Montag, 26. Januar 2015

Portfolio-Aktionsplan für 2015

“A man who does not think and plan long ahead will find trouble right at his door.” - Confucius

In meinem letzten Artikel „Mein ETF-Portfolio: Performance Details im Jahr 2014“ habe ich sehr detailliert über mein Portfolio und dessen Analyse berichtet. 

Was fange ich nun mit dieser Information an? In meinem Fall entscheidet meine heutige Anlageaufteilung über meine ETF-Käufe für 2015. Was ich dieses Jahr vor habe, wird das Thema dieses Artikels sein.

Meine optimale Gasamtanlageaufteilung ist folgende:
  • Aktien: 90%
  • Anleihen: 10%

Der Aktienanteil besteht aus diversen Aktien aus verschiedenen Regionen und Sektoren („Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Meine Zielanlageaufteilung für meine Aktien sieht wie folgt aus:
  • Aktien aus den USA: 30%
  • Aktien aus Europa: 30%
  • Aktien aus Schwellenländern: 30%
  • Aktien aus Japan/Australien/Neuseeland: 10%

Ende 2014 waren meine Anlagen folgendermaßen aufgeteilt:
  • Aktien: 89,3%
  • Anleihen: 10,7%

Der Aktienanteil im Detail:
  • Aktien aus den USA: 30,2%
  • Aktien aus Europa: 31,1%
  • Aktien aus Schwellenländern: 26,2%
  • Aktien aus Japan/Australien/Neuseeland: 12,4%

Wenn ich diese Zahlen analysiere, wird mein Aktionplan für 2015 ziemlich klar.

Erstens gibt es keinen Bedarf etwas zu verkaufen, um die gewünschte Anlageaufteilung zu erreichen. Das würde ich machen, wenn zum Beispiel mein Aktienanteil 95% und der Anleihenanteil 5% wären. Mein nächster Kauf wird auf jeden Fall ein Aktien-ETF sein („Aktien-ETFs als Geldanlage“).

Zweitens gibt es auch keine Notwendigkeit meine Aktien-ETFs neu zu struktrieren. Das würde ich tun, wenn einer der Anteile 5%-Punkte vom Sollwert abweichen würde. Die Anzahl der Aktien aus Schwellenländern liegt 3,8% unter dem Sollwert. Meine Ersparnisse aus 2015 werde daher ich dafür nutzen, den Anteil  meiner  Aktien aus Schwellenländern näher an 30% zu bringen.

Ich habe vor, meinem Portfolio zuerst die folgenden zwei ETFs hinzu zu fügen:
  • iShares Core MSCI Emerging Markets IMI
  • db x-trackers MSCI Russia Capped Index

“iShares Core MSCI Emerging Markets” ist ein ETF von Blackrock. Dieser ETF hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,25%, was ich sehr vorteilhaft finde („Wie die Fondsgebühren die Rendite fressen“). Für meine langfristige Anlagestrategie erwarte ich eine hohe Rendite von diesem ETF („Wirtschaftswachstum, Technologie und Aktien“).

„db x-trackers MSCI Russia Capped Index“ habe ich bereits in meinem Portfolio („Krimkrise, Ukraine-Konflikt und russische Aktien“). Dieser ETF hatte 2014 einen Verlust von 22,9%. Nun könnte man denken, dass ich diesen ETF eigentlich verkaufen sollte. Das ist aber meiner Meinung nach das falsche Vorgehen. Meine Strategie hier ist „Buy-and-Hold“. Die wirtschaftliche Situation Russlands ist zur Zeit tatsächlich sehr schlecht. Das heißt aber nicht, dass diese Situation die nächsten 10 Jahre schlecht bleibt. Die Aktienmärkte haben gute und schlechte Zeiten. Die schlechten Zeiten sind eine Gelegenheit für Anleger, günstig zu kaufen.

Sobald der Anteil der Schwellenländeraktien 30% beträgt, werde ich die Aktien aus den USA, Europa und Asien-Pazifik langsam aufstocken, damit die 30%-30%-30%-10% Aufteilung erhalten bleibt.

Meine restlichen ETFs werde ich bis Ende 2015 behalten. Mein Plan ist sogar, diese Aktien- und Anleihen-ETFs mindestens bis 2025 zu behalten. Diese langfristige Anlagestrategie wird der entscheidende Faktor sein, meine finanzielle Freiheit schneller zu erreichen („Finanzielle Freiheit ist ein realisierbarer Plan“).

Montag, 12. Januar 2015

Mein ETF-Portfolio: Performance Details im Jahr 2014

“I never attempt to make money on the stock market. I buy on the assumption that they could close the market the next day and not reopen it for five years.” – Warren Buffett
Wie ich in meinem letzten Artikel Ein Rückblick auf die Performance meines Portfolios im Jahr 2014 angekündigt habe, möchte ich meinen Lesern ein Snapshop meines Portfolios zeigen. 2014 hat dieses Portfolio 18,7% Rendite gebracht.  Zusätzlich möchte ich zeigen, welchen Beitrag die einzelnen Positionen auf diese Gesamtrendite geleistet haben.

In diesem Bild sehen Sie eine Darstellung von allen ETFs, die ich besitze („Sparbuch und Tagesgeldkonto vs. Aktien-ETFs“)

ETF-Portfolio Rendite in 2014
Diese Darstellung zeigt nur die Kursgewinne der einzelnen ETFs in meinem Portfolio. Einige von meinen ETFs sind ausschüttend, erbringen also regelmäßig Dividenden („Eine Liste der Dividenden-ETFs für Ihr Portfolio“). Die Dividendeneinnahmen tracke ich separat auf einem Excel-Sheet. Sie werden zusätzlich in meiner monatlichen Buchhaltung als passives Einkommen eingetragen („Net Cashflow maximieren“).

Im oberen Bild sehen Sie die wöchentliche, monatliche, quartalsmäßige, jährliche und 3-5-10-jährige Performance von meinen ETFs. Für diesen Artikel und für meine jährliche Analyse ist natürlich nur die jährliche Performance relevant. Diese könnte ich aber nur ermitteln, wenn ich alle ETFs vor Anfang 2014 gekauft hätte. Einige habe ich aber während des Jahres mit meinen Ersparnissen gekauft („Vermögenswachstum, Darstellung der Effekte von Ersparnissen und Rendite“). Die Rendite dieser ETFs muss ich separat berechnen, um eine realistische Darstellung der persönlichen Rendite zu gewährleisten.

Mein Gesamtvermögen besteht aus einem Portfolio aus Aktien- und Anleihen-ETFs, Aktien von meinem Arbeitgeber, je einem Tagesgeldkonto und Girokonto sowie Bargeld. Ich besitze keine Immobilien und habe nicht vor, eine Immobilie zu kaufen. Die Gründe habe ich in meinem Artikel „5 Gründe eine Immobilie zu kaufen und Gegenargumente“ ausdrücklich geschildert.

Mein Portofolio verteilt sich auf 90% Aktien- und 10% Anleihen-ETFs. Das Risikoprofil ist ziemlich hoch. Ich bin aber bereit dieses Risiko zu tragen, weil ich erst 32 Jahre alt bin und das Geld in den nächsten 10 Jahren nicht brauche. Dieses kalkulierte Risiko ermöglicht mir langfristig eine wesentlich höhere Rendite als eine konservative Geldanlage („Warum sind Aktien die beste Geldanlage“). Eine höhere Rendite wird mir helfen, finanzielle Freiheit schneller zu erreichen („Finanzielle Freiheit ist ein realisierbarer Plan“).

Der Aktienanteil besteht aus diversen Aktien aus verschiedenen Regionen und Sektoren („Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Es erfolgt eine globale Anlageaufteilung (Asset-Allocation) wie folgt:
  • 30% Aktien aus den USA
  • 30% Aktien aus Europa
  • 30% Aktien aus Schwellenländern
  • 10% Aktien aus Japan/Australien/Neuseeland

Lassen Sie uns meine ETFs und meine persönliche Rendite 2014 detaillierter betrachten:

Aktien-ETFs aus den USA
  • db x-trackers Russell MidCap –> 30,3%
  • iShares Dow Jones U.S. Select Dividend –> 28,8% + 2,5% Dividenden = 31,3%
  • iShares Core S&P 500 (Kauf im März 2014) –> 29,0%
  • db x-trackers MSCI World Health Care (65% Aktien aus USA) –> 35,3%

Aktien-ETFs aus Europa
  • iShares EURO STOXX 50 –> 5,6% + 4,2% Dividenden = 9,8%
  • iShares EURO Total Market Value Large –> 1,9% + 4,1% Dividenden = 6,0%
  • iShares Core DAX –> 2,5% + 0,8% Dividenden = 3,3%
  • db x-trackers FTSE 250 (Kauf im Mai 2014) –> 1,7% + 2,2% Dividenden = 3,9%
  • iShares MSCI EMU Small Cap (Kauf im Juli 2014) –> 2,9%

Aktien-ETFs aus Schwellenländern
  • db x-trackers MSCI Emerging Markets –> 10,1%
  • iShares Emerging Markets Dividend -> -1,7% + 5,5% Dividenden = 3,8%
  • db x-trackers CSI 300 China -> 66,0%
  • db x-trackers MSCI Russia Capped (Kauf im März 2014) -> -22,9%
  • Lyxor ETF Turkey (DJ Turkey Tit 20) -> 30,0%

Aktien-ETFs aus Japan/Australien/Neuseeland
  • iShares DJ Asia Pasific Select Dividend 30 -> 10,5% + 5,3 Dividenden = 15,8%
  • iShares Nikkei 225 -> 5,9% + 1,0% Dividenden = 6,9%

Anleihen-ETFs
  • iShares JP Morgan Emerging Markets Bonds -> 15,4% + 3,5% Dividenden = 18,9%

Zusätzlich habe ich einige Aktien von Procter & Gamble. Ich bin eigentlich kein Freund von einzelnen Aktien („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“). Die P&G-Aktien habe ich aufgrund des Aktienprogramms von meinem Arbeitgeber. Diese Aktien muss man 7 Jahre lang behalten und darf sie nicht verkaufen. Damit werden die Anleger verpflichtet, langfristig zu investieren. 2014 war ein gutes Jahr für die P&G-Aktie. Der Wertverlust des Euros gegenüber dem Dollar hat meine reale Rendite in Euro weiter erhöht. 2014 betrug meine persönliche Rendite durch die P&G-Aktie inklusiv Dividenden 31,9%.

P&G Aktie in 2014
Natürlich habe ich noch Geld, das nicht investiert war. Dieses Geld ist da für Notsituationen („Geld für Notfälle“) und liegt auf einem Tagesgeldkonto („Tagesgeldkonto eröffnen“). Die Tagesgeldzinsen sind heutzutage weniger als 0,5%. Ich kann also die Rendite von diesem Konto ignorieren. Dazu noch behalte ich ein bisschen Geld auf dem Girokonto für meine monatliche Ausgaben und ein sauberes Cashflow. Die Rendite von dieser Konto ist „NULL“ („Populäre und sichere Geldanlagen“).

Alle Konten und Geldanlagen zusammenaddiert erreiche ich zu einer Rendite von meinem Gesamtvermögen in 2014 zu 18,7%. Es war ein sehr erfolgreiches Jahr, was sich wahrscheinlich nicht oft wiederholen wird. Ich werde aber meine Anlageaufteilung und langfristige Anlagestrategie treu bleiben. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ich langfristig eine hohe reale Rendite habe („Was ist Rendite und wie kann man Rendite rechnen?“).

Meine Portfolio-Analyse ist schön und sehr informativ. Was macht man aber mit dieser Information? In meinem Fall entscheidet meine heutige Anlageaufteilung über meine zukünftige ETF-Käufe in 2015. Was ich dieses Jahr vor habe, wird das Thema von meinem nächsten Artikel sein.

Dienstag, 6. Januar 2015

Ein Rückblick auf die Performance meines Portfolios im Jahr 2014

“Always invest for the long term.” – Warren Buffett
2014 ist zu Ende und diese Woche ist die beste Zeit, die Performance meines Portfolios im Jahr 2014 zu begutachten. Es wird ein kurzer Beitrag sein, weil ich meine Analyse noch nicht völlig abgeschlossen und noch keine weiteren Schritte daraus abgeleitet habe.

2014 war ein wichtiges Jahr für meine Geldanlage. In den Jahren davor hatte ich keine richtige Anlagestrategie. Ich besaß mehrere unterschiedliche individuelle Aktien („Der Kauf von individuellen Aktien für unerfahrene Anleger“). Mein Portfolio hat eine positive reale Rendite gebracht („Was ist Rendite und wie kann man Rendite berechnen“). Ich war jedoch nicht völlig zufrieden mit der Performance meines Portfolios. Dies war die Zeit, in denen die Aktienmärkte global gestiegen sind. Die Renditen von S&P 500 oder den DAX-Indexen waren ein paar Prozentpunkte höher als meine Geldanlage, die ich aktiv geführt habe.

Das war eine Enttäuschung für mich, weil ich viel Zeit mit der Analyse der Aktien verbracht hatte. Ich hatte auch jeden Tag die Aktienkurse beobachtet. Ich hatte sogar eine App auf meinem Smartphone, damit ich die Aktienkurse „live“ beobachten konnte.

Während dieser Zeit habe ich viele Bücher über Investieren, Aktien und Finanzmärkte geIesen. Die zwei Bücher, die mich ziemlich beeinflusst haben, waren „A Random Walk Down Wall Street“ von Burton Malkiel und „Common Sense on Mutual Funds“ von John C.Bogle.

Deshalb habe ich mich entschieden, meine Anlagestrategie von aktiv auf passiv umzustellen. Ich habe meine Aktien verkauft und mir ein diversifiziertes Portfolio gestaltet („Lege nicht alle Eier in einen Korb“). Ich habe alle Aktienfonds vermieden, weil sie einfach sehr hohe Kosten haben („Aktienfonds als Geldanlage“). Die Wahrscheinlichkeit, dass sie langfristig eine bessere Rendite als S&P 500 oder DAX bringen werden, ist laut Burton Malkiel ziemlich gering.

Mit meinem ersparten Geld habe ich 2014 nur ETFs gekauft („Aktien-ETFs als Geldanlage“). Diese ETFs werde ich in den nächsten Jahren behalten und gar nicht berühren.

2014 war ein positives Jahr für die Aktienmärkte. Das kann man in der Performance meines Portfolios auch sehen. Hier ist meine Renditehistorie der letzten Jahre.
  • 2009 : 3,9%
  • 2010 : 9,9%
  • 2011 : -3,0%
  • 2012 : 10,7%
  • 2013 : 8,7%
  • 2014 : 18,7%

Ich lege mein Geld seit circa fünf Jahren an. 2014 ist das Jahr gewesen, in dem ich am wenigsten Käufe und Verkäufe gemacht habe. Es war auch das Jahr, in dem ich die höchste Rendite erzielt und die wenigsten Steuern bezahlt habe. Wenn Sie Ihre Aktien oder ETFs nicht verkaufen, haben Sie aus Sicht des Finanzamts keinen Gewinn, müssen also keine Steuern zahlen („Steuererklärung, Steuerrückzahlungen und Vermögensaufbau“). Wenn Sie Ihre Gewinne nicht realisieren und die Kapitalertragsteuer hinauszögern, erreichen Sie ein paar Renditepunkte mehr durch Zinzeszins („DerZinseszinseffekt“).

18,7% Rendite mit einem ETF-Portfolio mag hoch klingen. Vielleicht glauben einige von meinen Lesern nicht, dass ich das geschafft habe. Deshalb werde ich meine Portfoliodetails zum ersten Mal auf meinem Blog veröffentlichen. Sie sollen aber dafür auf meinen nächsten Artikel warten. Bis zum nächsten Artikel!

Montag, 29. Dezember 2014

Best of Der goldene Adler 2014

“Study the past if you would define the future.” ― Confucius

2014 ist bald zu Ende und der Blog “Der goldene Adler” ist mehr als 2 Jahre alt. September 2012 war das Geburtsjahr von diesem Blog.

Im letzten Jahr wurden 38 Artikel (7 davon Gastbeiträge) auf „Der goldene Adler“ Blog veröffentlicht. Während dieser Zeit sind die Besucherzahlen durch regelmäßige Besucher, Backlinks in anderen Finanzblogs und Google-Suchergebnisse kontinuierlich gestiegen. Ich denke, „Der goldene Adler“ hat sich weiterhin einen guten Platz bei den deutschsprachigen Finanzblogs geschaffen.


Ich möchte diesen Post zum Anlass nehmen, das „Best of der goldene Adler 2014“ aufzulisten. Es besteht aus den meistgelesenen Posts seit Anfang 2014.

Zusätzlich möchte ich die wenig gelesenen Artikel und meine persönlichen Favoriten auflisten, weil einige gute Artikel von den Anfangszeiten aufgrund der damaligen Unbekanntheit des Blogs weniger gelesen wurden.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes neues Jahr!

Ich hoffe, Sie werden meinen Blog weiterhin verfolgen, mit Anregungen den Inhalt bereichern und meinen Blog weiterempfehlen.

Viel Erfolg für 2015 und viel Spaß beim Lesen des goldenen Adlers!

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Der goldene Adler Favoriten

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Mit Gold- und Silbermünzen nachhaltig anlegen

"Heute möchte ich einen Artikel von einer meinen Lesern Sopio veröffentlichen."

Manche sammeln Gold- und Silbermünzen ähnlich wie Briefmarken, sie erfreuen sich an dem Anblick der vielfältigen Münzprägungen. Münzen eignen sich aber auch als gezielte Geldanlage: Sie zeichnen sich durch ein hohes Maß an Wertstabilität aus, zudem sichern sich Anleger gute Chancen auf Wertsteigerungen.

Was für Münzen als Geldanlage spricht

Die Beliebtheit von
Gold- und Silbermünzen als Geldanlage lässt sich leicht erklären, sie gründet in den Vorzügen dieser Edelmetalle. Gold und Silber gibt es auf der Erde nur in begrenztem Maß, Papiergeld können Notenbanken dagegen unbegrenzt drucken. Das führt dazu, dass Besitzer von Tagesgeld oder Anleihen oft massiv unter der Geldentwertung leiden. Eine hohe Inflation verringert die Kaufkraft, das Vermögen verliert an Wert. Investoren in Gold und Silber entgehen diesem Schicksal: Dank der überschaubaren Vorkommen behalten diese Edelmetalle immer einen gewissen Wert. Das zahlt sich in Krisenzeiten aus. In solchen wirtschaftlich schwierigen Phasen gewinnen Gold und Silber sogar massiv an Wert, weil viele Anleger in diese inflationssicheren Anlageformen flüchten. Experten raten deshalb, ein Teil des Vermögens zur Absicherung in diese Edelmetalle zu investieren. Dafür eignen sich Münzen, die Sie zu Hause leicht verwahren können.

Zwei Typen an Münzen: Anlage- und Sammlermünzen

Bevor Sie in Gold- und Silbermünzen investieren, sollten Sie sich aber mit den zwei Grundtypen befassen. Zum einen finden sich am Markt Anlagemünzen wie Wiener Philharmoniker, American Eagle und Krugerrand. Diese Münzen stellen die Produzenten in einer hohen Anzahl her. Der Wert ergibt sich vornehmlich aus dem aktuellen Wert des Edelmetalls, aus dem die Münze besteht. Zum anderen können Sie Sammlermünzen erwerben. Diese zeichnen sich durch niedrige Auflagenzahlen aus. Neben dem Edelmetallwert besitzen sie einen Sammlerwert. Der kommt dadurch zustande, dass leidenschaftliche Sammler diese Münzen unbedingt erwerben wollen und deshalb mehr als den eigentlichen Edelmetallpreis zahlen. Welche Form kommt für die Geldanlage infrage? Grundsätzlich eignen sich beide Münztypen, Sie sollten die Vor- und Nachteile abwägen:

Anlagemünzen: Diese erwerben Sie aufgrund der hohen Stückzahlen und damit niedriger Produktionskosten günstig. Zudem können Sie diese jederzeit denkbar einfach veräußern, zum Beispiel in Onlineshops.
Sammlermünzen: Sie profitieren nicht nur von gestiegenen Edemetallkursen, sondern auch von einem steigenden Sammlerwert. Dafür kosten diese Münzen aber auch mehr und der Verkauf gestaltet sich etwas umständlicher.

Bei Käufen und Verkäufen Kursniveau beachten

Bei Anlagemünzen hängt der Wert wesentlich von dem aktuellen Gold- und Silberkurs ab, deswegen sollten Sie diese Kursentwicklungen beobachten. Kaufen Sie bestenfalls zu attraktiven Einstiegskursen und verkaufen Sie später zu einem Zeitpunkt, an dem die Kurse hoch liegen. Denken Sie zudem daran: Bei Gold- und Silbermünzen handelt es sich um langfristige Geldanlagen zur nachhaltigen Vermögensabsicherung. Sie sollten nicht auf kurzfristige Spekulationsgewinne setzen. 

Sonntag, 30. November 2014

Auswandern in die USA

“Give me your tired, your poor, your huddled masses yearning to breathe free, The wretched refuse of your teeming shore. Send these, the homeless, tempest-tossed, to me: I lift my lamp beside the golden door.” – Emma Lazarus
Ich war im Oktober und November für eine lange Geschäftsreise und anschließenden Urlaub für circa sechs Wochen in den USA. Deshalb konnte ich mich in dieser Zeit nicht sehr um meinen Blog kümmern. Ich entschuldige mich bei meinen regelmäßigen Lesern für diese lange Abwesenheit. Während dieser Zeit habe ich die Gelegenheit gehabt, das Leben in den USA aus kultureller und finanzieller Sicht besser zu verstehen. 

Die USA sind mit einer Fläche von 9.826.675 km² das drittgrößte Land der Erde und circa 27,5 mal so groß wie Deutschland. Natürlich haben die Menschen unterschiedliche Lifestyles je nach Wohnort. Deswegen ist es schwierig, nach sechs Wochen eine allgemeine Aussage zu treffen, wie das Leben in den USA aussieht. Nichtsdestotrotz werde ich ein paar generelle Punkte auflisten, die ich während meines Aufenthalts beobachten konnte.


Leben in den USA aus finanzieller Sicht


In meinem Artikel „Auswandern, woanders wohnen um Ausgaben zu senken“ habe ich mich mit der Möglichkeit „Auswandern“ zur Reduktion von Ausgaben – ohne dabei Einfluss auf den Lifestyle zu nehmen – befasst. Die USA sind ein reiches, entwickeltes Land, das vergleichbare Dienstleistungen und Lebensqualität wie Deutschland anbieten kann. Lasst uns schauen, ob das Auswandern in die USA finanziell Sinn macht.

Ich habe während meiner Zeit in den USA in West Chester gewohnt. Das ist eine kleine Stadt in der Nähe von Cincinnati, Ohio, im mittleren Westen. Chicago ist fünf Stunden entfernt, was in amerikanischen Verhältnissen nicht so weit ist. Die Preise in dieser Region habe ich persönlich als ziemlich günstig empfunden. Das ist natürlich meine persönliche Einschätzung. Deswegen habe ich ein bisschen in Internet recherchiert, wie viel Geld man in den USA monatlich zum Leben braucht.

Wenn die Lebensunterhaltskosten in einer Stadt niedriger sind als in derjenigen, in der Sie jetzt wohnen, werden Sie im Falle eines Umzugs weniger monatliche Ausgaben haben. Für dasselbe Einkommen bedeutet das eine höhere Sparquote („Mehr Netto vom Brutto und die Sparquote“) und mehr Ersparnisse. Für die finanzielle Freiheit bedeutet das, dass Sie weniger Gesamtvermögen brauchen, um Ihre finanzielle Freiheit zu erreichen („Wie viel Geld braucht man um finanziell frei zu werden“).

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland betrugen im Jahr 2012 durchschnittlich 2310 € im Monat (Quelle: destatis.de). Um diese Kosten mit denjenigen in anderen Ländern der Welt und den dortigen Städten zu vergleichen, ist die Webseite Numbeo.com eine sehr nützliche Quelle. Diese stützt ihren Vergleich auf Preisindexe und nutzt New York City als Basis mit einem Index von 100 für den Ausgabentopf.

Der Konsumentenpreisindex in den gesamten USA ist laut Numbeo.com 77, verglichen mit einem Index von circa 86,8 in Deutschland. Die Konsumentenpreise liegen also in den USA um 9% unter denen in Deutschland. Den Index einiger deutscher Städte habe ich hier aufgelistet:
  • München 86,4
  • Stuttgart 84,8
  • Düsseldorf 81,4
  •  Berlin 76,5
  • Dresden 70,5

Einige amerikanische Städte haben die folgenden Indexe:
  • Boston 89,8
  • Miami 82,3
  • San Diego 78,3
  • New Orleans 73,5
  • Memphis 69,7

Wenn ich diese Zahlen betrachte, kann ich nicht unbedingt pauschal sagen, dass das Leben in den USA günstiger ist als in Deutschland. Es gibt auf jeden Fall Preisunterschiede in bestimmten Kategorien. Für Interessierte werde ich diese in meinem nächsten Artikel detailliert analysieren und ein paar meiner sonstigen Beobachtungen zusammenfassen.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Devisenhandel – was ist das und lohnt es sich?

Heute möchte ich einen neuen Gastbeitrag über Devisenhandel veröffentlichen.

Täglich werden geübte Geldanleger sowie Einsteiger, mit Begriffen wie New Yorker Börse oder Nasdaq500, Investment Strategien oder Aktienkursen konfrontiert.
Aber wenn man über Devisenhandel spricht, können sich die meisten nichts Konkretes darunter vorstellen oder welche Investitionsmöglichkeiten bestehen.

Als allererstes eine kurze Einführung, was mit Devisenhandel gemeint ist. Wenn man das reine Handelsvolumen betrachtet, ist Forex Trading oder auch Devisenhandel, eigentlich der größte Handelsmarkt der Welt. Der Markt konzentriert sich auf Kauf und Wiederverkauf von Währungen und trägt somit zu der Entwicklung eines gänzlich neuen Konzepts von „Geld-Markt“ bei. Das Forex Trading wird von finanziellen Institutionen angeboten, mitunter von Versicherungsgesellschaften, aber in den meisten Fällen wird es von spezialisierten Forex Brokern angeboten. Obwohl es sich, wie bereits erwähnt, um den größten Handelsmarkt auf der Welt handelt, setzten sich wenige private Geldanleger damit auseinander.
Aus eben diesem Grund fragt man sich automatisch, ob es sich mit dem Devisenhandel überhaupt lohnen kann. Die Antwort lautet ja!

Einer der wichtigsten Gründe, warum sich das Forex Handel lohnt, ist das hohe Maß an Liquiditätsrate. Im Grunde genommen, handeln die Investoren mit konkreten Währungen, also mit echtem Geld. Der Handel findet statt, indem man eine Währung in eine andere umtauscht. Anders als etwa bei Aktien oder Investment-Produkten gibt es keine Grenzen was den Gesamtbetrag an verkauften Währungen angeht, des Weiteren gibt es kein „Insider Trading“. Zudem sind keine richtigen Kommissionen vorhergesehen, im Vergleich zu den sonst relativ hohen Maklergebühren, welche an der Börse anfallen.

Für unternehmenslustige Investoren, aber auch für neugierige Berufstätige, bringt der Online-Handel mit Devisen einen weiteren, sehr einen interessanten Aspekt mit sich - er ist nicht an den konventionellen Öffnungszeiten der Börse gebunden, sondern findet an 24 Stunden am Tag statt, mit der Ausnahme des Wochenendes.

Es gibt noch eine weitere gute Nachricht!

Falls Sie sich annehmen, dass man sehr viel Zeit in die Recherche über Besonderheiten und Historie der einzelnen Währungen stecken müsste, dann liegen Sie nicht richtig.

Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, sich tiefgründig zu informieren, aber es ist auch wahr, dass
95% aller Devisenhandelsgeschäfte nur mit einer handvoll Währungen getätigt werden. Diese sind dann auch die meist bekannten internationalen Währungen, die man aus eigener Erfahrung schon kennt – Euro, Britischer Pfund und Dollar.

Eine weitere interessante Möglichkeit, um Gewinne mit dem Devisenhandel zu erzielen, ist der so genannte Leverage-Effekt, auch Hebel genannt. Dieser erlaubt eine kleine Geldsumme einzusetzen, aber so zu handeln als würde man ein größeres Kapital zur Verfügung haben. Es ist natürlich nicht alles so einfach wie es sich anhört, aber die Gewinne können enorm sein.
Daher lohnt es sich genauer hinzuschauen!

Viele Broker bieten ein kostenloses Onlinekonto an, mit dem man erste Erfahrungen mit dem Handel machen kann. Auch werden Webinars und Videos zur Ausbildung auf den Seiten der jeweiligen Broker zur Verfügung gestellt, sowie tägliche Informationen über die Kurse. Schnuppern Sie also herum und endecken Sie diese neue Anlage Möglichkeit!