzen abgeschafft werden sollen, habe ich etwas erledigt, was ich mir vor einiger Zeit vorgenommen habe: Meine Münzen loszuwerden.

In den letzten sieben Jahren habe ich es geschafft, zwei große Nescafe-Behälter voll Münzen zu sammeln. Diese Sammlung bestand aus Cent-Münzen von 1-Cent bis 20-Cent. Die meisten davon waren 1-Cent, 2-Cent und 5-Cent-Stücke. Während seines letzten Besuchs hat mein Vater alle Münzen über 20-Cent aussortiert (er ist Rentner). Deshalb habe ich ausschließlich Münzen mit geringen Werten.

Endlich habe ich einen Bankautomat bei der Commerzbank gefunden, bei dem man die Münzen zwecks Einzahlung einwerfen darf. Man kann praktisch alle Münzen in einen Behälter füllen und die Maschine erledigt den Rest. Genial! Die alternative wäre, alle Münzen selber zu sortieren, in bestimmten Mengen in eine Papierfolie zu rollen und bei der Filiale einzuzahlen. Dazu hatte ich überhaupt keine Lust. 

Hier ist die Bilanz meiner Einzahlung:
  • 35 x 0,20 € 
  • 231 x 0,10 €
  • 398 x 0,05 €
  • 621 x 0,02 €
  • 512 x 0,01 €
Insgesamt macht das 67,54 € !!!


Es ist sehr verwunderlich für mich, dass ich es geschafft habe, 1797 Münzen zu sammeln. Ich muss zugeben: Ich hasse 1-Cent und 2-Cent-Münzen, obwohl ich der Meinung bin, dass man sich über jeden Cent freuen sollte („Geld verdienen mit meinem Blog“). Es ist eine Grundeinstellung zum Thema „Geld“. Grundsätzlich vermeide ich Bargeldzahlungen, wenn es möglich ist („EC-Karte statt Bargeld“). Ein Vorteil davon ist, dass ich am Ende des Monats meine Ausgaben viel einfacher nachverfolgen kann („Buchhaltung für Anfänger“). Ein anderer Vorteil ist, dass ich es vermeide, übermäßige Münzen anzusammeln.

Ich zahle in Supermärkten, Läden, Restaurants, Cafes (wenn möglich) und Automaten (wenn möglich) ausschließlich mit der EC-Karte oder Kreditkarte. Ich bin keine Person, die ihren Überblick verliert, wenn sie alles mit der Karte zahlt („Zwei Methoden, die Ihnen Sparen garantieren“). Deshalb gibt es für mich dabei kein Risiko, dass ich viel ausgebe. Die Menschen, die die Kontrolle mit einer Kreditkarte verlieren, sollten die Karte lieber weglassen, für ihre Ausgaben ein Bargeldbudget haben und alles mit Bargeld zahlen. Am besten sollten sie beim Ausgehen nicht viel Bargeld mitnehmen.

Leider ist es nicht überall möglich, mit Karte zu zahlen. In Kiosks, Bäckereien, Cafes und Kneipen zahlt man nur bar. Wie kann man diese Ausgaben nachverfolgen? Meine Lösung hierfür ist die Nutzung einer App auf meinem Smartphone. Es gibt viele Apps unter der Rubrik „Finanzen“, mit denen man die Kontrolle über seine Ausgaben behalten kann. Einige davon sind kostenlos. Ich benutze die App „CashTrails“, um meine Barausgaben nachzuverfolgen. Den monatlichen Haushalt mache ich „Old School“ mit Papier, Stift und Taschenrechner. Die Ergebnisse trage ich nachher in einer Excel-Tabelle ein, so dass ich den Überblick über mehrere Monate behalte.

Münzen sind überall bei uns und in unseren Wohnungen. In den Hosentaschen, Jackentaschen, im Portmonee, auf dem Tisch, in der Küche und oft auf dem Boden zu Hause (wie kommen sie eigentlich dahin?). Wenn Sie die Menge dieser Münzen reduzieren möchten, vermeiden Sie Bargeld bei Ihren Einkäufen. Das hilft auch für das Nachverfolgen Ihrer Ausgaben. Falls Sie ein Konto bei der Commerzbank haben (oder jemanden kennen, der eins hat), bringen Sie alle Ihre Münzen zu einem Automat, bei dem Sie sie einzahlen können. Ich bin mir sicher, dass jeder ein paar Dutzend Euro zusammenbekommt.

Zum weiterlesen -> Wie Starbucks Reichtum verhindern kann
Zum weiterlesen -> Sparen beim Lebensmitteleinkauf
Zum weiterlesen -> Kosten von Getränken beim Feiern und Ausgehen

Donnerstag, 2. Mai 2013

Werden Sie kein Sofa-Shopper


“Buying things is only sometimes about owning the things. Buying often is simply about what 50 Cent observed: being ABLE to buy. Having less means hearing "No, you cannot have that," and we loathe being told what we can and cannot do.” ― Harry Beckwith
Die Rolle des Sparens für den Vermögensaufbau und die finanzielle Freiheit habe ich bereits mehrmals erwähnt („Wie erreiche ich finanzielle Freiheit?“). Um Ihre Sparquote zu erhöhen, müssen Sie Ihre Ausgaben reduzieren. Ihre Ausgaben nachzuverfolgen („Buchhaltung für Anfänger“), zu analysieren und zu verstehen („Analysieren Sie Ihre Ausgaben“) sind hierfür die notwendigen Schritte.

Es gibt einen großen Feind, der Ihre monatlichen regulären Ersparnisse gefährdet. Dieser Feind sind die unnötigen, einmaligen Einkäufe. Einmalige Einkäufe sind die Ausgaben, die ab und zu unregelmäßig stattfinden und in Ihrem Ausgabenplan keinen vorgesehenen Platz haben. Das sind meistens die Einkäufe für Klamotten („Durch Fasten ein Bewusstsein für Einkaufsverhalten schaffen“), Elektronikartikel, Bücher und Zeitschriften („Ausgaben minimieren bei der Freizeitlektüre“), DVD’s und Blu-rays („Ausleihen statt kaufen, Filme zu Hause“) oder Freizeitaktivitäten („Kosten von Getränken beim Feiern und Ausgehen“). Auch wenn diese Einkäufe manchmal Sinn machen und wichtig für Ihre Lebensqualität sind, sind sie meistens aber unnötig und verursachen zusätzliche Kosten („Sparsam leben erklärt, ein bewusster Ausgeber werden“).


In den letzten Jahren haben die Ausgaben des deutschen Durchschnittshaushalts für die obengenannten Kategorien zugenommen. Ich vermute, dass ein unterstützender Faktor dabei das Online-Shopping ist. Online-Shopping ist bequem und spart Ihnen die Zeit und Aufwand, in Läden shoppen zu gehen. Sie können die Preise vergleichen und bei Ihren Einkauf Geld sparen, was ich definitiv unterstützen würde („Wie man sich ohne Nebenjob einen Stundenlohn schafft“). Diese Bequemlichkeit kann aber zu einer sehr gefährlichen Gewohnheit führen: zu hohe Ausgaben (Overspending).

Wenn Sie mit ein paar Clicks schnell einkaufen können, verlieren Sie das Gefühl für verfügbares Geld und die Einkaufsmenge. Die limitierenden Faktoren beim normalen Einkauf wie „Geld in der Tasche“ oder „Tragkapazität des Käufers“ greifen online nicht. Sie können einfach mit der Kreditkarte bezahlen und Ihre Einkäufe werden nach Hause geliefert. Zusätzlich nutzen die Webseiten die CRM-Technologie, die Ihre bisherigen Einkäufe und Ihr Surfverhalten analysiert und Ihnen Produkte anbietet, die Sie eher kaufen würden. Das ist ein sehr gefährliches Spiel und eine Freizeitaktivität, die für Ihren Haushalt schwere Folgen haben kann.

Vor kurzem habe ich ein riesiges Plakat gesehen mit der Aufschrift: „Werden Sie Sofa-Shopper!“. Wenn ich die Menschen sehe, die mit Amazon- oder Zalando-Paketen rumlaufen, denke ich, dass dieser Slogan bei manchen zur Realität geworden ist. Zum Teil aus Langeweile kaufen die Menschen vom Sofa aus mit kostenloser Lieferung und Rücknahmegarantie Sachen, die Sie vielleicht nicht benötigen („Brauche ich das wirklich?“). Die Umsatzzahlen dieser Unternehmen verdoppeln sich alle paar Jahren. Was in Form von Teleshopping in vielen amerikanischen Haushalten passiert ist, passiert gerade in deutschen Haushalten mit Onlineshopping.

Mein Werbeslogan ist: „Werden Sie kein Sofa-Shopper!“. Der Schnickschnack, den Sie gerade kaufen, nicht brauchen und irgendwann wegschmeißen, ist ein Rückschlag für Ihren Sparplan und Ihren Weg zur finanziellen Freiheit. Ich würde jedem empfehlen, die Vorteile des Onlineshoppings wie die Möglichkeit des direkten Preisvergleichs auszunutzen, aber sehr vorsichtig beim Einkaufen zu sein. Werden Sie kein Einkaufsüchtiger, sondern ein bewusster Sparer!

Montag, 18. März 2013

Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen


“A sign of wisdom and maturity is when you come to terms with the realization that your decisions cause your rewards and consequences. You are responsible for your life, and your ultimate success depends on the choices you make.” - Denis Waitley

Die Bundestagswahlen nähern sich. Es gibt ein populäres Thema in der Politik, das die Wahlpropaganda der kommenden Wahlen beherrschen wird: „Mindestlohn“. Ich möchte in diesem Artikel meine Gedanken zu diesem Thema in Bezug auf das Individuum und die finanzielle Freiheit darstellen.

Mindestlohn ist eine politische Diskussion, die gerne für populistische Zwecken missbraucht wird, um die Stimmen der Geringverdiener zu bekommen. Es ist eigentlich eine Frage der Volkswirtschaftlehre. Keiner würde im VWL-Studium die Klausuren bestehen können, wenn er denken würde, dass Mindestlohn gut für die Wirtschaft sei.

In einer Marktwirtschaft werden die Produktpreise vom Markt nach Angebot und Nachfrage bestimmt. Keiner würde einen Mindestpreis für Brötchen festsetzen, weil 25 cent für ein Brötchen nicht genug ist. Im Prinzip werden die Löhne ähnlich bestimmt, obwohl in manchen Länder wie Deutschland die Tarifverhandlungen in einigen Berufen die Löhne regulieren. Ärzte verdienen mehr, weil es eine hohe Nachfrage gibt (wir brauchen immer mehr Ärzte) und das Angebot (qualifizierte Fachkraft) nicht groß genug ist.

Also, die Friseurin in Buxtehude verdient 5€/Stunde, nicht weil der böse Salonbesitzer ihr keinen höheren Lohn zahlen will, sondern weil ein Preis für einen Haarschnitt vom Markt bestimmt wird. Um in dem Salon lukrativ zu wirtschaften, werden die Löhne entsprechend dem Markt (Anzahl von Friseuren in Buxtehude) bestimmt.

Was passiert denn, wenn wir für Friseure 8€/Stunde Mindestlohn festsetzen? Manche Salons werden schließen, weil sie nicht mehr genug Geld verdienen. Die Preise für einen Haarschnitt werden steigen (Verbraucher werden unglücklich. Siehe Beispiel: Strompreise), viele Friseure werden jetzt arbeitslos (hochgestuft auf Hartz 4) und die Schwarzarbeit steigt (viele von uns kennen jemanden, der zu Hause günstig Haare schneidet, oder?). Dasselbe wird in anderen Industrien auch passieren. Fabriken werden nach Polen oder China verlagert, Jobs gehen verloren, die Arbeitslosigkeit steigt. Das ist nicht meine Meinung, sondern das, was die Professoren in der VWL lehren.

Quelle: http://www.bvb-forum.de/index.php?id=54726

Eigentlich ist mein Hauptpunkt in Bezug auf finanzielle Freiheit aber etwas anderes. Warum muss ich als gesunder und fähiger Mensch hoffen, dass die Politiker mein Einkommen erhöhen? Essen für sich und seine Familie zu besorgen (im Kurze Geld zu verdienen), ist eine Hauptaufgabe eines Menschen. Warum gebe ich hier, als gesunder und fähiger Mensch, meine Verantwortung an jemand anderen ab? Warum kann ich mein Einkommen nicht selber erhöhen?

Wir befinden uns in Deutschland glücklicherweise wirtschaftlich in einem der besten Länder der Welt. Die Unternehmen schreien nach Fachkräften. Die Arbeitsplätze sind da, die Schulen für Ausbildung und die Universitäten sind vorhanden, sogar Studienplätze mancher Fachrichtungen sind nicht besetzt! Warum muss ich mich in so einer glücklichen Lage mit 5€/Stunde Lohn beglücken? Es gibt z.B. die Möglichkeit, dass die Geringverdiener neue Fähigkeiten erwerben, um ihr Einkommen zu erhöhen. Der Staat bietet jegliche Hilfe an!

Ich verstehe es manchmal nicht. Warum wollen so viele Leute immer noch eine Friseurausbildung machen, wenn sie wissen, dass sie hier keine gute Zukunft haben werden? Warum machen sie keine Elektrikerausbildung? Warum studiert ein Elektriker nach ein paar Berufsjahren zusätzlich Elektrotechnik nicht? Warum lernt ein Staplerfahrer nicht, wie man Stapler repariert oder entwickelt? Es mag sein, dass Fähigkeiten limitiert sind und nicht jeder die gleichen Gelegenheiten im Leben bekommt. Es gibt aber in diesem Land genug Freiheiten und Möglichkeiten, wie man sein Einkommen erhöhen kann. Das kann ich definitiv sagen.

Die Arbeitnehmer werden in der Marktwirtschaft nicht nach ihrem Einkommensbedarf, sondern nach ihrer Wertschöpfung bezahlt. Der Weg zum „höheren Einkommen“ ist deshalb nicht, Mindestlöhne durch Politiker festzusetzen, sondern mehr Wertschöpfung zu schaffen und damit mehr zu verdienen.

Ich betone oft, dass die Menschen die Verantwortung selber übernehmen müssen, wenn sie finanzielle Freiheit erreichen möchten („Finanzielle Freiheit ist die beste Altersvorsorge“). Das aktive Einkommen ist eine der Hauptquellen für den Vermögensaufbau („Net Cashflow maximieren“). Hier müssen Sie auch die Verantwortung selber übernehmen und Wege suchen, wie Sie Ihr aktives Einkommen erhöhen können.

Montag, 4. März 2013

Schmeckt der teure Wein wirklich besser?


“Drinking good wine with good food in good company is one of life’s most civilized pleasures.” -Michael Broadbent

Kürzlich war ich in der Lebensmittelabteilung von Galeria Kaufhof. Ich finde, eine Stunde hier spazieren zu gehen und die Käufer zu beobachten, ergibt genug Material für einen Artikel über das Sparen. Eine interessante Beobachtung habe ich in der Weinabteilung gemacht:

Wie Sie auf dem Foto unten sehen, gab es in der Werbung eine Flasche Wein für 59,99 €, also sogar 10 € günstiger als der alte Preis. Ich dachte: „Wer kauft denn eine Flasche Wein für 60 €?“ Innerhalb weniger Minuten hat ein älterer Herr eine Flasche von diesem Wein gekauft (Ich hoffe, er hat hierzu nicht meine Beiträge zur Rentenversicherung benutzt).



Schmeckt eigentlich der 60 €-Wein besser als Wein für 5 €, 10 € oder 20 €? Was rechtfertigt diesen Preisunterschied? Wenn ich ein Glas von einem 60€-Wein trinke, bin ich dann 6-mal so betrunken oder 6-mal so glücklich wie mit 10 €-Wein?

Ich würde nie eine Flasche Wein für 60 € kaufen. Ich habe auch keinen so feinen Gaumen und merke den Unterschied zwischen 6 €- und 15 €-Wein nicht. Den Unterschied zwischen 3 €- und 6 €-Wein merke ich aber schon. Deshalb habe ich zu dem Thema ein bisschen recherchiert.

Richard Wiseman, ein britischer Psychologe, hat ein Experiment mit 578 Besuchern der Edinburgh Science Fair gemacht. Er hat diese Tester unterschiedliche Paare von Weinen je nach Herkunft probieren lassen, zum Beispiel einen günstigen (für weniger als 10 £) und einen teuren (für mehr als 10 £) Burgunder. Alle Weine, die in diesem Experiment getrunken wurden, kosteten zwischen 3,50 £ und 10 £. Die Tester sollten sagen, welcher Wein ihnen besser schmeckt und teurer ist. Die 578 Tester konnten nur zu 50% richtig beantworten, welcher Wein der Teurere ist. Also purer Zufall!!

In einer anderen Studie in den USA mit 6000 Blindtestern hat der Forscher Evan Goldstein folgendes festgestellt: „Unsere Erkenntnis ist, dass die Personen, die den Preis des Weins nicht kennen, den teuren Wein nicht mehr genossen haben als den günstigen“.

Diese wissenschaftlichen Studien haben meine Vermutung bestätigt. Der 60 €-Wein ist vermutlich nicht besser als der 10 €-Wein. Wenn die Menschen aber wissen, dass ein Wein teuer ist, denken Sie, dass er besser schmecken muss. Ich denke, dass ich ein bewusster Käufer bin und diesen Verkaufsfallen der Supermärkte nicht zum Opfer fallen werde.

Geld sparen ist wichtig für den Vermögensaufbau. Ebenso ist es auch wichtig, das Leben zu geniessen. Ich sage immer wieder, dass für mich sparsam sein nicht ist, sich tot zu sparen, sondern clever zu sparen. Ich empfehle nicht, dass Sie keinen Wein trinken oder den sauren 3 €-Wein kaufen sollen. Ich würde aber vorschlagen, dass Sie Ihren Wein mit finanziellem Bewusstsein kaufen, Ihren Wein schön geniessen und damit Geld sparen.

Donnerstag, 28. Februar 2013

Handykosten senken und Geld sparen


“An iPod, a phone, an internet mobile communicator... these are NOT three separate devices! And we are calling it iPhone! Today Apple is going to reinvent the phone. And here it is.”  - Steve Jobs

Anfang Januar habe ich meine Ausgaben in 2012 analysiert und das folgende festgestellt: 613 € Handykosten!! Das sind mehr als 50 € pro Monat!

Der Hauptgrund dafür ist ein alter Vertrag mit Handyoption. Dabei muss ich meinen Fehler zugeben, dass ich es versäumt habe, rechtzeitig zu kündigen. Deshalb wurde der Vertrag automatisch um 12 Monate verlängert. Eine wichtige Lehre für mich: Verträge immer rechtzeitig kündigen (und das Kleingedruckte lesen, bevor man irgendetwas unterschreibt).

Eigentlich hat es vor zweiundhalb Jahren Sinn gemacht, einen Vertrag mit Handyoption abzuschließen. Ich wollte einen Smartphone haben und hatte über Mitarbeiterangebote meiner Firma ein gutes Angebot gemessen an den damaligen Preisen. Jetzt ist es aber Zeit, auf einen günstigeren Tarif umzusteigen.  


Mein alter Vertrag hatte eine Menge Inklusivminuten, SMS und Internetflatrate. Außer Internet benutze ich mein Handy eigentlich nicht mit 100% Auslastung. Die Freiminuten und die SMS waren zwar bezahlt, wurden aber nicht genutzt. Also werde ich bei meinem neuen Vertrag diese Freiminuten nicht nehmen und so meine monatlichen Kosten senken. Ich habe letztes Jahr zum Juli 2013 gekündigt, damit ich endlich auf einen günstigeren Tarif umsteigen kann. Bei dem herrschenden verschärften Preiswettbewerb werde ich sicherlich was besseres finden. Glücklicherweise bekam ich einen Anruf von T-Mobile, die es mir ermöglicht, meine Pläne vorzuziehen.

Ich habe kürzlich mit der Kundenservice von T-Mobile telefoniert und von denen ein Angebot bekommen. Ab nächstem Monat habe ich einen neuen Vertrag, der monatlich 17 € Kosten wird, jedoch ohne Handy und nicht mit so vielen Freiminuten. Ich kann jetzt theoretisch einen neuen Vertrag mit einem besseren Smartphone abschließen. Aber brauche ich das wirklich? Mein Handy funktioniert einwandfrei. Und ich denke, dass ich nicht mehr in dem Alter bin, mit einem Handy anzugeben. Ich bin auch nicht der Typ, der eine bestimmte Marke bevorzugt (Die Applefans sind ein Thema für sich).

Die Handykosten gehören zu den wiederkehrenden Ausgaben, die in einem Jahr eine große Summe zusammenbringen. In meinem Fall werde ich mit einem Tarifwechsel über 360€/Jahr sparen. Ich bin mir sicher, dass es viele Leute gibt, die hier auch Sparpotenzial haben.

Also, rufen Sie Ihren Netzanbieter an und fragen Sie, ob Sie auf einen günstigeren Tarif umsteigen können. Die Anbieter wollen Ihre Kunden nicht verlieren. Sie werden wahrscheinlich einen günstigeren Tarif bekommen, wenn Sie auch ein bisschen am Telefon handeln müssen. Mit einem Telefonat können Sie Ihre Ausgaben senken und die Sparquote erhöhen.


Mittwoch, 16. Januar 2013

Sparen beim Lebensmitteleinkauf

Heute möchte ich den zweiten Gastbeitrag von Moby veröffentlichen. Moby befasst sich mit dem Thema, wie man beim Einkauf von Lebensmitteln sparen kann.

Ursprünglich wollte ich den Artikel darüber schreiben, wie viel Geld man sparen kann, wenn man seine Lebensmittel beim Discounter und nicht in teuren Markensupermärkten kauft. Diese Aussage kann ich nach meinen Recherchen nur noch bedingt aufrecht erhalten, denn:

Der Einkauf beim Discounter ist kaum billiger als beim Markensupermarkt, wenn man ihn nur richtig macht. Dazu möchte ich zwei Aspekte ansprechen:

Für den ersten Aspekt möchte ich ein Beispiel geben: Ich habe mal eine Vorspeise im Rewe gekauft für EUR 4,99: Lachsröllchen mit Frischkäse. Das waren zwei Scheiben Räucherlachs, auf die Frischkäse geschmiert und die dann zusammengerollt wurden. Hallo? Eine Packung Lachs kostet 1,99 EUR (50g, also ca. vier Scheiben), eine Packung Frischkäse 0,59 EUR (ein ganzes Paket, das reicht also für mindestens 30 Lachsröllchen). Einfach mal Selbermachen bietet also auch einiges an Sparpotenzial. Generell sollte man sich also überlegen, was man kauft. Ich weiß, das Beispiel von den Erdbeeren im Winter ist abgedroschen, aber deshalb nicht weniger wahr.

Der zweite Aspekt geht nicht so sehr um die Frage, welche Lebensmittel man überhaupt kauft, sondern von welcher Marke man sie kauft. Die „teuren“ Supermärkte bieten alle eine günstigere Produktlinie an (EDEKA Gut & Günstig; REWE Ja). Kauft man ausschließlich diese, bezahlt man nicht mehr als beim Discounter. Es ist sogar so, dass die Markensupermärkte die Preise ihrer „Billigprodukte“ an die der Discounter auf den Cent genau anpassen. Man muss hier auch keine Angst haben, dass die Qualität der Lebensmittel leiden würde. Die ARD hat hierzu am 07.01.2013 einen sehr interessanten Bericht gebracht, in dem gezeigt wurde, das beispielsweise das Fleisch bei REWE in derselben Fabrik hergestellt wird, egal ob Ja, Wilhelm Brandenburg oder Fleischtheke (http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/der-edeka-rewe-check?documentId=12976782).

Dennoch bestehen Gefahren, mehr Geld auszugeben, wenn man im „Markensupermarkt“ einkauft. Dazu muss man sich klarmachen, dass Supermärkte ganze Teams an Marketingleuten und Psychologen beschäftigen, die überlegen, wie man die Verbraucher dazu bringen kann, möglichst viel und für den Supermarkt gewinnbringend einzukaufen, ob das jetzt schön gestaltete Verpackungen oder die Anordnung der Produkte im Supermarkt ist. Wichtig finde ich nur, dass man sich das einfach mal klarmacht. Wenn man dann mit Einkaufszettel in den Supermarkt geht und sich vor Augen hält, dass die teureren Produkte nicht besser sind, kann man den Einkauf so günstig wie möglich erledigen. 

Freitag, 4. Januar 2013

Kirchensteuer, großes Potenzial für Ersparnis


“Don't give your money to the church. They should be giving their money to you.” ― George Carlin

Kirchensteuer ist eine Steuer, die der Staat im Namen von Religionsgemeinschaften von deren Mitgliedern erhebt. Kirchensteuer dient der Finanzierung der Ausgaben der Kirchengemeinschaft. Wenn man ein Mitglied einer dieser Gemeinschaften ist, wird die Kirchensteuer automatisch vom Gehalt in Höhe von zwischen 8 und 9% der Lohnsteuer (je nach Bundesland) abgezogen. 

Ein Arbeitnehmer (Steuerklasse 1, ohne Kinder, NRW) mit 4000 € Bruttoeinkommen zum Beispiel zahlt 770 € Lohnsteuer und zusätzlich 69 € Kirchensteuer (9% Steuersatz). Kirchensteuer ist einkommensabhängig. Hochverdiener zahlen mehr und Geringverdiener weniger. Auf Kapitalertragsteuer fällt zusätzlich auch Kirchensteuer an.

Religion und Glauben ist eine persönliche Sache. Ich möchte in diesem Blog nicht etwas dagegen oder dafür schreiben. Meine politische Meinung dazu ist aber, dass die Mitgliedschaftsbeiträge der Religionsgemeinschaften nicht vom Staat als Steuer, die abhängig von Einkommen ist, geregelt werden sollten. Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, wie viel er als Spende an seine Gemeinschaft geben möchte. Im Übrigen bekommen die einzelnen Gemeinden nicht nur Kirchensteuer und Spenden, sondern auch zahlreiche Zuschüsse von der öffentlichen Hand.

Karikatur: Jaques Tilly Kirchenaustrittsjahr

Ich kenne viele Leute, die mit Religion oder Kirche nichts zu tun haben. Sie sind aber Mitglied einer Religionsgemeinschaft und zahlen fleißig Ihre Kirchensteuer. Sie wissen leider nicht, wie schnell diese Summe sich zusammenaddiert. Als wir kürzlich ausgerechnet haben, wie viel Kirchensteuer ein 62-jähriger Arbeitskollege in 34 Jahren bezahlt hat, war er ziemlich überrascht und nachdenklich.

Wie gesagt, Religion ist Privatsache. Ich möchte dennoch die Möglichkeiten aufzeigen, wie auch man sein Vermögen noch weiter aufbauen kann. Wenn Sie genug Vermögen aufgebaut haben, können Sie einen Teil Ihres Vermögens an die Kirchengemeinden oder direkt spenden, was eventuell viel mehr bringen könnte als die Kirchensteuer selber.

Die Menschen, die der Meinung sind, dass die Kirchensteuer Sinn macht, können gerne die Kirchensteuer weiterzahlen. Für die anderen ist ein Kirchenaustritt aus finanziellen Gründen überlegenswert. Sie können mehr dazu unter http://www.kirchenaustritt.de/ lesen. Nach einer Umfrage von BILD im Jahr 2010 macht sich fast ein Drittel der Katholiken Gedanken über einen Kirchenaustritt.

Ein Kirchenaustritt erhöht den Net Cashflow und dementsprechend die Sparquote. Mit 60.000 € jährlichem Bruttoeinkommen (ledig, ohne Kinder, NRW) ergibt sich eine zusätzliche Ersparnis von 1228 €.

Wenn Sie keine persönlichen Gründe haben, weiterhin einer Religionsgemeinschaft anzugehören, können Sie mit dem Kirchenaustritt sehr einfach Ihre Sparquote wesentlich erhöhen und einen wichtigen Schritt in Richtung finanzielle Freiheit machen.

Freitag, 28. Dezember 2012

Fitnessstudio, Konto abbauen um Muskel aufzubauen


“Kids, back to 2007, it seems like everyone belonged to these silly things called gyms. The idea was you'd pay them lots of money to run around and lift heavy things. Biggest rip-off in the world. And yet people fell for it. Including me.“ – Ted Mosby, in TV-Series „How I Met Your Mother“
Bis Ende dieses Monats gehöre ich zu den Millionen Menschen, die Mitglied eines Fitnessstudios sind. 2011 waren es sieben Millionen Menschen. Es gibt nämlich einen Fitnesswahn in Deutschland.

Wie viele andere habe ich mich vor circa 15 Monaten hoch motiviert bei der Fitnessstudiokette „Health City“ angemeldet. Ich habe einen einjährigen Vertrag abgeschlossen, weil man sich bei Fitnessstudios für ein Jahr verpflichten muss und in der Zeit nicht kündigen kann.

Meine Ziele waren es, ein bisschen abzunehmen, meine Figur ein bisschen zu verbessern, allgemein fitter zu sein und mich besser zu fühlen. Die ersten zwei Monate war ich sehr diszipliniert. 2- bis 3-mal pro Woche ins Studio, Kardio, abwechselnd Geräte, usw.. Ich habe tatsächlich ein paar Kilo abgenommen und habe mich fitter gefühlt. Es ging so weiter bis zur ersten Sportpause. Eine solche Pause mag wegen einer Geschäftsreise nötig sein, wegen Urlaub oder Krankheit. Danach habe ich es  nicht mehr geschafft regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen.

Dann geht man noch einmal pro Woche, dann kommt die Weihnachtszeit ohne Besuch, dann einmal im Monat, dann einen Monat wieder 2-mal pro Woche, dann kommt der Urlaub und man geht wieder einen Monat nicht, usw.. Danach war es Sommer und heiß, deshalb bin ich stattdessen outdoor Fahrrad gefahren.
Was ich aber regelmäßig gemacht habe, war die monatlichen Beiträge zu zahlen. 50 € sofort am ersten des Monats.


Mir fehlt vielleicht die Disziplin oder die Zeit 3-mal die Woche Sport zu treiben und das Fitnessstudio zu besuchen. Ich kenne aber viele Leute, die in der gleichen Situation sind. Ganz motiviert angefangen, Vertrag abgeschlossen, einige Monate weitergemacht, danach Schluss. Das war mein dritter Versuch in 7 Jahren. Die Fitnessstudios kennen das natürlich. Sie versuchen deswegen die Kunden beim Vertragsabschluss direkt 1-2 Jahre zu binden. Und sogar mit 3-monatiger Kündigungsfrist. Sie könnten sonst nicht so viel Gewinn machen, wenn die Mitglieder einfach kündigen könnten. Diese inaktiven Mitglieder wie ich sind sehr zahlreich!

Es gibt sicherlich leidenschaftliche Sportler und Bodybuilder, die die Angebote und Leistungen ihres Fitnessstudios gut ausnutzen (deshalb sieht man dort immer wieder die gleichen Gesichter). Es gibt aber sehr viele Leute, deren Lifestyle einfach nicht geeignet ist für das Fitnessstudio. Das Projekt Fitnessstudio endet also oft mit Misserfolg.

Meine Empfehlung für die Leute, die noch nicht in einem Studio angemeldet sind: Überlegen Sie sich, ob Sie die Person dafür sind. Probieren Sie 2-3 Monate lang, ob Sie regelmäßig joggen gehen oder zu Hause Yoga, Push-Ups oder Dehnübungen machen können.

Wenn Sie das schaffen, ist es eine gute Sache! Melden Sie sich an und nutzen Sie die Geräte des Studios (Grüßen Sie die Bodybuilder von mir).

Wenn Sie es aber nicht schaffen, werden Sie sicherlich auch nicht regelmäßig ins Fitnessstudio gehen. Es macht also keinen Sinn sich bei einem Studio anzumelden. Sparen Sie am besten Ihr Geld. Im Gegensatz zur allgemeinen Annahmen, bringt es Ihnen keine dauerhafte Motivation, monatlich fürs Fitnessstudio Geld zu zahlen.

Meine Kündigung ist erst ab Januar 2013 gültig. Das wird meinen monatlichen Net Cashflow und damit auch meine Sparquote um 50 € erhöhen.

Mein Ersatzplan für das nächste Jahr ist: Zu Hause unser neues Hometrainingfahrrad abends regelmäßig fahren, eine Heimtrainer-DVD besorgen und die Übungen auf der Yogamatte machen. Mal sehen ob ich das schaffe. Zumindest werde ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich das Fitnessstudio nie besuche und dafür monatlich 50 € ausgebe.


Freitag, 21. Dezember 2012

finanzielle Schaden von Rauchen


„Change does not start with a maybe. Don’t be a maybe.” – Zigarettenwerbung
Der gesundheitliche Schaden, der mit Rauchen verbunden ist, ist hoffentlich jedem bekannt. Ich möchte in diesem Artikel einen anderen Aspekt beleuchten, nämlich den finanziellen Schaden, der mit dem Rauchen einhergeht.

Ich bin kein Raucher und habe bis jetzt zum Glück noch nie geraucht. Ich habe aber mehrere Verwandte und Freunde, die seit Jahren regelmäßige Raucher sind. Viele davon rauchen eine Packung pro Tag.

Hier sind beispielsweise die hochgerechneten Kosten von Zigarettenkonsum (Annahme: 4,60 € pro Packung, eine Packung pro Tag):
  • Monatlich: 138 €
  • Jährlich: 1.679 €
  • In 10 Jahren: 16.790 €
  • In 10 Jahren inkl. Zinsen* : 22.131 €
  • Rauchen ab 18 Jahre bis zur Rente mit 67: 83.950 €
  • Rauchen ab 18 Jahre bis zur Rente mit 67 inkl. Zinsen* : 487.474 € !!

* 6% Rendite pro Jahr mit Zinseszinseffekt


Ich frage mich immer, wieso raucht man, wenn man doch weiß, dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist. Ähnliche Fragen kann man sich bezüglich des exzessiven Konsums von Alkohol, Süßigkeiten oder fettigem Essen auch stellen. Ich glaube, die Antwort auf diese Frage liegt darin, wie unser Gehirn funktioniert. Ein rationaler Mensch trifft seine Entscheidungen danach, wie er am glücklichsten wird.

Während des Entscheidungsprozesses, ob eine Handlung ausgeführt wird oder nicht, stellt sich das Gehirn folgende Fragen:
Was habe ich davon, wenn ich das tue?
Was verliere ich, wenn ich das nicht tue?

Das Gewicht der Antworten zu diesen Fragen zueinander ist der Schlüssel bei der Entscheidung.

Ein Raucher denkt also einerseits: Was habe ich davon, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre?
  • Das Krebsrisiko wird geringer
  • Ich werde mich gesunder fühlen
  • Mein leichtes Husten wird aufhören
  • Klamotten werden nicht mehr stinken, usw...

Andererseits denkt der Raucher: Was verliere ich, wenn ich mit Rauchen aufhöre?
  • Den Spaß beim Rauchen habe ich nicht mehr.
  • Soziale Kontakte (Raucherclique) werden schwächeln
  • Raucherpausen auf der Arbeit verschwinden
  • Es wird am Anfang sehr unangenehm für mich sein

In vielen Fällen werden die Antworten auf die zweite Frage stärker gewichtet als die auf die erste. Das Gehirn denkt also: „Nicht aufhören, weiter rauchen. Mit dieser Entscheidung verliere viel mehr als ich gewinne.“ Diese Gewichtung ändert sich sofort, wenn man schwanger wird oder vom Arzt gesagt bekommt, dass ein Risiko für Leib und Leben entsteht.

Meine Absicht hier ist, die Raucher aufmerksam zu machen und die finanziellen Vorteile des Aufhörens darzustellen. 487.474 € von 18 bis zur Rente ist eine Nummer, oder?

Das Interessante hier für mich ist, dass die meisten Raucher gering Verdiener sind. Oder junge Leute! Die Menschen, die sowieso nicht viel Geld zur Verfügung haben, geben viel Geld dafür aus. Schwer zu verstehen!

Anscheinend haben viele Raucher nicht genug Gründe, wenn sie nur die gesundheitlichen Aspekten denken. Der finanzielle Last wird öfters übersehen. Wenn man die finanzielle Schaden mitdenkt, kann man in die Liste „Was habe ich davon wenn ich mit Rauchen aufhöre?“ einen starken Grund hinzufügen.

Mit Rauchen aufhören ist ein riesen Beitrag für die Erhöhung der Sparquote und für den Weg zur finanziellen Freiheit.


Freitag, 7. Dezember 2012

Ausleihen statt kaufen, Filme zu Hause


“Unnecessary possessions are unnecessary burdens. If you have them, you have to take care of them! There is great freedom in simplicity of living. It is those who have enough but not too much who are the happiest.” – Peace Pilgrim
Wie ich in meinem Artikel „Sparen mit Kinotagen” erwähnt habe, liebe ich Filme und schaue sie gerne im Kino, wenn es sich lohnt ins Kino zu gehen. Alternativ zum Kino und eher öfters schaue ich Filme zu Hause, am besten im Blu-ray-Format.

Bei relativ neuen Filmen kosten die DVD’s 10-15 € und die Blu-rays 15-28 €. Die sind die Preise bei amazon.de, die Preise bei Saturn oder Mediamarkt sind oft höher. Wenn man nur die Kosten betrachtet, ist DVD/Blu-ray kaufen und zu Hause schauen erst ab 2-3 Personen günstiger als Kino, angenommen der Film wird nur einmal gesehen.

Natürlich schaut man einige Klassiker oder Lieblingsfilme mehrere Male. Und ich finde, es ist okay, die DVD oder Blu-ray von einem solchen besonderen Film zu kaufen. Nichtsdestotrotz denke ich, dass eine Person die meisten Filme nur einmal sehen will. Ich sehe aber sehr viele Menschen bei Saturn oder Mediamarkt, die bei einem Einkauf mehrere Blu-rays mitschleppen. Ich bezweifele, dass diese Filme mehr als einmal geschaut werden. Sie werden sicherlich in dem Schrank landen, in dem sie den Rest ihres Lebens Staub sammeln werden. Wenn sie Glück haben, werden sie einem Bekannten ausgeliehen und verbringen den Rest Ihres Lebens in dessen Schrank, ohne zurückgebracht zu werden.  


Ich habe auch in den letzten Jahren einige Blu-rays gekauft. Und ja, ich habe sie auch nur einmal angesehen. Vor einem Jahr habe ich mich deshalb entschieden entschieden, anstatt DVD’s zu kaufen, mich bei der Videothek „Videotaxi“ anzumelden. Es gibt eine Filiale bei mir um die Ecke und dort kann ich beliebige Filme im DVD- oder Blu-ray-Format für 1,95 €/Tag ausleihen. 

Die Vorteile sind:
  • Es ist viel günstiger als kaufen. Ich spare pro Film 8 bis 20 €.
  • Die Filme nehmen bei uns zu Hause keinen Platz weg.
  • Die Filme sind sehr schnell verfügbar.
  • Es ist umweltfreundlicher.

Ein paar Nachteile muss ich erwähnen:
  • Die Filme müssen abgeholt und zurückgebracht werden.
  • Es kostet 1,95 € pro Tag zusätzlich, wenn man die Filme nicht am gleichen Tag zurückbringt.
  • Es ist nicht für Menschen geeignet, die eine DVD-Sammlung zu Hause haben und Besucher beeindrucken möchten.

Ein Abendspaziergang nach einem Film stört mich eigentlich nicht. Man muss aber flexibel sein (die Filme sind manchmal schon ausgeliehen) und den Film am gleichen Tag zurückbringen, damit es nicht extra kostet.

Es gibt einige Alternativen zu Videotheken, zum Beispiel lovefilm.de oder Maxdome, wo man die Filme ganz legal mit geringen Kosten über Video-Streaming anschauen kann.

Ein Filmabend mit Familie oder Freunden, Getränken und Snacks... Das ist eine sehr schöne und kostengünstige Unterhaltungsalternative zum Ausgehen. Für nur 1,95 € (zzgl. Verpflegung)!


Freitag, 23. November 2012

Sparpotenzial beim Wechsel zur privaten Krankenversicherung


Our goal is to make Maine the healthiest state in the nation and reduce our overall health care costs. - John Elias Baldacci
Krankenversicherung – gesetzlich oder privat?

Das ist ein umstrittenes Thema, zu dem es viele unterschiedliche Meinungen gibt. Ich kann deshalb die ganze Diskussion nicht in einem Artikel zusammenfassen. Ich möchte aber meinen Lesern meine eigene Erfahrung mitteilen. Ich bin seit zwei Jahren bei der privaten Krankenversicherung (PKV) versichert.

Gerd Altmann/pixelio.de

Ich gehe selten zum Arzt und versuche ein gesundes Leben zu führen. Ich bin der Meinung, dass viele Krankheiten mit gesunder Lebensweise vermieden werden können. Außerdem habe ich eine gewisse Einstellung zum Arzt- und Gesundheitssystem in Deutschland (was ein Thema für einen Politik-Blog ist).




Statistisch gesehen bin ich in den letzten fünf Jahren ein- bis dreimal pro Jahr beim Arzt gewesen. Einige dieser Arztbesuche waren unvermeidbare Zahnbehandlungen. Nach meinem Universitätsabschluss beim Berufeinstieg war ich drei Jahre lang bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und habe folgende Beiträge in das Gesundheitssystem eingezahlt:

     2008 – 3902 €
     2009 – 4152 €
     2010 – 4230 €


Natürlich hat mein Arbeitgeber einen ebenso großen Anteil bezahlt. Wirtschaftlich gesehen kostete ich die Krankenkasse mit meinen maximal drei Arztbesuchen pro Jahr definitiv nicht viel Geld. Ich bin stolz, dass ich zu den Milliarden-Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen beitragen konnte! Meine damalige Krankenkasse (Techniker Krankenkasse) ist unter die Top-Drei-Arbeitgeber Deutschlands gewählt worden!!

Deswegen habe ich mich vor zwei Jahren entschieden in die private Krankenversicherung zu wechseln. Mit Hilfe eines Maklers und ohne viel Nachdenken habe ich bei der Central einen Vertrag mit einem günstigen Tarif, Selbstbehalt und Beitragsrückerstattung (BRE) abgeschlossen.

Meine Beiträge in den letzten zwei Jahren bei Central sind die folgenden:

     2011 – 1398 €
     2012 – 1932 €


Hinzu kommen die Arztkosten, die ich wegen des Selbstbehalts übernehmen musste:

     2011 – 182 €
     2012 – 800 € (Prognose, leider wieder Zahnarzt)


Zusammengefasst habe ich in den letzten zwei Jahren folgende Ersparnis:

     2011 - 4320 € minus 1398 € = 2922 € minus Arztkosten = 2740 €
     2012 - 4320 € minus 1932 € = 2388 € minus Arztkosten = 1588 €


Weil ich in 2011 keine Rechnungen vorgelegt habe, wurden mir  im September 2012 1163 € als Beitragrückerstattung überwiesen (ich habe insoweit einen günstigen Vertrag). Wenn bis Ende des Jahres nichts Schlimmes passiert, werde ich für das Jahr 2012 auch keine Rechnungen vorlegen und dementsprechend im September 2013 circa 1402 € an Beiträgen erstattet bekommen.

Alles zusammengerechnet habe ich nach dem Wechsel zur PKV geschätzt 6893 € in zwei Jahren erspart, die ich zum Vermögensaufbau nutzen kann.

Eigentlich ist mein Versicherer nicht unbedingt empfehlenswert, weil der monatlichen Beitrag innerhalb eines Jahres um 38% erhöht wurde. Es gab viel Kritik in den Medien diesbezüglich über die Central. Laut meinem Makler kommen dieses Jahr noch 10% dazu. Ich bin trotzdem dabei geblieben, weil  die Klausel zur Beitragrückerstattung in meinem Vertrag so günstig ist (5 bis 6 Monatsbeiträge, wenn keine Rechnungen vorgelegt werden).

In meinem Fall hat der Wechsel sich bis dato mehr als gelohnt. Natürlich kann ich nicht sagen, was in zehn Jahren passieren wird. Krankenversicherungwechsel ist eine kritische persönliche Entscheidung, die richtig bedacht und überlegt werden sollte. Er ist vielleicht für einen 30-jährigen Mann ohne Familie vorteilhaft, aber sicherlich für einen 40-jährigen mit 3 Kindern nicht.

Ich würde vorschlagen, dass Sie sich über das Thema schlau machen, mit Ihrem Versicherungsberater mögliche Optionen durchgehen und sich mit Ihren Freunden und Kollegen über deren Erfahrungen unterhalten.

Wenn Sie in die Kategorie der Menschen gehören, für die ein Wechsel zur PKV vorteilhaft ist, ist ein solcher Wechsel mit dem besten Sparpotenzial verbunden, den es gibt. Damit können Sie Ihre Sparquote wesentlich erhöhen.



Mittwoch, 14. November 2012

Ausgaben minimieren bei der Freizeitlektüre


Heute möchte ich meinen ersten Gastbeitrag veröffentlichen. Moby, als ein weiblicher Leser, teilt hier mit, wie sie ganz einfach redundante Ausgaben vermieden und ihre Sparquote erhöht hat. Ich bin froh einen Gastautor auf meinem Blog begrüßen zu dürfen und ich freue mich auf weitere Gastbeiträge.

Neulich kam ich nach Hause und teilte meinem Freund mit, dass ich von nun an Zeitschriften nur noch im Internet lesen würde, um Geld zu sparen. Er fragte mich daraufhin, ob ich nicht über dieses Thema einen Eintrag in diesem Blog schreiben will und hier ist er also, mein Eintrag.

Ja, ich bin bekennende Gala-Bunte- und In-touch-Leserin. Peinlich? Ja, ist es mir manchmal. Aber ich bin Juristin und wälze tagsüber anspruchsvolle Probleme, da kann ich mir manchmal nichts Schöneres vorstellen, als mich entspannt auf die Couch zu legen und mich darüber zu informieren, ob Brad und Angelina jetzt endlich heiraten und wie Jen Aniston dazu steht. Aber wenn es oft vorkommt, dass ich geschafft nach Hause kommen, müssen da eben auch eine Menge Zeitschriften her, die jeweils immerhin mit zwischen 1,90 EUR (In Touch) und sage und schreibe 6,00 EUR (Vogue) zu Buche schlagen. Im Monat oder gar im Jahr kann das durchaus der Preis eines Kurzurlaubs zusammenkommen.  Mein Freund – zahlenbegeistert – ist meine Zeitschriften durchgegangen und hat ausgerechnet, das rund 20,00 EUR im Monat zusammenkommen, also 240,00 EUR im Jahr (und er weiß nicht einmal, dass ich einige schon weggeschmissen habe, der Betrag also nochmal 10,00 EUR pro Monat höher sein dürfte, das wären 360,00 im Jahr!!!).

Deshalb habe ich mir irgendwann überlegt, dass man all diese Zeitschriften auch im Internet lesen kann, auf www.gala.de, www.bunte.de oder auch www.womenshealthmag.com. Und das Ganze ist ebenso bequem mit dem Laptop oder gar dem I-Phone – all diese Zeitschriften gibt es natürlich auch im App-Format – auf der Couch wie mit der Zeitschrift in Papierform – und ich spare mir den Weg zum Kiosk. Aber das Wichtigste für diesen Blog ist natürlich, dass das Ganze – genau – GRATIS ist, denn eine Internetflatrate hat heutzutage jeder.

P.S.: Für Leute, die sich für die Schwächen der Promis nicht so interessieren, gibt es natürlich auch www.sueddeutsche.de, www.spiegel-online.de oder natürlich auch www.auto-motor-und-sport.de. Googeln Sie doch einfach mal Ihre Lieblingszeitschrift!

Sonntag, 11. November 2012

Weihnachtsgeld ruft zum Vermögensaufbau


“Probably the reason we all go so haywire at Christmas time with the endless unrestrained and often silly buying of gifts is that we don't quite know how to put our love into words.” - Harlan Miller
Fast jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland wird diesen Monat Weihnachtsgeld bekommen. Das bietet für einige eine gute Gelegenheit zum Vermögensaufbau, und für die meisten die jährliche Pflicht grenzenlos einzukaufen.

Wussten Sie, dass einige Unternehmen den meisten Umsatz und Gewinn während der Weihnachtszeit machen? Das habe ich vor einiger Zeit gelesen und es persönlich bei der Aktienanalyse von Metro Group (Saturn und Mediamarkt gehören dieser Gruppe) festgestellt. Der meiste Gewinn wird jedes Jahr im Quartal 4 (Oktober, November, Dezember) erwirtschaftet. Das Weihnachtsgeschäft beflügelt die Unternehmen. Beobachten Sie die Werbespots oder die Anzahl der Menschen auf der Einkaufstraße Ihrer Stadt im Laufe des Novembers und Dezembers.
Eigentlich ist Weihnachtsgeld kein Geschenk von den Unternehmen an ihre Arbeitnehmer. Es ist nur eine Hinauszögerung der Zahlung über mehrere Monate. Die Lohnkosten für die Unternehmen bleiben für das gesamte Jahr betrachtet unverändert. Man verschiebt aber die anteilige Zahlung einfach ein bis zehn Monate lang. Finanztechnisch ist es ein Trick, den „Free Cashflow“, also verfügbares Geld, für Monate zu erhöhen.

Ein Nachteil für den Arbeitnehmer sind natürlich die höhere Steuern, die wegen der Kaltprogression anfallen. Verdoppelt sich das Bruttoeinkommen, erhöht sich der Steuersatz und das Nettogehalt wird entsprechend nicht verdoppelt. Die zusätzlichen Steuern kann man erst nach der Steuererklärung zurückbekommen, also nach sechs Monaten im Mai des folgenden Jahres. Das Finanzamt genießt die höheren Steuereinnahmen für einige Monate als ausgeliehenes Geld ohne Zinsen.

Es liegt jedoch nicht in unserem Einflussbereich, das Bezahlsystem des Weihnachtsgeldes zu ändern. Deswegen sollten wir lieber schauen, wie wir Weihnachtsgeld als Gelegenheit nutzen zu können. Das fast doppelte Gehalt bietet Ihnen die Chance, eine große Summe auf einen Schlag anzulegen. Hier gilt die übliche Sparquote nicht („NetCashflow ist König“), weil man viel Geld zur Verfügung hat. Die ehrgeizigen Sparer  können die ganze zusätzliche Summe direkt auf das Tagesgeldkonto überweisen.

Natürlich ist Weihnachten die Zeit, in der man etwas  an seine Liebten verschenken und eine frohe und gelassene Zeit mit weniger Sorgen erleben möchte. Man kann sogar sich selber etwas schenken (z.B als Belohnung für die Erfüllung der Sparziele in den letzten Monaten). Und es ist okay so!

Was hier zu beachten ist, und was ich betonen möchte, ist, im Verhältnis zu bleiben und eine Balance zwischen Ausgaben und Gespartem zu behalten. Sie können ruhig das Hälfte des Weihnachtsgeldes für Geschenke und persönliche Wünsche ausgeben. Legen Sie aber die andere Hälfte an. Dieser Beitrag ist immens wichtig für Ihren Vermögensaufbau. Er wird sich in den nächsten Jahren auszahlen, wenn Ihr Vermögen weiterwächst und die Rendite der Ersparnisse als passives Einkommen in Ihr Haushaltsbudget einfließt.


Freitag, 2. November 2012

Freistellungsauftrag von Kapitalertragsteuer


“In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes.” - Benjamin Franklin
Sie wollen finanziell frei werden (“Wie erreiche ich finanzielle Freiheit?”) und Sie haben dafür mit den ersten Schritten angefangen:
  1. Sie verfolgen Ihre Einnahmen und Ausgaben nach („Buchhaltung für Anfänger“).
  2. Ein Tagesgeldkonto steht für Ihre Ersparnisse zur Verfügung  („Tagesgeldkonto eröffnen“).
  3. Sie überweisen monatlich eine gewisse Summe auf dieses Konto („Bezahle Dich selbstzuerst“).

Der nächste Schritt wird sein, dass Sie Ihr Geld in Investitionen anlegen, die höhere Rendite bringen (Aktien, Fonds, Anleihen, usw.).

Bevor Sie damit anfangen können, müssen Sie aber einen bürokratischen Zwischenschritt machen, um mögliche Renditeverluste zu vermeiden. Dieser Schritt heißt „Freistellungsauftrag für Kapitalerträge“.

Leider gibt es in Deutschland für Kapitalerträge (Dividenden, Tagesgeld- und Festgeldzinsen, Kursgewinne aus dem Verkauf von Finanzprodukten, usw.) eine Abgeltungsteuer von 25% (plus 5,5% Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer). Ihre Bank führt diese Steuer automatisch an den Staat ab, wenn Kapitaleinkünfte fällig sind. Einzige gute Nachricht hier ist, dass ein Sparer-Pauschbetrag existiert, bei dem die Einkünfte bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei sind.

Folgende Kapitaleinkünfte für Anleger sind jährlich steuerfrei:
Ledige: 801 Euro
Ehepaare: 1.602 Euro

Wenn Sie z.B. (ledig, ohne Kirchensteuer) im Jahr 2012 an Dividenden 2001 € aus Ihren Aktien bekommen haben, sind davon 801 € steuerfrei. Von den verbleibenden 1200 € werden 300 € als Abgeltungssteuer plus 16,50 € Solidaritätszuschlag abgezogen.

Wenn kein Freistellungsauftrag bei Ihren Banken oder Finanzinstituten eingereicht ist, wird diese Steuer automatisch auf den gesamten Betrag abgezogen, ohne dass eine Freistellung erfolgt. Deswegen müssen Sie den Freistellungsauftrag ihrer Bank zukommen lassen. Diesen Auftrag können Sie auf der Webseite Ihrer Bank finden. Einige Banken bieten an, die Übermittlung der Daten mit dem PIN/TAN-Verfahren durchzuführen.

Wichtig zu wissen ist, dass Summe aller erteilten Freistellungsaufträge Ihren Steuerfreibetrag nicht überschreiten darf, wenn Sie mehrere Aufträge bei verschiedenen Banken eingereicht haben. In diesem Fall müssen Sie bei der Steuererklärung entsprechende Kapitalerträge eintragen.

Unter dieser Adresse finden Sie einen Online-Rechner um Ihre Abgeltunsteuer zu kalkulieren: http://www.zinsen-berechnen.de/abgeltungssteuerrechner.php