Dienstag, 17. September 2013

Mit einer guten Idee fängt alles an

„Everything begins with an idea“. –Earl Nightingale

Mein Blog, der goldene Adler, ist letzte Woche ein Jahr alt geworden.

In den letzten zwölf Monaten habe ich die Gelegenheit gehabt, 95 Artikel über persönliche Finanzen und finanzielle Freiheit in diesem Blog zu veröffentlichen. Für die Menschen, die sich für diese Themen interessieren, ist mein Blog eine gute Informationsquelle geworden. Die Gastartikel und Besucherkommentare haben dazu auch einen wichtigen Beitrag geleistet.


Laut Google Analytics Statistiken hatte mein Blog im letzten Jahr 22530 Besuche. Circa die Hälfte davon sind wiederkehrende Besucher. Die Seite wurde 43769 mal aufgerufen. Meine Besucher haben durchschnittlich circa 2 Minuten Zeit in meinem Blog verbracht und bei jedem Besuch circa 2 Seiten gelesen. Etwa 30% der Besucher sind direkte Besucher und 46% kommen aus auf meinem Blog verweisenden Webseiten. 24% der Besucher stammen von Google. Ich bin mit der Entwicklung der Besucherzahlen sehr zufrieden, weil ich fast kein Marketing oder SEO betreibe. Außerdem gibt es 54 Fans von der Facebook-Page des Blogs.

Ich möchte mich bei allen Besuchern bedanken, die sich Zeit genommen haben, meine Artikel zu lesen. Ich hoffe, meine Ideen und Vorschläge haben bei manchen Menschen einiges bewegt. Mit einer guten Idee fängt alles an. Es wäre mir eine große Freude, wenn nur einer meiner Leser von meinen Artikeln beeinflusst würde und seine persönlichen Finanzen unter Kontrolle bringen würde. Ich weiß zumindest, dass einige meiner Freunde sich schon darüber Gedanken gemacht haben.

Außerdem möchte ich mich bei den Partnerblogs, die unter der Rubrik „Adlerblogs“ gelistet sind, für die gute Zusammenarbeit bedanken.

Die neuen Leser können die bereits veröffentlichten Artikel unter „Artikelübersicht“ finden.

Montag, 2. September 2013

Geld bedeutet eigentlich Lebensstunden

“Remember that time is money”. – Benjamin Franklin

Es klingt wie eine dumme Feststellung, ist dennoch traurig und wahr. Wir kaufen Dinge nicht mit Geld, sondern mit Stunden von unserem Leben.


Dieser Satz gilt natürlich nur für die meisten Menschen, nämlich für die, die ihr Leben mit aktivem Einkommen, also mit Gehalt oder Lohn, finanzieren. Für die bereits finanziell Freien, die Reichen durch Erbschaft, die meisten Studenten und Sozialhilfeempfänger ist es eine andere Sache.


Früher erhielten Arbeitnehmer wöchentlich oder täglich ihren Lohn als Bargeld sofort nach Feierabend. Es war wie eine Besoldung für die geleistete Arbeit, zum Beispiel 10 Taler für 10 Stunden Arbeit. Damals wussten die Menschen sehr genau, was eine Stunde Arbeit ihnen gebracht hat. Eine Stunde Arbeit ist ein Taler. Ein Brot kostete zwei Taler, was zwei Stunden Arbeit entspricht (Lohn und Brotpreis sind erfunden). Man wusste genau, wie viele Stunden man für sein Essen, seinen Wein oder seine Unterkunft arbeiten musste. Wer nicht arbeitete, bekam halt kein Geld.

Für die Handwerker und Künstler ist das mit dem Geldverdienen heutzutage immer noch so. Aber für die Mehrheit, die als Arbeitnehmer irgendwo angestellt ist, ist das Konzept Gehalt etwas anders. Das Gehalt wird fast immer monatlich bezahlt und auf das Konto überwiesen. Den Verdienst bekommen die Menschen nicht mehr unverzüglich nach der Arbeit als Schein oder Münze in die Hand. Sie fassen das Geld nicht an und haben meiner Meinung nach die Einstellung „Eine Stunde Arbeit gleich ein Stundenlohn“ verloren. Das Geld ist einfach am Ende des Monats in elektronischer Form auf dem Girokonto.

Deshalb stören viele Menschen Steuer und Sozialabgaben nicht sehr. Das wäre anders, wenn wir das Bruttogehalt erstmal komplett als Bargeld bekommen und danach alle Abzüge buchstäblich abgeben würden.
Was ich hier zu denken geben möchte, ist, dass Geld nicht gleich einem Blatt Papier ist, wie die Generation Y denkt ("Generation Y und Geld"). Geld entspricht eigentlich Stunden unseres Lebens. Ein zweistündiges Abendessen im Restaurant kostet nicht 35 €, sondern circa drei Arbeitsstunden (angenommen 2.000 € monatliches Nettogehalt, 40-Stunden-Woche). 

Einige ähnliche Beispiele:
  • Das neue Elektroauto BMW i3 -> 2.800 Arbeitsstunden (350 Arbeitstage)
  • 55-Zoll LED-Fernseher -> 160 Arbeitsstunden
  • Warmmiete für 60 qm Wohnung in der Köln Innenstadt -> 64 Arbeitsstunden
  • Pauschalurlaub auf Mallorca -> 40 Arbeitsstunden
  • 2 Cocktails am Freitagabend -> 1,5 Arbeitsstunden
  • 30 km Autofahrt zur Arbeit -> 43 Arbeitsminuten
  • Eine Packung Zigaretten -> 24 Arbeitsminuten
  • Ein Espresso -> 10 Arbeitsminuten

Die Arbeitsstunden variieren natürlich je nachdem, was für einen Beruf Sie haben. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass Sie Dinge nicht mit Geld, sondern mit Stunden Ihres Lebens kaufen. Das ist eine ganz andere Denkweise als die, die viele Menschen haben. Diese Denkweise verändert sicherlich die Gewohnheiten von Menschen, wenn es um ihr Geld geht.

Montag, 26. August 2013

Generation Y und Geld

"Each generation imagines itself to be more intelligent than the one that went before it, and wiser than the one that comes after it." - George Orwell

In der Soziologie werden die Menschen, die in den 80ern und 90ern geboren sind, als „Generation Y“ bezeichnet. Ein anderer Name für sie ist „Millennials“. „Generation Y“ wird in den Medien oft verglichen  mit den „Baby Boomers“, die meistens die Eltern dieser Generation sind sind. Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, in dem die 10 Unterschiede zwischen „Generation Y“ und „Baby-Boomers“ bezüglich ihrem Umgang mit Geld aufgelistet sind.

Der Artikel richtet sich hauptsächlich an die amerikanische Bevölkerung. Ich möchte einige Punkte herausfiltern, die meiner Meinung nach auch für die Menschen in Deutschland gelten.

Generation Y trägt teurere Schuhe

Ich denke, das ist ein klares Phänomen, das in den Straßen zu sehen ist. Markensportschuhe von Adidas, Nike, Converse, usw. sind total „in“. Die Schuhmode ändert sich jede Saison und viele Leute haben mittlerweile keinen mehr Platz im Schuhregal. Eine ähnliche Beobachtung habe ich schon in meinem Artikel „Kinder in der Straßenbahn und deren Umgang mit Geld“ gemacht.

Generation Y ist unbefriedigter

Zu Hause sitzen und nichts tun ist für die Generation Y unvorstellbar. Sie suchen Befriedigung in allen Bereichen Ihres Lebens und geben dafür gerne Geld aus. Ein gemütliches Wochenende zu Hause ist für die Baby-boomers sehr entspannend, für die Generation Y währenddessen äußerst langweilig.

Generation Y ist verschwenderischer beim Shopping

Die Baby-boomers suchen Rabatte und Saisonschlussverkäufe, damit sie beim Shopping Geld sparen können. Für die Generation Y ist das kein Thema. Sie gehen shoppen, wenn Sie dazu Lust haben. Shopping ist eine Freizeitaktivität, die gegen Langeweile hilft. Viele möchten „Shopping-Queens“ werden und es danach auf Facebook posten.

Die Definition von einem coolen Wochenende ist bei Generation Y anders

Ein cooles Wochenende kann man mittlerweile nicht mehr in der Stadt verbringen, in der man wohnt. Billigflieger und Konzepte wie „Blind Booking“ haben es ermöglicht, einen Wochenendausflug innerhalb von Europa kurzfristig zu planen. Während die langweiligen Freunden zu dem gewohnten Kneipen gehen und den Stadtgarten geniessen, verbringt der „coole“ Gen-Yer sein Wochenende in Barcelona und postet gleich ein Foto aus der Cocktailbar. Natürlich bekommt er seine 20+ Likes. Natürlich werden die Girokonten schnell leer bei der Finanzierung dieser geilen Wochenenden. Der Jahresurlaub kommt noch.

Für Generation Y ist Geld nur ein Stück Papier

Die Mentalität ist folgende: Das Geld kommt und geht. Man muss ja sein Leben geniessen. Man lebt nur einmal.. Der Wert des Geldes wird von der Generation Y ignoriert. Viele haben richtige Schwierigkeiten nie erlebt. Geld ist immer verfügbar gewesen. Warum sparen? Man kriegt es irgendwie hin.

Ich gehöre auch zur Generation Y und beobachte leider in meinem Freundeskreis diese Eigenschaften der Generation Y. Viele meiner Bekannten haben überhaupt kein Interesse an persönlichen Finanzen. Geld sparen, Geldanlagen, Aktien, Anleihen, ETFs sind Fremdwörter für sie. Finanzielles Wissen ist bei vielen leider mangelhaft. Mit diesem Blog versuche ich, Aufmerksamkeit zu wecken und meine Botschaft anzubringen. Da die Generation Y eine Menge Zeit im Internet verbringt, sind sie die Hauptzielgruppe dieses Blogs.

Die Mitglieder der Generation Y, die diesen Artikel gelesen haben, können ja die Facebook-Seite dieses Blogs bei Gelegenheit Liken.

Montag, 19. August 2013

Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub

“To be tested is good. The challenged life may be the best therapist.” -Gail Sheehy

Diesen Sommerurlaub habe ich mit meiner Freundin in Italien in verschiedenen Städten verbracht. In den zwei Wochen haben wir eine sehr schöne Zeit gehabt. Der Urlaub hat sich voll gelohnt. Wir haben natürlich einiges an Geld ausgegeben, da Italien kein günstiges Reiseziel ist. Wir waren jedoch weder sparsam noch verschwenderisch, was ich ganz in Ordnung finde.

Während des Urlaubs habe ich die folgende interessante Feststellung getroffen:

Es gibt sehr viele kluge Leute auf der Welt, die versuchen uns unser Geld aus der Tasche zu ziehen.

Und alles auf legalem Wege. Es fängt schon am Flughafen an, wo die Getränkepreise nach dem Sicherheitscheck plötzlich angehoben werden. Im Duty-Free werden alkoholische Getränke, Parfums und Markenklamotten glänzend angeboten. Wenn man es schafft, seinen Hunger ohne das 6 €-Sandwich vom Bistro zu stillen, steigt man endlich ins Flugzeug ein. Kurz nach dem Abflug kommt die Stewardess und fragt, ob man etwas aus dem Bordbistro haben möchte.

Nach der Landung ist der Autovermieter dran, zusätzlich lokale Gebühren zu erheben, weil „Busy Season“ ist. Dazu kommt warum auch immer auch Flughafensteuer und schnell kostet der Mietwagen mehr als geplant. Zu spät und zu müde einen neuen zu suchen, kommt man endlich im Hotel bzw. B&B an.


Zum Glück passieren in den vorgebuchten Hotels keine Überraschungen. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man die Ratings und Kommentare vorher im Internet, z.B. bei booking.com, liest. Man zahlt, was man gebucht hat und es ist meistens sein Geld wert. Ohne vorher nachzuforschen, buche ich seit langem keine Übernachtungen mehr.

Die Herausforderungen fangen erst richtig in den Städten an. Touristen haben viel Geld und die klugen Geschäftsleute wissen das sehr gut. Tausende Café- und Restaurantinhaber, Straßenhändler, Ladenbesitzer und Künstler wollen den Touristen das Geld wegnehmen. Es ist ein Wettbewerb und sie sind stark. Die Angebote werden so schön präsentiert, dass die Versuchung zu groß ist, im Vorbeigehen was zu kaufen. Bezüglich Gastronomie plane ich unsere Ziele fürs Essen immer vorher mit der App „Tripadvisor“, damit ich das Beste für mein Geld bekomme. Dadurch vermeidet man die Touristenfallen. In diesem Urlaub war ich völlig zufrieden mit den Restaurants, in denen wir gegessen haben. Das Essen immer sein Geld wert und wir wurden nicht ein einziges Mal abgezockt.

Dazu gibt es die Touristen-Attraktionen, bei denen man Eintrittskarten kauft und stundenlang in der Schlange steht, um einen Glockenturm zu besteigen. Den 5-€-Eintritt für das Geburtshaus des berühmten Michelangelo zu bezahlen habe ich mich geweigert und stattdessen die toskanische Natur und Ruhe genossen. Meine Freundin war drinnen und es war letztendlich ein gewöhnliches Haus.

Wie ich in dem Artikel „Sparsam leben erklärt, ein bewusster Ausgeber werden“ geschrieben habe, ist Genügsamkeit eine wichtige Lebenseinstellung für finanzielle Freiheit. Jedoch gibt es Versuchungen im Leben – besonders im Urlaub -, die den Menschen quasi dazu zwingen, mehr Geld auszugeben als nötig. Es gibt viele kluge Leute, die genau das versuchen und fördern. Die gesamte Marketingindustrie ist dafür da und die Unternehmen stellen kluge Köpfe für diesen Job ein.

Ich finde es in Ordnung, dass man ab und zu zum Beispiel im Urlaub ein bisschen großzügiger mit seinem Geld umgeht. Es ist aber immer noch wichtig, seine Grenzen zu kennen und nicht zu übertreiben. Mit ein bisschen Planung können Sie die Abzocke im Restaurant am Platz vor dem Pantheon leicht vermeiden. Und ein bisschen Selbstkontrolle wird Ihnen die Mühe ersparen, für die Mitbringsel aus dem Urlaub einen Platz im Keller zu finden.

Sonntag, 11. August 2013

In europäische Aktien investieren, Value Stocks

“Price is what you pay; value is what you get.” – Ben Graham
In meinem Artikel “Diversifikation Ihres Portfolios – Regionen“ habe ich als Beispiel die Verteilung eines Portfolios vorgestellt, in dem europäischen Aktien einen Anteil von 30% haben. Für den Anfang habe ich in dem Artikel „In europäische Aktien investieren - EUROSTOXX 50“ einen einfachen Weg geschildert, wie man in europäische Aktien investieren kann.

Es gibt Anleger, die nicht einen ETF kaufen wollen, der den gesamten Markt abbildet. Sie verfolgen oft eine bestimmte Anlagestrategie. Value Investing („Value Investing und Ihre Anlagestrategie“) ist eine dieser populären Anlagestrategien. In diesem Artikel möchte ich nun einige ETFs vorstellen, die ausschließlich „Value Aktien“ aus Europa im Fondsbestand haben.

Hier sind die passenden ETF’s, die den EURO STOXX 50 Index abbilden:
  • iShares EURO Total Market Value Large
  • ETFlab STOXX Europe Strong Value 20
  • db x-trackers MSCI Europe Value TRN Index UCITS ETF 1C EUR
  • UBS-ETF MSCI EMU Value A (EUR)

Wenn Sie die Positionen in diesen ETFs betrachten, werden Sie die folgende Gemeinsamkeiten sehen:
  • Die Aktien haben ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis
  • Die Aktien haben ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis
  • Die Aktien sind meist aus dem Finanz- und Energiesektor.


Die Value-Aktien sind diejenigen, die aus irgendeinem Grund vom Markt „bestraft“ worden sind. Sie sind generell unpopulär und überverkauft, und deshalb günstiger als die restlichen Aktien. Die Finanzwerte in Europa sind zum Beispiel von der Eurokrise stark betroffen. Die Energiewerte haben ebenfalls durch die niedrigen Wachstumsraten und die Energiewende viel eingebüßt. Das heißt aber nicht, dass sie schlechte Aktien sind. Value Investors glauben, dass diese Aktien auf lange Sicht aufholen und den Markt schlagen werden. Diese Aktien sind tatsächlich meist solide Werte mit einer guten Dividendenhistorie. Es ist zu beachten, dass diese ETFs keine Wachstumsaktien im Bestand haben. Das nächste „Google“ oder „Apple“ werden Sie hier nicht finden.

Die jährlichen Kosten (TER) von diesen ETFs liegen bei 0,40%. Das ist mehr als bei den EUROSTOXX 50 ETFs, aber immer noch viel günstiger als bei Aktienfonds („Aktienfonds als Geldanlage“).


Wenn Sie den Preistrend von diesen ETFs betrachten, werden Sie meiner Meinung nach festellen, dass die ETFs noch günstig sind und Potenzial nach oben haben. 

iShares EURO STOXX Total Market Value Large (DE) – Quelle: ing-diba.de

In meinem Portfolio habe ich den ETF „iShares EURO STOXX Total Market Value Large (DE)“. Für die Anleger, die ihr Geld in europäische Aktien anlegen und eine „Value Investing“ Strategie verfolgen möchten, bieten diese ETFs eine gute Möglichkeit.

Sonntag, 4. August 2013

Halbjahresrückblick 2013, Besucherzahlen und Blogeinnahmen

“Where the Internet is about availability of information, blogging is about making information creation available to anyone.” – George Siemens

Es ist einen Monat her, dass die erste Jahreshälfte 2013 vorbei ist. In diesem Artikel möchte ich die Neuigkeiten aus meinem Blog „Der goldene Adler“ zusammenfassen und die meistgelesenen Artikel der letzten sieben Monate auflisten. Außerdem möchte ich meine Leser über die Besucherstatistiken und die Blogeinnahmen informieren. Zuletzt möchte ich meine Pläne in Bezug auf meinen Blog für die zweite Hälfte des Jahres mitteilen.

Neuigkeiten

Die größte Veränderung ist die Einführung der Unterseiten, wo ich meine bisher geschriebenen Artikel unter Hauptthemen wie Artikelübersicht, Finanzielle Freiheit, Vermögensaufbau, Geld sparen, Geld anlegen, Über den goldenen Adler, Den Adler unterstützen! sortiert habe. Der Grund dafür ist, meinen neuen Besucher den Zugriff auf ältere Artikel zu erleichtern. Der Verlauf der Blog-Artikel bildet eine logische Abfolge. Anfänglich habe ich eher über „Finanzielle Freiheit“ geschrieben. Danach befassten meine Artikel sich mehr mit Themen wie Geld sparen und Spartipps, was denn wiederrum das Anlegen von Geld ermöglicht. Die neuesten Artikel sind über Portfoliogestaltung und ETFs.

Seit der Einführung der Unterseiten sind die Seitenaufrufe pro Besucher um 17% und die durchschnittliche Besuchsdauer um 22% gestiegen. Ich denke, die Arbeit hat sich gelohnt. Ich finde es sehr wichtig, dass meine alten Artikel auch gelesen werden, weil eine Menge wichtige Informationen und nützlichen Tipps darin zu finden sind.


Meistgelesene Artikel Januar-Juli 2013

Besucherzahlen

Bis Juni 2013 hatten meine Besucherzahlen eine leicht steigende Tendenz. Circa die Hälfte meiner Leser sind Stammleser, die meinen Blog regelmäßig lesen. Die Besucher aus Google schwanken monatlich und machen ein Viertel aller Besucher aus. Mein Google PageRank ist immer noch 3, was ich sehr toll finde. Die Facebook Fanseite hat 52 Likes, wovon aber ein großer Teil aus meinem Freundeskreis kommt. Es freut mich aber sehr, dass ich auch einige unbekannte Besucher als Fans habe.

Blogeinnahmen

Die Google Adsense-Einnahmen sind leider in den letzten 3 Monaten aufgrund niedriger Seiten-CTR (Click Through Rate) gesunken. Diese ist viel niedriger als das übliche eine Prozent. Ich habe keine logische Erklärung dafür, finde es aber gleichzeitig auch nicht so schlimm. Ich schreibe ja nicht, um Geld zu verdienen. Trotzdem sammeln sich jeden Monat ein paar Euro.

Meine Amazon-Partnerschaft ist auch kein großer Erfolg gewesen. Die Unterseite „den Adler unterstützen!“ hat die geringste Besucheranzahl unter allen Seiten. Dies könnte an der Kultur und den Gewohnheiten der Internetnutzer von heute liegen. Ich weiß zumindest, dass viele meiner Freunde ständig Dinge bei Amazon bestellen. Sie machen es aber nicht über den Banner auf meinem Blog, obwohl sie davon wissen. Ich denke, sie vergessen es einfach.

Meine Pläne für „Der goldene Adler“

Ich habe im Juni-Juli wenig Zeit gehabt, qualitativ hochwertige neue Artikel zu schreiben. Daher sehe ich einen Rückgang bei den Besucherzahlen. Ich habe in den nächsten Monaten vor, regelmäßiger zu posten, etwas 1 bis 2 mal die Woche.

Die Offlinewerbung für meinen Blog durch Businesskarten, die ich an meine Bekannten verteile, möchte ich verstärken.

Natürlich möchte jeder Blogger eines Tages eine eigene Domain haben. Das habe ich auch vor. Es ist leider für Blogger nicht so einfach, mit dem Blog umzuziehen. Es besteht auch die Gefahr, dass die Besucher aus Google anfänglich verschwinden und man das PageRank verliert. Ich möchte mich über das Thema schlau machen und es einfach ausprobieren.

Letztes Wort

Bei der Gelegenheit möchte ich mich bei allen bedanken, die meinen Blog verfolgen, die mit Gastartikeln den Content bereichert haben, die die Artikel kommentieren und in eigenen Webseiten meinen Blog verlinken. Ich hoffe, dass meine Ideen und Vorschläge bis jetzt einen positiven Einfluss in den Leben einiger Menschen haben.

Montag, 1. Juli 2013

5 Gründe eine Immobilie zu kaufen und die Gegenargumente

"It is a comfortable feeling to know that you stand on your own ground. Land is about the only thing that can't fly away."- Anthony Trollope

In meinem Artikel “Ist es jetzt die richtige Zeit eine Immobilie zu kaufen?“ habe ich über den Kauf von Immobilien als Kapitalanlage geschrieben. Kurz zusammengefasst finde ich die meisten Immobilien in Deutschland mit einem KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 25 bereits zu teuer. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, für eine Bruttorendite von 4% eine große Summe Geld in Immobilien anzulegen.

Es gibt aber viele Befürworter von Immobilien als Geldanlage. In diesem Artikel werde ich ihre Argumente darstellen und meine Gegenargumente nennen.

Immobilienpreise steigen und werden weiterhin steigen:

Es ist richtig, dass die Immobilienpreise in den letztem Jahren stark gestiegen sind. Das ist der Hauptgrund, warum ich Immobilien sehr teuer finde. Das heißt aber nicht, dass die Preise weiterhin steigen werden. Erstens ist es eine Prophezeiung und ein Verkaufsargument der Makler und Banken. Historisch gesehen ist der Anstieg der Immobilienpreise nicht höher gewesen als die Inflationsrate ("Inflation und die Effekte auf Rendite"). Zweitens sollten Immobilienbesitzer langfristig denken und auch über die versteckten Kosten nachdenken. Sie können nicht von einem kurzfristigen Preisanstieg profitieren, weil durch den Kauf und Verkauf zusätzliche Kosten entstehen.


Man kann einen Kredit aufnehmen und die Immobilie wie eine Mietzahlung abbezahlen:

Die Immobilienkredite liegen zur Zeit bei circa 2,4-2,7% (10 Jahre Sollzinsverbindung mit 2% Tilgung).  Für 2,5% Geld ausleihen und 4% Rendite bekommen klingt super. Mit Vollfinanzierung kann man sogar ohne Eigenkapital eine Immobilie kaufen. Wenn die Immobilienpreise steigen, kann man mit dieser Methode ohne großen Aufwand ein passives Einkommen generieren, sogar Kapitalgewinne erzielen. Diese Methode ist in Robert Kiyosaki’s bekanntem Buch „Rich Dad, Poor Dad“ als eine mögliche Vorgehensweise beschrieben, um reich zu werden. Und genau diese Methode hat die Immobilienblase in den USA verursacht. Wenn die Blase platzt, sitzt man auf einem Schuldenberg, den man nicht zurückzahlen kann. Viele Menschen überschätzen ihre eigene Verdienstkraft und ignorieren die möglichen Risiken wie Jobverlust oder Finanzkrise.

Außerdem ist es sehr schwierig, ohne Eigenkapital einen Kredit zu bekommen. Die Banken erwarten einen Eigenkapitaleinsatz von 20% bis 40%. Lesen Sie bitte das Kleingedruckte bei den Werbungen. Dieses Kapital wird nur dann die Rendite der Immobilie (4%) bringen, wobei man woanders eine höhere Rendite erzielen kann. Das nennt man Opportunitätskosten, was viele Leute nicht wissen und nicht berücksichtigen.

Die bezahlten Zinsen für Immobilienkredite sind steuerlich absetzbar:

Ja, wenn Sie Ihre Immobilie vermieten, sind die Zinsen steuerlich absetzbar. Genauso müssen aber die Mieteinnahmen besteuert werden. Sogar mit dem Einkommensteuersatz. Für Vielverdiener bedeutet dies eine große zusätzliche Steuerlast.

Wenn Sie in Ihrer eigenen Immobilie wohnen, dürfen Sie die Zinsen gar nicht von der Steuer absetzen. Der einzige Vorteil ist, dass Sie keine Miete zahlen (abgesehen davon, dass Sie Zinsen zahlen).

Eine Immobilie hat eine sehr sichere Rendite:

Das ist auch ein Punkt, bei dem viele Leute sehr optimistisch sind. Wenn Sie Ihre Immobilie vermieten, sind Ihre Mieteinnahmen abhängig von Ihrem Mieter. Es gibt ein gewisses Risiko, dass der Mieter die Miete nicht regelmäßig zahlt oder zahlungsunfähig wird. Die Gesetze in Deutschland sind sehr mieterfreundlich. Man darf den Mieter nicht einfach ohne Weiteres wie in anderen Ländern kündigen.

Bei den Wohnungen gibt es ein weiteres Risiko: Unerwartete Wartungskosten. Wenn die Eigentümerversammlung die Entscheidung trifft, das Dach neu zu decken oder den Keller zu renovieren, müssen alle Eigentümer mitzahlen. Falls Sie sich mit Bauarbeiten beschäftigt haben, wissen Sie, über welche Summen ich spreche: einige Tausende können sich schnell aufaddieren. Es gibt noch andere unerwartete Kosten wie Wasserrohrbruch, kaputte Heizung oder Fenster, usw. Alle diese Kosten reduzieren die erwartete Rendite und müssen berücksichtigt werden.

Mein Kapital ist mit einer Immobilie gesichert:

Im Vergleich zu Aktien ist das Kapital bei Immobilien sicherer. Es ist übrigens genauso sicher bei Bankeinlagen und Staatsanleihen. Der Immobilienmarkt ist nicht liquide und die Preise steigen und sinken nicht kurzfristig wie Aktienkurse. Weil der Immobilienwert nicht jederzeit vorhanden ist, geht man davon aus, dass die Immobilie einen bestimmten Wert hat. Kann man aber seine Immobilie für dieser Preis sofort verkaufen? Nein. Der Immobilieneigentümer braucht einen Käufer, mehrere Interessierten und ggf. einen Makler.

Immobilieneigentümer glauben, dass ihr Kapital zumindest sicher ist, selbst wenn die Rendite durch Mieteinnahmen gering ist. Das ist nicht immer der Fall, wenn man den Immobilien-crash in den USA, Spanien oder Irland betrachtet. Viele Menschen haben Privatinsolvenz angemeldet, weil die Immobilienblase plötzlich geplatzt ist.

Fazit: 

Eine Immobilie ist sicherlich eine gute Geldanlage, wenn die Rendite hoch ist und die Immobilienpreise steigen. Die Voraussetzungen dafür sind, dass die Immobilie billig gekauft wird und hohe und sichere Mieteinnahmen hat. Solche Angebote sind aber schwer zu finden („Gelegenheiten Geld zu schaffen“). Ich würde den Anlegern empfehlen, sich richtig über Immobilien zu informieren und die obengenannten fünf Argumente für den Kauf einer Immobilie kritischer zu betrachten.

Es ist vielleicht der größte Kauf eines Anlegers in seinem Leben und eine wichtige Entscheidung. Man darf nicht auf die sogenannten Bankberater, die nur an ihre Provisionen denken, hören und beim ersten Immobilienangebot zugreifen. Ich würde persönlich heute keine Immobilie kaufen, weil ich die Preise zu hoch finde und weil ich mein Kapital nicht in einer einzigen großen Geldanlage verbinden möchte.