Dienstag, 14. Januar 2014

Ein finanzieller Rückblick auf 2013 - Ausgaben

“I have learned to seek my happiness by limiting my desires, rather than in attempting to satisfy them.” ― John Stuart Mill

Ich möchte meinen Artikel “Ein finanzieller Rückblick auf 2013 – Einnahmen” fortsetzen und über meine Erfahrungen, wie ich meine Ausgaben im letzten Jahr reduziert habe, berichten. Ich hoffe, dass diese Tipps von meinen Lesern angewandt werden können. Das Ziel “Ausgaben reduzieren” ist genauso wichtig wie “Einnahmen erhöhen”. Es ist sogar viel einfacher und liegt mehr im eigenen Einflussbereich.


Ausgaben reduzieren


Wie gesagt liegen Ihre Ausgaben in Ihren Händen. Sie können Ihre Ausgaben in einigen Schritten reduzieren. Ich habe meinen Aktionsplan für 2013 durchgesetzt und konnte meine Ausgaben um 13,4% reduzieren. Dieses Geld wird direkt für meinen Vermögensaufbau verwendet.

Der Hauptfaktor für diese Reduzierung waren nämlich meine Barausgaben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich früher meine Bargeldausgaben nicht richtig mit Disziplin nachverfolgt habe. Deswegen hatte ich eine Menge Ausgaben, die ich nicht zuordnen konnte. Vermutlich habe ich das Geld für Ausgehen (“Kosten von Getränken beim Feiern und Ausgehen”) oder Essen im Restaurant ausgegeben. Mittlerweile versuche ich, vieles mit EC-Karte zu bezahlen und trage meine Bargeldausgaben in einer Smartphone-App (Cashtrails) ein. Ob bewusst oder unbewusst, man gibt so weniger Geld aus.

Der zweitgrößte Beitrag kommt durch geringere Kosten für Urlaub (“Versuchungen Geld auszugeben, Eindrücke aus einem Sommerurlaub”). Rechtzeitige Planung und bewussteres Reisen haben mir sehr geholfen (“Flugpreise als Bestandteil von Reisekosten”). Die Reiseziele spielen auch eine wichtige Rolle.

Die drittgrößte Reduzierung meiner Ausgaben ergab sich aus meiner Kündigung der Mitgliedschaft im Fitnessstudio (“Fitnessstudio, Konten abbauen um Muskeln aufzubauen”). 588 € sind in meiner Tasche geblieben!!

Außerdem gibt es die folgenden kleineren Posten, die sich zusammen addieren:


Die jährliche Analyse der Ausgaben ist eine sehr interessante Übung. Mit dieser Übung können Sie Ihre Gewohnheiten erkennen und sehen, wo das ganze Geld hingeht. Diese Übung würde ich jedem definitiv empfehlen. Man sieht Ausgaben, die man normalerweise einfach ignorieren würde. Ein Vergleich mit Freunden und Bekannten kann sehr interessante Einblicke erwecken.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Ein finanzieller Rückblick auf 2013 - Einnahmen

“People never learn anything by being told, they have to find out for themselves.” -  Paulo Coelho

Ich habe vor ein paar Tagen meine regelmäßige Ausgabenanalyse für 2013 erledigt (“Analysieren Sie Ihre Ausgaben”). Diese Analyse ist ein bedeutender Teil meines Vermögensaufbaus. Für meinen Weg zur finanziellen Freiheit ist das Nachverfolgen der Ausgaben mit anschließender Analyse extrem wichtig. Da die Ausgaben einen direkten Einfluss auf die Sparquote (“Net Cashflow ist König”) und auf das nötige Geld für die finanzielle Freiheit (“Wie viel Geld braucht man um finanziell frei zu werden?”) haben, möchte ich die Ausgaben immer unter Kontrolle haben.

Das Jahr 2013 war für mich aus finanzieller Sicht ein erfolgreiches Jahr. Ich konnte meine aktiven und passiven Einnahmen erhöhen und meine Ausgaben reduzieren. Die Maßnahmen (“Ihr Wissen für finanzielle Freiheit umsetzen”), die ich mir vorgenommen hatte, habe ich durchgesetzt. Dies hat mir ermöglicht meine jährlichen Ersparnisse um 38% zu erhöhen. Hier ist der erste Teil der Zusammenfassung, wie ich es geschafft habe:


Einnahmen erhöhen


Das aktive Einkommen spielt eine sehr wichtige Rolle für den Vermögensaufbau in der Zeit, in der Ihr Vermögen und das passive Einkommen allein noch nicht hoch genug sind. Lohn und Gehalt sind für die meisten Arbeitnehmer die Haupteinnahmequelle. Deshalb bin ich der Meinung, dass jeder Arbietnehmer aktiv Wege suchen sollte, sein Gehalt zu erhöhen, solange er nicht finanziell frei ist (“Hört auf Euch zu beschweren - werdet aktiv”).

Ich bin zur Zeit zufrieden mit meiner Lebensqualität. Das ist der Grund, warum ich mir vorgenommen habe, nicht mehr Geld auszugeben - selbst wenn ich mehr verdienen würde. Meine Gehaltserhöhung im Jahr 2013 wurde also gespart, was meine Sparquote wesentlich erhöht hat. Die Gehälter vieler deutschen Arbeitnehmer wurden 2013 erhöht. Das ist eine sehr gute Gelegenheit für viele Menschen, mehr Geld zu sparen (“Mehr Netto vom Brutto und die Sparquote”).

Außerdem habe ich meine gesamten Einnahmen durch Steuererklärung (“Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau”), Beitragrückzahlung meiner Krankenversicherung (“Sparpotenzial beim Wechsel zur privaten Krankenversicherung”) und die Blogeinnahmen (“Geld verdienen mit meinem Blog“) erhöht.

In meinem nächsten Artikel werde ich zusammenfassen, worin meine Ausgaben 2013 bestanden und wie ich sie in diesem Jahr reduziert habe.

Montag, 9. Dezember 2013

LED-Lampen statt Glühbirnen, Test und Vergleich

“We now know a thousand ways not to build a light bulb” – Thomas Alva Edison

Mein Projekt „Stromverbrauch reduzieren” läuft weiter ("4 Wege Stromkosten im Haushalt zu reduzieren"). In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen über den Austausch von Glühbirnen gegen LED-Lampen mitteilen.

Die Kosten für die Beleuchtung machen in einem Haushalt 9% der Stromkosten aus. Auf vielen Webseiten wird der Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen empfohlen. Die Glühbirne ist aus technologischer Sicht nicht anders als diejenige, die Edison im Jahr 1880 hat patentieren lassen. Nur 5% der aufgenommenen elektrischen Leistung werden im Bereich des sichtbaren Lichtes abgestrahlt. Der Rest strahlt als Wärme im Infrarotbereich ab.

Die Regierung hat sogar den Verkauf von Glühbirnen mit mehr als 60 W verboten. Für mein Pilotprojekt habe ich ein Excel-Sheet erstellt, mit dem ich den Stromverbrauch durch Eingabe von Leistung und Laufzeit berechnen kann. Dazu habe ich mein ELV-Strommessgerät für genaue Verbrauchsmessungen eingesetzt.

Als ersten Schritt habe ich drei „verdächtige“ Dauerbrennglühbirnen für mein Pilotprojekt ausgewählt
  • 60 W Glühbirne im Wohnzimmer, die circa 4 Stunden am Tag brennt 
  • 40 W Glühbirne im Wohnzimmer, die circa 4 Stunden am Tag brennt 
  • 40 W Glühbirne im Schlafzimmer, die circa 2 Stunden am Tag brennt 

Wir sind ungefähr 300 Tage im Jahr zu Hause, an denen wir Beleuchtung brauchen.

Für eine einfache Berechnung im Kopf:
1 Watt Leistung pro Stunde macht in 330 Tagen 0,3 kWh pro Jahr aus, was 0,094 € an Kosten bedeutet. Man kann auf 10 Cent aufrunden, weil der Strompreis noch steigen wird und weil es einfacher zu kalkulieren ist: Einfach die täglichen Laufzeiten mit Stromleistung multiplizieren und dann mal 10 Cent nehmen.

Folglich kostet die 60 W Glühbirne #1 im Wohnzimmer, die 4 Stunden am Tag in Betrieb ist, jährlich :

10 (Cent) x 60 (Watt) x 4 (Stunden) = 2400 Cent, also 24 €. Die Glühbirne #2 im Wohnzimmer kostet 16 € und die Glühbirne #3 im Schlafzimmer kostet 8 €. Alle drei kosten insgesamt 48 €.

Alternativen zu Glühbirnen

Als zweiten Schritt habe ich die Alternativen zu Glühbirnen recherchiert. Es gibt zwei Möglichkeiten: Energiesparlampen (Kompaktleuchstofflampen) und LED-Lampen.

Ich habe mit Energiesparlampen schlechte Erfahrungen. Die volle Leuchtkraft wird nicht sofort erreicht, sondern erst nach einigen Minuten. Sie sind nicht geeignet für schnelles Ein- und Ausschalten. Außerdem enthalten sie Quecksilber, das gesundheitsschädlich ist. Aus diesen Gründen habe ich mich für LED-Lampen entschieden.

Die LED-Technologie hat in den letzten Jahren eine große Entwicklung durchgemacht. Der Hauptkritikpunkt, dass das Licht nicht natürlich sei, ist überholt. Niedriger Stromverbrauch, hohe Lebensdauer (~ 10.000 Stunden; Glühbirnen haben circa 1000 Stunden Lebensdauer), schnelle Reaktionszeit beim Einschalten und Umweltverträglichkeit (kein Quecksilber) sind die Vorteile der LED-Lampen. LED-Lampen sind die Zukunft.


Ich habe viele Kundenrezessionen gelesen und habe ich mich für diese 3 LED-Lampen von Philips entschieden. Ich würde meinen Lesern von billigen LED-Lampen abraten. Die Kunden haben meist schlechte Erfahrungen. Entweder ist die Farbqualität ist nicht gut, das Licht nämlich künstlich, oder der Stromverbrauch ist höher als angegeben. Markenprodukte sind mittlerweile auch günstig zu haben, was vor einem Jahr nicht der Fall war.

Über Amazon bestellt, nach Hause kostenlos geliefert und installiert. Fertig! Man muss nur aufpassen, dass man die richtige Fassung bestellt (E14 oder E27). Ich war von der Lichtqualität positiv überrascht. Man kann den Unterschied kaum merken. Den tatsächlichen Verbrauch habe ich noch gemessen. Er ist noch niedriger als vom Hersteller angegeben.

Die Gesamtleistung der 3 Lampen ist mit dem Austausch von 140 W auf 17 W gesunken. Hier ist der Vergleich der Lampen bei unserem jährlichen Verbrauch.

Strompreis: 27,25 cent/kWh, 457g/kWh CO2 Ausstoss bei Rheinenerhie

37 € Ersparnis in einem Jahr!! Für die Lampen habe ich insgesamt 30 € bezahlt. Ein Austausch zahlt sich schon im ersten Jahr aus!! Der Austausch hat nicht nur finanzielle Vorteile, sondern bedeutet auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Dazu reduziert sich der Kohlendioxid-Ausstoss um 63 kg pro Jahr.

Ich habe mit meinem Pilotprojekt empirisch bewiesen, dass ein Austausch von Glühbirnen gegen LED-Lampen sich lohnt. Ich würde jedem empfehlen, LED-Lampen zu Hause einzusetzen.

Nächter Schritt: Die restlichen Glühbirnen und Halogenlampen gegen LED-Lampen austauschen.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Depotkosten und Tipps beim Eröffnen eines Depots

“Everyone has the brainpower to follow the stock market. If you made it through fifth-grade math, you can do it.” -Peter Lynch

Für die Gestaltung Ihres Portfolios mit Aktien-ETFs und Anleihen-ETFs brauchen Sie ein Depot (“Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Ihr Depot können Sie bei der Bank eröffnen, bei der Sie Ihr Girokonto haben. Meine Empfehlung ist allerdings, das Depot nicht bei der gleichen Bank wie Ihr Girokonto zu eröffnen. Es ist viel besser, Tagesgeldkonto und Depot bei einer anderen Bank als das Girokonto zu halten. Sie können monatlich Ihre Ersparnisse („Zwei Methoden, die Ihnen Sparen garantieren“) auf diese Konten überweisen und während Ihrer Investment-Periode („Ab wann sind Aktien eine sinnvolle Geldanlage“) dort behalten.

Es gibt viele Banken und Brokerage-Firmen, die Ihnen ein Depot anbieten. Hier sind einige Tipps, was Sie vor der Eröffnung Ihres Depots beachten sollten.

Depotgebühren

Manche Banken erheben monatliche oder jährliche Kosten in Form von Depotführungsgebühren. Mittlerweile bieten aber viele Banken kostenlose Depots an. Vermeiden Sie diese Gebühren. Die Banken verdienen sowieso genug an Provisionen.

Online-Brokerage

Aktien oder ETFs per Telefon oder bei einer Filiale zu kaufen ist Geschichte. Wählen Sie einen Anbieter, bei dem Sie die Wertpapiere einfach Online via Internet-Brokerage mit niedrigen Gebühren handeln können.

Kapitalertragsteuer

Wählen Sie einen Anbieter, bei dem die Kapitalertragsteuer automatisch abgezogen wird, sobald sie anfällt. Bei machen Brokerage-Firmen wie Interactive Brokers, die ihren Sitz im Ausland haben, ist dies nicht der Fall. Sparen Sie sich die zusätzliche Arbeit bei der Steuererklärung. Vergessen Sie bitte nicht, Ihrer Bank den Freistellungauftrag einzureichen („Freistellungsauftrag von der Kapitalertragsteuer“), damit Sie für Ihre Kapitaleinkünfte bis 801 € keine Steuern zahlen.


Handelbare Börsen

Sie können über alle Depotanbieter in Deutschland bei den großen deutschen Börsen wie XETRA, Franfurt, Berlin, Stuttgart und München handeln. Eigentlich brauchen Sie nicht bei den ausländischen Börsen zu handeln. Erstens werden bei diesen Börsen zusätzliche Gebühren erhoben. Zweitens sind die meisten Aktien und ETFs, in die Sie Ihr Geld anlegen können, an den deutschen Börsen verfügbar. Wenn Sie Ihr Geld unbedingt in exotischen Märkten anlegen möchten („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“), achten Sie darauf, welche Börsen bei Ihrem Anbieter handelbar sind.  

Provisionen

Dies ist der wichtigste Faktor bei der Wahl Ihres Depotsanbieters. Diese Gebühren vermindern Ihre Rendite drastisch. Daher Vorsicht! Die Provision wird von den meisten Anbietern wie folgt berechnet:
  • Prozentual: Zum Beispiel 0,25% des Transaktionsvolumens
  • Mindestgebühr pro Transaktion: 7,90 €, 10 € , 15 € oder höher

Beispiel: Die Provision bei der Ing-Diba beträgt 0,25% des Kurswerts, mindestens jedoch 9,90 €
Bei einem ETF-Kauf im Wert von 2000 € wird die Bank 9,90 € an Provision erheben.  Bei einem Wert von 5000 € steigt die Provision auf 12,50 €.

Direkthandel

Außer Provision zahlen Sie bei jeder Transaktion Börsengebühren. Sie sind zwar nicht so hoch wie die Provision, stellen aber schon einen Kostenfaktor dar. Zum Beispiel fallen folgende Börsengebühren für ein Ordervolumen von 2500 € an:
  • XETRA 1,75 €
  • Frankfurt 5,25 €
  • Düsseldorf 2,69 €
  • Berlin und München 3,05 €
  • Stuttgart 7 €

Sie können bei manchen Banken über den Direkthandel (z.B Tradegate) ohne Börsengebühren handeln. Sie müssen aber daraf achten, dass Sie wegen eines ggf. hohen Spreads (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Wertpapiers) nicht mehr zahlen als bei den oben genannten Börsen! Nichtsdestotrotz sind Anbieter, die Direkthandel anbieten, attraktiver für die Anleger.

Sparpläne

Sparpläne klingen gut, sind aber meiner Meinung nach eine Abzocke durch höhere Provisionen. Außerdem werden oft teure Aktienfonds in den Sparplänen angeboten („Aktienfonds als Geldanlage“). Ich werde mich mit Sparplänen in einem separaten Artikel befassen.

Neukundenbonus

Wenn Sie noch kein Depot haben oder Ihr Depot wechseln möchten, bekommen Sie bei manchen Anbietern einen Neukundenbonus in Form einer Gutschrift oder kostenloser Orders (Free Trades). Free Trades sind eine sehr gute Möglichkeit für Neuanleger, die noch keine Aktien oder ETFs haben und ein Portfolio getalten möchten. Damit zahlen Sie für Ihre Orders eine Weile keine Provision.

Freunde werben Freunde

Genau wie bei der Eröffnung eines Girokontos („Kontogebühren, Tipps für Ihr Girokonto“) können Sie in Ihrem Freundeskreis nachfragen, ob jemand schon ein Depot beim dem Anbieter hat, an dem Sie interessiert sind. Ihr Bekannter kann Sie bei der Bank werben und bekommt entsprechend eine Prämie.

Ich habe mein Depot bei der Ing-Diba, was ich auch normalen Anlegern empfehlen würde. Diese Bank erfüllt meine Erwartungen, hat relativ niedrige Transaktionsgebühren und bietet Direkthandel an. Nehmen Sie als Neukundenbonus „Free Trades“ und sparen Sie eine Menge Geld, nämlich in Höhe der Provisionen für die ersten 20 Orders in den ersten 6 Monaten.

Donnerstag, 28. November 2013

IWF denkt über Zwangsabgabe zur Finanzierung der Staatsverschuldung nach

Heute möchte ich einen neuen Gastbeitrag über die möglichen Pläne des IWF bezüglich Zwangsabgabe veröffentlichen.

Um die immer weiter ausufernde Staatsverschuldung einzudämmen, prüft der IWF in seinem Fiskalbericht „Taxing Times“ eine mögliche Vermögensabgabe in Höhe von zehn Prozent. Sie würde nicht nur Einwohner der Krisenländer, sondern auch deutsche Sparer treffen, die so zum Teil enteignet würden. 

Die möglichen Pläne des IWF


Der Internationale Währungsfonds beschäftigt sich regelmäßig mit der Verschuldung im Euro-Raum und sieht sich dabei einer enormen Verschuldung aller europäischen Länder gegenüber. Diese Verschuldung, so die Washingtoner Finanzexperten, ist kaum mehr zu regulieren und wohl auch mit drastischen Sparmaßnahmen nicht in den Griff zu bekommen. Sie schlagen daher in ihrem aktuellen Fiskalbericht eine zehnprozentige Vermögensabgabe vor, die von allen Bürgern der EU zu tragen ist. Damit könnten ein Großteil der Schulden zurückgezahlt und die Staatsverschuldung gebremst werden. Der IWF verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass auch nach den zwei Weltkriegen bereits derartige Sondersteuern erhoben wurden, um die Staaten zu finanzieren. In Deutschland ist eine solche Abgabe sogar rechtlich im Grundgesetz legitimiert. In Artikel drei heißt es hierzu, dass eine Enteignung „zum Wohle der Allgemeinheit“ jederzeit möglich ist.

Die globale Verschuldung im Detail


Viele Länder der Erde, darunter die 17 EU-Staaten und die USA, nahmen in den vergangenen Jahren hohe Schulden auf, um hiermit die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise nach der Lehmann-Pleite im Jahr 2007 zu kompensieren und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Zurück blieben immense Schulden, die sich weltweit auf gut 52 Billionen US-Dollar belaufen. Allein Deutschland trägt derzeit eine Schuldenlast von 2,2 Billionen Euro, für die pro Jahr 48,6 Milliarden Euro Zinsen zu zahlen sind. Innerhalb der EU betragen die Schulden durchschnittlich 90 Prozent des BIP und können so kaum mehr geschultert werden. Vor allem dann, wenn die Zinsen wieder steigen sollten, könnte dies das Aus bedeuten. Mit der vom IWF angedachten Zwangsabgabe jedoch wäre es möglich, die Schuldenbelastung der Euro-Staaten deutlich zu senken und sogar unter das Niveau von 2007 zu drücken. Damit wäre aus Sicht der Experten eine gute Basis für Restrukturierungen geschaffen.

Die Folgen für deutsche Anleger


Deutsche Anleger könnten einer solchen Vermögensabgabe, sollte sie denn beschlossen werden, kaum entkommen. Schließlich sind nahezu alle Vermögenswerte, von Sparguthaben über Wertpapiere bis hin zu Immobilien, erfasst und daher nachvollziehbar. Finanzexperte Tim Schieferstein, der als Geschäftsführer der Fondsvermittlung24.de Geschlossene Beteiligungen GmbH tätig ist, sieht daher ein strukturiertes Investment als einzige Lösung, den Folgen der Zwangsabgabe zu entgehen. Er rät Anlegern, vor allem in Werte zu investieren, die von der aktuellen Schuldenpolitik der Notenbanken in Form von billigem Geld profitieren und überdurchschnittliches Wachstum erzielen können. Hierzu gehören vor allem Aktien, aber auch Immobilien und Edelmetalle wie Gold und Silber. Sie können schon VOR der Vermögensabgabe dafür sorgen, dass das Ersparte wächst und die eventuell kommende Abgabe so kaum zu spüren ist.

Montag, 25. November 2013

4 Wege Stromkosten im Haushalt zu reduzieren

“We can create a more sustainable, cleaner and safer world by making wiser energy choices.” - Robert Alan Silverstein

Wie ich in meinem letzten Artikel “Energiewende, Strompreis und die Auswirkungen auf dieVerbraucher“ verkündet habe, werde ich ein paar Artikel dem Strompreis und Stromverbrauch widmen. 

Als persönliche Reaktion zu Energiewende und steigenden Strompreisen habe ich mich in den letzten Wochen mit dem Thema Strom beschäftigt. Die Kosten sind für mich nicht der einzige Grund für diese Bemühung. Die Energiewende ist nicht nur eine Wende von Kernenergie zu Ökostrom, sondern auch zu Braun- und Steinkohle. Ich möchte auch meinen persönlichen Beitrag zu klimaschädlichem Kohlen- und Schwefeldioxid damit reduzieren.


Hier sind 4 Tipps, Stromverbrauch und Stromkosten in Ihrer Haushalt zu reduzieren:


1) Stromanbieter wechseln

Das ist die schnellste Methode, Ihre Stromkosten zu reduzieren. Viele Verbraucher sind noch beim Grundversorger in ihrem Gebiet, der den teuersten Strom anbietet. Die Qualität des Stroms ändert sich jedoch von Anbieter zu Anbieter nicht. Man hat eigentlich mit dem Versorger nichts zu tun außer den jährlichen Abrechnungen und Benachrichtigungen über Preiserhöhungen.

Genau wie bei der Kfz-Versicherung (Kfz-Versicherung, Vergleich und Wechsel“) können Sie Stromanbieter in Vergleichsportalen wie www.verivox.de vergleichen, und Ihren Anbieter relativ einfach wechseln. Bitte lesen Sie die Angebote und Konditionen sorgfältig durch. Sie müssen vermeiden, das erste Jahr günstigen Strom zu bekommen und ab dem zweitem Jahr über den Tisch gezogen zu werden. Ein jährlicher Wechsel des Anbieters lohnt sich am meisten!

2) Große Haushaltsgeräte austauschen

Große Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner und Spülmaschine sind die Hauptursachen für hohen Stromverbrauch im Haushalt. Sie machen circa 29% des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichem Haushalt aus. Bei diesem Artikel auf focus.de können Sie den Verbrauch von einzelnen Geräten in Erfahrung bringen. Wenn Sie alte Geräte haben, zum Beispiel über 10 Jahre alt, ist ein Austausch gegen ein neues Gerät empfehlenswert. Ein neuer Kühlschrank oder eine neue Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ lohnen sich nach ein paar Jahren. 

Messen Sie den Verbrauch vor Ihren Geräten mit einem Strommessgerät. Viele Anbieter leihen diese kostenlos aus. Ich habe mir für meine Studie ein Messgerät von ELV gekauft. Vergleichen Sie den tatsächlichen Verbrauch Ihrer Geräte mit Vergleichswerten der energieeffizienten Geräten. Als Beispiel hat ein 346 L Kühlschrank von Siemens mit Energieeffizienzklasse A+++ einen Stromverbrauch von 75 kWh/Jahr. Ein 300 L Kühlschrank Baujahr 2000 hat dagegen einen Verbrauch von 367 kWh/Jahr, was jedes Jahr zusätzliche Stromkosten in Höhe von circa 81 € verursacht.

Wenn Sie ein neues Gerät kaufen, seien Sie vorsichtig mit Preis und Energieeffizienz. Billig ist nicht immer billig. Vielleicht kostet ein Gerät mit Energieeffizienzklasse A+ 140 € weniger als ein A+++-Gerät. Es kostet aber pro Jahr 20 € mehr. Bei einer Lebenszeit von 15 Jahren lohnt es sich, das teurere Gerät zu kaufen.  

Bei unserem nächten Umzug werden wir die ganze Küche neu kaufen müssen, dazu eventuell eine Waschmaschine. Laut meiner Recherche macht es am meisten Sinn, den Kühlschrank und die Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse A+++ zu kaufen. Bei der Spülmaschine reichen jedoch A++-Geräte.

3) Normale Lampen gegen LED Lampen austauschen

Die Beleuchtung macht in einem durschnittlichen Haushalt 9% des Stromverbrauchs aus. Hier gibt es auch ein großes Sparpotenzial, welches ich in einem separaten Artikel detalliert erklären werde. Kurz gesagt: Ersetzen Sie alle Lampen, die länger als eine Stunde am Tag brennen, durch LED-Leuchten.

4) Stand-by-Geräte abschalten

Es ist vielen Menschen nicht bekannt, dass die Geräte auch Strom verbrauchen, wenn sie ausgeschaltet sind. Meine Messungen hierzu mit einem Strommessgerät und das Sparpotenzial werde ich auch in einem anderen Artikel behandeln. Kurz gesagt: Schalten Sie Fernseher, Spielekonsolen und Audiogeräte komplett aus, wenn Sie das Haus verlassen oder schlafen.

Weitere Optimierungen

Es gibt weitere Optimierungsmöglichkeiten, die man auf anderen Webseiten nachlesen kann. Wasser mit dem Wasserkocher statt auf dem Herd kochen, mit Deckel kochen, schneller duschen, gefrorene Sachen erst auftauen, Eierkocher verwenden, alle Kleider auf einmal bügeln usw. Viele machen natürlich Sinn. Ich finde sie aber teilweise ein bisschen übertrieben und kleinkariert. Man muss sich ja nicht über alles Gedanken machen und ein Stromspar-Freak werden. Die Ersparnisse in diesen Tipps sind nicht hoch genug, sich dafür so viel Mühe zu machen.

Wenn Sie die obengenannten vier Tipps beherzigen, ist die Ersparnis gut genug, um Ihre Sparquote zu erhöhen und Ihren Beitrag zu Klimaschutz zu leisten ("Net Cashflow ist König").

Dienstag, 19. November 2013

Energiewende, Strompreis und die Auswirkungen auf die Verbraucher

“I shall make electricity so cheap that only the rich can afford to burn candles”- Thomas Alva Edison

Der Strompreis in Deutschland kennt nur eine Richtung: Nach oben. Ökoforderungen wie die Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und Offshore-Umlage haben den Strompreis in den letzten Jahren für den Normalverbraucher auf 28,73 Cent getrieben. Die EEG-Umlage macht 5,28 Cent davon aus. 2014 wird sich die Umlage auf 6,24 Cent erhöhen, auf bis zu 7 Cent in 2015. Die Sonne scheint und Hauseigentümer mit Solaranlagen auf dem Dach freuen sich besonders. Der Wind weht und die Bauern mit ihren Windrädern auf dem Grundstück geniessen das Drehen der Räder.

Die Verlierer der Energiewende sind verschiedene Gruppen: Es ist eine der größten Vermögensumverteilungen in der Geschichte der Bundesrepublik. Die großen Stromkonzerne RWE und E.ON schalten ihre Kernkraftwerke ab. Ihre effizienten Gaskraftwerke sind nicht mehr rentabel, da der tatsächliche Strompreis auf dem Energiemarkt eigentlich sehr niedrig ist. Das ist der Grund, warum die Aktienkurse von diesen Unternehmen im Keller liegen.

Mittelständische Unternehmen, besonders diejenigen in der energieintensiven Industrie (Chemie, Stahl, Papier, Baustoff, usw.), sind von Energiewende und Strompreisanstieg stark betroffen. In diesen Industrien machen die Stromkosten nämlich einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Große energieintensive Konzerne kommen aber irgendwie klar, weil sie staatlich gefördert werden. Sonst sind die Arbeitsplätze weg. Und natürlich sind die Normalverbraucher ein großer Verlierer der Energiewende.

Ein durchschnittler 2-Personen-Haushalt verbraucht jährlich 3500 kWh Strom, größere Familien mit 2 Kindern sogar 5000 kWh. Eine Preiserhöhung von 1 Cent pro kWh verursacht in diesen Familien zwischen 35 € und 50 € mehr Kosten pro Jahr. Seit 2010 ist der Preis schon um circa 5 Cent gestiegen, was 175 € bis 250 € mehr Kosten entspricht!!


Sie sehen oben eine Prognose des Strompreises bis 2020. Wenn der Trend sich fortsetzt, wird der Strom 2020 über 33 Cent kosten. Das bedeutet weitere 250 € Mehrkosten für unsere 4-köpfige Familie. Man kann natürlich hoffen, dass die Politik etwas dagegen unternimmt. Ich glaube persönlich, dass eine Trendwende unmöglich ist. Die neue Regierung muss erstmal ihre Wahlgeschenke verteilen, bevor sie sich mit diesem Thema beschäftigt. Die hohen Strompreise verursachen Armut bei Geringverdienern und vielen Rentnern. Naja, vielleicht kann man die Steuern erhöhen und diesen Menschen 20 € mehr Rente oder Staatshilfe geben. 

Meine Philosophie ist ganz klar: Erwarten Sie nichts von anderen, besonders vom Staat, und übernehmen Sie die Verantwortung selber („Mindestlohn und Verantwortung für das Leben selber übernehmen“). Es ist möglich den Stromverbrauch und die Stromkosten zu reduzieren.

Obwohl unsere Stromkosten nicht sehr hoch sind (circa 1200 kWh in einen 2-Personen Haushalt ohne elektrische Warmwasserbereitung), habe ich mich in letzter Zeit mit dem Thema Stromverbrauch und Stromkosten beschäftigt. Ich werde meine Tipps und Erkentnisse in den nächsten Artikeln meinen Lesern mitteilen.